Thea Mengeler - connect

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Ava ist 28 und arbeitet als Designerin in einer Werbeagentur. Das Arbeitsumfeld erscheint ihr zunehmend ausbeuterisch und oberflächlich, ihr Leben sinnlos. Erst die Begegnung mit Lina reißt Ava aus ihrer Lethargie. Sie nimmt Ava mit zu connect, einer Gemeinschaft, die von dem charismatischen Dev gegründet wurde. Deren Vision: eine post-digitale Gesellschaft, in der Menschen eng miteinander verbunden sind. Je mehr Zeit Ava bei dieser Gemeinschaft verbringt, desto mehr vernachlässigt sie ihre Arbeit und distanziert sich von Familie und Freund*innen, die in connect eine gefährliche Sekte sehen. Eines Tages trifft Ava eine radikale Lebensentscheidung: Sie will ihr Leben ausschließlich der Gemeinschaft widmen.
In ihrem Debütroman wirft uns Thea Mengeler in die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen und verhandelt die aktuellsten Themen unserer Zeit. Wie wollen wir unser Leben gestalten? Wie drängend wird die Sehnsucht nach Gemeinschaft in einer digitalisierten Welt?

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Über diesen Gedanken erschrocken, schließt sie erneut die Augen, zwingt sich, sie geschlossen zu halten, bis endlich Lucas Stimme wieder einsetzt. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf den Atem. Durch die Nase ein, durch die Nase aus. Das Zwerchfell hebt und senkt sich. Aber wo genau ist eigentlich das Zwerchfell? Den Atem strömen lassen. Durch den Scheitel ein und durch den Boden wieder aus. Ava versucht sich vorzustellen, wie etwas von oben nach unten durch sie hindurchfließt, wird ruhiger.

Luca spricht, und hundert Körper beugen sich vor, strecken die Arme lang und länger auf dem Boden aus, lassen sie in einem Halbkreis zur Seite wandern. Ava zuckt zusammen, als plötzlich eine Hand nach ihrer Rechten greift. Ihr Blick trifft den eines lächelnden Mädchens mit grau gefärbten Haaren und Nasenpiercing. Auch nach ihrer linken Hand greift nun jemand. Sie hebt den Kopf und sieht überall im Raum Leute einander an den Händen halten. Die Stirn auf dem Boden, die Arme zur Seite ausgestreckt, liegen sie da, regen sich nicht, halten sich nur.

Ava legt den Kopf wieder am Boden ab, versucht, die Hände der anderen weder zu fest noch zu locker zu halten, spürt ihre Handflächen schwitzig werden, spürt ihre hochgezogenen Schultern sich verkrampfen.

Es ist eine Erleichterung, als Lucas Stimme ihr erlaubt loszulassen, als ihre Arme sich wieder nach vorne schieben, als hundert Körper sich mit dem Ausatmen hoch drücken, ein Dreieck bilden aus Armen, Beinen, Boden. Es ist eine Erleichterung, auch wenn Avas Körper nicht das tut, was er soll, auch wenn ihre Fersen nicht Richtung Boden wollen und ihr Rücken nicht gerade wird. Mit dem nächsten Ausatmen schwingt ihr rechtes Bein nach vorne, einen Moment verspätet, erst nachdem sie geschaut hat, wie die anderen es machen. Eigentlich schwingt es auch nicht. Es schleift. Dann richtet sie sich auf, streckt die Arme aus, beugt das rechte Bein, hält.

Hält lange.

Hält so lange, dass ihr die Arme schwer werden.

Hält so lange, dass sie sie sinken lassen will, doch um sie herum schweben hundert Paar Arme schwerelos im Raum. Bis Lucas Stimme ihre Oberkörper dreht, bis wieder zwei Hände nach ihren greifen. Jetzt ist sie beinahe froh darüber, weil sie das Gewicht ihrer Arme nicht mehr alleine tragen muss.

Eine Stunde lang bewegen sich so hundert Körper voneinander weg und aufeinander zu. In einer perfekten Choreografie fließen sie von einer Übung in die nächste, halten einander, lassen los. Und bleiben schließlich am Boden liegen. Die Arme ausgestreckt. Die Hände ineinander verschränkt.

Nur, dass es Ava jetzt nichts mehr ausmacht. Nur, dass sie sich jetzt keine Gedanken mehr macht, ob ihre Hände schwitzig sind. Weil alle Hände schwitzig sind. Weil ihr Kopf vollkommen ausgefüllt ist von ihrem pumpenden Atem. Weil sie froh ist, endlich nur dazuliegen und zu hören, wie die Atemgeräusche um sie herum leiser werden, ruhiger. Bis auch ihr eigener Atem endlich ruhiger wird, sanft ein und ausströmt, ihre Bauchdecke sich hebt und senkt.

Ein.

Aus.

Ein.

Aus.

Kurz bevor Ava vom Dämmerzustand in den Schlaf hinüberschwappt, setzt Musik ein. Ein elektronisches Summen, das nur langsam, fast unmerklich in einen pulsierenden Beat übergeht. Um sie herum gerät der Raum wieder in Bewegung. Körper räkeln sich. Rollen über den Boden. Richten sich auf. Wölben die Rücken. Strecken die Arme.

