Florian Wächter - Allein

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Lisa erwacht eines Tages und stellt fest, dass alle anderen Menschen verschwunden sind. Sie ist allein. Was ist geschehen? Auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre vertraute Welt begegnet sie nach und nach anderen, die sich ihr anschließen, um das Rätsel um ihr Verschwinden zu lösen.

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Idiot! Weiter! Schnell!

Er setzte sich wieder in Bewegung, während sein Gehirn Bilder von Strahlenopfern der letzten großen Atomkatastrophe in Tschernobyl reproduzierte. Er stieß das Haustor auf und rannte die Treppen hinauf, immer zwei auf einmal nehmend. Seine Gedanken rasten nun Wirbelstürmen gleich durch seinen Kopf. Zusammenhängendes Denken schien nun unmöglich geworden zu sein. An der Wohnungstür angekommen, bemerkte er einen weißen Fleck von der Kalkfarbe des Flurs am rechten Arm, den er sich zudem leicht aufgeschürft hatte, ohne es zu bemerken. Ein irres Kichern entfuhr seiner Kehle, als er in seine Wohnung stürzte und über die Auswirkungen eines Unfalls in einem Atomreaktor nachdachte. Wie verschwindend gering das Problem eines weißen Flecks sich im Vergleich dazu ausmachte.

Mit dem Zuschlagen der Tür und dem damit verbundenen Gefühl der relativen Sicherheit, gewann die Vernunft wieder Oberhand über sein Denken.

Der Stromausfall!

Er probierte den Lichtschalter. Klick. Nichts geschah.

Wenn der Stromausfall irgendwie damit zusammenhängt, wie komme ich dann zu Informationen?

Langsam kam sein journalistisches Denken auf Touren. Er stürzte zum Telefon und nahm den Hörer von der Gabel, lauschte. Tot. Die Leitung gab keinen Mucks von sich.

Was in Herrgottsnahmen mach’ ich jetzt?

Robert knallte den Hörer auf die Gabel zurück. Schweißperlen, die sich auf seiner Stirn gebildet hatten und langsam durch die Augenbrauen gesickert waren, rannen ihm in die Augen. Diese begannen zu brennen, deshalb stolperte er augenreibend ins Badezimmer.

Ich werde erst einmal duschen, bevor ich etwas unternehme. Ich schwitze wie ein Schwein. Außerdem muss ich den Staub loswerden, er könnte kontaminiert sein!

Er entledigte sich rasch seiner Sachen und stieg in die Brausetasse.

Hoffentlich ist es noch nicht zu spät!

Es wurde ein kurzes Duschvergnügen, denn dank des fehlenden Stromes war das Wasser eiskalt.

5.

Es war kurz vor dreizehn Uhr, als Lisa das Haus verließ, in der Absicht eine Zeitung zu kaufen, den Park des Belvedere-Schlosses aufzusuchen, um es sich auf einer der Bänke gemütlich zu machen und die Sonnenstrahlen zu genießen, während sie darauf warten würde, dass der Strom - Nervensystem der modernen Gesellschaft - wieder seinen Weg in ihren Haushalt finden würde. Doch der Tag sollte abermals einen anderen Verlauf nehmen als geplant.

Die Luft hatte sich mit Feuchtigkeit vollgesogen und die Hitze weiter zugenommen, doch der Himmel zeigte sich noch immer strahlend blau. Als sie das Haustor hinter sich zuzog, traf sie diese feuchtheiße Luft wie eine Ohrfeige. Das Gefühl hatte sie schon einmal erlebt, als sie eine Urlaubsreise mit ihren Eltern nach Sri Lanka unternommen hatte. Sie war damals sechzehn Jahre alt und das erste Mal in den Tropen gewesen. Daher würde sie den Augenblick, in dem sie vom Flugzeug heraus auf die Gangway trat, niemals vergessen. Damals hatte sie das tropische Klima mit derselben Wucht getroffen wie die Luft gerade eben. Blinzelnd verharrte sie in der Eingangsnische und kramte in der Handtasche nach der Sonnenbrille. Sie setzte die Brille auf ihre Nase und marschierte los. Eine Windbö wehte ihr Haar in alle Richtungen. Irgendwo weiter vorne in der Gasse schepperte etwas blechern, ansonsten war es auch auf der Straße ungewöhnlich ruhig.

Zu ruhig. Da war es wieder!

Die Trafik, zu der sie wollte, befand sich nur einen Häuserblock weiter. Dennoch musste sie sich beeilen, wenn sie eine Zeitung haben wollte. Obwohl der Trafikant es normalerweise mit den Ladenschlusszeiten nicht so genau nahm, war es möglich, dass er heute ausnahmsweise einmal pünktlich zusperrte. Bekanntlich kommt ein Unglück selten allein, und heute war alles andere als Lisas Glückstag. Sie erreichte die kurze Steintreppe, die zur Geschäftstüre hinaufführte. Lisa stieg sie hoch und rüttelte am Knauf, doch die Tür ließ sich nicht öffnen, sie war abgeschlossen. Lisa seufzte und warf einen Blick ins Innere, das ihr ebenso dunkel erschien, wie das leere Anzeigefeld ihres Weckers heute Morgen.

