Johanna Marie Jakob - Falke und Adler

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Palermo, Anfang des 13. Jahrhunderts: Luna, Ärztin und Vertraute des sizilianischen Kindkönigs Federico, sieht ihren Schützling erwachsen werden und mit großer Willensstärke seinen eigenen Weg gehen. Unter den königlichen Beratern scheint sie allein noch Einfluss auf ihn zu haben. Ihr Gemahl, der Schwertmeister des Königs, beobachtet voller Argwohn Federicos unverminderte Zuneigung zu Luna. Als der junge König von deutschen Fürsten zum Kaiser gewählt wird, treten sie eine abenteuerliche Reise von Palermo nach Mainz an, um die Krone in Empfang zu nehmen. Doch Luna sehnt sich nach einem eigenen Leben. Kann sie dem Klammergriff des Königs zu entkommen? Ein farbenprächtiges Porträt des jungen Friedrich II., der als Waisenkind in Palermo aufwuchs und zu dem Stauferkaiser wurde, der als «Verwandler der Welt» die Nachwelt wohl am stärksten prägte.

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Florent freute sich. Ein begeisterter Schüler versprach einfachen Broterwerb. „Wann können wir anfangen, was meint Ihr?“

„Sofort!“

Die Magd, die im Weggehen begriffen war, blieb stehen. „Oh nein, mein Lieber. Zuerst wird mit Magister Franciscus geredet. Er muss seine Zustimmung geben!“

„Latein ist morgen genauso langweilig wie heute.“ Der gut bekannte trotzige Ton war im Gespräch mit der Frau mit Zuneigung unterlegt.

Florent begann zu ahnen, dass die Prioritäten bei der Erziehung des jungen Königs alles andere als normal verteilt waren. Die ältere Magd schien Einfluss auf ihn zu haben. Der Magister dagegen erweckte wenig Begeisterung und der Erzbischof hatte seine Chancen längst verspielt.

„Wo finden wir Euren Magister? Wir sollten gemeinsam mit ihm reden.“

„In der Bibliothek.“ Die Magd wies auf eine Reihe spitzbogiger Fenster im ersten Obergeschoss. „Dort verbringt er den ganzen Tag. Rico soll sich jeden Morgen nach dem Frühstück dort einfinden.“ Sie seufzte und rubbelte dem Jungen durchs Haar. „Leider vergisst er das immer wieder. Und der Magister ist nicht böse drum.“

„Er ist froh, wenn er in Ruhe seine Bücher studieren kann“, ergänzte Federico.

„Und du gönnst ihm seine Ruhe?“, fragte Florent schmunzelnd.

„Manchmal“, entgegnete der Junge ernsthaft. „Ich hasse es, deutsche Bücher zu lesen oder lateinische Wörter herzubeten. Aber Naturlehre verpasse ich nie. Ich will alles wissen über die Tiere, wie sie funktionieren und wie ich sie erziehen kann. Und warum die Pflanzen wachsen, wie man Gold herstellen kann und warum aus manchen Bergen Feuer kommt.“

„Wenn du Latein kannst, dann brauchst du den Magister nicht mehr, dann liest du die Bücher selbst, in denen das alles steht.“

„Wozu diese Mühe, wenn ich nur den Magister fragen muss?“ Seine kindliche Logik war schwer zu widerlegen.

Florent seufzte und die Magd warf ihm einen schadenfrohen Blick zu.

Auf dem Weg in die Bibliothek erklärte der junge König großspurig: „Reiten müsst Ihr mir nicht beibringen, es gibt hier im Palast nur vier ordentliche Pferde, die habe ich alle schon geritten. Außer der lahmen Stute vom Quartiermeister.“

„Könnt Ihr während des Reitens das Schwert führen? Mit der anderen Hand ein Schild halten? Und zwar so, dass Pferd und Reiter geschützt sind?“

„Das würdet Ihr mir beibringen?“

„Unter anderem.“

Federico übersprang zwei Stufen und Florent verbuchte im Stillen erneut einen Punkt für sich.

Die Tür zur Bibliothek war mit kunstfertig geschnitzten orientalischen Ornamenten versehen. Florent hob die Hand, um zu klopfen, doch Federico riss die Tür auf und rief: „Magister?“

Wohl oder übel folgte er dem Jungen in ein Labyrinth aus Regalen, in denen sich Pergamentrollen und lose Papierblätter stapelten, direkt neben Büchern in kostbaren Ledereinbänden. Die stickige Luft roch nach Staub und altem Holz und irgendetwas Süßlichem. Doch plötzlich wehte ein frischer Luftzug durch die Regalreihen und ließ Blätter rascheln wie ein Windstoß im Herbst.

„Federico, du sollst die Tür schließen, wie oft habe ich dir das gesagt?“ Eine mürrische Stimme drang hinter einem der Regale hervor.

„Ich war nicht der Letzte!“, rief der Junge fröhlich.

