Martin Selm - Losers' Ball

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Robert ist ein entsetzlich schwer zu verstehender Mensch. Er kommt aus guten Verhältnissen, ist nicht dumm, nein, er hat sogar einen akademischen Abschluss, aber dennoch sucht er sein Heil in Gelegenheitsjobs, Besäufnissen, Joints und dem Verfluchen all derer, die in diese neue, seltsame Welt passen. Man könnte es die Sinnentleertheit einer vom Wohlstand verwahrlosten und betäubten Generation nennen, die dazu geführt hat, dass er nun fernab seiner Heimatstadt ein trostloses Leben führt. Man könnte auch einfach sagen, dass er ein fauler Scheißkerl ist, dessen Ablehnung gegenüber dieser Welt nicht auf moralischen Grundsätzen fußt, sondern vielmehr auf Feigheit. Wie man es auch dreht, dieser Kerl ist schwer zu fassen.
An seiner Seite wähnt er seinen treuen Freund Tim, der mit ihm einst in die Stadt kam und der keineswegs besser dasteht als er selbst. Beide eint die Verachtung gegenüber all dieser gleichen Pseudo-Individualisten, mit ihren Smartphones und Hipsterklamotten.
Die scheinbar festgefahrene Situation wird durcheinandergewirbelt, als Robert auf Marie trifft. Marie hingegen hat jeden Grund sauer auf diese Welt zu sein, doch im Gegensatz zu Robert, in ausgerechnet dem sie mehr zu sehen glaubt, als gut für sie beide wäre, hat sie ihr Leben der strikten Maxime möglichst unabhängig sein zu wollen untergeordnet. Aus der eigenen Situation hart geworden, legt sie, wenn es ihr angemessen erscheint, eine Radikalität an den Tag, die für Robert und dessen jämmerliche 'Scheißegal-Haltung' schwer zu verstehen ist. Für alle drei nimmt das Leben in einem Herbst Wendungen, die sie mit den immer selben, uralten Fragen konfrontieren: Was soll man hier? Was soll all das hier? Wer ist man überhaupt und wo inmitten von all dem soll man sich selbst verorten?
Träume platzen, Illusionen bewahrheiten sich, oder auch nicht, und über all dem steht die Frage danach, was dieser ganze Scheiß eigentlich soll.

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Seine Wohnung war etwa 25 Quadratmeter groß. Es gab nur einen Raum, in dem eine Kochnische war, sein Bett, ein Tisch und ein altes Sofa, auf dem er oft saß und über die Dächer der Stadt starrte, während er sich Joints rollte, oder einen runter holte. Nun saß er auf dem Bett und starrte in seinen lächerlich winzigen, alten Röhrenfernseher. Angesichts der Tatsache, dass man keinen Fernseher mehr unter einer Größe bekam, die einen im Alter von Zehn Jahren die Kinnlade herunterfallen lassen hätte, hätte man doch auf diesem riesigen Bildschirm diese wahnsinnige Batman Serie aus den 1960er schauen können, war sein Fernseher schon kein Fernseher mehr, sondern eine Art Statement. Ein Statement gegen die Obsoleszenz, gegen die Wegwerfgesellschaft – ein Relikt aus Zeiten, in denen noch Wertigkeit die Produktion dominierte, in denen Outsourcing das war, was es nun einmal war, ein hochgestochener Begriff, den dämliche Business-Kasper benutzten, um modern, global und hip zu klingen. Derartiges politisches Denken war ihm jedoch fremd, er hätte sich auch gern Christopher Nolan Filme auf Plasma- oder LCD-Fernsehern angesehen, aber dafür fehlte ihm die Kohle.

Neben dem Hauptzimmer gab es noch ein kleines Bad, das er jedoch nur zum Toilettengang frequentierte und wenn es die Motivation erlaubte auch um sich zumindest einmal täglich zu duschen.

Da saß er nun und ließ sich verdummen. Dass das Fernsehen, abgesehen von einigen wenigen Kultursendern in etwa so etwas wie 'Opium fürs Volk' war, das sollte eigentlich jedem klar sein. Entsprechend konnte er auch nicht verstehen, wenn sich von ihrem Leben gelangweilte Menschen über scripted Reality und den ganzen Scheißdreck, der einem nun mal entgegen geschleudert wurde, aufregten. Man wusste doch was man bekam. Das war in etwa so, als würde man einen Porno schauen und dann voller Entrüstung monieren, dass darin Leute in den Arsch gefickt werden. So war das eben.

Während er so vor sich hin dämmerte, klingelte es an der Tür. Nachdem er aufgemacht hatte, voller Verwunderung, dass Tim es schon geschafft hatte vorbei zu kommen, erschrak er zum zweiten mal an diesem Tag. Vor seiner Tür stand die Kleine von letzter Nacht.

Kapitel 2

Sie schien sich nichts aus seiner Verblüffung zu machen. Wortlos lief sie an ihm vorbei und betrat seine Bude. Er hätte gerne sagen können, was sich in ihren Augen befand, war es Zorn, war es Freude ihn wiederzusehen? Wollte sie ihn gar anzeigen? 'Erschleichung von Sex'? Nein, so etwas gab es vermutlich nur in den USA.

>>So, hier wohnst du also, Robert Schwarz?!<<

Er stand noch immer neben der geöffneten Tür und war völlig perplex. Woher wusste sie a) wo er wohnte und b) wie er mit ganzem Namen hieß?

>>Ich, ich ähh, ja sieht so aus.<< Er rang noch immer mit seiner Fassung. >>Nicht so schön wie bei dir, aber was soll man machen.<<

Sie goss sich einen Kaffee ein, wobei er bemerkte, dass es ihr nichts auszumachen schien, dass sowohl die Kaffeemaschine total verdreckt und verkalkt war, als auch, dass die Tasse, die sie sich genommen hatte, nicht besonders gut gespült war.

