Harald Kaiser - Der Club ist ein Depp
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Im Oktober 2013, nach fünf Unentschieden und drei Niederlagen an den ersten acht Spieltagen der Saison 2013/14, wurde Trainer Michael Wiesinger am Tag nach einer happigen 0:5-Heimniederlage gegen den Hamburger SV entlassen. Beim 1:1 in Frankfurt saß Interimstrainer Roger Prinzen auf der Bank, dann übernahm der in Deutschland weitgehend unbekannte Verbeek das Zepter im Zabo.
Ausgestattet mit einem beeindruckenden Selbstbewusstsein, stürzte sich der Fußballlehrer in seine Arbeit. Sein Hauptaugenmerk schenkte er dem Krafttraining, dem Aufbau der Muskeln seiner Spieler. Nach einem 1:1 in Stuttgart und einer 0:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg trat der FCN am 9. November 2013 bei Borussia Mönchengladbach an. Im Borussia-Park zeigten die Franken weit über eine Stunde lang ihr vielleicht bestes Auswärtsspiel des neuen Jahrtausends. Aggressiv attackierten sie den Gegner schon an dessen Strafraum, ließen so gut wie keinen gefährlichen Borussen-Angriff zu und erarbeiteten sich selbst hochkarätige Chancen; durch einen Treffer von Josip Drmic aus der 21. Minute führten sie lange mit 1:0. Laufleistung, gewonnene Zweikämpfe und Torchancen – in allen Punkten hatte der Club auch nach 90 Minuten die Nase vorn. „Meine Zuversicht“, erklärte Verbeek, „ist weiter gewachsen.“
Ach so, das Endergebnis – 3:1 für Mönchengladbach. Ein Tor aus dem Nichts durch Juan Arango in der 72. Minute hatte die Begegnung zum Kippen gebracht. Die Club-Profis konnten die von Verbeek verordnete, ungemein kräftezehrende Spielweise nicht durchhalten. FCN-Verteidiger Niklas Stark mit einem Eigentor und der Gladbacher Patrick Herrmann erzielten die weiteren Treffer. Der Trainer und auch Sportvorstand Martin Bader machten die Niederlage jedoch allein an Schiedsrichter Christian Dingert fest, der einem Wembleytor Drmics die Anerkennung verweigert und eine elfmeterreife Grätsche gegen Drmic nicht mit Strafstoß geahndet hatte.
Der FCN fiel nach diesem 12. Spieltag auf den letzten Tabellenplatz zurück. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir uns keinen Sand in die Augen streuen“, sagte Bader noch. Genau dies geschah: Als erster Verein der Bundesligageschichte konnte der Club während der gesamten Hinrunde keinen einzigen Sieg feiern, ein kurzes Zwischenhoch zu Rückrundenbeginn verpuffte schnell, doch Verbeek, der trotz einer Flut von Verletzungen – die Ärzte und Physiotherapeuten am Valznerweiher auch auf sein exzessives Krafttraining zurückführten – keinen Millimeter von seiner variationslosen offensiven Spielidee abwich, durfte bis Ende April 2014 weiterwerkeln. Die Mannschaft war längst in alle Einzelteile zerfallen, als Bader drei Spieltage vor Saisonschluss, nach acht Niederlagen in neun Spielen, die Reißleine zog und den Niederländer beurlaubte. Viel zu spät, um den achten Abstieg aus der Bundesliga noch zu verhindern.
DOPPELSTOPPER UND BETON | 1965 |
Klar, es gab die Interimstrainer, die für eine meist kurze Übergangszeit einsprangen: Fritz Popp 1981 und 1983, Dieter Lieberwirth 1990 und 2005, Thomas Brunner 1998 und 2000, Roger Prinzen 2013 und 2014. Auch Hermann Gerland und Willi Entenmann wurden zweimal verpflichtet, beim zweiten Mal jedoch nicht zu Nürnberger Erstligazeiten. Auf zwei zeitlich voneinander getrennte Perioden als Cheftrainer des FCN in der Bundesliga brachte es nur ein einziger Fußballlehrer – ausgerechnet der, unter dem der Club den vielleicht hässlichsten Fußball seit seiner Gründung spielte: Jenő Csaknády.
