Harald Kaiser - Der Club ist ein Depp
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Seit jenem trostlosen Frühlingssamstag vor 45 Jahren hat der Club diverse neue Negativrekorde aufgestellt. 1743 Zuschauer bei einem Heimspiel aber blieben bis zum kompletten Fanausschluss in den Coronajahren 2020, 2021 und 2022 der absolute Tiefstwert der Vereinsgeschichte.
GEISTER AUF DEM TIVOLI | 2003 |
Wer die Hauptrolle im ersten Geisterspiel in der Geschichte des deutschen Profifußballs spielte? Was für eine Frage, der 1. FC Nürnberg natürlich, und dazu bedurfte es weder einer Viruspandemie noch irgendwelcher anderer Naturgewalten.
Am 24. November 2003 wurde Trainer Wolfgang Wolf in der 73. Minute des Zweitligaduells bei Alemannia Aachen von einem Wurfgeschoss getroffen, mit einer Platzwunde am Kopf brach er zusammen. Vorausgegangen waren Zuschauertumulte nach einer Gelb-Roten Karte für Alemannia-Stürmer Erik Meijer, der FCN-Torhüter Raphael Schäfer rücksichtslos attackiert hatte. Die Club-Spieler verließen geschlossen den Platz, dabei hatte man sich wenige Wochen zuvor in der Vorbereitung mit den Aachenern noch ein Hotel in der Türkei geteilt.
Wolf, der über Sehstörungen und Unwohlsein klagte, wurde an einen Tropf angeschlossen und konnte seine Mannschaft bis zum Abpfiff der nach zehnminütiger Unterbrechung wieder aufgenommenen Partie nicht mehr betreuen. Der FCN legte Protest gegen die 0:1-Niederlage ein – und hatte Erfolg. Der DFB-Kontrollausschuss unter Vorsitz von Horst Hilpert setzte wegen eines „nicht ausreichenden Ordnungsdienstes und mangelnden Schutzes des Gegners“ ein Wiederholungsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit an und verurteilte die Alemannia zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro.
So kam es am 26. Januar 2004 auf dem von 500 Sicherheitskräften abgeriegelten Aachener Tivoli zu einer Partie ohne Zuschauer. Lediglich 40 Personen pro Verein (inklusive Spieler) waren zugelassen, dazu die Schiedsrichter, ausgewählte Medienvertreter, Sanitätsdienst, Stadionsprecher, Techniker, zwei Würstchenverkäufer, die Bratwürste – keine Nürnberger! – grillten und gratis verteilten, Toilettenpersonal und ein einziger Fan: Der in Aachen wohnende 78-jährige DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun. Und wer sich hinter dem Kostüm des Gespensts versteckte, das während der 90 Minuten über die Tribüne geisterte, blieb ungeklärt.
Trotz zweimaliger Führung durch Marek Mintal und Lawrence Aidoo unterlag der Club auch in diesem Wiederholungsspiel mit 2:3 und bescherte den Aachenern 39 Tage nach Ende der Hinrunde nachträglich die Herbstmeisterschaft. Am Saisonende durfte einer der beiden Hauptdarsteller im ersten Geisterspiel den Aufstieg in die Bundesliga bejubeln – nein, nicht die Alemannia.
Für Wolf blieb es übrigens nicht das einzige Geisterspiel. 2011 arbeitete er als Trainer bei Hansa Rostock, als das Ost-Duell gegen Dynamo Dresden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt wurde. Stürmer bei Hansa damals: FCN-Legende Marek Mintal – noch ein Phantom.
DER VORHANG FÄLLT | 1945 |
„Endspiel trotz allem“, titelte der Kicker* . Längst standen alliierte Streitkräfte tief im deutschen Reichsgebiet, als am 18. Juni 1944 in Berlin noch einmal ein Endspiel um die deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde. Vor 70.000 Zuschauern verteidigte der mit Nationalspielern wie dem späteren Bundestrainer Helmut Schön gespickte Dresdner SC seinen Vorjahrestitel nach einem 3:1 im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg durch ein klares 4:0 gegen den Luftwaffen-Sportverein Hamburg erfolgreich.
Sechs Wochen später, am 1. August 1944, wurden alle überregionalen Sportveranstaltungen eingestellt. Trotz der wachsenden Furcht vor den Bombenangriffen, die in immer kürzeren Abständen Nürnberg heimsuchten, nahm am 1. Oktober eine „Gauliga Bayern, Sportbereich Mittelfranken“ mit neun Mannschaften den Spielbetrieb auf. Dabei traf der Club auf die SpVgg Fürth, Post/Reichsbahn Nürnberg-Fürth, die KSG TV/SC Zirndorf, den FC Stein sowie die vier Lokalrivalen SS-SG, KSG Wacker/Pfeil-Viktoria, Eintracht Franken und VfL.
