A. E. Eiserlo - Fanrea Band 3

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Fanrea Band 3: краткое содержание, описание и аннотация

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Emma und Ben stellen sich erneut dem Kampf gegen Xaria, die zwei ihrer Geschwister entführt. Doch die Krieger des Lichts sind nicht allein, treue Freunde stehen ihnen zur Seite. Der Weg führt in einen unbekannten Teil Fanreas, der die sechs Jugendlichen an ihre Grenzen bringt. Gleichzeitig verfolgen vier Fanreaner einen feigen Mörder und seinen zwielichtigen Gefährten. Die Jagd zwingt sie über reißende Flüsse und endet in einer dramatischen Seeschlacht. Magie und Spannung, Freundschaft und Liebe begleiten die Jäger – sind sie der Herausforderung gewachsen? Band drei der Fanrea-Serie: Ein Buch für junge Leser und junggebliebene Erwachsene!

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Seufzend löste Annie sich von ihm und stieg schweren Herzens ins Auto. Sie war klug genug, John nicht zu bedrängen, doch ein ungutes Gefühl nistete sich im Brustkorb ein, das zu einem gewaltigen Brennen wurde. Voller Kummer fuhr sie los.

Grübelnd ging John zurück ins Blockhaus.

Telling Bear musterte den Neffen mit durchdringendem Blick. »Möchtest du reden?« Sein wettergegerbtes, faltenreiches Gesicht wirkte ernst.

Niedergeschlagen lehnte John an der Küchentheke. »Ich habe alles verbockt!«

»Was heißt das in diesem speziellen Fall?«

»Ich hab dir von Emma erzählt. Fast hätte ich sie mit Annie betrogen. Eigentlich nur nicht, weil du gekommen bist.«

»Was bedauerst du denn? Dass ich zu früh gekommen bin? Oder dass du schwach geworden bist?«

John grinste frech. »Irgendwie beides! Nein ernsthaft, ich finde Annie sehr reizvoll, und sie ist mir so vertraut. Ich kenne sie, seit ich denken kann. Sie war immer meine Freundin. Jetzt als junge Frau bringt sie meine Gefühle durcheinander.«

»Aber Emma …«

»Ja, genau! Emma! Wenn es sie nicht gäbe, dann würde ich mich keine Sekunde länger beherrschen, ich würde Annie barfuß durch den Schnee hinterherlaufen, um sie zu erobern.«

»Was verbindet dich denn mit Emma? Echte Liebe?«, fragte der Onkel.

»Ich weiß es nicht, ich kann es dir nicht erklären! Eigentlich spricht alles gegen unsere Liebe. Annie passt viel besser zu mir. Außerdem ist Emma zu jung für mich, sie wird im Sommer erst fünfzehn.«

»Karma? Reinkarnation?«

»Keine Ahnung! Vielleicht! Kann man auch zwei Mädchen lieben?«

»Na ja, es gibt die mehr lustbetonte Liebe und die andere. Ach, es gibt zig Formen davon. Ich denke, Emmas und dein Schicksal sind miteinander verknüpft, euer Weg vorgeschrieben. Komm, wir machen ein Schwitzhüttenritual, danach siehst du klarer!«

»Okay!« John zwinkerte seinem Onkel zu. »Aber nächstes Mal kommst du nicht früher nach Hause! Es hat sich verdammt gut angefühlt, unvernünftig zu sein!«

*

Schmerzerfüllt lag Red Fire in seiner Höhle. Der blutige Schädel dröhnte, am Bauch klaffte eine große Wunde. Stöhnend wälzte der mächtige Drache den Körper auf die Seite, während der Atem röchelnd durch die Lungen floss. Was für eine Demütigung durch diesen fremden schwarzen Drachen! Nicht einmal die Schätze in der Höhle vermochten den roten Giganten zu trösten. Nichts und niemand konnte die Schmach der Niederlage von ihm nehmen! Auch keine Diamanten, Gold oder Edelsteine.

Wieso lebten auf einmal so viele Drachen in diesem Teil von Fanrea? Wo kamen die alle her und was wollten sie hier? Er sah sich als Herrscher dieser Region! Noch kein einziges Mal in seinem langen Leben hatte Red Fire bisher die Flucht ergriffen. Nun war es geschehen!

Er drehte den Kopf. Feuer! In seinem geschundenen Bauch brodelte heiße Glut, bäumte sich auf und erfüllte ihn mit sengender Hitze. Mit gewaltiger Kraftanstrengung gelang es ihm, Feueratem auf die Bauchwunde zu stoßen. Die Flammen taten gut und heilten die blutige Verletzung. Allerdings an den Kopf kam er selbst nicht ran!

Red Fire stöhnte. Ihm schwindelte und der Schmerz in seinem Schädel folterte ihn. Müde schloss der Drache die Augen, sodass Dunkelheit ihn umfing. Schlafen musste er, Schlaf heilte!

*

Schweißgebadet wachte Emma mitten in der Nacht auf. Ein Albtraum hatte sie gequält, der nur als schwache Erinnerung in ihr herumgeisterte. Ein Bild brannte immer noch in den Gedanken: John und sie hielten einander an den Händen, doch jemand zerrte an ihm, zog ihn weg. Kälte und Dunkelheit umgab Emma. Das Einzige, was sie erkennen konnte, war Johns Antlitz, das elend aussah. Er rief ihren Namen, versuchte, die Verbindung nicht zu verlieren. Bevor Emma sehen konnte, was geschah, wachte sie auf.

