A. E. Eiserlo - Fanrea Band 3

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Fanrea Band 3: краткое содержание, описание и аннотация

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Emma und Ben stellen sich erneut dem Kampf gegen Xaria, die zwei ihrer Geschwister entführt. Doch die Krieger des Lichts sind nicht allein, treue Freunde stehen ihnen zur Seite. Der Weg führt in einen unbekannten Teil Fanreas, der die sechs Jugendlichen an ihre Grenzen bringt. Gleichzeitig verfolgen vier Fanreaner einen feigen Mörder und seinen zwielichtigen Gefährten. Die Jagd zwingt sie über reißende Flüsse und endet in einer dramatischen Seeschlacht. Magie und Spannung, Freundschaft und Liebe begleiten die Jäger – sind sie der Herausforderung gewachsen? Band drei der Fanrea-Serie: Ein Buch für junge Leser und junggebliebene Erwachsene!

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*

In Frankreich erklärte Ronaldo, der Fuchsmann, seinem Schüler Samuel, wie der Generator funktionierte. Dieser diente dazu, die Stromversorgung auf Schloss d’Aigle im Notfall zu gewährleisten. Danach zerlegten die beiden einen Oldtimer von Magor. Der alte Porsche 550 Spyder von 1955 stand in einer großen Garage, in der des Zauberers Lieblingsstücke standen. Vom Jaguar E-Type bis zur Cobra, lauter Oldtimer, die Ronaldo liebevoll restaurierte.

Wissbegierig verfolgte Samuel jeden Griff des Fuchsmannes und lauschte fasziniert dessen Erläuterungen. Stundenlang drehten sich ihre Gedanken sowie Gespräche ausschließlich um Nockenwellen, Vergaser, Zündkerzen, Ansaugstutzen und Keilriemen. Als sie eine kleine Pause machten, bewunderte Samuel die restlichen Modelle und strich vorsichtig über den Lack eines Ferraris. Schließlich bestaunte er einen Mercedes. »Das ist mein Lieblingsstück, der 190 SL.«

»Der ist von 1961. Ich mag den Aston Martin am liebsten.« Grinsend deutete Ronaldo mit seiner behaarten Hand auf den Wagen. » Mein Name ist Bond – James Bond!* «

» Wodka-Martini. Geschüttelt, nicht gerührt!* « Die beiden lachten miteinander.

»Wir könnten heute Abend noch einen Bond-Film anschauen«, schlug Ronaldo vor. »Oder weiter an deinem Sonnenenergiespeicher bauen.«

»Beide Ideen gefallen mir. Sag mal, kennst du Greenpeace?«

Ronaldo nickte. »Klar, ich hab denen schon ein paar Mal aus der Klemme geholfen.«

»Die kennen dich persönlich?«

»Natürlich nicht! Nur meine Stimme«, erwiderte der Fuchsmann grinsend.

»Ich würde gern bei denen mitmischen.«

»Tu das, du bist ein Mensch! Ich helfe dir aus der Ferne. Die Leute von Greenpeace leisten Großartiges, ich unterstütze sie gern. Magor hat ihnen schon viel Geld gespendet.«

»Echt?«

»Ja, er hasst es, wie die Erde zerstört wird.«

Samuel seufzte. »Mich beschäftigt das mit dem Atommüll. Wie können Menschen mit Atomkraft arbeiten, ohne zu wissen, wohin mit dem radioaktiven Müll? Ben hat mir damals von der Erde erzählt, aber ich konnte mir kaum vorstellen, wie schlimm es hier ist. Warum tut niemand etwas gegen eure Missstände? Ihr rast mit Vollgas auf den Abgrund zu und zieht die Bremse nicht. Ich verstehe die Menschen nicht!«

»Ich auch nicht! Wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann endet es so wie auf der Erde.«

»Manchmal frage ich mich, ob ich nicht doch lieber in Fanrea leben will.« Nachdenklich rieb Samuel die Stirn.

»Kann ich verstehen.«

Da fiel Samuel die Bitte vom Drachenreiter ein. »Sag mal, kannst du etwas für Ben herausfinden? Als ich bei ihm zu Besuch war, bat er mich, dich etwas zu fragen.«

»Bestimmt kann ich das! Schieß los, was soll ich tun?«

»Bei seinem letzten Aufenthalt in Fanrea hat er entdeckt, dass er einen Zwillingsbruder hat. Er möchte wissen, ob der auf der Erde lebt.«

»Also wie jetzt? Du meinst nicht den Bruder Richard, der du ja nun bist, sondern da gibt es noch einen anderen Bruder? Hab ich das so richtig verstanden?«

»Ja, sie wurden direkt nach der Geburt getrennt, aber Ben hat keine Ahnung, wohin sein Zwilling gebracht wurde.«

Ronaldo schüttelte den behaarten Kopf. »Was für verworrene Familienverhältnisse! Ein toter Bruder, der aufersteht und dann ein anderer ist. Ein Zwillingsbruder, den Ben nicht kennt. Zwei verschiedene Eltern. Um Himmels willen!«

»Und? Kriegst du es denn hin?«, bohrte Sam und konnte das Grinsen nicht unterdrücken.

