Herbert von Lemgo - Chop Suey pikant!

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Eine turbulente Milieustudie aus dem Herzen Hamburg-St. Georgs, auch «Kleiner Kiez» genannt. Dort können sich Finn, Roland, Kyra, Maria, Jim vor dem Hintergrund eines Mordfalles vortrefflich inszenieren. Hamburg, die derbe und raue Wasserkante im Norden, dessen ständiger Wind stets für frische Gedanken sorgt, animiert die Protagonisten geradezu zum «Blödeln» und lässt beinahe den Mordfall an einem Chinesen in Vergessenheit geraten. Doch nur beinahe…….., denn die Lösung des Mordfalles soll in einem Roman aus dem Jahre 1958 zu finden sein, der den «Ermittlern» Roland und Finn zugespielt wird.
Weiter spannt der Autor einen geschichtlichen Bogen von den ersten Chinesen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Hamburg angesiedelt haben, und um die bis zum heutigen Tage immer noch ein Mysterium rankt. Dazu taucht er mit seinen Figuren nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich in die Unterwelt in ein Höhlensystem unter St. Pauli ein, in dem Opium und Glückspiel die bestimmenden Elemente der Chinesen gewesen sein sollen.

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»Ääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää«, mit diesem brummähnlichen langgezogenen Laut fängt Großvater an:

»Äääääääääääääääääääääääääääääääää…… als Kind bin ich mit meinen Eltern nach Hamburg gekommen. Es kommt mir vor, als wär‘s wie gestern.

( wie sagte Jim vorhin: „Zeit sei ohne Bedeutung!“. Liegen ja auch erst circa neunzig Jahre seit seiner Ankunft zurück. Und auch ist eigentlich nichts Bedeutendes seither passiert: Weltkriege, Atombombe, Düsenjets, Weltraumfahrt, Flug zum Mond, Deutschlands Teilung und Wiedervereinigung, Deutschlands vierter Fußballweltmeistertitel…. und eigentlich könnte die Liste nahezu beängstigend fortgesetzt werden; wie gesagt: fast nichts passiert oder doch eben eher Betrachtungsweise?).

Roland und ich nicken ihm freundlich zu. Roland ist noch blasser geworden. Der braucht bestimmt noch einen Becher Tee, damit er wieder an Farbe gewinnt, behaupte ich still! Da ist er ja schon: der vierzehnte! Bin ich hier beim Kaiser eingeladen, wo niemand vor ihm die Tafel verlassen darf? Ich springe auf und spurte aus dem Zimmer zur Toilette. Roland folgt mir augenblicklich. Auf dem Flur treffen wir Jim. Ich rufe ihm noch zu: »Die Blase platzt gleich! Entschuldige uns beim Großvater! Wir sind sofort wieder da! Vierzehn Becher Tee quälen raus!«

Auf dem Rückweg von der Toilette treffen wir wieder auf Jim.

»Hast du uns entschuldigt?«

»Ja! Ich habe Großvater gesagt, Europäer sind sehr komische Menschen. Es kommt häufiger vor, dass sie manchmal ohne Grund aus dem Raum rennen. Ist nicht unhöflich gemeint!«

»Blödmann! Ohne Grund?«, rufe ich ihm kopfschüttelnd nach.

Nachdem wir wieder im Hinterzimmer Platz genommen haben, kichern die vier zusammen. Der Alte spricht, ohne eine Miene zu verziehen: »Chūmén wènlù, rùxiāng wèn sú ( Gehst du zur Tür hinaus, frag nach dem Weg; kommst du in ein Dorf, frage nach den Sitten! )«, dann fährt er fast unbeweglich fort, während die Frauen hinter vorgehaltener Hand weiterkichern.

»Ääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääää…. meine Eltern sind unserem Onkel gefolgt. Alle Chinesen haben sich damals in St. Pauli angesiedelt wie eine große Familie. Keiner von uns beherrschte die deutsche Sprache. Die brauchte auch keiner. Verständigung heißt Handel und Gaststätte. Wir sind fleißige Menschen. Seht euch meine Familie an. Alle fleißig!«, seine Hand schwenkt einmal durch den Raum. Roland und ich nicken ihm einsichtsvoll zu, was auch die Frauen zu einem Lächeln animiert und möglicherweise sofort als Aufforderung gedeutet wird, denn sofort gibt es wieder kochenden Tee. Abermals nicken wir lächelnd als „Dankeschön“ in die Runde. Die 15. Runde!

»Nach ein paar Jahren waren wir einige tausende Landsleute. Das hat natürlich auch zu Streit geführt. Menschen kommen und gehen, so ist das im Leben, aber Verträge bestehen für ewig!« Dann spricht er mindestens eine weitere Stunde weiter, genehmigt sich immer wieder lange Pausen, weil das Sprechen auch für diesen zähen, knorrigen und kiefernartigen Mann nach einiger Zeit sehr anstrengend wird. Er spricht von der guten alten Zeit und wie sich vieles verändert hat, wie glücklich sie sich hier fühlen, wie stolz er auf seine Kinder und Enkel ist und und und… ( natürlich alles sehr zäh und ohne Zeit! ).

Für Roland und mich wird selbstverständlich noch einmal Tee zum Abschied serviert, nachdem Jim von seinem Großvater zuvor liebevoll in den Arm genommen worden ist und alle sehr herzlich gelächelt haben. Bald schon stehen wir auf der Straße und gehen wohlgefüllt und Teeglucksend nachhause.

