ELThG² - Band 2

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Das ELThG² ist ein vierbändiges, breit angelegtes Lexikon, das alle Felder der Theologie aus protestantischer Perspektive in ökumenischem Horizont darstellt. Es richtet sich an Theologen in Wissenschaft und Praxis, kirchliche Mitarbeiter und theologisch interessierte Gemeindeglieder. Seine besonderen Kennzeichen sind die überkonfessionelle Ausrichtung, der interdisziplinäre Ansatz (Teilartikel aus den Bereichen Biblische Theologie, Kirchengeschichte, Philosophie, Dogmatik, Ethik, Ökumene und Konfessionskunde, Missionswissenschaften, Soziologie sowie Praktische Theologie) und die Allgemeinverständlichkeit der Artikel.

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Lit.: F. Tönnies: Gemeinschaft und Gesellschaft. Grundbegriffe der reinen Soziologie, (1887) 2017; H. Plessner: Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus, (1924) 2001; A. Honneth (Hg.): Kommunitarismus. Eine Debatte über die moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften, 1993; Z. Bauman: Gemeinschaften. Auf der Suche nach Sicherheit in einer bedrohlichen Welt, 2009; H. Rosa u.a.: Theorien der Gemeinschaft zur Einführung, 2010.

Th. Dietz

II. biblisch

Im AT kommt der Begriff »Gemeinschaft« so noch nicht vor. Bekannt ist jedoch die Beziehung des Einzelnen zu Gott und die Beziehung der Glieder des Gottesvolkes untereinander. Wichtig im AT ist der Begriff der zedaqah (»Gerechtigkeit«, eigentlich »Gemeinschaftstreue« ): Er steht für Gottes Treue zu seinem Bund, bei Menschen wird »Gemeinschaftstreue« auch im Verhalten zum Mitmenschen konkret.

Was G. im NT bedeutet, lässt sich am Begriff der koinōnia darstellen. Sie reicht über menschl. Zusammengehörigkeit oder Vereinigungen hinaus und bekommt theologische Bedeutung. Grundlage ist die »G. mit dem Vater und dem Sohn« (1Joh 1,3). Sie wirkt sich aus in der G. der Glaubenden untereinander (1Joh 1,3.7).

Dabei ist koinōnia als »G.« begründet in der gemeinsamen Teilhabe, wie es exemplarisch im Herrnmahl deutlich wird: Die koinōnia des Leibes Christi, die gemeinsame Anteilhabe am Leib Christi verbindet »die vielen« zum einen Leib Christi, der Gemeinde (1Kor 10,16f). Die G. der Glaubenden untereinander hat so ihren bleibenden Grund in der gemeinsamen Teilhabe an Christus.

Der doppelte Aspekt der G. mit Christus und untereinander wird von Paulus weiter ausgeführt: Die G. »mit dem Sohn« (1Kor 1,9) verbindet mit dem dreieinigen Gott, der in sich selbst G. ist. Deshalb gehört zur G. mit Gott auch die »G. des Hl. Geistes« (=Teilhabe am Hl. Geist; 2Kor 13,13; vgl. Phil 2,1). Die G. mit Christus umfasst als »G. der Leiden Christi« (Phil 3,10; vgl. 1Petr 4,13) die Teilhabe an seinem Weg durch das Leiden zur Verherrlichung.

Die G. der Christen als »G. des Glaubens« (Phlm 6) beginnt in der »G. am Evangelium« (Phil 1,5) und umfasst die »geistlichen Güter« (Röm 15,27) bis hin zu den »Nöten der Heiligen« (Röm 12,13), einschließlich Bedrängnis (Phil 4,14) und Gefangenschaft (Phil 1,7). Die gegenseitige Anteilhabe führt zum aktiven Anteil-geben, zur G. im »Geben und Nehmen« (Phil 4,15). Konkret wird sie in der Kollekte für die Gemeinde in Jerusalem als »G. des Dienstes für die Heiligen« (2Kor 8,4). Dabei ist für Paulus hier »nicht die Geldleistung die Hauptsache, sondern die durch die Kollekte ausgedrückte G. der Christenheit« (Hauck, ThWNT III, 809). In Hebr 13,16 wird die Gemeinde aufgefordert, »Wohltätigkeit und Gemeinschaft« (im Sinne des Teilgebens) zu praktizieren. In Apg 2,42 schließlich ist vom »Festhalten an der G.« im Sinne der umfassenden Lebensgemeinschaft der Glaubenden die Rede.

Lit.: J. Hainz: Koinonia. »Kirche« als Gemeinschaft bei Paulus, 1982; K.-W. Niebuhr: Biblisch-theologische Grundlagen des Communio-Begriffs im Zusammenhang der Ekklesiologie mit besonderem Bezug auf »Communio Sanctorum«, KuD 50/2004, 90-125; R. Riesner: Gemeinsames Leben in einer geistlichen Lebensgemeinschaft, in: H. Dürr u.a. (Hg.): Basileia (FS E. Buess), 1993, 339-356; R. Schnackenburg: Die sittliche Botschaft des Neuen Testaments, Bd. 1, 1986, 167-175.