>>Hör mal, es tut mir Leid, dass ich heute morgen einfach verschwunden bin, es ist nur ähm, ja, also, ich weiß ja nicht, ob du so was öfter machst, aber für mich war das gewissermaßen das erste Mal.<<

Sie prustete los und musste dann husten, weil sie sich vor lauter Lachen an ihrem Kaffee verschluckt hatte.

>>Das ist jetzt aber nicht dein ernst, oder? Du willst mir doch nicht erzählen, dass das gestern Nacht dein erstes Mal war?<<

>>Oh Mann, nein, natürlich nicht 'das erste Mal'. Ich hatte nur noch nie so etwas wie letzte Nacht. Du weißt schon, Fremder trifft auf Fremde und geht mit zu ihr.<<

>>Du meinst einen One Night Stand.<<

Gott wie er diesen Begriff hasste. Sie hatten gefickt. Dreckig, besoffen und wie er meinte, nicht besonders gut. Aber natürlich musste das wieder irgendwie nach mehr klingen, nach Glamour, Lifestyle und solchen Dingen. Eben irgendwie hip. So dass man davon reden konnte, als würde man über die Vor- und Nachteile des neuen Autos, welches man sich zugelegt hatte reden, jedoch keinesfalls darüber, dass man besoffen wie ein Tier schwitzend mit einer Fremden gefickt hatte.

>>Wenn du es so nennen willst.<<

Sie fixierte ihn mit ihren Augen. Das machte ihn ungeheuer nervös. Sie hatte grüne Augen, ein Grün, das ihn komplett durchdrang. Es schien so, als ob sie gerade dabei war abzuwägen, ob sie sich dafür hassen sollte, wen sie da mitgenommen hatte, oder, ob es sie sich doch lieber über die entsetzliche Unsicherheit amüsieren sollte, in die sie ihn versetzt hatte. Letzteres schien sich durchgesetzt zu haben. Sie lächelte ihn an, jedoch nur kurz, schnell setzte sie die Kaffeetasse wieder an, er sollte sich seiner Sache schließlich nicht zu sicher sein. Ihre Augen jedoch verrieten sie. Darin war er gut, Menschen zu durchschauen. Als zynischer Drecksack, der des öfteren, wenn nicht gar immer, das Schlechte zuerst wahrnahm, war er auf solche Fertigkeiten angewiesen.

>>Wie würdest du es denn nennen?<<

>>Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Jedenfalls nicht 'One Night Stand'. Also, es äh tut mir wirklich Leid, ich hoffe du bist mir nicht böse.<<

>>Ihr Männer seid wirklich bescheuert.<<

Sie stellte die Tasse energisch ab, so dass der Kaffee heraus schwabte und sich zu den anderen Flecken auf der Arbeitsplatte seiner Küchennische gesellte. Er stöhnte auf. War sie etwa eine verbohrte Feministin, die sich absichtlich den größten, unzurechnungsfähigsten Trottel heraus gesucht hatte, um ihn am nächsten Morgen aufzuspüren und damit zu konfrontieren, was für ein widerwärtiges Schwein er doch war.

>>Das muss von eurer Eigenschaft als Jäger und Sammler herrühren. Wie kommst du nur darauf anzunehmen, dass du dich bei mir entschuldigen müsstest? Ihr beschissenen Typen denkt immer in Begriffen wie 'erobern', oder 'aufreißen'. Du hast mich nicht 'erobert', oder 'erlegt'. Wenn du dich richtig erinnern kannst, habe ICH dich mit zu MIR genommen. Und nicht umgekehrt. Wenn hier jemand wen flach gelegt hat, dann ICH dich!<<

Damit hatte er nicht gerechnet. So gut er sonst darin war einzuschätzen, was für ein Mensch ihm gegenüber stand, in ihrem Fall war er komplett ahnungslos. Natürlich war er verkatert und hatte wenig geschlafen, doch das schärfte in manchen Fällen die Sinne sogar zusätzlich. Wer war dieses Mädchen? Und was wollte sie überhaupt von ihm? Wie zum Teufel hatte sie überhaupt herausgefunden wo er wohnte?

Sie trug ein ausgewaschenes T-Shirt, das Orange war. Sie hatte es an der Seite zusammen geknotet, so dass ihr Bauchnabel frei war. Passend zum T-Shirt trug sie eine ausgewaschene Jeans, die ein entsprechend helles Blau hatte, was fast ins Graue ging. An den Knien und den Schenkeln waren vereinzelt kleinere Löcher, aus denen die weißen Fransen des Stoffes quollen. Sie hatte schwarzes Haar, welches sie zu einem Zopf gebunden hatte, mit jeweils langen Strähnen an den Seiten, die sie sich hinter die Ohren geklemmt hatte. Ihre Augen waren wunderschön, ein tiefes, intensives Grün. Sie hatte ein hübsches Gesicht, verdammt, dachte er sich, sie war wirklich verdammt hübsch. An ihren Füßen trug sie alte Adidas Samba Turnschuhe in Weiß. Früher hatte er nur solche Schuhe besessen.

Sie bemerkte, dass er sie studierte, was ihr scheinbar nicht passte. Sie trank ihren Kaffee in einem Zug aus, knallte die Tasse auf die Arbeitsplatte, lief, vorbei an ihm, quer durch den Raum und setzte sich auf das Sofa. Dort stellte sie ihre Füße auf sie Sitzfläche, zog ihre Knie an die Brust und stützte ihre Ellbogen darauf. Sie hatte sich komplett verkleinert. Cleveres Mädchen, dachte er, so viel war schon mal sicher, ihr konnte man nichts vormachen.

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