Harald Kaiser - Der Club ist ein Depp
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EIN DERBY KOMMT SELTEN ALLEIN | 1917 |
Im Jahr 1916 gewann der auch „Ostkreismeister“ genannte bayerische Meister 1. FC Nürnberg durch ein 4:1 gegen Pfalz Ludwigshafen den „Eisernen Fußball“, den in diesen Zeiten, da in Europa der Erste Weltkrieg tobte, höchsten Titel des deutschen Fußballs. In der Gauliga Mittelfranken 1916/17 musste sich der Club nur mit vier Gegnern auseinandersetzen: Dem TV Fürth 1860, dem VfB Nürnberg, dem BSC Nürnberg und dem letzten deutschen Meister vor Kriegsbeginn 1914 – der SpVgg Fürth. Auch, weil in jenen unübersichtlichen, von der Versorgungskrise im Reich geprägten Jahren Proteste gegen die Wertung eines Spiels – wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Akteure etwa oder auch eines falsch ausgeführten Elfmeters – an der Tagesordnung waren und schon mal zu einer Spielwiederholung führten, trugen der FCN und die SpVgg 1917 die nie zuvor und nie danach erreichte Zahl von acht (!) Derbys innerhalb eines Jahres aus.
Die einmalige Serie begann am 7. Januar, als der Club die punktgleich mit an der Spitze liegenden Kleeblättler zur entscheidenden Partie um die Gaumeisterschaft empfing und mit 1:2 verlor. Diesmal wurde ein Protest des FCN mit der Begründung, er habe zunächst nur zehn Mann auf den Platz gebracht, abgeschmettert. Es folgten ein 6:1-Sieg in einem Freundschaftsspiel im Mai, ein 1:0 in einem Benefizspiel zugunsten der deutschen U-Boot-Spende im Juni, eine 0:2- und eine 0:4-Niederlage in zwei Freundschaftsspielen im August und Anfang September, ein 3:1- und ein 5:0-Sieg in zwei Partien um die mittelfränkische Gaumeisterschaft 1917/18 Ende des Jahres, sowie eine 0:2-Pleite in der zweiten Hauptrunde des Süddeutschen Pokals eine Woche später. Vier Siege, vier Niederlagen, 16:12 Tore, und der erste Wechsel eines Spielers zwischen den beiden Vereinen, vom Club zur Spielvereinigung: Bei acht Derbys im Jahr 1917 ist Leonhard „Loni“ Seiderer bestimmt irgendwann nur durcheinandergekommen und auf der 1835 gebauten ersten Eisenbahnlinie Deutschlands zwischen Nürnberg und Fürth eine Station zu spät ausgestiegen.
DAS KREUZOTTERNEST | 1960 |
Die Geschichte ist fast so alt wie die beiden Vereine selbst. 23 Spieler wechselten im Lauf der Jahre vom 1. FC Nürnberg zur SpVgg Fürth, 16 gingen den umgekehrten Weg – und so gut wie jeder Seitenwechsel wirbelte meterhohe Staubwolken auf.
Man werde es den „Verrätern“ zeigen, tönte es schon im November 1917 im Zabo, als der Club in der mittelfränkischen Gaurunde auf die SpVgg traf, in deren Reihen mit Mittelstürmer Loni Seiderer und dem Halbrechten Walter Lüscher zwei frühere Nürnberger standen. Im Spiel selbst kam es zu den üblichen Nickligkeiten, je einem Platzverweis auf beiden Seiten und – nach drei Toren von Luitpold Popp – zu einem deutlichen 5:0-Sieg des FCN. Knapp drei Jahre später sorgte der Fall Hans Sutor für Aufsehen. Der Linksaußen, der im Meisterschaftsendspiel 1920 noch im Trikot der Kleeblättler stürmte, sah sich kurz nach dem Finale gezwungen, beim Club anzuheuern, weil er in Fürth wegen seiner Heirat mit einer Nürnbergerin übelst beschimpft wurde.
Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die SpVgg mit den großen Vereinen nicht mehr Schritt halten, sodass sie regelmäßig ihre besten Spieler ziehen lassen musste. Dies schien auch kein Problem – solange der aufnehmende Verein nicht FCN hieß.
Als etwa Charly Mai, der Weltmeister von Bern, zusammen mit seinem Mannschaftskameraden Klaus Kuhnert 1958 beim FC Bayern anheuerte, wurde dies in Fürth, so beobachtete es zumindest die Nürnberger Vereinszeitung, „mit fröhlicher Gelassenheit“ hingenommen. Als aber Stürmer Reinhold „Bobby“ Gettinger zwei Jahre später verkündete, über die Stadtgrenze ziehen zu wollen, floss böses Blut. In der Vereinszeitung vom Juli 1960 hieß es: „Derzeit hat die Absicht Gettingers, zum Club zu wechseln, Fürth in Weißglut gebracht. Es scheint für die Cluberer ungefährlicher, in ein Kreuzotternest zu greifen, als sich um einen Fürther Spieler zu bemühen.“ Keine Erwähnung fand ein entscheidender Grund für den Aufruhr in der Nachbarstadt: Der FCN hatte die Fürther angeschwärzt und behauptet, Gettinger sei im Ronhof aus einer schwarzen Kasse bezahlt worden, worauf der SpVgg zehn Punkte abgezogen wurden; später wurde die Strafe in eine Geldbuße umgewandelt.