Sie versucht, die Bewegungen zu kopieren, aber weiß nicht, an wem sie sich orientieren soll. Kommt sich albern vor, als sie mit überstrecktem Rücken die Arme kreisen lässt. Kommt sich nicht weniger albern vor, als sie auf allen Vieren den Rücken wölbt und streckt, als sie auf den Knien mit ausgebreiteten Armen hin und her schwankt.

Die Musik wird jetzt lauter, der Rhythmus schneller. Die Körper haben sich fast alle aufgerichtet. Beginnen sich zu wiegen, mit geschlossenen Augen zu tanzen. Berühren sich, tanzen umeinander, miteinander.

Es fasziniert Ava, wie sie blind tanzen, ohne sich in die Quere zu kommen, wie sie die Anwesenheit der anderen zu spüren scheinen. Sie selbst spürt nichts, traut sich nicht, die Augen zu schließen, aus Angst jemanden anzurempeln, steht als Brett zwischen fließender Bewegung. Als sie dann doch zu tanzen versucht, kommt sie sich ungelenk vor. Ihre Arme baumeln, ihre Hüfte ist starr und den Rhythmus verfehlt sie immer knapp. Sie ist dankbar, als die Musik mit einem letzten vibrierenden Bass verklingt.

Ein paar Momente lang scheint jemand die Pause-Taste gedrückt zu halten. Alle stehen reglos da, nur ein leichtes Beben geht durch die erschöpften Körper. Keiner scheint sich bewegen, die Stille brechen zu wollen. Also harrt auch Ava aus, versucht, sich so wenig wie möglich zu rühren, ist sich aber allzu deutlich bewusst, wie sich ihr Körper gegen ihren Willen doch bewegt, wie ihr Brustkorb sich fast schmerzhaft unter einer unsichtbaren Verschnürung weiten will, wie ihre Arme in einem unnatürlichen Winkel abstehen, wie der Zeigefinger ihrer linken Hand fast unmerklich zuckt.

Und endlich bewegt sich doch jemand. Vorsichtig erst, behutsam, wie man es in einer Kirche tun würde, in der man die Stille nicht einmal dann zu durchbrechen wagt, wenn man mit diesem Gott nichts anfangen kann. Irgendwer öffnet die großen Fenster und der würzige Geruch warmer Kiefernnadeln weht herein. Nur wenige ziehen ihre Schuhe an und gehen. Die meisten treten barfuß durch die Glastüren in den Garten und auch Lina winkt Ava, ihr dorthin zu folgen.

Wie lange sie wohl schon nicht mehr barfuß gegangen ist? Ava weiß es nicht mehr. Nur, dass es lange her sein muss. Lina und sie schließen sich einer Gruppe an und Ava merkt kaum, wer es ist, der ihr ein Glas Weißwein in die Hand drückt. Jemand anderes packt eine Dose mit Keksen aus und stellt sie in die Mitte des Kreises, noch jemand selbstgemachte Cracker. Ava lehnt sich zurück, nippt an ihrem Wein, knabbert gelegentlich an einem Cracker und lässt die Unterhaltung über sich hinwegbranden.

Die anderen scheinen zu merken, dass ihr nicht nach reden ist, drängen sie nicht. Überhaupt hat das Gespräch nichts von dem üblichen Bemühen, es nicht abreißen zu lassen. Ganze Minuten lang spricht keiner. Doch niemand wird nervös und unterbricht die Stille mit Belanglosigkeiten. Und sogar Ava fühlt sich heute einmal nicht verpflichtet, die Pausen zu füllen, wenn sich auch gelegentlich noch eine Unruhe in ihr aufbaut, wenn die Pausen allzu lange dauern.

»Diese Rede, die Luca am Anfang gehalten hat«, fragt sie Lina in einer dieser Pausen, »macht sie so was jedes Mal?«

»Wir nennen das Opening«, antwortet Lina. »Dev sagt, dass keine Verbindung zwischen Menschen entstehen kann, wenn man nicht erstmal offen zu einander ist. Das steht deshalb ganz am Anfang. Prinzip eins: Offenheit.«

Prinzip eins? Welche Prinzipien gibt es denn noch? »Es gibt aber nicht jedes Mal ein Opening. Manchmal erzählt Luca auch irgendetwas über unsere Gesellschaft oder über Devs Ideen. Das nennen wir Sharing.«

Ava nickt. Sharing. Opening. Das alles erinnert sie ein bisschen zu sehr an Predigt, an Beichte. Sie erinnert sich, wie sie mit gerade mal acht Jahren in irgendeinem Hinterzimmer der Kirche gekniet und versucht hat, sich an irgendwelche von ihr begangene Sünden zu erinnern. Keine Kommunion ohne Beichte, doch was haben Achtjährige schon zu beichten?

Wahrscheinlich aber sind es bloß diese Begriffe, mit denen sie ein Problem hat. Vorhin, als Luca sprach, war nichts daran Ava unangenehm vorgekommen.

»Hey Sonja!«, ruft Lina zu einer anderen Gruppe hinüber und eine Frau steht auf, kommt zu ihnen herüber. »Du siehst heute so glücklich aus«, sagt jemand. »Ich hatte gerade meine erste Ausbildungswoche«, antwortet Sonja und die Begeisterung der anderen zeigt, dass sie genau wissen, wovon die Rede ist. Sie gratulieren, fragen, wie es ihr gefällt, obwohl Sonjas spürbare Euphorie die Antwort schon vorwegnimmt.

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