Gregor Kohl - Zwei Klare auf den Weg

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Als ich fertig war, sammelte ich die Brocken auf meinem Tablett auf, warf sie in den Schlucker und stellte mein Tablett daneben. Ich ging. Ich legte meine Hand verständig auf seine schwarze Bomberjacke. «Ich muss gehen.» Er wünschte mir einen schönen Abend. Ich musste mich beeilen, damit ich erst draußen auf meine Schuhe kotzen konnte. Keine gute Werbung für meine Imbisskette....

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Wir hatten Entbehrungen. Wir wären auch gerne weg. Woanders hin, wo schon alles fleißig aufgebaut war. Wer hätte die nur genommen? Welches Land war nicht zerstört? Wer hätte die Menschen aus dem Volk des Völkerhasses haben wollen? Darauf wird es keine Antwort geben. Sie wird nicht gestellt. So langsam mutieren die Kinder der Täter zu Opfern, jedenfalls in diesen Briefen. Ich schreibe keinen Leserbrief mehr.

Oder - nächstes Mal einen Leserbrief zu Yoga-Jane, zu den Vorzügen der freien Körperkultur, zu Schönheitsoperationen, Schönheitswettbewerben, zu Germany's Next Top Model, zu Miss World und Wet-T-Shirt-Party. Dann soll ich wieder Post bekommen, wieder mit Bildern, nur Bilder, nur Frauen, nur positives, nur Schönheit, Sex, Rock'n'Roll. Auf diesen Samstag freue ich mich. Das wird ein Fest. Morgen nicht vergessen Ordner zu kaufen, keine Schnellhefter, dann das Thema thematisieren. Bei der Zeitung, beim Redakteur mal vorfühlen. Selbst das Thema bringen. Kommt nicht eine dieser Schnittchen in das Bierdorf? Zeigt Straps und Oben-Ohne und bekommt dreitausend Euro. Positiv berichten. Wie toll das und so weiter.

Der Samstag ist doch noch gut geworden. Damit kann man leben. Das ist ein Ausblick auf eine bessere Zukunft. Jetzt wird das Zimmer auch wieder wärmer. Ich hatte mit Alfred und Edith doch den Mangel mitgemacht und angefangen zu frieren. Ich musste niesen, um den Staub vom Bombenschutt aus der Nase zu bekommen. Jetzt nicht wieder von vorne. Kaffee wartet, echter Kaffee, keinen Malzkaffee. Ja, ich entbehre nichts.

"Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe."

So hat das Einer gesagt und der Eine hat das ernst gemeint. Das sollte danach doch keinem mehr passieren. Unsere neuen Hirten wechseln die Herde, aber erst wenn die alten Schafe geschoren sind. Die Schäfchen werden auch nicht mehr ins Trockene geführt, die lässt man schön im Regen stehen, Auf, auf zu neuen Ufern. Nach mir die Sintflut und alle Mann bleiben an Bord, nur ich gehe. Der Kapitän hat doch eigentlich nur getan, was die Kapitäne von Wirtschaftstankern schon seit Jahren tun. Was soll also der Vorwurf. Er ist einer von uns. He's one of us. You're not one of us.

So geht's Business, wie der Monaco-Franz uns schon vor dreißig Jahren, oder mehr. Wir stehen auf der richtigen Seite, haben Moral und kommen auch ins Himmelreich.

An der Ecke bleibe ich stehen. Eine Bettlerin sitzt auf der kalten Erde, auf dem Asphalt, zwei Frauen stehen daneben, entrüsten sich, dass man doch nicht so auf der kalten Erde sitzen kann, sie werde sich erkälten, krank werden oder noch schlimmer. Sie geben ihr nichts, laden sie nicht auf eine Tasse Kaffee ein. Ich gehe zum Blumenstand, der ist da auch noch im tiefsten Winter. Die Blumen müssten doch erfrieren hier. Ich kaufe eine Rose, rot, lasse mir den Stiel abschneiden, nehme den geschlossenen Blütenkopf, laufe zurück, lege ihr mit ihrem gebeugten Haupt die Rose in die ausgestreckte Hand, sie schließt die Hand, sie hebt den Kopf, ich schaue in alte Schildkrötenaugen. Ist es die Weisheit dieses Tieres oder doch eher die Hilflosigkeit dieser Art im Wettrennen mit dem Zeitgeist? Am nächsten Tag ist sie nicht mehr da.

Und ich? Ich werde nicht mehr krank. Die Wochenenden halten mich gesund, der Likör, das Bier, der Schnaps. Damit wird das Blut gereinigt, das vegane Wochenende mit fleischlosen Spirituosen hilft mir immer auf die Beine. Die Eintracht spielt dieses Mal Freitag.

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Farbe bekennen, nichts unbeantwortet lassen, reagieren und agieren, das Tempo aufnehmen. Der Sinn des Lebens? Nicht danach suchen, der findet dich. Und wenn nicht. Dann gibt es keinen, für den Moment, für dich, für deine Umgebung, deine Mitmenschen, das neueste Handy, Smartphone, Tablet. Einen Spruch aus der Bibel, aus dem Koran, der Tora, Konfuzius sagt, der Gesellschaftskritik, dem Kaugummiautomaten, der Literatur, aus Google, Yahoo, GMX. Nichts gefunden und alles verfügbar. So läuft's Business. Noch jemand, der einem auf die Nerven gehen kann?

