Hans J Muth - Nuclatom

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Eine Explosion in einem Uranbergwerk in Niger/ Westafrika und erpresserische Forderungen erschüttern den französischen Staat. Wird das Atomkraftwerk Nuclatom Ziel eines Super-GAUs? Äußere Gefahren wie Terrorangriffe sind nie ganz auszuschließen. Man kann nur hoffen, dass die Reaktoren in einem solchen Fall standhalten. Dass aber auch im Inneren eines AKWs Gefahren lauern, die weit über technisches oder menschliches Versagen hinausgehen, zeigt Hans J. Muth am Beispiel eines fiktiven GAUs im Kraftwerk Nuclatom im deutsch-französisch-luxemburgischen Ländereck.

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Laurent sprang aus seinem Sessel hoch und begann, in seinem großräumigen Büro, dem einzigen Luxus, der ihm in dieser Einöde zur Verfügung stand, umherzugehen. Federence schaute ihm aus den Augenwinkeln zu, doch er vermied es, die Gedankengänge seines Kollegen zu unterbrechen. Dann blieb er abrupt stehen und sah Federence direkt an.

„Niger wurde 1958 zu einer autonomen Republik der Französischen Gemeinschaft und erlangte am 3. August 1960 die Unabhängigkeit. Es ist der Unabhängigkeitstag, den sich die Gruppe offensichtlich namentlich zu eigen macht", sagte er und nickte zu seiner eigenen Bestätigung. „Offensichtlich eine fundamentale Organisation, die mit der derzeitigen Regierung nichts zu schaffen hat. Ist nur eine Vermutung, aber ..."

„Aber eine logische", führte Federence die Begründung weiter. „Korruption und langjährige politische Kontroversen, was auch die Mehrheitsbeschaffungen im Parlament betraf, könnte Grund für die Abspaltung sein. Das würde auch der Forderung dieser enorm hohen Summe ein Gesicht geben."

„Ich kann Ihnen auch sagen, wie dieses Gesicht aussehen wird", nickte Laurent. Vermutlich wollen sie die derzeitige Regierung stürzen und beabsichtigen, die erpressten Mittel in einen Neuanfang zu investieren. Die Sklaven, wie sie unsere Arbeiter in den Werken bezeichnen, werden davon nicht viel mitbekommen."

„Aber, warum verlangen sie dann, dass die Werke stillgelegt werden sollen. Das passt doch nicht zu den restlichen Forderungen."

„Ich glaube, dahinter verbirgt sich eine raffinierte Ablenkungstaktik", begann Laurent zu kombinieren. „Das Abziehen der Truppen passt zu meiner PutschTheorie. Mit den anderen Forderungen wollen sie ihre wahren Absichten verschleiern. Sie werden keine der Gruben vernichten und sie werden keinen einzigen der Arbeiter aus den Minen herausholen. Sie beabsichtigen, die Uranminen weiter für sich und ihr neues Regierungsgebilde zu beanspruchen. Das ist es. Das erklärt diese enorm hohe Summe."

Laurent sah auf seine Armbanduhr. „Der Premier, ich muss mich mit dem Ministre Premier in Verbindung setzen. Gott schütze

Frankreich!"

„Und die angrenzenden Länder", murmelte Federence. Doch Laurent hörte diese Bemerkung nicht mehr. Er hatte bereit den Telefonhörer in der Hand.

1. Kapitel

Die Zeit danach/Stadtklinik

Ich werde sterben.

Das ist eine Tatsache, die unausweichlich ist, an der kein Sterblicher etwas ändern kann. Sie werden wahrscheinlich angesichts dieser für Sie dilettantischen Aussage geneigt sein, das gerade begonnene Buch mit einer Geste des Unverständnisses enttäuscht beiseite zu legen. Denn sterben, das tun wir schließlich alle, irgendwann.

Doch tun Sie es nicht, denn es ist nicht der lapidare Versuch, das Interesse in Ihnen wecken zu wollen, Sie weiter an die folgenden Zeilen zu fesseln.

Ich werde sterben, schon bald.

Bevor Sie meine Aussage nun tatsächlich zum Anlass nehmen, endgültig zu einem anderen Buch zu greifen, werde ich Ihnen den Grund offenbaren:

Ich bin verstrahlt.

Ja, Sie lesen richtig. Verstrahlt. Atomar verstrahlt. Mein baldiges Dahinscheiden beruht auf dem Versagen von Menschen, denen Macht und Geld vor der Sicherheit ihrer Spezies steht. Ich bin verseucht durch nukleare Energie. Obwohl, wenn ich es mir so überlege, Energie, bezogen auf meine Person, ist in diesem Zusammenhang der falsche Ausdruck. Was mich betrifft, ist Energie ein Zustand, der schon lange meinen Körper verlassen hat. Wobei auch der Begriff Zeit, bezogen auf meinen Zustand und meine Hilflosigkeit, als relativ eingestuft werden muss.

