Thea Mengeler - connect

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Ava ist 28 und arbeitet als Designerin in einer Werbeagentur. Das Arbeitsumfeld erscheint ihr zunehmend ausbeuterisch und oberflächlich, ihr Leben sinnlos. Erst die Begegnung mit Lina reißt Ava aus ihrer Lethargie. Sie nimmt Ava mit zu connect, einer Gemeinschaft, die von dem charismatischen Dev gegründet wurde. Deren Vision: eine post-digitale Gesellschaft, in der Menschen eng miteinander verbunden sind. Je mehr Zeit Ava bei dieser Gemeinschaft verbringt, desto mehr vernachlässigt sie ihre Arbeit und distanziert sich von Familie und Freund*innen, die in connect eine gefährliche Sekte sehen. Eines Tages trifft Ava eine radikale Lebensentscheidung: Sie will ihr Leben ausschließlich der Gemeinschaft widmen.
In ihrem Debütroman wirft uns Thea Mengeler in die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen und verhandelt die aktuellsten Themen unserer Zeit. Wie wollen wir unser Leben gestalten? Wie drängend wird die Sehnsucht nach Gemeinschaft in einer digitalisierten Welt?

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Als sie den Kopf hebt, sieht sie Lina nicken. »Genau deshalb bin ich inzwischen Freelancer. Du glaubst gar nicht, wie befreiend das ist. Natürlich musst du einen anständigen Job machen, aber was aus den Projekten am Ende wird, kann dir völlig egal sein. Und mehr Freizeit hast du auch wieder.«

»Hmm …« Ava fährt das Muster auf ihrem Glas mit dem Finger nach. »Ja, versteh ich. Aber ich glaube, das wär nichts für mich.«

Lina zieht die Füße hoch auf ihren Sessel. »Wieso nicht?«

Ava antwortet nicht gleich. Sie hat nie so genau darüber nachgedacht, warum sie sich nie vorstellen konnte, als Freelancer zu arbeiten. »Ich glaube«, sagt sie zögernd »ich möchte nicht darauf verzichten, ein Team zu haben. Und auch die Jobs. Wenn ich mir einen TV-Spot ausdenke, dann habe ich keinen Bock drauf, dass irgendwer ihn danach übernimmt und komplett versaut.«

Lina scheint einen Moment darüber nachzudenken. »Macht Sinn. Ist mir aber komischerweise egal. Mir waren die Ideen immer wichtiger als die Umsetzung.« Sie zieht eine Grimasse. »Darauf hatte ich meistens eh keinen Bock, also passt das für mich ganz gut. Im Grunde bin ich faul. Ich fange Sachen gerne an, aber bring sie nicht so gerne zu Ende.«

»Oh ja, genau.« Ava fällt in Linas Tonfall ein. »Deshalb hast du auch deinen Abschluss als Jahrgangsbeste gemacht, weil du Dinge so ungern zu Ende bringst.« Und von da aus schwappt ihr Gespräch in leichtere Themen. In gemeinsame Erinnerungen an Professoren, über deren Sadismus man im Nachhinein lachen kann und andere, denen man bis heute dankbar ist. Zu Kommilitonen, von denen sie nur noch Brocken von Informationen haben, die sich meist in den ersten Jahren nach dem Studium verlieren. Am meisten Eindruck hinterlassen hat der, der gleich nach dem Abschluss alles hingeworfen hatte, um Gärtner zu werden.

Im Schein des kleinen Lichtkegels, der ihre beiden Sessel gerade einmal streift, lässt sich beinahe vergessen, dass sie sich in einer Bar befinden. Auch Ava hat jetzt die Füße hoch auf ihren Sessel gezogen, schmiegt sich in die Kuhle, die schon andere Rücken hinterlassen haben. Und nur unterbrochen von Paula, die kommt, um ihre Gläser nachzufüllen, spinnen Ava und Lina Alternativ-Leben, in denen auch sie keine Designer sind, sondern Bäcker, Alpaka-Züchter oder Schnapsbrenner. Sie gehen erst, als kein Murmeln mehr aus den anderen Zimmern dringt und Paula beim Nachschenken ein Gähnen nur mühsam unterdrückt.

6

Die nächste Woche lässt Ava wenig Zeit darüber nachzudenken, ob sie nicht doch lieber Konditorin oder Schuhmacherin geworden wäre. Kaum hat sie den ersten Kaffee in der Hand, will Dave schon mit ihr und Mel sprechen. Sie sollen kurzfristig auf einem Pitch aushelfen. Ein Freelancer-Team hat schon zwei Wochen darauf gearbeitet, aber die Konzepte sind nicht zu gebrauchen. Also braucht man das Team, das schon so viele andere Pitches gewonnen hat, braucht Ava und Mel, braucht sie sofort. Die Kundenpräsentation ist am Montag. Erste Abstimmung mit Dave morgen. Danke und tschüss. Dem Kreativgeschäftsführer schlägt man nichts ab.