»Das dürfte kein Problem sein. Ich habe Fotos, ebenso alle erforderlichen Daten von Ben, also kann es nicht schwer werden, den Zwillingsbruder zu finden. Falls er auf der Erde wohnt.«

»Danke!«

Die Stunden verflogen, während sie an den Autos bastelten, und Samuel empfand Glück, ein Mensch zu sein. Es gelang ihm nicht oft, so unbeschwert zu sein, aber jetzt gerade war er es. Ronaldo und Samuel lagen unter dem Porsche, an dem sie schraubten, als Nala hereinstürmte.

»Wir sind zurück! Mission erfolgreich abgeschlossen!« Sie kniete nieder und musterte die beiden Schmierfinken. »Gut seht ihr aus!«

Die beiden verdreckten Kerle schoben ihre Rollbretter unterm Auto hervor. »Dann muss ich jetzt wohl zum Chef. Er braucht mich bestimmt!«, murmelte Ronaldo und stand auf.

»Ich denke, ja! Er wollte zu dir in den Computerraum«, bestätigte Nala.

Als Samuel ebenfalls hochkam, schaute Nala ihn erwartungsvoll an. »Was machen wir zwei? Sollen wir schwimmen oder ins Angestelltendorf reiten und Agatha helfen?«

»Wir reiten zu Agatha«, bestimmte Samuel.

»Ich habe angefangen, mit Magor das Fliegen zu trainieren. Er ist überzeugt davon, dass ich es lernen kann, da ich das Element Luft bin. Aber ich bezweifle das.«

»Hat es denn gar nicht geklappt?«

Nala zuckte mit den Schultern. »Na ja, zwei Zentimeter hochschweben kann man nicht fliegen nennen.«

»Ein bisschen Geduld wäre vielleicht nicht schlecht, oder?«

»Hm, das ist nicht gerade meine Stärke!« Sie rümpfte die Nase.

Als die beiden das Schlossdorf erreichten, kam ihnen der Schatzjäger Jeremy entgegen, der einen Rucksack trug und sie anstrahlte. »Hi, ihr! Gut, dass ich euch treffe, da kann ich mich direkt von euch verabschieden!«

»Wohin gehst du denn?«, fragte das Mädchen erstaunt.

»Mich zieht es in die Ferne, ich bin kein sesshafter Typ.«

»Und Agatha?« Stirnrunzelnd betrachtete Nala Jeremy.

»Wir sind doch nicht verheiratet! Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich frei wie ein Vogel lebe. In Südamerika liegen jede Menge Schätze herum, da muss ich hin. Es sind Monate vergangen, seit ich Hydraxia verlassen habe. Ich bin schon viel zu lang an einem Ort.«

Samuel strich die Haare aus der Stirn. »Na dann, viel Glück! Sehen wir uns wieder?«

»Vielleicht? Wer weiß das schon?«

Mit blitzenden Augen musterte sie ihn. »Irgendwie bist du ein windiger Typ, Jeremy. Was Agatha nur an dir findet?«

»Sehr direkt, junge Dame! Aber besser als heucheln. Tröstet meine Agatha, vielleicht komme ich ja wieder.«

»Ich hoffe, nicht!« Drohend stemmte die dunkelhäutige Schöne die Hände in die Taille. »Besser, sie sieht dich nie mehr und vergisst dich!«

»Ach, ihr Mädels seid alle gleich! Träumt von ewiger Liebe und Treue, verliebt euch aber in die Streuner. Bis dann!« Jeremy hob die Hand an die Stirn und marschierte davon.

Kopfschüttelnd sah Samuel ihm hinterher. »Echt krasser Typ!«

»Sackgesicht! Dem werde ich es zeigen!« Nala hob ihre Hände und drehte die Finger.

Aber Samuel hielt sie fest. »Lass das! Du sollst die Magie nicht missbrauchen, weil du wütend bist. Komm, wir trösten lieber Agatha.«

*

Im Reservat flogen die Tage mit Annie nur so dahin. John half ihrem Vater bei der Pferdezucht, wo er sein neu erworbenes Wissen aus Spanien einbringen konnte. Gemeinsam versuchten Annie und John die Bewohner des Reservates zu überzeugen, frisches Obst sowie Gemüse im nächsten Frühjahr selbst anzubauen. Auch wenn das Anpflanzen auf dem kargen Boden viel Mühsal bedeutete.

Vor dem Haus erntete Annie seit Jahren Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Tomaten, Süßkartoffeln und anderes Gemüse. Auch Äpfel, Melonen, Pfirsiche, Cranberries und Trauben wuchsen prächtig unter ihren Händen. Mit Stolz kochte sie für ihre Eltern und die vier Geschwister köstliche Gerichte, bei denen sie ausschließlich Zutaten aus dem eigenen Garten verwendete. Diesem Beispiel folgten die Bewohner des Reservates nur zögerlich.

John unterstützte Annie darin, die Indianer aus der Lethargie zu reißen. Gegen den Alkohol konnten sie nicht ankämpfen, deshalb blieb das vorrangige Ziel, die Menschen zu mehr Initiative zu bewegen. Gleichzeitig sollten sie über gesunde Ernährung nachdenken. John schüttelte es, als er feststellte, wie viel Konservennahrung die Indianer aßen.

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