Claus Beese - Die Kinder vom Deisterbahnhof

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"Lassen Sie mich von der ,guten, alten Zeit' erzählen, die so unproblematisch gar nicht war. Wir hatten nur das Glück, noch klein genug zu sein, um von den Schwierigkeiten der Erwachsenenwelt nichts mitzubekommen."
Bennigsen, ein niedersächsisches Dorf in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Hier verbringt Autor Claus Beese, dessen Eltern die Bahnhofsgaststätte betreiben, seine Kindheit. Wie lebt es sich in dem großen Gemäuer, das anfangs nicht einmal ein Bad für die Familie bietet? Was heißt es wohl, gleich mit drei Schwestern aufzuwachsen? Nesthäkchen Annemarie hat nicht nur einen Dickkopf, sondern obendrein eine durchdringende Stimme. Auch Opa Heinrich hat so seine liebenswerten Macken, aber Claus wäre nicht Claus, wenn er nicht alle Irrungen und Hindernisse mit Köpfchen und Humor überwinden könnte. Er repariert zum Entsetzen der Nachbarn deren Eingangstreppe, natürlich sammelt er Maikäfer, und den Weihnachtskarpfen rettet er vor Opa Heinrichs Mordlust. Die augenzwinkernden Erinnerungen werden von einfühlsamen Gedichten diverser Gastautorinnen ergänzt. Außerdem hat Claus Beese sein Familienalbum geöffnet, sodass auch die Fotos einen stimmungsvollen Einblick in seine Kindheit gewähren.

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Lassen Sie mich ein wenig von der damaligen ›guten, alten Zeit‹ erzählen, die so unproblematisch gar nicht war. Wir hatten nur das Glück, noch klein und jung genug zu sein, um von den Schwierigkeiten der Erwachsenenwelt nichts mitzubekommen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum man sich so oft und gern an eine unkomplizierte Kindheit zurückerinnert, ob sie nun in Bennigsen oder anderswo stattfand.

Geschädigt

Ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass die holde Weiblichkeit einen extrem prägenden Eindruck auf mich hatte. Ich bin wohl das, was man unter frauengeschädigt verstehen könnte. Zwei ältere und eine jüngere Schwester machten mir mein Leben nicht immer leicht. Die älteren Mädchen hatten ein zwiespältiges Verhältnis zu mir, weil sie ständig auf mich aufpassen sollten. Übrigens, ein Wunsch meiner Mutter, die als Gastwirtin in besagter Bahnhofswirtschaft reichlich mit Arbeit versorgt war. Ich war an dieser Idee vollkommen unbeteiligt und bin auch noch heute bar jeglicher Schuldgefühle. Meine jüngere Schwester begann alsbald, ähnliche Verhaltensmuster wie ihre großen Schwestern zu entwickeln, da ich als ihr älterer Bruder nun mal größer, erfahrener und vor allem stärker war als sie. Sie machte das dadurch wett, dass sie einfach schneller lernte, auf Umwegen zu ihrem Recht zu kommen, wenn sie sich benachteiligt fühlte. Und dieser Eindruck herrschte bei ihr vor.

Ich fragte mich im Stillen, was bei ihrer Geburt wohl verkehrt gelaufen sein konnte. Die Ärzte und Hebammen mussten einen gravierenden Fehler gemacht haben, denn wie konnte in einem so kleinen, zarten Körper eine so durchdringend laute und gellende Stimme stecken? Nun, sie war die Kleinste in der Familie, und wenn ihre Sirene losging, versuchten die Geschwister stets, den kleinen Schreihals mit allen möglichen Tricks ruhig zu stellen. Das klappte nie. Noch bevor wir positiven Einfluss auf ihre Stimmungslage ausüben konnten, erschien unsere Mutter auf der Bildfläche. Das heulende Elend klammerte sich so lange an ihr fest, bis wir eine saftige Standpauke und gelegentlich auch mal eine handfestere Variante mütterlicher Erziehung genossen hatten. Erst dann war unser ›Nesthäkchen‹ zufrieden. Still vor sich hin lächelnd genoss sie unsere Bestechungsversuche, die verhindern sollten, dass sie wieder ihre Sirene losheulen ließ.

Das Elternschlafzimmer lag im Westflügel des Bahnhofs über dem Clubraum der Gaststätte. Eine winzig kleine Kammer schloss sich daran an, die als ›Babyzimmer‹ diente. Aus ihrem ebenso winzigen Fenster hatte man einen tollen Ausblick auf den Rudolf-von-Bennigsen-Platz, der damals ein gepflasterter Wendekreis für Autos und Busse war. Die Mitte des Platzes war mit Gras bewachsen, sodass man freie Sicht auf den an der Hauptstraße gelegenen Bahnübergang hatte. Mutter schob einfach das Kinderbettchen vor das Fenster und parkte uns so zwischen, während sie die älteren Geschwister für die Schule fertig machte. Zusammen mit meiner kleinen Schwester, der ewig plärrenden Zicke, in einem vergitterten Kinderbett eingepfercht zu sein, aus dem ein Ausbruchsversuch sinnlos schien, war zeitlich begrenzt zu ertragen. Aber wirklich nur sehr eng begrenzt.