»Weißt du«, so fängt Roland zu mir auf dem Rückweg zu sprechen an, »eigentlich habe ich nichts von dem verstanden, was der Alte gesagt oder besser gemeint hat. Wir sitzen da stundenlang, weil wir uns etwas Wichtiges anhören sollen. Und was bekommen wir zu hören? Geschichten über schöne Reisfelder, sich wunderbar schlängelnde Wege und Straßen, über das herrlich angenehme Wetter, wie toll die Familie ist und so weiter und so fort.«

»Ist doch schön!«, antworte ich ihm. »Ich wäre auch gern stolz auf eine Familie und Kinder! Was hast du dagegen einzuwenden?«

»Gar nichts! Aber was bringt mir das, wenn ich einen Mord aufklären soll?«

»Vielleicht eine Menge!«, behaupte ich diesmal grinsend.

»Wieso? Versteh ich nicht?«

»Du weißt, ich bin seit über zwanzig Jahren mit Japanern befreundet. Ja, ich höre deinen Einwand, Japaner sind keine Chinesen. Die Freunde von mir betonen zwar auch immer, dass sie die Chinesen nicht verstehen, stimmt aber so nicht. Beide Nationen sind sehr alten Traditionen verhaftet, das verbindet sie, trotz der grausamen Kriege, die sie gegeneinander geführt haben. Sprachlich verstehen sie sich nicht! Das ist richtig. Und dennoch habe ich sie, ohne ihre Sprache zu sprechen, gefühlsmäßig verstehen gelernt. Und ich sage dir: Der Alte hat etwas „durch die Blume“ gesagt, was du so gar nicht wahrgenommen hast. Ich aber!«, und ich grinse stolz ihn an.

»Und was behauptest du, hat er soooo Wichtiges gesagt?«

»Das verrate ich dir jetzt noch nicht. Meine Sinne sind für asiatische Sprechart geschärft. Ich sage dir nur eines. Ruf deine Dienststelle an und verlängere deinen Aufenthalt um einige Tage hier bei mir!«

»Jetzt versteh ich gar nichts mehr. Bist du zu einem japanischen Chinesen mutiert?«

»Nein, nein! Aber wir Europäer können eine Menge von diesen Menschen und ihrer Kultur lernen. Wir denken hier in Deutschland zeitlich viel zu kurz. Glaub mir! Und noch etwas: In spätestens zwei Tagen wirst du verstehen! Frage: Habt ihr bei dem Chinamann außer der gültigen ICE-Karte noch etwas gefunden? Papiere oder so was?«

»Persönliche Gegenstände wie Uhr, etwas Schmuck, Kamera, ein paar Euro,

chinesisches Gekritzel. Alles Gegenstände ohne großen Wert!«

»Dann weiß ich ja Bescheid: Alles ohne Wert! Nur eine Bemerkung: Wert ist immer relativ! Was für dich ohne Wert ist, kann für einen anderen Menschen hohen Wert besitzen!«

»Konfuzius?«

»Nein, ein echter Finn!«

Mittlerweile stehen wir vor meiner Haustür. Es ist früher Abend, sonnig und sehr hell. Als ich meine Tür aufschließe und die ersten Schritte gehe, drehe ich mich zu Roland um, lege den Finger auf den Mund und flüstere ihm zu: »Wir sind nicht allein! Pssst!«

Rolands Hand fährt automatisch in die Jackentasche, doch ich winke sofort ab. Auf leisen Sohlen schleichen wir zu meinem Schlafzimmer. Fast lautlos öffne ich die Tür. Roland hält noch immer die Hand an der Jacke. Zusammengefaltet wie ein Fötus liegt Candy bei mir im Bett und sendet ruhige, entspannte und natürlich ungefährliche Atemzüge aus.

»Ist sie nicht süß?«, frage ich Roland, schließe die Tür und ziehe ihn geräuschlos zurück.

»Wie kommt sie denn hier rein?«

»Mit ihrem Hausschlüssel!«

»Heute ist wohl ein gebrauchter Tag für mich!«, kopfschüttelnd geht er aufs Klo, denn die letzten Becher Tee drängen bereits wieder. Als er wiederkommt, sage ich zu ihm: »Nicht alles verhält sich so, wie man meint. Die Sinne können trügen!«

»Konfuzius?«

»Nein, wieder ein echter Finn. Ruf deine Dienststelle an. Danach erzähl ich dir eine Geschichte. Und später können wir zusammen essen gehen, zu dritt! Nach dem vielen Tee brauche ich etwas Festes im Magen. Wir gehen heute Japanisch essen und nicht Chinesisch! Haha! Kannst schon mal mit diesen Stäbchen üben!«, und ich deute auf die zwei kunstvoll gestalteten Stäbchen, die auf dem Tisch platziert vor ihm liegen.

»Übrigens Candy ist achtzehn Jahre alt.«

»Vorhin war sie noch sechszehn!«

»Ist sie ja auch, aber für deine Kollegen von der Sitte ist sie achtzehn! Heute heißt das bei euch viel feiner: Milieukriminalität und ist eine Abteilung des Landeskriminalamts (LKA). Ich hab ihr ein paar Papiere besorgt, sonst würde man sie bei jeder Kontrolle von der Straße fischen!«

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