Tullio Aurelio - Der liebe Gott Allahu akbar

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Wie ist das Schicksal von Ödipus und Sisyphos ohne die Mitwirkung eines mythischen Gottes zu erklären, da es bekanntlich weder Apollon noch Zeus als deren Anstifter gegeben hat? Und wie wäre das Schicksal Ijobs zu erklären, wenn Jahwe und Satan ähnliche mythische Fantasieprodukte der Menschen wären wie Apollon und Zeus?
Eines Morgens wachen wir auf, und siehe da, die Welt kennt keine Religion, und keine Missetat geschieht im Namen irgendeines Gottes, wie sich Richard Dawkins in seinem Werk Der Gotteswahn" erhofft. Die Frage ist, ob dann in der Welt ohne Religion auch kein Krieg, kein Mord, keine Bosheit festzustellen wären. Die Antwort ist eindeutig ein Nein, denn Gutes und Böses sind nicht von irgendeinem Gott gewollt oder verschuldet, sondern von den Menschen selbst.
Der Verzicht auf die Religionen wäre eine konsequente Schlussfolgerung aus dem Eingeständnis des Menschen, dass er mit seinen Erkenntnismitteln Gott, wenn es ihn gibt, nicht erfahren kann. Die Gottesbilder sind Selbstbilder des Menschen, keine Bilder eines Gottes. Auch die Gottesbilder der Offenbarungsreligionen ähneln sehr stark menschlichen Gesichtszügen wie sonstige Projektionen des Menschen.
Auch der Gegenstand des Kultes ist ein Selbstbild des Menschen. Diese Erkenntnis führt den Menschen nicht zwangsläufig dazu, auf Religion und Kult zu verzichten, denn der Kult schenkt den Menschen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Der Kult mag zwar ohne Gegenstand sein, aber er hat auf die Gläubigen eine wohltuende Wirkung wie ein Placebo ohne Wirkstoff.
Dieses Buch ist eine Ermutigung zum Verzicht auf die Religion und den Kult. Für das Gute und das Böse in der Welt sind ohnehin die Menschen zuständig. Durch den Verzicht auf die Religion würden die Menschen dafür auch die Verantwortung übernehmen.

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Den Tod kann der Mensch vielleicht hinnehmen, verstehen tut er ihn nicht. Und er versteht nicht, warum ein Gott, der die Welt und den Menschen erschaffen haben soll, nicht nur den Menschen, sondern alles, was lebt, und vielleicht das ganze Universum, sterblich erschaffen hat.

Das ist nur ein Aspekt des sogenannten Problems des Bösen, das folgendermaßen formuliert werden kann: Wie kann Gott, der angeblich gut ist, das Schlechte und das Böse erlauben? Die Allgegenwart des Bösen in der Welt in seinen zahlreichen Erscheinungsformen ist die größte Herausforderung für alle positiven Aussagen über Gott, sie ist deren Negation.

Das Böse in der Welt

Im Hinduismus wird eine schöne, poetische, ergreifende Sicht des Seins vermittelt: Brahman ist der Anfang allen Seienden. Brahman ist nicht Gott, er ist bereits vor allen Göttern und vor der Welt.

Brahman ist nicht der Schöpfer im Sinne der westlichen Theologie. Er ist der Anfang von allem, die Weltseele, um das mit einem westlichen Wort auszudrücken. Aus ihm geht alles hervor: die Materie, die zahlreichen Atman der Natur und des Menschen und das Bewusstsein. Er ist der Anfang aller Dinge, nicht ihr Schöpfer, sondern ihr Ursprung, aus dem alles herausströmt.

Der einzelne Atman (in unserer Sprache: die Seele eines Wesen) ist ein Teilchen vom ursprünglichen Bewusststein, aus dem alles hervorgeht, und jeder Atman, wenn er dem Gesetz des Samsara entflieht und nicht mehr geboren werden muss, vereinigt sich wieder mit seinem Ursprung, dem Brahman.

Es ist eine grandiose Sicht des Universums, die poetisch und tiefgründig ist, die mir bildlich sehr gut gefällt. Sie impliziert allerdings auch die Schlussfolgerung, dass alles, Gutes und Schlechtes, in Brahman seinen Anfang hat.

Eine Variante dieser Vision des Universums ist der Pantheismus, die Meinung, dass Gott in allem sei und alles (wiederum) göttlich sei. Auch der Pantheismus lässt die Schlussfolgerung zu, dass Gott und die Welt beides, das Gute und das Böse, enthalten und letztlich das Gute und das Böse sind.

Die Frage, ob die hinduistische Religion und der Pantheismus der Frage nach dem Bösen in der Welt eine ausreichende Antwort geben, bekommt allerdings keine befriedigende Antwort. Deren Antwort heißt einfach: Die Welt ist so, wie sie ist. Ob sie gleichzeitig Gott ist (Pantheismus) oder in Brahman ihren Ursprung hat, ist für ihren jetzigen Zustand gleichgültig.

Besonders die westliche Philosophie, die der Westen von Griechenland geerbt hat, und besonders die westliche christliche Theologie, die griechische philosophische Kategorien importiert und getauft hat, konnte sich mit dieser Antwort nicht zufrieden geben.

Für alle Religionen, die keinen weltimmanenten Gott, sondern einen oder mehrere Götter außerhalb oder sogar jenseits dieser Welt bekennen, ist es charakteristisch, das innerweltliche Denkschema und Erklärungsmodell der Kausalität auf Gott zu übertragen. In unserer Welt hat jedes Phänomen eine Ursache. Die Menschen erklären sich das, was sich in der Welt ereignet, durch eine Ursache, die außerhalb des Ereignisses selbst liegt.