Man konnte aber auch nichts mit ihr anfangen, sie war einfach noch zu klein. Wackelig stehen ging schon, hölzerne Bauklötze umschmeißen funktionierte auch, aber für geistig anspruchsvolleres war die Zeit noch nicht reif. Während sie also im Bettchen saß und mit ihren gerade erhaltenen, vorderen Milchzähnen den Nuckel traktierte, wandte ich mich viel interessanteren Dingen zu. Der Bahnübergang wurde erneuert, Gleise ausgetauscht. Ein gelber Bau-Zug brachte Schienen und Schotter. Eine Menge Arbeiter waren damit beschäftigt, die maroden Holzschwellen gegen neue auszuwechseln. Ein kleiner Junge und seine Eisenbahn. Träumen von Lokomotiven und der weiten Ferne. Wohin mochten die Schienenstränge führen? Ob es schwierig war, so ein großes, Feuer spuckendes, schwarzes Ungetüm zu beherrschen?

Unsere kleine Heule-Eule hatte sich an den Gitterstäben hochgezogen und wollte auch aus dem Fenster schauen. Was es da wohl so furchtbar Spannendes zu sehen gab? Und überhaupt, mochte sie gedacht haben, ihr Bruder hatte schon lange genug davorgestanden. Sie fing an zu drängeln und zu drücken, denn für zwei reichte der Platz nun einmal nicht. Wer selber Kinder hat, weiß wie schwierig es ist, einen träumenden Jungen zum Weg- oder Weitergehen zu bewegen. Beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. So ein Bengel ist fast nicht von der Stelle zu bewegen. Meine Schwester hatte damit kein nennenswertes Problem. Als sie feststellte, dass sie mir körperlich unterlegen war, griff sie zu härteren Bandagen. Sie schwankte um mich herum, beugte sich vor, und jagte mir alle Schneidezähne ihres frischen Milchzahngebisses in den Rücken. Tief bohrten sich die scharfen Zähne in mein Fleisch, der Schmerz riss mich aus all meinen Träumen und ließ mich laut schreien. Ich versuchte, das bissige Anhängsel abzuschütteln, hatte aber keinen Erfolg. Froh und dankbar registrierte ich, dass meine Mutter auch auf mein Alarmgeschrei reagierte. Ihr gelang es schließlich, das bissige Nesthäkchen aus meinem Rückenfleisch zu entfernen. Das kleine Aas stand mit vor der schmächtigen Brust verschränkten Armen und einem ›Das-haste-nun-davon‹-Blick unschuldig lächelnd in ihrem Bettchen, während mir die Bisswunde desinfiziert und verpflastert wurde. Seither habe ich meine Schwester nie wieder in meinem Rücken geduldet. Tritt sie hinter mich, so folgt ihr noch heute ein scheeler Blick. Aber sie weiß, dass sie nicht unbeobachtet ist und hält sich zurück.

Kindertage

Von Brunhilde Maria Cronauge

Von der Schule schnell nach Haus,

in die Ecke flog die Tonne.

Hurtig essen und dann raus,

egal ob Regen oder Sonne.

Gummi-Twist, ein schlichtes Seil,

selbstgebastelt Pfeil und Bogen.

Seifenkisten, schnell wie ’n Pfeil,

Handys gab’s nicht … ungelogen!

Mobil war man mit Kinderroller,

im Winter fuhr ’n wir auf Gleitschuh’n.

Niemand nannte Vater: ›Oller‹

und die Mutter: ›Geiles Huhn‹.

Stets im Wandel ist die Zeit,

so war’s schon immer auf der Welt.

Zu vielem ist der Mensch bereit,

wenn’s geht um Macht, um Ruhm und Geld.

Erinnerung an Kindertage

und Sehnen nach der Zeit zurück,

in allen Zeiten, keine Frage,

für viele ist ’s das größte Glück.

Was man daraus macht

Bereits als Kind war mir eines zu eigen: Arbeit fand ich faszinierend. Ich konnte stundenlang dasitzen und zusehen. Wo Menschen arbeiteten, blieb ich stehen und musste einfach zuschauen. Wenn auf dem Bahnsteig die Züge standen, dampfend und fauchend, beobachtete ich stets die Lokführer, die aus den riesigen, schwarzen Maschinen stiegen. Mit einer Ölkanne gingen sie um ihr eisernes Gefährt, um die Pleuellager der Schubgestänge zu schmieren. Auf dem Weg zu unserem Hühnerhock blieb ich oft an der Ladestraße stehen, dort, wo die Schütt-Güterwagen der Eisenbahn entladen wurden. Männer mit schwarzen Händen und Gesichtern füllten Eierkohlen aus den Waggons in Säcke ab, wogen sie und fuhren sie mit einer Sackkarre in den Hof einer Kohlenhandlung. Kantige Briketts wurden zu Stapeln von zwanzig Stück gepackt und zusammengebunden.

Mindestens genauso spannend war es, wenn unser Bierlieferant kam. Die Sprudelkisten, die vom Lastwagen abgeladen wurden, waren dabei weniger aufregend, wenngleich die Flaschen auch in den Holzkisten herrlich klirrten. Dort, wo die Kraft eines echten Kerls gebraucht wurde, begann die Faszination. Mit Hau-Ruck wurden die Bierfässer umgelegt und an den Rand der Ladefläche gerollt. Ein dickes Leder-kissen diente als Puffer, wenn sie von den starken Männern auf den Boden herab gewuchtet wurden. Bis zum Fenster des Bierkellers wurden sie gerollt und in dessen Schacht auf ein zweites Kissen geworfen. Die leeren Fässer, manche noch aus richtigem Holz und so schwer, dass ich sie nicht bewegen konnte, verließen auf demselben Weg das Haus. Ich bewunderte die Brauereifahrer. So ungemein stark wollte ich auch einmal werden.

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