Emil Horowitz - Kostrows Wahrheit

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Was kann man tun, wenn die Realität anders ist als gedacht? Privatermittler Jokim Kostrow fühlt schon seit einiger Zeit, dass sich die Dinge ändern. Auf seine Heimatstadt München rollt eine dunkle Bedrohung zu, die sich nicht konkret fassen lässt. Zusammen mit seinem Partner Stephan Sieblat kommt er einer monströsen Verschwörung auf die Spur, die die Stadt ins Chaos stürzt. Das ist nur eine von mehreren Erfahrungen, die Kostrows Welt auf den Kopf stellen. Er muss erkennen, dass Deutschland nicht das ist, was es zu sein vorgibt. Gleichzeitig manifestiert sich in ihm eine Realität, die ihn geradewegs in eine tiefgreifende Identitätskrise führt. Jokim Kostrow wird klar, dass Wahrheit nicht der fest umrissene Begriff ist, für den er sie stets gehalten hatte. – «Seit ich dieses Buch gelesen habe, sehe ich Deutschland mit neuen Augen.» – Wolfgang Schäuble

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Eine halbe Stunde später steigt Kostrow in einem grauen, fein gestreiften Anzug aus der Esecutivo-Linie die Treppe hinunter. Die Rothaarige sieht ihm lächelnd entgegen.

"Ich würde ihn gerne gleich anbehalten, geht das?“

"Sicher. Die Etiketten sind bereits entfernt?“

"Das hat Ihr Kollege schon erledigt, und mir auch meine Sachen mitgegeben.“ Er hebt die Tüte etwas an, die er in der linken Hand hält.

"Ich hoffe, Sie haben nicht zu sehr leiden müssen.“

"Ihr Kollege hat sich rührend um mich gekümmert und mich sogar vor einer Fehlentscheidung bewahrt.“

"Wirklich?“

"Ich wollte den gleichen Anzug wie er und dann möglichst schnell verschwinden. Aber er hat mich davon überzeugt, es mit ein paar Alternativen zu versuchen.“

Die Rothaarige lässt wieder den Blick über Kostrow streifen. "Ich denke, das war eine gute Entscheidung. Darf ich Ihnen etwas zeigen?“

"Sicher doch.“

Die Rothaarige geht zu einem Regal, in dem Hemden in verschiedenen Farben einsortiert sind. Sie sucht ein wenig herum und zieht ein hellgraues, leicht schimmerndes Exemplar heraus. Aus dem Krawattenkarussell, das davor auf einer Glasvitrine mit Lederwaren thront, sucht sie eine weinrote Krawatte mit dezenten, grauen Tupfen heraus. Mit den Accessoires kommt sie zu Kostrow zurück und legt sie vor ihm auf den Tisch. "Was sagen Sie dazu?“

"Scheint zu passen.“

"Das wird sicher toll zusammen aussehen. Das Hemd sollten Sie vielleicht anprobieren, wegen der Kragengröße."

Kostrow blickt auf die im Krageninneren aufgedruckte Zahl. "Nicht nötig, die Größe stimmt. Langsam werden Sie mit unheimlich."

Die grünen Augen strahlen. "Alles eine Frage der Erfahrung.“

Wie soll ich das denn verstehen? "Sie denken also, ich habe den richtigen Anzug ausgesucht?“ Er zieht seine Brieftasche aus dem neuen Anzug und reicht ihr seine Kreditkarte.

"Ich bin überzeugt davon.“ Sie macht kehrt und geht mit schwingenden Hüften auf den Tisch mit dem Kartenterminal zu. Nach dem Zahlvorgang reicht sie ihm seine Karte und die Tüte mit seinen alten Kleidungsstücken, dem neuen Hemd und der neuen Krawatte. "Und – habe ich recht gehabt?“

"In welcher Hinsicht?“

"Dass unsere Anzüge glücklich machen.“

"Ehrlich gesagt, das weiß ich noch nicht.“

"Sie wissen nicht, ob Sie glücklicher sind als zuvor?“

"Ich glaube, das, was Sie meinen, ist das Glück, das man empfindet, wenn man in einem Ihrer Anzüge gut ankommt.“

"Könnte schon sein.“

"Dazu ist ein Feldversuch erforderlich.“

"Ein Feldversuch?“

"Sicher. Ich muss wissen, wie eine Person, die mir gut gefällt, auf mich in meinem neuen Anzug reagiert.“

Die Mundwinkel der Rothaarigen zucken. "Das ist aber eine komplizierte Versuchsanordnung.“

"Und sie wird noch komplizierter. Es genügt nicht, die Reaktion eines kurzen Augenblicks auszuwerten. Dazu ist schon eine etwas längere Testphase erforderlich.“

"Eine längere Testphase, aha.“

"Genau, über einen Abend hinweg zum Beispiel. Man müsste auch unterschiedliche Testumgebungen berücksichtigen, zum Beispiel in einem Restaurant, einer Bar, solche Dinge eben.“

"Was Sie nicht sagen.“

"Auch die Kompetenz des Testleiters oder der Testleiterin ist von Bedeutung.“

"Kompetenz?“

"Es müsste natürlich jemand sein, der sich in Modedingen gut auskennt, am besten mit der Mode des Herstellers.“

"Sie denken wohl an jemanden aus der Belegschaft dieses Geschäfts.“

"Das wäre ein ganz hervorragendes Beispiel.“

"Wie wäre es, wenn ich den netten Kollegen frage, der Sie so gut beraten hat?“ Das Lächeln der Rothaarigen hat sich zu einem breiten Grinsen ausgewachsen.