Nichts scheint einfacher, als wichtige Weltereignisse einer außerweltlichen Ursache, Gott oder den Göttern, zuzuschreiben: die Welt selbst, ihre Existenz und ihre Grundstrukturen.

Dieses Erklärungsschema wird im Alltag als Grundmuster zur Erklärung aller irdischen und kosmischen Phänomene angewendet, es wird aber auch philosophisch begründet und verfeinert. Am Gründlichsten haben sich im Gefolge ihres großen Meisters Aristoteles die Scholastik und ihr Lehrer, Thomas von Aquin, damit befasst.

Thomas von Aquin sah das Kausalitätsprinzip als einen der fünf Wege, die den Menschen zur Annahme der Existenz Gottes führen können. Vorsichtig war Thomas auf jeden Fall, denn er sprach nicht von Gottesbeweisen, sondern von Spuren und Wegen, von Analogien, die uns zur Annahme führen können, dass Gott existiert.

Thomas schrieb, im ganzen Universum hat jedes Ding, jedes Wesen, das entsteht und vergeht, eine Ursache. Dieses Prinzip, die kausale Verkettung der Ereignisse kann man aber nicht ins Unendliche führen. Irgendwann muss es ein Wesen, ein Etwas geben, das alles verursacht, aber selbst nicht verursacht ist: eine causa non causata, eine causa prima, eine Erste Ursache, die selbst keine Ursache hat.

Viel weiter als Aristoteles kam Thomas von Aquin mit seinen Überlegungen aber auch nicht. Denn schon Aristoteles hatte von einem ersten unbewegten Bewegenden gesprochen, also von einem in sich ruhenden Wesen, dass alles in Bewegung setzt. Es gibt allerdings einen wesentlichen Unterschied zwischen Aristoteles und Thomas: Bei Aristoteles ist der unbewegte Bewegende nicht Gott. Aristoteles hatte von den griechischen Göttern nicht unbedingt die beste Meinung. Es dachte an ein Etwas, das wie ein stiller Motor das Universum in Gang setzt. Dieser ‚Motor’ kann Gutes und Böses in Gang setzen.

Bei Thomas ist die Erste Ursache Gott. Der Gott der Christen hatte sich weit von den griechischen Göttern entwickelt: Er war rein geworden, zur Zeit von Thomas von Aquin längst christlich getauft, war keine zänkische, keine launische Gottheit mehr, der christliche Gott war das Gute in Person: Es musste also logischerweise ausgeschlossen sein, dass er auch die erste Ursache des Bösen ist.

Es ist ein ehrenhafter Versuch, Gott von allen Spuren des Bösen zu befreien. Um das Böse zu erklären, mussten andere Ursachen in Betracht gezogen werden. Es halfen die Mythen: Der Satan, der Luzifer, der Urdrache, die Schlange. Aber letztlich musste sich der Mensch selbst diesen Schuh anziehen. Er wurde vom Gott Jahwe selbst als Ursache seines schlechten Schicksals erklärt. Der Ungehorsam von Adam und Eva gegen Jahwe hat dem Bösen und letztlich dem Tod Tür und Tor geöffnet.

Die Entschuldigung Gottes

So einfach und billig können wir aber Gott nicht entschuldigen und aus der Mitverantwortung entlassen. Wenn er die Erste Ursache ist, dann muss er, so wie der aristotelische ‚Motor’, alles, auch die schlechte, die böse Seite des Seins mit verursacht haben. Mit welchem Ziel und zu welchem Zweck auch immer. Das überlassen wir für eine kurze Weile seinen geheimsten Plänen. Vielleicht will er mit dem Leid, das er uns aufbürdet, Gutes für uns bezwecken. Bloß, wir verstehen es nicht, wir verstehen ihn nicht. Wir müssen es auch nicht verstehen, dumm wie wir sind.

Inschallah, wenn und wie Gott will, ist die Grundhaltung der frommen Araber, die wissen, alles was kommt, kommt von Allah, von Gott. Uns bleibt nichts anderes übrig, als es anzunehmen. Nichts geschieht zufällig, glauben fromme Christen, ‚non cade foglia che dio non voglia’, sagt man in Italien, kein Blatt fällt vom Baum, wenn Gott es nicht will. Warum sollte gerade das Übel in der Welt nicht von Gott gewollt sein? „Nichts geschieht zufällig“, und man meint dabei, Gott weiß alles und ist der Schöpfer von allem, was ist. Wenn dem so ist, warum sollte Gott nicht auch fürs Böse zuständig sein? Was will Gott überhaupt? Es gibt keinen Zufall, es gibt nur das Schicksal, das uns Gott auf die Schulter legt, wenn wir mit Hilfe seiner Töpferhände und seines Hauchs geboren werden.

Auch dafür gibt es erklärende Mythen, welche, die Gott belasten, und welche, die Gott entlasten. Ödipus zum Beispiel. Was hat er angestellt, um die bösen Taten, die ihm Apollon vorhergesagt hatte, zu vermeiden. Es gelang ihm nicht, weil die Gottheit es so bestimmt hatte.

In der Bibel wird versucht, Gott von jeglicher Mitverantwortung am Leid der Welt und des Menschen freizusprechen. Der Versuch will aber nicht im Geringsten gelingen. Er gelingt bereits in der mythologischen Schöpfungserzählung nicht, in denen behauptet wird, dass Gott bei der Schöpfung alles gut gemacht hatte, der Mensch aber den jetzigen leidvollen Zustand der Welt durch seinen Ungehorsam provoziert hat.

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