Ava und Mel schauen sich die bisherigen Konzepte an, sind sich einig, dass nichts davon zu gebrauchen ist, sind sich ebenso einig, dass es weniger an der Unfähigkeit der Freelancer liegt, als an dem nachträglich geänderten Briefing, müssen trotzdem bei null anfangen. Ihre anderen Jobs versuchen sie, in der Hälfte der eigentlich notwendigen Zeit zu erledigen, der Pitch kommt nach Feierabend. Und jeden Morgen Abstimmung mit Dave. »Wir sind noch nicht ganz da.« »Da können wir noch ein bisschen mehr rausholen.« »Wir sollten die Extrameile noch gehen.« »Habt ihr am Wochenende ein bisschen Zeit?«

Als die Präsentation am Montagmorgen um 11.00 steht, würde Ava am liebsten gleich wieder nach Hause gehen. Aber auch das Tagesgeschäft will erledigt werden, und die ersten Berater werde schon panisch wegen nicht eingehaltener Deadlines. Kann Ava nicht kurz eine kleine Änderung machen? Dauert auch nur fünf Minuten, nur zehn Minuten, nur eine winzige Anpassung.

»Na, bist du schon durchgebrannt, um Milchbäuerin zu werden, oder hättest du heute Abend Lust auf Vietnamesisch?« , schreibt Lina am Donnerstag.

»Lust ja, aber der Sklaventreiber steht mit der Peitsche hinter mir. Aber unbedingt bald!« , antwortet Ava. Sie weiß, dass sie auch heute das Büro nicht pünktlich verlassen wird.

Das Wochenende verbringt Ava im Bett, steht nur auf, um dem Pizzaboten die Tür zu öffnen und schließlich am Sonntagabend, um endlich mal Wäsche zu waschen. Als sie aus dem Waschkeller zurückkommt, blinken zwei verpasste Anrufe auf ihrem Display. Einer von Jan, einer von Mel. Ava lässt sich zurück aufs Bett fallen, schließt die Augen. Unter ihrem Brustbein pocht es fast schmerzhaft. Sie bemüht sich, langsam zu atmen, ruhig zu atmen. Als der Druck in ihrem Brustkorb nachlässt, drückt sie auf Rückruf.

Am Freitagnachmittag, nach einer weiteren übervollen Woche, will Ava bloß noch weg. Weg vom Büro, weg selbst von Mel und Liz. Aber auch allein sein will sie nicht, will nicht zurück in ihre Wohnung. Einen Abend wie den mit Lina will sie. Wein trinken, Blödsinn reden. Vielleicht könnte das diesen Tag noch retten.

»Ich brauche Wein. Zeit?«

Die Antwort folgt wenige Sekunden später.

»Tut mir leid, hab heute schon was vor.«

Natürlich. Avas Stimmung fällt gleich noch ein paar Etagen tiefer. Aber Lina tippt noch weiter.

»Aber komm doch mit! 19.00 Jägerstr. 14. Zieh was Bequemes an.«

»Was Bequemes?«

»Ja, wir machen ein bisschen Sport.«

Ava zögert. Eigentlich hat sie keine Lust, heute Abend noch was zu machen, bei dem sie sich anstrengen muss.

»Danach gibt’s auch Wein. Versprochen!«

Ava muss lachen.

»Na wenn das so ist. Dann bis 19.00.«

Und vielleicht wird ein bisschen Bewegung ja sogar ganz gut tun. Ist immerhin lang genug her, dass sie das letzte Mal Sport gemacht hat.

7

Zur Sicherheit überprüft Ava noch einmal, ob sie hier wirklich richtig ist. Jägerstraße 14, ja. Nicht ganz das, was sie erwartet hat, auch wenn sie selbst nicht genau weiß, was das gewesen wäre. Jedenfalls nicht dieser quadratische Betonbau, der zwischen zwei heruntergekommenen Mehrfamilienhäusern klemmt. Nur eine schmale Schießscharte von Fenster, zwei Meter über dem Boden, scheint etwas Licht ins Gebäude zu lassen. Ava schiebt ihr Fahrrad zwischen die kleine Herde an Rädern, die dort bereits steht, zieht ihr Handy aus der Tasche. Keine Nachricht. Sie könnte schon reingehen, aber stattdessen schickt sie Lina ein »Bist du schon da?« und klickt sich durch ihre Apps, sieht nur aus den Augenwinkeln, wie andere an ihr vorbei zur Halle gehen.

»Gleich da!« , ploppt auf ihrem Screen auf und Ava scrollt weiter durch Bilder, die sie kaum wahrnimmt, bis endlich ein Bus am Straßenrand hält, aus dem gleich mehrere Leute aussteigen, alle in Klamotten, die bequem, aber nicht unbedingt nach Sport aussehen. Darunter auch Lina in einer schwarzen Hose, die ihr locker um die gebräunten Waden fällt. Dazu eine übergroße und leicht verblasst aussehende hellgrüne Jacke, die vielleicht in den 90ern irgendwann neu war und beiläufig perfekt zu den Schnürsenkeln in Linas schwarzen Sneakern passt.

Ava wird sich überdeutlich ihrer eigenen, neon-gemusterten Sporthose bewusst, doch Lina lässt ihr keine Zeit, darüber nachzudenken, umarmt sie und zieht sie noch in der gleichen Bewegung Richtung Halle, durch die Tür und einen langen Gang aus unverputztem Beton entlang. Als Lina am Ende des Ganges die Tür öffnet, ist Ava kurz geblendet von dem Licht, das unerwartet hell in den Gang flutet. Nach dem bunkerartigen Äußeren der Halle hatte sie mit einem düsteren, höchstens neonbeleuchteten Raum gerechnet, doch stattdessen betritt sie eine Halle, deren eine Wand vollkommen aus Glas besteht, nur durchbrochen von einem feinen Gitternetz dünner Holzrahmen.

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