Gregor Kohl - Zwei Klare auf den Weg

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Zwei Klare auf den Weg: краткое содержание, описание и аннотация

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Als ich fertig war, sammelte ich die Brocken auf meinem Tablett auf, warf sie in den Schlucker und stellte mein Tablett daneben. Ich ging. Ich legte meine Hand verständig auf seine schwarze Bomberjacke. «Ich muss gehen.» Er wünschte mir einen schönen Abend. Ich musste mich beeilen, damit ich erst draußen auf meine Schuhe kotzen konnte. Keine gute Werbung für meine Imbisskette....

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Man belästigte den Menschen damit, dass man für 30 Pfennige Talerchen kaufte. Ob er sich darüber ärgerte, dass ich mir den Appetit für das Mittagessen verderben würde? Kannte er meine Mutter und verriet er mich bei ihr? Aber er verdiente doch Geld damit. Oder vermasselte ich ihm dasselbe, denn ich störte die ganzen Penner, die um das Büdchen herum standen, in die Hecken pissten und ihren behaarten Arsch uns Grundschülern zeigten. Wir überlegten uns immer, ob wir nicht mit ein paar Haselnussruten vorbei gehen sollten und ein paar Striemen über diese ungewaschenen Typen ziehen. Wir hatten aber zu viel Angst, denn wir mussten jeden Tag dort vorbei, wollten unsere Brausetaler ab und zu haben, besonders wenn wir wussten, dass es zu Hause Gulasch gab, und wir hatten keine Lust vor diesen Kerlen davon zu laufen. Und wo blieb der Respekt vor ihnen? Wie sollten wir ihn haben, wenn alle beim Vornamen genannt wurden? Nicht Herr Müller und Herr Schmidt, sondern Hacki und Günni. Was sollten wir davon denken? Wir waren doch Sparbuch und Samstagsshow gewöhnt, andere Lebenseinstellungen kannten wir nicht. Was, wenn wir sie mal nüchtern treffen würden, oder wir wären alleine und sie würden einen von uns umzingeln? Was, wenn wir ihnen irgendwann zugehört hätten? Was, wenn wir irgendwann neben ihnen stehen sollten? Wir waren vorsichtig.

Heute wäre es gleichgültig, das Büdchen ist nicht mehr da, aber jetzt wird im Warmen im Bahnhofssgeschäft weiter gesoffen. Wo die das Geld her nehmen? Her bekamen? Wir fragten uns das schon damals, heute wollen wir es gar nicht mehr wissen. Wir, das waren Klaus, Peter, ich. Der Bahnhof zieht auch heute noch alle an. Der Bahnhof ist die Drehscheibe meines Lebens. Hier bewegt sich mein Leben. Dunkle Kastanienbäume, Minigolfplatz, Schwimmbad. Alles dort. Durch die verpisste Unterführung nur selten mal gegangen, meistens über die Schienen oder die große Unterführung. Wer wollte schon in diesem vermüllten Untergang irgendwen treffen. Ganz egal wen.

"Wer immer glücklich sein möchte, muss sich oft verändern"

Wir würden unsere Zeit damit verschwenden unglücklich zu sein. Die Muster seien die gleichen. Die Freundschaft hält das trotzdem aus, kontere ich. Sie hält das aus, wie lange noch? Beim stetigen Wiederholen des Wortes, das unser Verhältnis beschreibt, geht immer wieder das „n“ spazieren, geht verloren im Dialog, kommt nicht zurück. Der Schnaps schmeckt damit besser. Der Korn, Zinn 40, der die Kehlen kühlt und in heftiges Brennen wechselt. Das muffige Nuscheln des Nachbarn, Fensterputzer in Pension, den Putzlappen hat er immer dabei. Erklärt uns den Schwung von links nach rechts. Was ein Fenster so ausmacht, welcher Schaum zu nehmen ist. Wir hören nicht mehr zu, hören weg, drehen die Köpfe und töten das Herrengedeck. Gib mir eine Zigarette. Nix Gauloise. Zuviel Baguette und Pyjama und Eifelturm. Reval, hat der Opa geraucht, rauchen auch wir. Ihn hat es schon weiter gebracht, da wird es bei uns auch hilfreich sein. Krümel auf den Lippen, auf den feuchten Lippen bilden die Krümel einen braunen Kreis, sie färben ab, der Tabaksaft ist bitter, leicht süßlich vielleicht. Nachher doch lieber wieder Filter. „Uns küsst sowieso keiner.“ „Keine!“ Gelächter. Gibt es hier noch die Brausetaler wie früher. Mit dem Kioskbesitzer ausgewandert. Jetzt nur noch Stängchen. Geht auch. Dann doch immer die Cola-Stängchen bevorzugt, jetzt die grünen und gelben. Die bitzeln aber gut. Nicht lutschen, zerbeißen. War ein Fehler. Ein Aufstoßen, bringt die letzten zwei Stunden wieder in Erinnerung. Zum Glück keine Bohnen. Ob ich mich übergeben muss, kann ich jetzt noch nicht so genau sagen. Geht schon. Ich muss mal pinkeln. Nee, nicht ins Gebüsch. Ich erklär's dir.

