Hermann Broch - Der Tod des Vergil

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"Der Tod des Vergil" ist ein Roman, in deren erzählt der Autor von den letzten Lebensstunden des römischen Dichters Virgil im Hafen von Brundisium nach. Virgils gesteigerte Wahrnehmungen während seines Todes erinnern an sein Leben und an die Zeit, in der er lebt. Der Dichter befindet sich in der Zeit zwischen Leben und Tod, so wie seine Kultur zwischen dem heidnischen und dem christlichen Zeitalter schwankt. Während er darüber nachdenkt, erkennt Virgil, dass die Geschichte an einem Scheitelpunkt steht und dass er in seinem Versuch, Schönheit zu schaffen, die Realität verfälscht haben könnte.

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denn wer die erste Pforte des Schreckens hinter sich gelassen hat,

der ist in den Vorhof der Wirklichkeit eingezogen,

da seine Erkenntnis, sich selbst entdeckend und wie zum ersten Male

auf sich selbst gerichtet,

das Notwendige im All,

das Notwendige jeglichen Geschehens

als das Notwendige der eigenen Seele zu begreifen anhebt;

denn der, dem solches widerfährt,

der ist hinausgehalten in die Einheit des Seins,

in das reine Jetzt, das dem All und dem Menschen gemeinsam ist,

seiner Seele unveräußerlichster Besitzstand,

kraft welchem sie schwebt, schwebend vor Notwendigkeit,

überschwebend den drohend geöffneten Nichts-Abgrund,

überschwebend die Blindheit des Menschen;

denn er ist hinausgehalten in das ewigwährende Jetzt der Frage,

in das ewigwährende Jetzt nicht-wissenden Wissens, in des Menschen göttliches Vor-Wissen,

nicht-wissend weil es fragt und fragen muß,

wissend weil es jeder Frage vorangeht,

göttlich dem Menschen und nur ihm von Anbeginn verliehen

als seine innerste menschliche Notwendigkeit,

um derentwillen

er stets aufs neu die Erkenntnis zu befragen hat und

stets aufs neu von ihr befragt wird,

antwortsbang der Mensch, antwortsbang die Erkenntnis,

erkenntnisgebunden der Mensch, menschheitsgebunden die Erkenntnis,

sie beide ineinandergebunden und antwortsbang,

überwältigt von der Gotteswirklichkeit des Vor-Wissens,

von der Wirklichkeitsweite der wissenden Frage, die

von keiner irdischen Antwort, von keiner irdischen Erkenntniswahrheit

je zu erreichen ist und doch nur hier

im Irdischen beantwortet werden kann, beantwortet werden muß,

im Irdischen verwirklicht

als das Wechselspiel der verdoppelten Weltgestaltung,

Wirklichkeit zur Wahrheit umgestaltet, Wahrheit zur Wirklichkeit,

gemäß dem Befehl, dem die Seele untertan ist,

ihre Notwendigkeit;

denn die zur Frage gespannte Seele

ist hineingehalten in ihr Wahrheitsheil, das

erkenntnisbefohlen, fragebefohlen, gestaltungsbefohlen,

gespannt zwischen Wissens Sicherheit und Erkenntnisfähigkeit,

die Wirklichkeit sucht,

und solcherart

aufgerufen vom Ur-Wissen, aufgerufen von dieser wissenden Frage,

die um des Seins einheitsstiftende Zufallslosigkeit weiß,

hingerufen darob zum erkenntnisgeborenen Wissen,

hingerufen zu seiner Verwirklichung,

hingerufen zur Erkenntnis des Gesetzes, des zufallsentblößten,

ist die Seele in stetem Aufbruch begriffen,

aufbruchsbereit und aufbrechend zur eigenen Wesenheit hin,

zu ihrer Kreatürlichkeit und Außerkreatürlichkeit,

zufallsentblößt beides in der Erkenntnis des Gesetzes,

ihr Ausgangspunkt und ihr Ziel sphärenvereinigt,

den Menschen zum Menschen machend;

denn in den wissenden Erkenntnisgrund seiner Seele

ist der Mensch hineingehalten, in den Erkenntnisgrund

seines Tuns und Suchens, seines Wollens und Denkens, seines Träumens,

und er ist aufgetan der unendlichen Zufallslosigkeit im Wirklichen,

diesem umfassendsten und gewaltigsten,

ehernsanft wahrhaftigsten Wirklichkeitssinnbild seines Selbst,

in das er heimkehren will und heimkehrt

für immerdar,

hineingehalten in das Jetzt seines eigenen Sinnbildes,

auf daß es ihm zur steten Wirklichkeit werde;

denn es ist das Trotzdem seines Aufrufs,

in das der Mensch hineingehalten ist,

das Trotzdem des Ein gekerkerten,

das Trotzdem seiner unverlöschlichen Freiheit

und seines unverlöschlichen Erkenntniswillens,

so unbeugsam,

daß er größer als die irdische Unzulänglichkeit wird,

über sich hinauswachsend

das titanische Trotzdem des Menschentums;