Alles ändert sich. Alles fließt. Oh nein, da ist der Satz. Streichen, weg damit. Über die Straße gehen, den Satz mit sich führen und überfahren lassen. Autofreier Sonntag. Jetzt hat Papi für mich Zeit. Spaziergang, die Ampeln sind aus. Es gibt Rollschuhfahrer auf der Straße, Menschen spazieren über die Straßen. Fahren Fahrrad. Ganze Familien, Familienclans sind unterwegs. Warum gibt es das nicht öfter, Papa? Das geht nicht. Warum, wir hätten mehr Zeit für einander. Aber viele Menschen müssen auch Sonntags unterwegs sein, müssen arbeiten! Aber du wärst hier. Diesen Satz nicht ausgesprochen. Die Antwort ist bekannt. Mir ist es aber langweilig mit euch; ich weiß ja gar nichts mit euch anzufangen; jetzt kann ich noch nicht mal mit dem Auto abhauen und muss mit euch hier entlang gehen. Ich finde es aber schön, sage es aber nicht; trau' mich nicht es zu sagen. Der Papa muss arbeiten, der ist jetzt müde, der will seine Freunde treffen, unter der Woche, da muss er wieder usw.

Ja, da muss er wieder die da oben treffen, unterwürfig sein, gehorchen, folgen, geführt werden, sich führen lassen, Aufträge abarbeiten.

Wofür? Um Eitelkeiten zu bedienen. Um Macht zu kämpfen, die keiner haben möchte. Um diese Oberflächlichkeiten, die glatter werden, wenn der Preis steigt. Attitüde. Ja, aber nicht kostenlos. Kostet Schlaf und Nerven, kostet Wahrhaftigkeit.

Das ist es, dieser Begriff. Jetzt ist er. Die Finger haben ganze Arbeit geleistet. Jetzt ist er da. Ist sichtbar, lesbar und ich greife ihn. Begreife ihn. In diesem Moment, der im nächsten schon wieder verloren sein kann, wird klar, was alles aufzugeben ist.

Die Metzgerin ist ihre beste Kundin. Die Finger sind gar nicht mal wurstig, was bei jeder Beschreibung doch zu erwarten wäre. Hier sind sie dick, lang, rosa wie Fleischwurst. Die Haare stehen nach oben ab, der etwas längere Igelschnitt, Mittelscheitellänge, die obere Hälfte ist rot, unten werden sie schwarz. Sind die so gefärbt? Sicher, was sonst. Die Schürze zur Verbesserung des Identifikationsgrads des Fleischfachhandels und Zunftmitglieds spannt an zwei Stellen. Üppiger Busen und vorstehender Bauch fordern die Knöpfe heraus ihr Bestes zu geben. Die Brille rutscht etwas, die leicht glänzenden Finger rücken sie nach oben, der Glanz erinnert noch an den letzten Kunden, der einen halben Ring Leberwurst mitgenommen hat. Einen halben Ring? Geräuchert. Jetzt im Herbst ist mir klar, was passiert. Der wird für die Meute gebraucht, die mit Eimern bewaffnet in den Weinberg läuft, Trauben schneidet und nach zwei Stunden bereits an den Hunger denkt. Butter unter der Leberwurst? Immer, und dann einen Schnaps zum verdauen.

Woher kenne ich den nur. Nicht bekannt, unwichtig, er braucht noch Fleischwurst und Schwartenmagen. Fleischwurst aus der Hand, Schwartenmagen in Scheiben, große Fleischstücke drin, sieht gut aus. Jetzt kommt der Opa in den Laden, die Verkäuferin und drei andere Kolleginnen werden unruhig. Der Opa möchte helfen, hält damit alle auf, fragt nach den neuen Waagen, fragt nach dem Abkassieren, verschätzt sich bei der Grammzahl, rundet großzügig auf. So wurde die Metzgerei groß, verdiente Geld mit nicht verkaufter Wurst. So wurden drei Filialen aufgemacht, eine wieder zu und der Sohn in die Lehre geschickt. Die Wurst läuft, der Laden verkauft Wurst wie warme Semmeln. Reich werden sie, reich sind sie, mit Blut und Schweiß. Tierblut. Schweiß und Tränen.

Geht das nicht etwas zu weit? Ich wollte nur 100 Gramm Lyoner kaufen. Mehr nicht. Sonst nichts. Herr Rossi ist noch vor mir. Er kauft ungarische Salami, nein, nicht die Mailänder. Lachen. Länger darüber nachgedacht. Muss ein Witz gewesen sein. Herr Rossi kauft für zwei Wochen Leberkäs’. Was hat eigentlich der andere mit der Hausmacher Wurst angestellt? Stimmt, er macht Herbst, sammelt, nein liest Trauben und verkauft sie an die Winzergenossenschaft. Macht keinen eigenen Wein. Schmeckt nicht, zu groß der Aufwand. Herr Rossi hat bald Geburtstag, kauf und kauft. Gäste kommen. Er muss noch Schnaps kaufen gehen. Guten. Den gibt es in der Stadt, in der Fußgängerzone. Feines Stöffchen, ordentlich gebrannt. Den braucht er auch, den Schnaps, für die viele Wurst. Hilft Schnaps wirklich beim Verdauen? Nur wenn es keine Brause ist. Bei Brause rebelliert er. Ich komme dran. Kaufe Lyoner. Und einen Leberknödel, hier gibt es auch Sauerkraut, das also auch. Ist das zart? Klar. Feststellen werde ich es erst zu Hause. Ist ein bisschen mehr sagt mir der Opa. Wenn sie den Daumen von der Wage nehmen, dann passt es wieder. Nimmt den Daumen runter. Zwanzig Gramm gespart. Ich, nicht er.

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