Nach seiner Unterschrift beim FCN musste der torgefährliche Angreifer ein Jahr lang gesperrt zuschauen, ehe sich die beiden Vereine auf ein Stillhalteabkommen einigten: Bis zum Juli 1966 durfte kein Spieler mehr ohne die Zustimmung seiner Vorstandschaft die Seiten wechseln. Gettinger selbst brachte der Trikottausch kein Glück: Nach zwei Oberligajahren mit sieben Toren in 33 Partien zog er sich in der Bundesliga-Premierensaison bei der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel in Braunschweig am 7. Dezember 1963 einen komplizierten Beinbruch zu, der seiner Karriere mit nur 28 Jahren ein Ende setzte – ganz ohne Schlangenbiss.
AUF DER RASTSTÄTTE NACHTS UM HALB EINS | 2015 |
Ein in der Geschichte des deutschen Profifußballs einmaliger Vorfall brachte das Fass zum Überlaufen. Elfeinhalb wechselvolle, turbulente Jahre mit zwei Auf- und zwei Abstiegen sowie als Krönung dem Gewinn des DFB-Pokals 2007 hatte Martin Bader zunächst als Sportdirektor und ab Oktober 2010 als Sportvorstand des 1. FC Nürnberg hinter sich, als sich der Club zum Auftakt der Saison 2015/16 eine deftige 3:6-Klatsche beim SC Freiburg einfing.
Das Saisonziel Wiederaufstieg schien schon nach den ersten 90 Minuten entrückt, da wollten die Club-Ultras nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Sie forderten Bader auf, ihnen eine Aussprache mit den Spielern zu ermöglichen. Diesem Ansinnen gab der Sportvorstand nach, und so verließ der Mannschaftsbus auf seine Anweisung hin in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2015 gegen 0.30 Uhr auf dem Rückweg aus dem Breisgau an der schlecht beleuchteten Raststätte Renchtal-Ost die Autobahn. Kapitän Jan Polak, Torjäger Guido Burgstaller und Torhüter Thorsten Kirschbaum stiegen – alles andere als begeistert – aus dem Bus und diskutierten in gespenstischer Atmosphäre 40 Minuten lang mit gut 200 Ultras, ehe die Mannschaft die Heimfahrt fortsetzen durfte.
Weil Bader schon im September 2014 nach der bitteren 0:3-Niederlage in Karlsruhe nicht eingeschritten war, als die Ultras die Club-Profis zur Übergabe ihrer Trikots nötigten, bliesen seine vereinsinternen Gegner nun zum Frontalangriff auf den Mann, unter dessen umsichtiger Führung der FCN über Jahre hinweg einen steilen Aufschwung auf allen Ebenen hingelegt hatte. Nach dem unerwarteten Abstieg des Jahres 2014 freilich war der studierte Sportökonom – anders als nach dem Abstieg 2008 – mit seiner Politik gescheitert, mit hohem finanziellem Risiko den sofortigen Wiederaufstieg zu erzwingen.
Wie bei Baders Amtsantritt türmten sich plötzlich Schulden in zweistelliger Millionenhöhe auf. Die Opposition um Aufsichtsratsmitglied Günther Koch versuchte mit aller Macht, ihn zu stürzen, und hatte schließlich Erfolg. Im Frühsommer 2015 warf der Sportvorstand, der nicht enden wollenden Anfeindungen gegen seine Person müde, das Handtuch und einigte sich mit dem Verein auf eine Auflösung seines bis 2017 laufenden Vertrags. Am 30. September verließ er den Club, fast auf den Tag genau zwölf Jahre, nachdem er am 5. Oktober 2003 seinen ersten Vertrag im Zabo unterschrieben hatte.
ERST FÄLLT DIE MAUER, DANN BAYERN | 1989 |
Gut 14 Tage zuvor hatte das ganze Land gejubelt. Der Fall der Mauer nach mehr als 28 Jahren hatte die Deutschen in West und Ost in einen kollektiven Freudentaumel versetzt. Von den sensationellen Ereignissen in Berlin war die Bundesliga allgemein nach dem 16. Spieltag der Saison 1989/90, der Club speziell nach einem 3:3 bei Bayer Uerdingen kurz vor dem Ende einer durchaus erfolgreichen Hinrunde überrascht worden.
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