Ihr Herz pochte wie wild. Sie bemühte sich, über den Atem wieder ruhiger zu werden. Besaß der Traum eine tiefere Bedeutung oder war er nur ein belangloser Albtraum? Sollte sie John anrufen und ihm davon erzählen? Blödsinn! Trotzdem wäre es beruhigend, seine Stimme zu hören! Als sie die Nummer wählte, ging er nicht dran. Wäre ja auch zu schön gewesen! Wie viele Kilometer trennten sie voneinander? Oder stand nicht nur die Entfernung zwischen ihnen, sondern noch etwas anderes? Seit längerem plagte Emma ein ungutes Gefühl. Allzu oft erwähnte John den Namen Annie!

Mit zittrigen Händen tippte sie ins Handy: John, ich vermisse dich so sehr! Komm bitte bald zurück! Es gelang Emma nicht länger, die Tränen zurückzuhalten. Unglücklich schluchzte sie ins Kissen. Warum gefiel der Lakota ihr so gut? Sein Aussehen faszinierte sie, ebenso die ruhige, besonnene Art. Er erdete sie, wenn Wut oder Nervosität sie quälten. Seine Nähe sorgte dafür, dass das Herz schneller schlug, die Haut prickelte und sie Lust verspürte, ihn zu berühren.

Bedingungslose Liebe – davon hatte John gesprochen. Langsam, ganz langsam, schien sie zu begreifen, was er damit sagen wollte. Sie wollte diese bedingungslose Liebe mit ihm erleben, keine Forderungen an John stellen, ihn nicht zwingen, Fanrea zu verlassen, damit sie einander lieben konnten.

*

Einträchtig schweigend saßen John und Telling Bear nach dem Schwitzhüttenritual vor der Hütte auf einer Bank und genossen die Kälte der Nacht.

»Hast du jetzt Klarheit gewonnen?«, fragte der Onkel.

»Ja, habe ich! Ich werde das Reservat morgen verlassen und zu Emma fliegen.«

»Ist das eine Flucht?«

»Dir entgeht aber auch nichts! Ja, es ist eine Flucht«, gab John zu.

Telling Bear runzelte die Stirn und musterte seinen Neffen zweifelnd.

»Schau mich nicht so streng an! Ja, ich fliehe, weil ich Annie nicht widerstehen kann, ich finde sie zu begehrenswert.«

»Davonlaufen ist keine Klarheit, junger Mann!«

»Ich weiß! Aber hierbleiben bringt Kummer. Ich wäre über mich selbst unglücklich, weil ich schwach bin und Annies weibliche Reize so ein großes Verlangen in mir auslösen.«

»Emma wird dir nicht geben, was du bei Annie jetzt schon haben kannst. Noch nicht jedenfalls!«

John seufzte. »Dann werde ich eben warten!«

»Kannst du das?«

»Ich muss!« John griff nach seinem Handy und entdeckte Emmas Nachricht, die viele Stunden alt war. Ihre Worte berührten ihn. Gleichzeitig meldete sich das schlechte Gewissen.

Telling Bear legte einen Arm um den Neffen. »Emma hat geschrieben?«

Aufgewühlt nickte John und fuhr mit einer Hand durchs Haar. Emma bat ihn, zu kommen!

»Das Leben ist nie einfach! Leben ist Kampf und Wachstum. Wir müssen unseren Weg finden. Deiner ist gerade etwas holprig. Du könntest weiter bei mir wohnen und Annie wählen, ihr passt gut zusammen. Entscheide dich für ein Mädchen, hör auf dein Herz!«

»Entscheiden? Das kann ich nicht und deswegen gehe ich. Sobald Annie in meine Nähe kommt, setzt mein Verstand aus und ich möchte sie überall berühren. Ich bin auch nur ein Mann, kein Mönch! Mein Herz jedoch gehört Emma.«

Langsam fröstelte es Telling Bear, er zog den Reißverschluss seiner Jacke hoch. »Du bist wenigstens ehrlich! Nimm dir vor, Emma nicht zu bedrängen. Schaffst du das?«

»Ich denke, ja!«

»Ich zieh dir sonst die Ohren lang! Es wäre schön, wenn ich sie kennenlernen würde.«

John grinste. »Aber bestimmt nicht hier im Reservat. Könnte etwas unangenehm und laut werden!«

»Wohl wahr!«, schmunzelte Telling Bear.

Eine blutige Tat

Genervt rannte Gyar durchs Schloss, seine Geduld war aufgebraucht. Der König sollte endlich sterben, genug war genug! Gyar suchte Elotiel und fand ihn schließlich in der Waffenkammer. Allein! Lächelnd ging Gyar auf den Bruder zu. »Ich finde, es ist Zeit für eine Pause. Während der letzten Monde hast du viele Verhandlungen geführt und für den Fortbestand des Friedens gesorgt. Aber du vernachlässigst mein Geschenk: das Pferd! Es steht herum, du beachtest es nicht! Wir beide machen nun endlich unseren Ausritt. Nur wir zwei!«

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