Die Ärzte sagen, dass ich vor zwei Monaten eingeliefert wurde. Ich selbst kann mich kaum daran erinnern. Irgendwann vor ewiger Zeit, die man in medizinischen Kreisen wohl Koma nennt, verließen meine Gedanken das Dunkel und mithilfe der Ärzte und des Pflegepersonals schleicht sich die Erinnerung wieder mühsam und zaghaft in meine Gehirnwindungen.

Ich weiß nicht, wie lange ich heute geschlafen habe, drei, vier Stunden oder mehr. Ist auch egal. Ich öffne meine Augen, deren Lider den Befehlen meines Gehirns zunehmend weniger zu gehorchen scheinen und warte, bis sich der Schleier vor meinen Augen langsam verflüchtigt.

Die Zimmerdecke und zwei unter Reflektoren versteckte Neonröhren sind das Erste, was sich jeweils beim Öffnen meiner Augen in ihren Blickwinkel drängt. Ich rolle meinen Kopf langsam mühevoll zur rechten Seite und blicke zur Tür, erkenne einen Schrank daneben, einen Nachttisch dicht neben meinem Bett, auf dem eine Flasche Wasser und ein Glas stehen und verspüre angesichts der Flüssigkeit den Drang, meine Kehle zu befeuchten. Das kühle Nass lindert meine Schmerzen im Hals, zumindest für kurze Zeit und auch nur dann, wenn sich einer der Pflegekräfte bemüht, mir das Glas an den Mund zu setzen.

Meine Arme liegen an meinem Körper entlang. Ich bewege die Finger. Sie gehorchen problemlos. Mein Schlafanzug, oder das, was ich dafür halte, bedeckt meine Arme und lässt nur eine Sicht auf meine Hände zu. Ich sehe kurz hin und schließe die Augen sofort wieder. Auf meinen Handrücken sehe ich, seit meine Erinnerung zurückkehrte, meine Zukunft. Ich wage mir nicht vorzustellen, was sich auf der Oberfläche meiner restlichen Haut abspielt.

Seit meiner Einlieferung habe ich keine Gelegenheit, in einen Spiegel zu sehen. Aber, um ehrlich zu sein, hatte ich bisher nicht das geringste Bedürfnis, nach einem solchen zu verlangen.

Mein Blick saugt sich an meinen Händen fest. Die roten Flecken, mit denen die Haut übersät ist, beginnen aufzubrechen. Glänzende Reste von irgendwelchen Cremes verstärken den Eindruck, der selbst auf mich abstoßend wirkt. Sie bekommen den Fortschritt der Krankheit nicht in den Griff.

Krankheit? Was rede ich? Es ist doch keine Krankheit. Es ist ein Siechtum, das muss ich akzeptieren, muss mit ihm leben, mich mit ihm anfreunden in den letzten Tagen, die mir noch bleiben.

In etwa zwei Wochen werde ich tot sein. Das versuchen die Ärzte mir so schonend wie möglich beizubringen, abwechselnd und scheu wie Kinder, die sich eines schlechten Gewissens bewusst sind. Das Einzige, das sie für mich tun können, ist das Verabreichen der Jod-Tabletten in regelmäßigen Abständen und das Wechseln der Verbände, dort, wo die Haut die Körperflüssigkeit nicht mehr zurückhalten kann. Die Pillen verlängern mein nicht lebenswertes Dasein unwesentlich, denn gegen radioaktive Strahlung schützt grundsätzlich kein Medikament.

In wenigen Minuten ist Visite. Ich sehe bereits jetzt schon die mitleidvollen Mienen der hereinschwebenden Weißkittel, von denen sich einige zurückhalten, obwohl sie wissen, dass meine so genannte Krankheit nicht ansteckend ist. Ich glaube, sie sind überfordert. Überfordert wie auch die meisten derjenigen, die mit der Sicherung und der Handhabung einer solchen Gefahrenstelle, die für meinen Zustand verantwortlich ist, betraut sind.

Überfordert wie die Behörden, die nicht einmal über konkrete Alarmpläne verfügen. Niemand, absolut niemand scheint je damit gerechnet zu haben, dass es in der Region jemals zu einem Super-Gau, das ist die genaue Bezeichnung für einen Vorfall in einem Atomkraftwerk, um das theoretische Szenario des vollständigen Abrisses einer Hauptkühlmittelleitung am Reaktordruckbehälter kommen könnte.

Wenn ich ehrlich bin, auch ich hatte nie einen Gedanken an einen solchen Vorfall verschwendet. Neben dem durch die Explosion ausgelösten Schock war es auch ein Teil Überraschung, der von mir Besitz ergriffen hatte, bevor hochradioaktiver Schutt auf das Kraftwerksgelände und damit auf mich und meine Kollegen geschleudert wurde.

Die Ärzte sagen, bei der Höhe meiner Verstrahlung spreche man von einer des dritten Grades, der höchsten Kontamination überhaupt. Flüssigkeitsabsonderungen und Absterben der Haut seien die Folge, sagen sie, während sie meine sich lösende Haut mit getränkten Verbänden belegen. Meine Schweißdrüsen und die Haarbälge seien irreparabel geschädigt, so wie mein gesamter Organismus, mit dem es schon bald zu Ende gehen werde. Nur mein Wille zu leben könne die Prozedur um wenige Tage verlängern.

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