Wenn ich eine Zeitung will, werde ich wohl oder übel einen Umweg über den Südbahnhof machen müssen .

Auf dem Weg zum Bahnhof musste sie den Elisabethplatz zwischen der roten Ziegelsteinkirche, deren Glockenturm hoch in den Himmel stach, und der Volksschule, an der sie unterrichtete, überqueren. Die Zeiger der Kirchturmuhr standen auf halb drei Uhr, doch Lisa nahm keinerlei Notiz davon.

Vor ihrem geistigen Auge sah sie ein Gewühl aus Kindern, Eltern und Schulpersonal aus allen Richtungen kommend über den Vorplatz dem Schultor entgegenströmen. Eine pulsierende Masse, die sie an einen Ameisenhaufen erinnerte. Das Durcheinanderlaufen, Kreischen, Rufen, Lachen und Hopsen, wenn die Kinder einander begrüßten, Neuigkeiten austauschten oder einander neckten, konnte eine unsichtbare Energie erzeugen, die ihr Herz mit Wärme erfüllte, wann immer sie zur Arbeit ging.

Doch nun lag der Platz zwischen Kirche und Schule einsam und verlassen da und brütete unter der Junisonne dahin, als würde er sehnsüchtig darauf warten, dass die Ferien, die eben erst begonnen hatten, endlich wieder zu Ende gehen würden. Die Rutsche und die Schaukeltiere aus Holz, die mit daumendicken Stahlfedern auf dem Boden befestigt waren, standen nun unbenützt in der Gegend herum und erholten sich von den Strapazen, die sie während der Schulzeit erdulden mussten.

Eine weitere Windbö fuhr raschelnd durch die Bäume und zerrte an Lisas Haar und Gewand und trieb einen Fetzen Papier über den gepflasterten Boden. Als sie den Platz hinter sich gelassen hatte, bog sie in die Straße ein, die zum Bahnhof hin leicht anstieg, und folgte deren Verlauf. Drei Häuserblocks weiter erreichte sie die Gürtelstraße, welche die Innenbezirke von den Außenbezirken trennte. An der Ampel angekommen, hielt sie kurz inne, um nach Fahrzeugen zu sehen, da diese nicht in Betrieb war.

Der Strom ist in größerem Ausmaß ausgefallen, als ich vermutet habe!

Verwundert stellte sie außerdem fest, dass weit und breit kein einziges Auto zu sehen war, ganz im Gegenteil zum gewohnten Verkehrsaufkommen, das den Gürtel normalerweise beherrschte. Das stets präsente Gefühl, dass etwas nicht stimmte, drängte sich nun mit aller Macht in den Vordergrund. Lisa überquerte ungehindert die breite Fahrbahn und stolperte panisch an dem neu errichteten Parkhaus vorbei. Sie betrat die dunkle und verhältnismäßig kühle Halle des Südbahnhofs. Der Kontrast zur gleißenden Helligkeit und Hitze außerhalb der Halle riss Lisa aus ihren wirren Gedanken. Sie sah sich um, konnte jedoch im ersten Augenblick nichts erkennen. Es war viel zu dunkel in der Halle.

Die Brille!

Sie nahm die Sonnenbrille von der Nase. Lisa starrte nun in das Halbdunkel, das sich vor ihr ausbreitete. Stille. Nichts rührte sich. Sie konnte nicht die kleinste Bewegung wahrnehmen. Ihre Augen begannen sich zwar an die spärlichen Lichtverhältnisse zu gewöhnen, doch sie konnte nirgendwo eine Menschenseele entdecken. Sie war auch außerstande, irgendwelche von Menschen verursachte Geräusche wahrzunehmen.

Eine Windbö streifte um das Gebäude und brachte die getönten Scheiben der Glasfront zum Knistern. Es war das einzige Geräusch, danach herrschte wieder Stille.

Der Stromausfall! Deshalb ist es hier so dunkel, hämmerte es in ihrem Kopf. Aber das erklärt nicht diese Stille! Und wo sind all die Menschen? Hier wimmelt es normalerweise vor lauter Menschen!

Ihr verängstigtes Herz begann nun laut zu schlagen, und der Brustkorb schien plötzlich viel zu eng dafür zu sein. Verschiedenste Erinnerungen wirbelten plötzlich durch ihren Kopf. Dinge, die sie zuvor nur unbewusst wahrgenommen hatte. Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten, die jetzt plötzlich lauter große Fragezeichen hinterließen.

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