Urs Schaub - Die Wohlanständigen

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Schreckliche Zeiten für Kommissar Michel: Kalter Vorfrühling mit Biswind, am Ufer des kleinen Sees dümpelt eine männliche Leiche mit einem Messer im Rücken, sein Freund und Helfer Simon Tanner macht Urlaub im warmen Marokko. Im Büro treibt ein neuer Polizeichef sein Unwesen und hat ihm eine junge Assistentin aufgebrummt. Immerhin, sie stellt sich als mehr als umgänglich heraus, ist mehr als fit im Kopf, und ihr Appetit hält dem von Michel stand. Der Tote arbeitete als Treuhänder in einer der angesehensten Kanzleien der Hauptstadt. Aber dort soll er schon vor fünf Jahren entlassen worden sein, stellt sich heraus. Mit der eigenen Familie lag er offenbar im Streit. Und schon bald hat der neue Polizeichef einen Täter gefunden, einen vorbestraften Albaner, dessen DNA auf dem Messer gefunden wurde. Zum Glück kommt endlich Tanner zurück. Die beiden Freunde finden schon bald seltsame Unstimmigkeiten: Was hat die noble Kanzlei an bester Adresse mit dem albanischen Clan in der anonymen Agglo zu tun? Und was mit den cyberkriminellen Wirtschaftsaktivitäten, die offensichtlich im Gang sind? Das verblüffende digitale Handwerk der neuen Assistentin kommt da wie gerufen.

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Von der Werdt war so überrascht, dass er ganz vergass, dass er soeben angepflaumt worden war.

Was sagen Sie da? Und warum ist er nicht mehr in der Sozietät?

Hat Ihnen das der Krättli nicht gesagt? Das erstaunt mich jetzt aber.

Michel nahm sich Zeit, setzte sich wieder, trank einen Schluck von seinem Kaffee und verzog sein Gesicht.

Sie hatten sich von ihm getrennt, weil er für Kunden viel Geld verloren hat.

Der Chef zeigte ein eiskaltes Lächeln.

Na ja, vor zwei Jahren haben viele Leute viel Geld verloren. Ich sage nur Finanzkri…

Sein Telefon klingelte.

Gut. Michel, verschwinden Sie.

Am liebsten hätte Michel ihm den Kaffee ins Gesicht geschüttet, er ging aber betont ruhig aus dem Zimmer und goss ihn in die Toilette.

Pfui Teufel.

Lena blickte ihn erwartungsvoll an. Michel winkte ab.

Ach, nichts Besonderes.

Er berichtete ihr in Stichworten, was er auf der Anwaltskanzlei erfahren hatte. Das Wiedersehen mit Marlene erwähnte er natürlich nicht.

Mich hat der Chef heute angemeckert, weil ich mich geweigert habe, über unsere Ermittlungen Auskunft zu geben. Ich bin aber Ihre Assistentin und nicht seine Informantin.

Und ich sage ein zweites Mal: Das haben Sie gut gemacht, Lena.

Jetzt wurde sie rot und winkte ab.

Marmarameer!

Wie? Ach so, ja. Der ist gut. Danke, Lena, Sie können für heute Schluss machen.

Michel blieb allein im Büro zurück. Er dachte an die Begegnung mit Marlene. Merkwürdig, dass man plötzlich einem Menschen aus der fernen Vergangenheit begegnet. Und das noch ausgerechnet in der Kanzlei der Wohlanständigen.

Er kicherte vor sich hin.

Ob sie auch wohlanständig ist?

Nein, ich glaube nicht. So wie sie mit dem Bürochef umgegangen ist. Und ihr Lachen ist heute noch genauso frech wie damals als mageres Mädchen. Er erinnerte sich plötzlich wieder, dass sie eine Weile den gleichen Schulweg hatten. Waren sie nicht sogar mal eine Weile Hand in Hand zur Schule gegangen? Genau, sie war doch die, die bereits auf dem Schulweg ihr Pausenbrot an die Enten im Kanal und an die Vögel verfüttert hatte. Mali? Merkwürdig: An den Namen konnte er sich überhaupt nicht mehr erinnern. Aber als sie heute gelacht hatte, da hatte er das Gesicht wiedererkannt. Marlene Bächler. Ob das ihr Mädchenname war, wusste er auch nicht mehr.

Wie Beckmann wohl aussah, wenn er gelacht hatte? Hatte er überhaupt je gelacht?

Er stützte seinen Kopf in die Hände.

Verdammt. Es ist doch immer dasselbe: Wenn man einen Menschen erst als Toten kennenlernt, ist es fast unmöglich, sich ein Bild von ihm zu machen. Und dann erst noch bei einer Wasserleiche. Da ist alles Persönliche eines Gesichts wie weggewischt, entstellt eben.

Er richtete sich auf.

Ich brauche dringend ein gutes Foto von ihm.

Heute in der Gerichtsmedizinischen hatte sich für ihn wieder einmal die Frage aufgedrängt, ob ein Toter überhaupt noch ein Mensch ist, da das Wichtigste aus seinem Körper entwichen war, nämlich sein Leben und wer weiß was noch alles.

Das erste Mal vermisste er Tanner. Mit dem könnte er jetzt diese Fragen in aller Ruhe diskutieren. Bei einem guten Essen und einem großen Bier.

Michel seufzte und zückte sein Handy.

Der Herr könnte sich auch einmal melden.

Von Tanner kein Lebenszeichen, aber dafür von Marlene. Ob er morgen Abend Zeit und Lust hätte, mit ihr zu essen.