Die Runde begann mit einer deftigen 0:6-Schlappe gegen die SS-SG, wobei der Club ohne Torhüter auflief. Die Ergebnisse wurden ohnehin mehr und mehr zur Nebensache. Es wagten sich kaum noch Zuschauer auf die Sportplätze, erst recht, nachdem der verheerende Luftangriff der Alliierten am 2. Januar 1945 die Nürnberger Altstadt in Schutt und Asche gelegt hatte.
Nach jener Bombennacht trug der FCN nur noch ein einziges Spiel aus: Das 149. Derby am 18. Februar 1945 vor immerhin 4000 Zuschauern im Ronhof. Nach einem 0:0 zur Halbzeit brachte Simon Winkler die Fürther kurz nach der Pause in Führung. Der Ausgleichstreffer durch Klemens Wientjes in der 52. Minute ging in die Geschichte als letztes Club-Tor vor Ende des Zweiten Weltkriegs ein. Gegen nur noch zehn Nürnberger – Wientjes schied kurz nach seinem Tor verletzt aus – schaffte die SpVgg noch den Siegtreffer zum 2:1 und festigte ihre Tabellenführung. Wenige Tage später kam der Spielbetrieb in Mittelfranken endgültig zum Erliegen. Auch über den Zabo fiel der Vorhang.
*Bis 1964 wurde der Kicker großgeschrieben; seither, auch nach der Vereinigung mit dem Sportmagazin 1968, schreibt die bedeutendste deutsche Sportzeitschrift ihren Namen klein.

Das Zabo-Gelände mit Bombenkrater, 1944/45
RAKETEN IM RONHOF | 1973 |
Ein mit mehr als 22.000 Zuschauern restlos ausverkauftes Haus, der Auftritt einer Prinzengarde vor Spielbeginn, kaltes, sonniges Winterwetter: Ein rauschendes Fußballfest schien sich anzukündigen, als der Club am 20. Januar 1973 zum Regionalligaderby im Ronhof auflief.
Vor Spielbeginn musste die Polizei, unterstützt von den beiden Trainern Tschik Čajkovski und Heinz Elzner sowie Club-Kapitän Dieter Nüssing, erst einmal die aufs Spielfeld geströmten Nürnberger Anhänger zurückdrängen. Dann pfiff der Augsburger Schiedsrichter Karl Riegg an, und von der ersten Minute an bestimmten die Fürther auf tiefem, seifigem Boden das Geschehen. Vier Tore fielen in den ersten 50 Minuten – allesamt für die SpVgg. Mit seinen Angriffsbemühungen scheiterte der Club immer wieder an Torhüter Peter Löwer, der in der 38. Minute sogar einen von Slobodan Petrovic getretenen Handelfmeter parierte.
Als Čajkovski taktisch grundlegend umstellte und Albert Bittlmayer sowie Rudi Sturz einwechselte, bahnte sich eine Wende an. Binnen 180 Sekunden verkürzte der Club durch einen von Nüssing verwandelten Foulelfmeter und einen Sturz-Treffer auf 2:4. Kurz darauf aber, in der 63. Minute, schickte Schiedsrichter Riegg die beiden Mannschaften vorzeitig in die Kabine – eine von mehreren offenbar aus dem Nürnberger Fanblock abgefeuerten Raketen war direkt neben einem Spieler gelandet. Wo in anderen deutschen Stadien bei vergleichbaren Vorfällen nach kurzer Unterbrechung weitergespielt worden war, ließ sich Riegg nicht mehr umstimmen. „Die Spieler waren höchst gefährdet“, gab er zu Protokoll. „In solchen Fällen haben wir die Anweisung abzubrechen.“
Zunächst wirkten alle Beteiligten untröstlich. Die Fürther, die eine Annullierung der Partie befürchteten, und die Nürnberger, die sich um die Chance gebracht sahen, eine der spektakulärsten Aufholjagden der deutschen Fußballgeschichte zu vollenden.
Am Ende jubelte die SpVgg ein fünftes Mal. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wertete die Partie mit 2:0 Punkten und 2:0 Toren für sie und bestrafte nicht den Heimverein, dem die Verantwortung für die Sicherheit im Stadion obliegt, für die Ausschreitungen, sondern den 1. FC Nürnberg, dessen Anhänger zumindest die letzte Rakete abgeschossen hatten. Dieser erste Spielabbruch in der Geschichte des deutschen Profifußballs stellte den traurigen Höhepunkt jener Spielzeit dar. Der Club erreichte 1972/73 nur Rang fünf und verpasste erneut den Wiederaufstieg in die Bundesliga.
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