J. Zimmermann

III. systematisch-theologisch

Syst.-theologisch verweist der Begriff der G. bes. auf zwei Hauptthemen ( loci ) der → Dogmatik: auf die Ekklesiologie (→ Kirche / Gemeinde) sowie, als deren Letztbegründung, auf die Lehre der → Trinität. Der griech. Begriff für G., koinōnia, enthält den Gedanken der Teilhabe: Die durch koinōnia Verbundenen haben Anteil an einem gemeinsamen Gut; ferner kann dann auch die Anteilhabe aneinander, also die bes. Verbindung der Teilhabenden untereinander, als G. bezeichnet sein.

Die christl. Gemeinde ist eine G. des → Heils: Ihre Glieder haben Anteil an Christus (1Kor 1,9) und am Geist Gottes (2Kor 13,13), und dadurch auch an der Gabe des Heils. Diese wird in den → Sakramenten zugesprochen und empfangen (Röm 6,3f; 1Kor 10,16). So kommt es sogar zur Teilhabe an der göttl. Natur (2Petr 1,4). In dieser Perspektive ist G. eine ontologische Kategorie (→ Ontologie), die auf ein neues Sein der Christen verweist.

Die so mit Christus Verbundenen bilden den Leib Christi, ein Beziehungsgefüge, das durch die Liebe (griech. agapē ) geprägt ist. In dieser G. kommt es zur Teilhabe an den Freuden und Nöten des anderen (Gal 6,2), zur Sorge um- und füreinander, worauf bes. die Paränesen der Paulusbriefe hinweisen. Solche G. ist auch durch gemeinsame Grundvollzüge der christl. Gemeinde geprägt, insbes. durch Verkündigung ( martyria ), Gottesdienst ( leiturgia ) und Dienst am Nächsten ( diakonia ) als ihre zentralen Handlungen. Die »G. der Heiligen«, lat. communio sanctorum , ist zudem auch die Verbindung aller Glieder des Leibes Christi, durch alle Zeiten hindurch. Sie ist empirisch nicht eindeutig aufweisbar, da die vorhandene Kirche immer eine gemischte Größe (lat. corpus permixtum) ist; so kommt es zur Unterscheidung von sichtbarer und unsichtbarer Kirche.

In der neueren Theologie hat D. → Bonhoeffer in Anlehnung an F. Tönnies v.a. den Unterschied zw. G. und → Gesellschaft hervorgehoben (→ Gemeinschaft, I.). Während die Gesellschaft ein »Zweckgefüge« ist, bei dem das »Miteinander letztlich als Mittel zum Zweck gewollt ist«, handelt es sich bei einer G. um ein »Sinngefüge«, in dem »das Miteinander als Selbstzweck« anerkannt ist (Bonhoeffer, 56). Die christl. Gemeinde ist als Leib Christi wahre G., sie ist »Kollektivperson«, nämlich »Christus als Gemeinde existierend« (Bonhoeffer, 76). Gemeinde muss darauf achten, dass sie aufgrund der in ihr kulturell formierenden Kräfte nicht zur G. als geschlossener Gesellschaft wird.

K. → Barth hat darauf hingewiesen, dass die G. und das Gegenüber von Mann und Frau im Sinne einer Analogie des Glaubens auf die innertrinitarische G. Gottes verweisen. Die Trinitätstheologie des 20. Jh.s hat diesen Gedanken zu Recht aufgegriffen und unterstrichen, dass das göttliche Sein selbst nur als Beziehungsgeschehen, als G. verstanden werden kann, wobei die Unterschiedenheit der Personen und ihre Einheit in der gegenseitigen Durchdringung (Perichorese) immer zusammengedacht werden müssen (→ Jüngel, → Moltmann, Zizioulas). Die Koinonia der christl. Gemeinde, wie auch menschl. G. insgesamt, lässt sich so als Abbild göttlicher G. deuten.

Von dieser trinitarischen Perspektive aus lassen sich auch Verbindungslinien zur → Ethik ziehen. Menschl. G., auch innerhalb der christl. Gemeinde, hat als ständige Aufgabe, die Individualität der je einzelnen Person mit dem Willen der G. in Beziehung zu setzen, und dabei die Rechte und die Würde des Einzelnen genauso zu schützen wie den auf das Gemeinwohl zielenden Willen der G. Nur so kann ein einseitiger → Individualismus genauso vermieden werden wie ein Zwang zum Aufgehen des Einzelwillens in den Gemeinwillen. In diesem Zusammenhang haben Theorien der → Gerechtigkeit (z.B. die von J. Rawls) auch für die christl. Lehre von der G. hohe Bedeutung.

Seit dem Zweiten Vaticanum (→ Vaticanum I und II) gilt innerhalb der kath. Lehre von der Kirche dem Begriff der Communio bes. Interesse. Danach ist die Kirche als »Sakrament des Heils« (LG 48,2) Vermittlerin der G. mit Gott und unter den Gläubigen, gleichzeitig als Gesamtkirche »Leib« der Einzelkirchen, die untereinander in G. stehen. In den ökum. Dialogen der Gegenwart wird die Communio-Ekklesiologie einerseits als Chance wahrgenommen, da eine G. auch in versöhnter Verschiedenheit gedacht werden kann. Andererseits bleibt die kath. Interpretation einer in der röm. Kirche bereits in Fülle realisierten G. umstritten.

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