Und ob, du rothaarige Mali.

Er schrieb sofort zurück und fragte, wann und wo.

Dann nahm er sich die beiden Adressen von Beckmanns Kindern vor. Die Tochter hieß Nathalie Beckmann und war 31 Jahre alt. Von Beruf Apothekerin. Der Bruder war jünger, 28 Jahre alt. Er hieß Robert. Beruf und Zivilstand unbekannt. Er lebte in der Stadt. Sie auf dem Lande, unweit der Hauptstadt. Er wählte zuerst die Nummer des Sohnes, weil die Adresse näher war, aber da nahm niemand ab. Seufzend wählte er die Nummer der Tochter. Sie meldete sich sofort.

Michel erklärte den Grund seines Anrufes. Sie schien nicht im Geringsten überrascht. Er könnte jederzeit vorbeikommen. Sie sei zu Hause.

Michel schaute auf die Uhr und meinte, dass er in etwa anderthalb Stunden bei ihr sein könnte. Sie war einverstanden.

Na, das ging ja leicht.

Er erhob sich und verließ das Büro.

Michel hatte furchtbaren Hunger und konnte unmöglich mit leerem Magen das Gespräch führen. Ergo führte der Weg zuerst in ein Restaurant. Er wählte eines außerhalb der Stadt, quasi auf dem Weg zur Apothekerin.

Pünktlich zur verabredeten Zeit stand Michel dann vor dem vierstöckigen Mietshaus aus den Fünfzigerjahren, wo die Apothekerin wohnte. Die Haustür war offen. So klingelte er erst an der Wohnungstür im zweiten Stock.

Die Tür öffnete sich sofort, als hätte die Bewohnerin nur auf ihn gewartet.

Michel nannte seinen Namen und zeigte ihr seine Dienstmarke. Nathalie Beckmann bat ihn in ihre Wohnung. Sie hatte so gar nichts von ihrer Mutter. Sie war mittelgroß, hatte ein zartes Ge­sicht, das halblange blonde Haare umrahmten. Sie führte ihn in ein geräumiges Wohnzimmer, dass aussah wie die perfekte Reklame für ein großes Einrichtungshaus aus dem Norden, das mittlerweile die ganze Welt möblierte.

Nett haben Sie es hier.

Michel setzte sich an den Tisch und zückte sein schwarzes Notizbuch. Nicht, dass er daran dachte, etwas aufzuschreiben, aber den Leuten war diese Geste eines Kommissars aus dem Fernsehen vertraut.

Ich möchte Ihnen, auch im Namen unseres Polizeichefs und der ganzen Polizei, unser herzliches Beileid aussprechen.

Nathalie Beckmann nickte dankbar, aber schwieg.

Ich nehme an, Ihre Mutter hat Sie informiert?

Bevor sie antwortete, strich sie die Tischdecke glatt.

Nein, es war Robert, mein Bruder. Meine Mutter spricht seit einiger Zeit nicht mehr mit mir.

Aber mit ihm spricht sie?

Ja, mit ihm schon.

Sie stand abrupt auf und verließ den Raum, kam aber sofort mit einer Packung Taschentücher wieder. Sie schnäuzte sich und trocknete die Augen.

Entschuldigen Sie bitte.

Michel hob besänftigend seine Hand. Sie schaute ihn an und versuchte ein Lächeln, was ihr aber gänzlich misslang.

Wir haben schwierige Familienverhältnisse, wissen Sie.

Michel schwieg, überrascht war er aber nicht.

Sie atmete hörbar aus.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Oder wollen Sie mir Fragen stellen?

In diesem Moment hörte man ein leises Kratzen an der Tür.

Oh, das ist meine Katze. Entschuldigen Sie. Ich hatte sie vorhin schon gesucht, deswegen habe ich auch die Haustür offen gelassen.

Sie ging in den Flur und sprach mit leiser Stimme, dann kam sie mit einer kleinen grauen Katze auf dem Arm wieder zum Tisch.

Das ist Tschuri. Ich habe ihn erst seit ein paar Monaten. Wenn er lange draußen war, werde ich immer noch ganz unruhig.

Das kann ich verstehen. Tschuri? Ist das nicht dieser, äh … Ko­met, über den man letzthin gelesen hat?

Doch, doch. Ich weiß auch nicht, wieso ich den Kater so getauft habe. Vielleicht, weil er in meinem Leben auch wie ein Komet auf­getaucht ist.

Sie errötete dabei und setzte den Kater schnell auf den Boden.

Also, was wollen Sie wissen?

Ich möchte mir ein Bild Ihres Vaters machen. Ohne zu wissen, wer er und wie er war, ist es sehr schwer, Ermittlungen anzustellen. Verstehen Sie?

Ja, ja. Das kann ich verstehen. Ja, wie war mein Vater? Also, er war ein sehr großzügiger und geduldiger Vater. Er hatte zwar im­mer viel zu tun, aber wenn er zu Hause war, hat er sich um uns Kinder gekümmert. Ich habe mich zum Beispiel schon früh für Chemie und Pillen interessiert. Er hat das unterstützt und mir Ex­perimentierkästen gekauft und auch mit mir damit gespielt.

Sie lachte.

Dann und wann ist auch mal was schiefgelaufen. Meine Mutter hat das immer ungern gesehen und sich auch ein bisschen lustig gemacht. Das sei doch nichts für ein Mädchen und solche Sprüche. Sie sehen, es hat nichts genützt, ich bin Apothekerin geworden und arbeite heute in der Forschung. Das verdanke ich meinem Vater.

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