Eva Wenzel - Bis wir uns finden...

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Was, wenn du selbst dein größter Feind zu sein scheinst? Was, wenn sich unangenehm vertraute Dinge ständig wiederholen…Wie sollst du da noch Vertrauen? WEM sollst du vertrauen, wenn du nicht einmal weißt, wer du selber bist?
Ein Jahrzehnt nach ihrem 'Neuanfang' steht Pia wieder einmal vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens und muss nun den Weg in eine ungewisse Zukunft antreten. Verwirrt und verletzt setzt Pia wieder nur mühsam einen Schritt vor den anderen, immer begleitet von ihrer besten Freundin Sarah.
Als sich aus heiterem Himmel auch noch ihr Arbeitskollege in ihr Leben schleicht, scheint das Chaos wieder einmal perfekt zu werden…

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Eins

Dreißig. Langsam schiebe ich dieses sperrige Wort von der einen Ecke meines Bewusstseins in die nächste. Lustig gemeinte Neckereien meiner Kolleginnen, die auf dem Weg in mein Bürozimmer auf mich niederprasselten, vermischen sich zu einem Gedankenmix in meinem Kopf. Denn weder fühle ich mich merklich reifer als noch vor wenigen Jahren, noch empfinde ich das Verhalten älterer Mitmenschen mir gegenüber als verändert.

Erst kürzlich musste ich an der Supermarktkasse wieder meinen Ausweis vorzeigen, als ich eine Flasche Liqueur eingekauft hatte.

Einerseits wurmt mich dieser Umstand. Andererseits werde ich noch früh genug älter – also verdränge ich die Gedanken in meinem Kopf und wende mich wieder meinem Bildschirm zu. Zwar befinde ich mich schon seit einer halben Stunde im Büro, doch außer dem fröhlichen Händeschütteln und allgemeinen im-Kreis-der-älteren-Belegschaft-aufgenommen-werden ist bislang nicht viel Produktives mit meinem Arbeitstag geschehen. Das muss sich ändern! Ich greife gerade zur Computermaus und suche den Icon meines Mail-Programms, als mein Telefon klingelt. Sebastian! Ich erkenne seine Nummer sofort. Dennoch melde ich mich mit unserem Praxisnahmen und bleibe sachlich.

>Zahnarztpraxis Dr. Berger, hier spricht Pia Frühling, was kann ich für Sie tun? < angespanntes Schweigen erwartet mich am anderen Ende der Leitung.

>Hallo Pia, ich bin es< Sebastian schweigt erneut. Doch ich bin weiterhin nicht bereit, mit ihm zu sprechen. Dennoch muss ich langsam etwas sagen. Sarah, meine Kollegin der ersten Stunde und gute Freundin, wirft mir von schräg gegenüber einem Blick mit hochgezogenen Augenbrauen zu. Ich hebe für eine Sekunde den Kopf, nicke ihr zu und lasse ein Lächeln über meine Lippen huschen. Sie wendet sich wieder ihrer Arbeit zu und ich bleibe mit meinem Telefon-Problem alleine. Die Stille wird unerträglich, schließlich finde ich dennoch meine Sprache wieder.

>Hallo Sebastian.< ich bleibe bei seinem vollen Namen und überlege gequält, was ich weiter sagen könnte. Doch eilig ergreift er das Wort.>Pia, bitte.< ich halte für einen Moment die Luft an.

>Leg bitte nicht auf. Okay?< ich schließe für einen Moment fest die Augen.

>Es tut mir leid was gestern passiert ist< und ich höre einen tiefen Atemzug am anderen Ende der Leitung, bin aber nicht bereit von meinem neuerlichen Schweigen abzurücken.

>Ich...Ich weiß selber nicht wie es soweit kommen konnte. Ehrlich. Das habe ich so nicht gewollt. Bitte....< beinahe sehe ich sein Gesicht und den verzweifelten Blick von gestern Abend vor meinem inneren Auge. Ich schlucke langsam und fühle ein leichtes Brennen hinter meinen Augen. Verdammt! Ich bin doch auf der Arbeit. Das ist gar nicht gut. Energisch schüttle ich meinen Kopf und zwinge mich zu einer sachlichen Antwort.

>Sebastian. Du rufst mir gerade auf der Arbeit an. Das geht jetzt nicht. < Zum Glück ist im Büro gerade noch nicht viel los und ich bin dankbar dafür, dass niemand mein privates Gespräch und meinen verzweifelten Gesichtsausdruck zu bemerken scheint. Außer Sarah, die mich erneut unverwandt über unsere Tische hinweg mustert. Diesmal weiche ich ihrem Blick aus und stiere angestrengt auf die Tastatur. Als ich mich wieder gefasst habe drücken meine Hände wütend den Telefonhörer an mein Ohr und ich zische einige böse Worte in die Muschel. Sebastian schweigt. Ich schweige. Endlich erreiche ich einen weniger aufgelösten Gemütszustand und ringe mir ein winziges Zugeständnis für ihn ab.

>Heute Abend. Ich muss ohnehin noch einige Sachen holen. Von mir aus können wir dann reden< ich atme einmal tief ein und lasse dann den Atem langsam entweichen. Am anderen Ende der Leitung räuspert sich Sebastian verhalten.

