Nadja Hummes - Blümchenkaffee

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Blümchenkaffee: краткое содержание, описание и аннотация

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In dem Roman «Blümchenkaffee» (einer Fortsetzung von «Suomion kaunis») sieht Lenja sich mit neuen und existenziellen Problemen konfrontiert. Bedingt durch Entwicklungen, die selbst bis in das entlegene Ödenpofen hineinreichen und deren Folgen vielschichtiger sind, als man zunächst meinen könnte. Doch in dieser schwierigen Zeit beginnen Zuversicht spendende Lichter aus ungeahnten Winkeln des Lebens zu leuchten. Hin und wieder dauert es allerdings eine Weile, bis man sie sehen kann.

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„Wie geht es denn dir, Micha? Dein Job scheint dir zur Zeit viel abzuverlangen?“

„Aaaach. Geht schon.“

„Dir droht jetzt aber keine Arbeitslosigkeit oder so etwas?“

„Nein. Nur zwei Tage Kurzarbeit pro Woche. Ich genieße neuerdings den Luxus eines Home-Office.“

„Wieso wundert mich das jetzt nicht?“

„Ehrlich gesagt, finde ich das Home-Office super. Du glaubst gar nicht, um wie vieles ich fitter bin und besser arbeiten kann. Weil ich mich nun nämlich nicht mehr ständig in den morgendlichen Wahnsinn aus Auto-Rush-Hour und ÖPNV begeben muss. Das spart Zeit, Kraft und Nerven. Enorm, sage ich dir.“

„Das glaube ich durchaus. … Micha? Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt unhöflich wirke: Können wir später wieder telefonieren?“

„Klar. Ähm. Wieso?“

„Dein Anruf hat einen entspannenden Effekt.“

„Oh?“

„Ja. Ich merke gerade, dass ich jetzt schlafen könnte. Und wenn ich den Moment verpasse, dauert es wieder, bis ich das nächste Mal so weit bin.“

„Kein Problem. Das war ja auch irgendwie Sinn der Sache.“

„Du hast angerufen, um mich in den Schlaf zu quatschen?!“

„Nicht direkt. Eher aus Interesse. Oder, ähm, oder besser gesagt zur Entspannung. Für uns beide. Oder, ähm, oder so ähnlich. Na jedenfalls: Erhole dich, Lenja.“

„Du dich auch, Micha. Du hast definitiv Erholung nötig.“

„Werde ich. Nach dem Tanzen.“

„The Cure? Kraftwerk? Anne Clark? The Clash? The Sex Pistols? Die Beatles? Bill Haley? Benny Goodman? Johann Strauss Junior? Hugo Strasser? … … … ?“

„Och, das weiß ich noch nicht. Mal schauen. Vielleicht eher Klaus Schulze oder so.“

„Zum Tanzen? Aber ist Klaus Schulze nicht eher… fast schon meditativ?“

„Ja. Und? Passt doch. Dann kann ich meditativ Zähne putzen während ich tanze und danach vom Tanzen ermüdet direkt ins Bett fallen und in den Schlaf hinüber gleiten.“

Mai

Von: Valtteri

Betreff: Lebenszeichen?

An: Lenja

Liebe Lenja

Wie geht es dir?

Bist du wohlauf?

Seit deiner letzten Nachricht sind viele Tage vergangen.

Ich vermisse es, von dir zu hören und zu lesen. Hoffentlich bist du gesund. Sei herzlich gegrüßt, auch von Anneline.

Valtteri

Seit satten zwei Stunden leuchtet Valtteris E-mail mir vom Display meines Laptops entgegen. Zwar bin ich wahrhaft gewillt, ihm zu antworten – kriege bislang jedoch keinen einzigen Satz zustande. Dabei weiß ich doch genau, welchen Stellenwert es hat, dass Valtteri mir eine Brücke in mein langes Schweigen hinein baut. Nur Mut, Lenja. Das schaffst du. Mühsam rücke ich mir selbst den Kopf zurecht und lege meine Finger auf die Tastatur.

Von: Lenja

Betreff: Lebenszeichen.

An: Valtteri

Lieber Valtteri

Vielen Dank für Deine und Eure herzlichen Grüße. Es tut gut, von Dir zu lesen.

Gesundheitlich bin ich wohlauf.

Was alle anderen Faktoren meines Befindens betrifft, so halte ich mich aufrecht. Möglichst ohne in ein merkwürdiges Irgendetwas zu mutieren. Das klappt. Irgendwie. Erstaunlicherweise. Wofür ich dankbar bin.

Insbesondere angesichts der Dinge, die sich während meiner Funkstille ereigneten.

Kurz nachdem im März der Lockdown ausgerufen wurde, hatten Autoraser die kaum noch befahrenen Landstraßen zwischen Ödenpofen, Strunzdorf und den umliegenden Ortschaften für sich entdeckt. Auf diesen Strecken wurden immer wieder Wettrennen gefahren. Woraufhin an manchen Stellen mobile Blitzer aufgestellt wurden. Natürlich unter strengster Einhaltung der Pandemie-Auflagen.