"Äh, ja, das wäre natürlich eine Möglichkeit, aber ...“

"Aber?“

"Na ja, da gibt es noch eine besondere Testbedingung.“

"Und die wäre?“

"Die Testleiterin müsste so wunderschön rotes Haar und ein so umwerfendes Lächeln haben wie Sie.“

Die Rothaarige blickt Kostrow eine Weile an. "Also, ich weiß nicht ...“

"Sie werden doch nicht zulassen, dass ein Kunde nach dem Kauf eines Corluccio-Anzugs nicht so glücklich ist wie von Ihnen versprochen? Wo bleibt Ihre Loyalität zur Firma?“

"Der Anzug soll Sie glücklich machen, nicht ich.“

"Könnte man nicht das eine mit dem anderen verbinden?“

Wieder blickt sie Kostrow lange an. "Um acht Uhr schließen wir, aber es kann eine halbe Stunde dauern, bis ich hier raus bin.“

Kostrow blickt in die leuchtend grünen Augen, verliert sich darin. "Also, wenn ich eine Prognose auf das Testergebnis wage ...“

"Ja?“

"Ihre Anzüge machen wahrscheinlich wirklich glücklich.“

Phase 10 \\ 8. August – 15:22 Uhr

Ein Schwanenpaar schwimmt heran, lässt sich schließlich auf dem Rasen nieder. Die Entenfamilien halten sich respektvoll im Hintergrund. "Ich wusste gar nicht, dass es noch Schwäne auf dem Kleinhesseloher See gibt.“ Sira leckt an ihrem Eis.

"Warum auch nicht?" Kostrow lässt den Blick über den See streifen, an dessen Ufer sie entlangschlendern.

"Ich weiß auch nicht. Irgendwie dachte ich, dass sie in städtischen Gebieten langsam aussterben.“

"Den Englischen Garten kann man nicht als städtisches Gebiet bezeichnen.“

"Auch wieder wahr.“

Kostrow beobachtet die beiden Schwäne, von denen einer seinen Kopf zärtlich an der Kopfseite des Partners reibt. "Ich habe einmal gelesen, dass Schwäne eine Trauerzeit einhalten, wenn ihr Partner stirbt.“

"Das finde ich schön.“

"Sie sind monogam. Erst nach dem Tod des Partners und einer angemessenen Zeitspanne suchen sie sich einen neuen Partner."

Siras Blick zuckt zu Kostrow hinüber, dann wieder geradeaus. Schweigend gehen sie eine Weile nebeneinander her. "Wie geht es Miriam?“

"Gut, denke ich.“

"Denkst du?"

"Als wir uns gestern früh getrennt haben, war alles in Ordnung mit ihr.“

"Eigentlich habe ich nicht ihren Gesundheitszustand gemeint.“

"Müssen wir von Miriam sprechen?“

"Wir müssen nicht.“

"Gut." Wieder gehen sie schweigend nebeneinander her.

Sira wirft die leere Hülle ihres Eis am Stiel in einen Abfallkorb am Wegrand und kehrt an seine Seite zurück. "Ich mache mir oft Gedanken über sie."

"Über wen?“

"Miriam.“

Kostrow seufzt.

"Tut mir echt leid, aber das Thema beschäftigt mich eben.“

"Du hast selbst gesagt, dass du mit der Situation zurechtkommst.“

Sira blickt auf Kostrows Profil. "Das ist es nicht. Es geht nicht um Eifersucht, wirklich.“

Kostrow bleibt stehen, wendet sich zu Sira um. "Es geht nicht um Eifersucht?“

"Nein, Jokim. Da ist etwas, das ...“

"Ja?"

"Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Ich kann es nicht richtig greifen.“ Sie setzen sich wieder in Bewegung.

"Fühlst du dich von ihr bedroht?“

"Was, bedroht?“

"Ich meine das im übertragenen Sinn. Dass sie ... also ... zu viel von mir beansprucht, du weißt schon.“

Sira überlegt. "Nein, das ist es nicht. Nicht bei einem Mann wie dir.“

"Wie soll ich denn das verstehen?“

Auf Siras Gesicht taucht ein trauriges Lächeln auf. "Niemand beansprucht zu viel von dir."

"Bitte?"

"Das würdest du gar nicht zulassen.“

"Willst du damit sagen, dass ich ein Egomane bin?“

Wieder gehen sie eine Weile schweigend nebeneinander her. "In gewisser Weise schon, Jokim."

Kostrow bleibt stehen. "Das kannst du nicht ernst meinen."

Siras trauriges Lächeln richtet sich auf Jokim. "Es ist mir klar, dass du selbst das anders siehst. Das tun alle Egomanen.“

"Sira!"

"Bitte sei mir nicht böse. Ich sage das nicht, um dich zu verletzen. Ich weiß, dass du nicht böswillig bist. Deine Egozentrik ist wohl die Folge von irgendetwas anderem.“

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