Der Ungar mit Wohnsitz in Nürnberg beerbte am 1. November 1963 den zwei Tage zuvor als ersten Trainer der Bundesligageschichte entlassenen Herbert Widmayer. In Csaknádys Premierenspiel hielt der Club bis zur 81. Minute ein 1:1 bei Borussia Dortmund, dann unterlief Ferdinand Wenauer ein unglückliches Eigentor, ehe vier Minuten vor Schluss Lothar Emmerich zum 3:1-Endstand traf. Schon bald rätselten die Verantwortlichen, wie es der Fußballlehrer geschafft hatte, im Jahr zuvor AEK Athen zur Meisterschaft in Griechenland zu führen. Nicht nur erfolglos, sondern auch unansehnlich trat der Club unter ihm auf, mit Doppelstopper und Betonfußball vergraulte er die Zuschauer. Als Augenzeuge des 0:1 beim VfB Stuttgart am elften Spieltag konnte sich Siegfried Kronenbitter, 1942/43 selbst Gastspieler beim FCN und mittlerweile Geschäftsführer des Süddeutschen Fußballverbandes, kaum noch beruhigen. „Nur Hemd und Hose“ habe diese Mannschaft noch mit dem berühmten Club gemeinsam, schimpfte er, „in dieser Elf steckt gar nichts, vor allem fußballerisch nicht.“
Das letzte Heimspiel der Saison am 25. April 1964 gegen Eintracht Braunschweig, das mit einem 1:0-Sieg endete, lockte nur noch 12.000 Besucher an. Obschon das Premierenjahr der neuen Eliteklasse mit 29:31 Punkten und Rang neun durchaus versöhnlich ausklang, löste Csaknády mit der Ankündigung seines Rücktritts im Mai 1964 große Erleichterung aus.
Gut zwölf Monate später – sein Nachfolger Gunther „Bello“ Baumann hatte aufgrund einer von Präsident Walther Luther angekündigten Beschneidung seiner Kompetenzen schon nach einem Jahr das Handtuch geworfen – kehrte der Ungar zur allgemeinen Überraschung an den Valznerweiher zurück. Csaknády habe während seiner ersten Amtszeit bewiesen, dass er einen Bundesligisten erfolgreich trainieren könne, erklärte Luther. Der Fußballlehrer habe die Mannschaft 1963 in einer Krisensituation übernommen „und mit harten Maßnahmen auf einen sicheren Tabellenplatz geführt“.
Dies gelang Csaknády auch 1965/66 wieder, nach einer wechselvollen Saison landete der Club mit 39:29 Punkten auf Rang sechs. 1966/67 aber ging es bergab. Die Auftritte wurden immer unansehnlicher, offensiv fand der Club in vielen Spielen kaum noch statt. In der Partie gegen Rot-Weiss Essen am 5. November 1966 vor gerade noch 11.000 Zuschauern konnte der FCN eine frühe Führung durch Georg Volkert aus der neunten Minute nicht über die Zeit retten und erreichte nach einer erbärmlichen Leistung nur ein 1:1. „Der Club auf dem Tiefpunkt“, schrieb der kicker . „Von Technik, Spielwitz und Spielanlage nichts zu sehen. Die Nürnberger Mannschaft hat jedes Gesicht verloren.“
Was die Vereinsführung schließlich genauso sah. Zwei Tage nach der ernüchternden Vorstellung wurde Csaknády entlassen und durch seinen Landsmann und Vornamensvetter Jenő Vincze, Trainer der Nürnberger Amateurmannschaft, ersetzt. Doch Überraschung, Überraschung, 1968 feierten Csaknády und der Club die Meisterschaft – freilich getrennt voneinander: Der Ungar erneut mit AEK Athen in Griechenland, der FCN mit Max Merkel in der Bundesliga.
SIEBEN WORTE | 1984 |
Den Satz wird Hans Dorfner nie vergessen: „Morgen früh um sechs Uhr wird trainiert!“ Sieben dürre Worte, kein einziges mehr, sagte Trainer Heinz Höher in der Kabine zu seinen Profis nach dem enttäuschenden 1:1 im Zweitligaheimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am 27. Oktober 1984.
Auch im Jahr eins nach dem dritten Bundesligaabstieg lief es nicht rund beim FCN. 14:12 Punkte nach 13 Spielen schienen zu beweisen, dass Höher, unter dessen Leitung der Club in den 17 Rückrundenspielen der Bundesligasaison 1983/84 erbärmliche fünf Punkte errungen hatte, mit seiner unnahbaren, ja abweisenden Art des Umgangs mit Menschen auch eine Klasse tiefer keinen Erfolg haben würde.
Noch in den Stunden nach dem 1:1 ahnte niemand, dass der Fußballlehrer mit seinen sieben Worten eine Lawine losgetreten hatte – eine Spielerrevolte, die ihresgleichen sucht im deutschen Profifußball. Die Mannschaft, stocksauer nach dem in der Dunkelheit des Sonntagmorgens absolvierten einstündigen Lauftraining, erklärte in einem offenen Brief an die Nürnberger Zeitungsredaktionen einstimmig, mit Höher nicht mehr weiterarbeiten zu wollen. Als sich bei der nächsten Trainingseinheit wirklich nur fünf Spieler, darunter Torjäger Dieter Eckstein, einfanden, reagierte Gerd Schmelzer. „Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr“, sagte sich der mit seinen damals 33 Jahren jüngste Präsident im deutschen Profifußball, „also tauschen wir die Mannschaft aus.“
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