>Ist in Ordnung. Wo sollen wir uns treffen? < seine Stimme klingt belegt, aber gefasst. Eigentlich will ich mich nicht mit ihm treffen. Sein gestriger - soll ich es noch so nennen - Ausrutscher ging mir um exakt diesen einen Ausrutscher zu weit und so wie ich seinen jetzigen Anruf deuten kann, ist ihm das voll und ganz bewusst. Ich beschließe deshalb, meinen Kurs bei zu behalten und führe das Gespräch auf der unnahbaren Schiene weiter.

>Nein wirklich, Sebastian. Ich komme vorbei und hole ein paar Sachen von mir ab. Wenn du reden willst dann bei dir zu Hause. <

Ich betone das Wort r eden. Mein Handgelenk schmerzt bereits von der Anspannung und ich lockere meinen Griff. Da meine Freundin mich aber weiterhin nicht aus den Augen lässt, nehme ich an, dass ich immer noch aussehe wie eine Amazone auf dem Weg in den Kampf. Besser gesagt, befinde ich mich bereits in einem Kampf, auch wenn ich nur einen simplen Telefonhörer in der Hand halte.

>Okay. Wann?< seine Stimme, weiterhin gefasst und neutral, dringt mir ins Ohr. Ich werfe einen entnervten Blick auf meine Uhr und bemerke zu meinem Entsetzen, dass es bereits kurz vor neun Uhr ist. Ich muss dringend meine Arbeit aufnehmen, sonst erledige ich meinen Berg an Aufgaben niemals bis heute Nachmittag.

>Ich denke, dass ich hier bis vier Uhr fertig bin. Also um fünf?<

>Gut. Dann bis fünf. < Sebastian übernimmt meinen kühlen Tonfall und legt ohne ein weiteres Wort auf. Ich schnaube wütend. Ich weiß gar nicht, was er denn von mir erwartet. Wohl kaum Freude sobald ich seine Stimme höre! Ich knalle energisch den Hörer aufs Telefon und lasse einen tiefen Brummton aus meinem Bauch aufsteigen. Doch bevor ich meine Arbeitszeit noch weiter mit meinen Beziehungsproblemen belaste wende ich den Blick auf meine stets gefüllte Arbeitsmappe und fische nach dem ersten Notizblatt eines unserer Zahnärzte. Wenn ich nicht bald mit meinen Kostenvoranschlägen beginne dann wird das ein schlechtes Licht auf mich werfen. Ich bemühe mich um eine konzentriertere Gemütsverfassung und rufe für meinen ersten KV den entsprechenden Patienten im Programm auf. Als meine Konzentration allmählich wieder die Oberhand zu gewinnen scheint lese ich aufmerksam die Gesprächsnotizen und übernehme den Zahnbefund in das Programm. Endlich verschwindet das unangenehme, angespannte Gefühl aus meinem Bauch und ich stütze mein Kinn auf die Faust. Ich seufze tief und kaue auf meiner Piercing Kugel herum während ich eingehend die Planung studiere. Schließlich habe ich einen Überblick und verfasse eine Email an unser Labor, um dort ebenfalls einen KV einzuholen für unseren Patienten. Danach trage ich nach und nach alle Kürzel für die geplante Arbeit in mein Programm und wähle aus unserem Materialkatalog rasch die üblichen Positionen für unseren Materialbedarf. Erleichtert drücke ich den Button und das Programm rechnet mir automatisch die Gesamtkosten und den Zuschuss der Krankenkassen aus. Auf die Fremdlaborpreise muss ich erfahrungsgemäß immer mehrere Stunden warten, und so beeile ich mich damit, alle weiteren Planungen in den Computer einzupflegen um alle Kostenvoranschläge in einer einzigen Mail an zu fordern.

Von nun an vergeht die Zeit wie im Flug und ich erschrecke beinahe, als Sarah direkt vor meinem Schreibtisch steht und mich herausfordernd anblickt. Ich hebe die linke Hand, strecke warnend meinen linken Zeigefinger in ihre Richtung und klicke eilig mit der Maus noch einige Dinge in meinem Programm zusammen. Zeitgleich ploppt auch noch das Fenster meines Mail-Programms auf und erfreut bemerke ich den Eingang der Laborkostenvoranschläge. Sarah verschränkt wartend die Arme vor der Brust und hebt die Augenbrauen. Sie will Antworten. Und die Fragen kenne ich bereits. Seufzend wende ich den Blick von meiner Arbeit und zucke mit den Schultern als ich ihr ins Gesicht sehe.

>Das war Sebastian. Ich habe ihn verlassen.< nun, da die Bombe geplatzt ist, steht ein griesgrämig dreinblickender Geist zwischen meiner Freundin und mir. Ihren Gesichtsausdruck kann man einfach beschreiben. Denn ihr Mund weicht allmählich einer unförmigen Grimasse. Sie ist sprachlos und scheint tatsächlich nicht mich, sondern diesen Geist zu sehen. Ich verziehe den Mundwinkel gequält zur einen Seite und werfe ihr einen Blick nach Oben zu.

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