Gibt es hier noch eine Kneipe. Nein, jetzt ist es vorbei. Erstmal. Katja kommt vorbei. Jetzt geht der Charme mit ihm durch. Hey, wie toll, dass ich dich sehe. Ja, Mensch du hast aber abgenommen. Sieht super aus. Was machen deine Kinder usw. Ich kann es nicht mehr hören. Noch etwas Brause, die mich auf andere Gedanken bringt, es bitzelt im Gehirn, jetzt ein Mars damit die Übelkeit einen anderen Ursprung erhält. Klappt gut. Alles wie einen Film vorbei ziehen lassen. Grinsen nicht vergessen, wir sind gut drauf. Endlich, sie geht weiter. Ein guter Einfall, wir wollen sie nicht aufhalten.

"Es herrscht wieder Frieden im Land"

Nazis haben unsere Stadt zum Aufmarsch entdeckt. Wir müssen uns mit dem Austrinken beeilen. Das ist uns noch nie schwer gefallen, doch diese Eile hat eine andere Qualität. Der Faschistenzug mit den Horden würde in zwei Minuten einfahren. Mit unserem Aussehen würden wir nicht als Familienväter durchgehen. Wir wären Penner, sicher dem Volke zu nichts nutze. Wer weiß, wer weiß, was dann kommt. Das Bier lässt sich nicht schlucken. Dann lasst es eben stehen. Kannst du uns das aufheben? Haut jetzt ab. Wir gehen, welchen Weg am besten nehmen? Die Bahnhofstraße rauf ist zu lange, kann man zu lange einsehen. Wir gehen links, eine leichte Biegung die Kastanien entlang, dann die Straße rechts, rechts der Spielplatz, weiter nach oben. Wo wollen die eigentlich ihren Aufmarsch hinlenken? Wir sehen die Kirche, lassen sie links liegen, weiter. Immer nach oben. Wir stehen jetzt vor dem Gedenkstein, der uns daran erinnert, dass hier eine Synagoge stand. Was an dem Tag, als sie dann nicht mehr stand, wohl unsere Großeltern getan haben? Rochen sie nach Rauch, oder stank Angstschweiß? Waren sie dabei, hat einer das Streichholz abgezogen und reingeworfen? Was haben sie miteinander über den Tag geredet? Die Dumpfheit des Alkohols weicht einer anderen. Und jetzt? Es ist nicht so einfach weg zu laufen, wenn man nicht weiß, wohin der Verfolger geht. Wie weit wollen wir eigentlich noch laufen. Wir beschließen, um den Gedenkstein herum zu gehen. Etwas verdeckt steht eine Bank. Wir setzen uns.

Nichts passiert. Die Sonne scheint. Wo kommt die denn her. Wandersleute gehen an uns vorbei. Grüßen, oder auch nicht. Meine adidas-Sportjacke mit den blauen Streifen auf den Ärmeln spannt etwas über dem Bauch. Passt seit fünfundzwanzig Jahren. Jetzt immer noch. Das Etwas, das ich esse, kann ich auch trinken. Die Kurzatmigkeit erinnert mich daran. Wir sitzen und schauen, weit geht der Blick nicht, Häuserwände stehen zwanzig Meter vor uns. Wir verschnaufen. Die Brause gibt langsam Ruhe, der Schnaps verdunstet im Kopf und lässt einen stillen Nebel über uns senken. Noch eine Zigarette, oder zwei. Tabakkrümel wegspucken. Nochmal. Zäh wie diese Zeilen geht die Zeit, die uns an den Füßen klebt, uns nicht schnell genug verstreichen kann. Das Bewusstsein hat uns einen Streich gespielt. Wir suchen in unserem Leben nach einem Sinn, nur weil uns das Leben bewusst ist, ein Vieh lebt mit Fressen und Schlafen. Sucht nichts weiter. Bewusstsein besteht nur aus Grundbedürfnissen. Stirbt. Wir suchen nach Sinn, nach Lust, Laune, Liebe, Freude, Gemeinschaft, Unterhaltung. Wir lesen, schreiben, "teilen uns mit". Und dann löscht doch irgendjemand einfach nur die Lampe. Das Licht ist ausgeblasen. Und noch kurz davor suchen wir nach dem Danach. Weil jeder wichtig ist. Von Gott geliebt wird, sagt man uns.

Nach zwei Stunden, nach Hubschraubern, Gebrüll, Straßenverkehr kehrt völkische Ruhe ein. Wie viel Geld haben wir denn noch? Das genügt für den Schnitzeltag. Hab ich dir schon erzählt wie ich beim Schnitzelwettessen gegen mehr als drei dicke Kerle... und dann gewonnen. Einen Kasten. Jaja, schon gut. Ich kann es nicht mehr hören. Wie oft willst du mir das eigentlich erzählen. Komm, erzähle mir das doch nochmal. Den 9/11. War im September. Aber warum dann die elf hinten? Weil die Amerikaner. Jaja, schon gut. Und die Hochhäuser also? Die wurden gesprengt. Klar. Und wo ist das vierte Flugzeug? Pendelt weiter zwischen Kabul und Jerusalem. Klar, der CIA, Mossad usw. waren daran beteiligt. Sowieso. Früher hatte der Jude die Weltverschwörung geplant und natürlich ist der Mossad der mächtigste Geheimdienst. Ist doch klar. Du hättest mitmarschieren können. Hör auf. Das ist nicht das Selbe. Wie du meinst. Ich hätte jetzt Lust nach Hause zu gehen. Du machst mich wütend mit dem Scheiß. Du hast doch selbst damit angefangen. Schweigen. Schweigen, denn wir lassen uns Zeit. Die Gemüter sind beruhigt, jetzt können wir was essen.

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