Einige Tage später erhielt ich einen Anruf von Annerose: Günter war auf seinem Fahrrad, ohne seinen Hund Johnny, zur Weide gefahren. Und zum Zeitpunkt des Geschehens bereits auf dem Rückweg gewesen. Er wollte die Straße überqueren. Von Bürgersteig zu Bürgersteig. Die Fußgängerampel zeigte Grün. Sein Fahrrad hatte er neben sich her geschoben. Zwei Autos kamen wie aus dem Nichts angeschossen. All das konnte man rekonstruieren. Den gesamten Unfallhergang.

Damit nicht genug, hatten die Raser keine erste Hilfe geleistet. Geschweige denn einen Notarzt gerufen. Ebenso skrupellos wie sie ihre Rennen fuhren, begingen sie auch Fahrerflucht.

Weil durch den Lockdown kaum jemand unterwegs war, hatte zunächst niemand Günter dort liegen gesehen. Bis schließlich ein Fußgänger kam. Ebenfalls ein Hundebesitzer. Dessen Hund verhielt sich schon einige Meter vorher ungewöhnlich. Er bellte und zog permanent, wich hartnäckig von seiner sonst üblichen Gassiroute ab. Als der Mann den Grund dafür sah, verständigte er sofort den Notarzt.

Günter lag eine Woche im Koma, danach ist er verstorben.

Seine Beerdigung fand kurz darauf unter Einhaltung der zu jenem Zeitpunkt geltenden Auflagen statt. Ich war nicht zugegen und weiß auch nicht, auf welchem Friedhof er liegt. Annerose wollte nicht darüber reden.

Über vieles andere ebenfalls nicht.

Die Raser wurden direkt nach dem Unfall von drei mobilen Blitzern geknipst. Sie konnten ermittelt werden. Die verbeulten Stellen in beiden Motorhauben, Günters Hautpartikel so wie Faserreste seiner Kleidung, ergaben eindeutige Beweise. Auch der Fahrstreckenverlauf ließ sich dank diverser Abriebspuren, der Reihenfolge der mobilen Blitzer und einiger weiterer Faktoren einwandfrei nachweisen.

Auf Grund von Verdunkelungsgefahr und ähnlichen Gründen erhielten die Raser ergänzend zum Lockdown verschärfte Auflagen. Frügest Du mich, worum genau es sich dabei handelt, ich könnte es Dir nicht beantworten. Ich weiß es selber nicht. Ich weiß nur, dass sie seitdem auf den Beginn ihres Gerichtsprozesses warten müssen. Was wiederum noch eine Weile dauern kann.

Weitere Zeilen kann ich heute nicht mehr verfassen, Valtteri. Bitte sieh mir das nach. Mein regionaler Freundeskreis weiß Bescheid. Einigen von ihnen habe ich all das schon im März mitgeteilt. Wenige Tage, nachdem es passiert war. Seitdem habe ich das Thema ruhen lassen. Darüber zu schreiben war mir bis dato unmöglich.

Alles Liebe. Bleibt gesund. Bis demnächst.

Lenja

*

Cy79 ist online.

LJ loggt sich ein.

LJ klopft an.

Cy79: Hi Lenja. Schön dich zu sehen.

LJ: Dito Conny. Schön, dass es endlich mal wieder geklappt hat.

Cy79: Ich freue mich auch. Wann hatten wir eigentlich zuletzt miteinander gesprochen? Im März, oder?

LJ: Ja. Im März.

Cy79: Wie geht es dir denn inzwischen?

LJ: Geht schon. Und selbst?

Cy79: Nicht so toll.

LJ: Was ist denn los? Seid ihr krank?

Cy79: Nö. Jörg ist arbeitslos. Erst hatte er keinen Außendienst mehr, dann hatte er keinen Job mehr. Zehn seiner ehemaligen Kollegen sind noch in Kurzarbeit. Allen anderen wurde inzwischen gekündigt.

LJ: Au. Weia.

Cy79: Ach, irgendwie war diese Entwicklung absehbar. Jörgs Chef hatte schon vor der Pandemie Ambitionen, die Anzahl seiner Arbeitnehmer zu verschlanken, wie man es neudeutsch so schön umschreibt. Einfacher ist unsere Situation deswegen trotzdem nicht. Ich habe meinen Job zwar noch, kann von meinem Einzelgehalt aber nicht abdecken, was wir vorher von zwei Gehältern getragen haben.

LJ: Logisch. Und wie hat Jörg es aufgenommen? Wie geht es ihm?

Cy79: Naja, geht so. Er hat natürlich umgehend Arbeitslosengeld beantragen wollen. Auf dem Amt gab und gibt es aber keine freien Termine mehr. Stattdessen haben sie Wartelisten, die sich auf Grund des Lockdowns angestaut haben. Auf dem Amt sind sie jetzt erst einmal damit beschäftigt, diese Wartelisten Schritt für Schritt abzuarbeiten.

LJ: Die sind wahrscheinlich schlichtweg überlastet.

Cy79: Klar. Dafür haben wir ja auch Verständnis. Unser Leben läuft trotzdem in der Zwischenzeit weiter.

LJ: Ja, das kenne ich. „Januar, Februar, März, April, …

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