Florent blieb stehen, als er begriff, dass er der Übeltäter gewesen war und in der Pflicht stand, zurückzugehen. Er schloss die schwere Tür mit einiger Mühe, der Riegel befand sich in Höhe seiner Schultern und das Meisterwerk schmiedeeiserner Kunst brauchte dringend Öl. Wie hatte der Junge dieses Monstrum nur so schnell geöffnet? Auf halbem Weg durch das Labyrinth hörte er den König eifrig reden und er versuchte, sich an der Stimme zu orientieren, um ihn zu finden.

„Seid versichert, Magister, ich werde es nachholen. Jedes einzelne Wort.“

„Und was ist mit der Arithmetik? Wie soll eine Majestät ihrem Schatzmeister auf die Finger klopfen, wenn sie nicht weiß, wie man zwei und zwei zusammenrechnet?“ Die mürrische Stimme klang jetzt milder als vorhin.

„Aber die Majestät muss reiten können, Magister. Und vom Pferd aus kämpfen. Sonst zählt der Feind die Kasse nach, wenn er sie erobert.“

Florent hatte die beiden Debattierenden erreicht, eine letzte Biegung um ein dunkles Holzregal und er stand vor einem Tisch, der die Last auseinandergerollter Schriften und aufgeschlagener Büchern nur deshalb trug, weil er aus massiven, mindestens einen Spann dicken Holzplatten zusammengefügt worden war. Dahinter saß ein kleiner Mann mit einem weißen Spitzbart und dem Aussehen eines Wiesels. Seine Augen waren dunkel und bewegten sich schnell, im Nu hatten sie Florent über einen Stapel Bücher hinweg entdeckt und fixiert.

„Ist er das?“, fragte er den Jungen, der neben ihm stand.

„Ja.“ Federico erinnerte sich offensichtlich an den erfolgreichen Teil seiner Erziehung und sprang hinter dem Tisch hervor. Mit einer eleganten Armbewegung wies er auf Florent. „Ich stelle vor: den Reit- und Schwertkampfmeister Florent ...“ Er brach ab und wandte den Kopf: „Eure Herkunft?“

Florent lächelte und verbeugte sich. „Florent von Accera.“

„Accera? Die verstorbene Königin trug diesen Namen, bevor sie ...“

„Sie war eine Base meines Vaters.“

Der Alte nickte versonnen. „Ich bin Magister Wilhelm Franciscus, wie Ihr gewiss schon von unserem jungen Freund hier erfahren habt. Wie ich höre, gedenkt Ihr, mir ernsthafte Konkurrenz zu machen mit Euren Künsten. Wie ungerecht es doch zugeht in der Welt. Was kann ich mit meinen trockenen Vokabeln und der komplizierten Wissenschaft ausrichten gegen Bewegung und Kampfkunst? Noch dazu bei einem Jungen wie ihm.“ Er hob die schmalen Schultern und lächelte versöhnlich.

„Und doch ist beides unermesslich wichtig für einen künftigen König“, sagte Florent.

Der gelehrte Mann neigte dankbar den Kopf. „Ich sehe, wir werden uns einigen. Es heißt, Abwechslung zwischen den Ertüchtigungen des Körpers und des Geistes bringe bessere Erfolge. Deshalb schlage ich vor, wir tauschen im Laufe des Tages.“ Federico verdrehte die Augen und schnaubte. Doch der Magister ließ sich nicht beeindrucken. „Ich beginne morgens mit Deutsch, dem Lateinischen und mit der Arithmetik. Da ist der Geist frisch und ausgeruht. Dann übernehmt Ihr und bringt seinen Körper in Bewegung, womit auch immer. Nach der heißen Stunde am Mittag nehmen wir die Naturlehre und das Schreiben und Lesen in Angriff.“

„Ich werde ein Dutzend Schreiber haben, wenn ich erst regiere“, nörgelte Federico.

Der Alte reckte das Kinn vor, sodass der Spitzbart auf den Jungen zeigte. „Und sie alle müssen von dir kontrolliert werden. Niemals werden sie Respekt vor dir haben, wenn sie wissen, dass du nicht überprüfen kannst, was sie aufs Pergament bringen.“

Federico verdrehte die Augen, wahrscheinlich hatte er dieses Argument schon ein dutzendmal gehört. „Und jetzt?“, fragte er mit hoffnungsvollem Blick auf seinen Schwertmeister. „Kann ich mit ihm gehen?“

Florent räusperte sich. „Das ist keine gute Idee, Majestät. Ich muss zuerst mein Pferd aus der Herberge holen. Und mein Schwert. Danach können wir gern anfangen. Bis dahin kämpft mit dem Lateinischen, es ist Euch ein würdiger Gegner.“ Er klopfte Federico ermunternd auf die Schulter. Der schob seine Unterlippe vor, doch Florent wusste inzwischen, dass es nicht mehr als eine dumme Angewohnheit war.

Luna war zu früh am Hafen. Die Mittagshitze setzte ihr zu, selbst vom Meer kam kein kühlender Luftzug. Als Florent endlich eintraf, führte er einen braunen Destrier am Zügel, ein Streitross, das mit zwei großen Reisesäcken bepackt war und durstig den Kopf hängen ließ.

„Dort drüben gibt es Wasser“, sagte Luna statt einer Begrüßung und zeigte auf den langen Trog, wo die Hafenarbeiter ihre Lasttiere tränkten.

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