wahrlich, in seine Erkenntnisaufgabe ist der Mensch hineingehalten,

und nichts vermag ihn davon abzübringen,

auch nicht die Unentrinnbarkeit des Irrtums,

verschwindend dessen Zufälligkeit vor der

zufallsenthobenen Aufgabe;

denn so sehr der Mensch in der Verkerkerung seiner irdischen Unzulänglichkeit gehalten wird - und gar einer, der mühselig ans Fenstersims angeklammert als ein Kranker und Todesgezeichneter mühselig nach Atem ringt -, und so sehr er bestimmt ist zur Enttäuschung, ausgeliefert jeglicher Enttäuschung im Großen wie im Kleinen, vergeblich jegliche Bemühung, fruchtno los im Vergangenen, hoffnungslos im Zukünftigen, und so sehr ihn die Enttäuschung vorwärtsgejagt haben mag, von Ungeduld zu Ungeduld, von Ruhelosigkeit zu Ruhelosigkeit, den Tod fliehend, den Tod suchend, das Werk suchend, das Werk fliehend, gehetzt und liebend und nochmals gehetzt, schicksalsgetrieben von einem Erkennen zum ändern, weggetrieben vom einstigheimatlichen Leben eines schlichten Schaffens und hingetrieben zur Mannigfaltigkeit jedweden Wissens und weitergetrieben zur Dichtung und weitergetrieben zur Erforschung der alten und verborgensten Weisheit, erkenntnisungeduldig, wahrheitsungeduldig, und wieder zurückgetrieben zur Dichtung, als könnte sie sich für eine letzte Wirklichkeitserfüllung mit dem Tode verschwistern - oh, Enttäuschung auch dies, Fehlweg auch dies -, oh, so sehr dies alles als schierer Fehlweg gelten mußte, ja, einfach Fehlweg war und ist, ja, kaum ein Ansatz zu einem ersten Schritt und bereits fehlgeschlagen vor dem ersten Ansatz, oh, so sehr dieses ganze Leben sich nun als gescheitert zeigt, gescheitert ist, versandet im Unzulänglichen von Anbeginn an, für immer und ewig zum Scheitern verdammt, weil nichts das Gestrüpp je zu durchbrechen vermag, weil der Sterbliche dem Dickicht niemals entkommt, weil er im bewegungslosen Herumirren auf der Stelle, verzweiflungsgebunden und zufallsgebunden, jedweder Furchtbarkeit des Irrtums verhaftet bleibt, oh, trotzdem und trotzdem, nichts ist ohne Notwendigkeit erfolgt, nicht erfolgt ohne Notwendigkeit, da das Notwendige der Menschenseele, da das Notwendige der menschlichen Aufgabe alles Geschehen und sogar den Fehlweg, sogar den Irrtum überwaltet; denn nur im Irrtum, nur durch den Irrtum, in den er unentrinnbar hineingehalten ist, wird der Mensch zum Suchenden, der er ist,

der suchende Mensch;

denn der Mensch braucht die Erkenntnis der Vergeblichkeit,

er muß ihren Schrecken, den Schrecken jeden Irrtums

auf sich nehmen und, ihn erkennend, bis zur Neige auskosten,

er muß des Schreckens inne werden,

nicht aus Selbstqual, wohl aber

weil nur in solch erkennendem Innewerden

der Schrecken zu überwinden ist,

weil nur dann es möglich wird,

durch des Schreckens hörnerne Pforte hindurch

ins Sein zu gelangen;

darum ist der Mensch hineingehalten in den Raum aller Unsicherheit,

hineingehalten, als trüge kein Schiff ihn mehr,

obwohl er dahinschwebt auf schwebender Barke;

darum ist er hineingehalten in die Räume und Aber-Räume

seines Innewerdens,

in die Räume seines innewerdenden Ichs,

Schicksal der menschlichen Seele,

aber derjenige, hinter dem

die schweren Torflügel des Schreckens sich geschlossen haben,

der hat den Vorhof der Wirklichkeit erreicht, und

das nicht-erkannt Fließende, über das er schwebend dahingleitet,

das Nicht-Erkennen, es wird ihm zum Wissensgrund,

da es das fließende Wachstum seiner Seele ist,

das unvollendbar Unvollendete des eigenen Selbst,

dennoch als Einheit sich entfaltend,

sobald das Ich seiner selbst inne wird,

unvergänglich vor Wachstum die fließende Einheit des Alls

ihm inne geworden, von ihm gesehen

in einer Gleichzeitigkeit, die kraft ihres Jetzt

all die Räume, in die er gehalten ist, zu einem einzigen macht,

zum ein-einzigen Raum des Ursprunges,

und gleich diesem

das Ich in sich birgt, um doch vom Ich gehalten zu werden,

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