Antje Babendererde - Starlight Blues

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Adam Cameron ist Journalist und Privatdetektiv in Seattle – ein indianischer Privatdetektiv. Als Dreijähriger wurde er von einem weißen Ehepaar adoptiert, das ihm seine Herkunft vorenthielt und das Wissen darum mit ins Grab nahm. Als ihn in seinem Büro ein Telefonanruf aus Winnipeg erreicht, ist er wie elektrisiert: Der Nachname des Anrufers ist Blueboy, und das ist auch Adams indianischer Name.
Robert Blueboy bittet ihn herauszufinden, warum sein siebzehnjähriger Bruder Daniel vor zehn Jahren den Kältetod sterben musste. Daniel war aus einer Besserungsanstalt abgehauen und ein paar Tage später fand man ihn außerhalb der Stadt: leicht bekleidet im Schnee, war er jämmerlich erfroren. Alles deutete auf einen tragischen Unglücksfall hin. Doch warum trug der tote Junge nur einen Schuh?
Obwohl Adam für Kanada keine Lizenz als Privatdetektiv besitzt und noch dazu eine unerklärliche Schnee- und Kältephobie hat, fliegt er im Januar nach Winterpeg, wie die Winnipegger ihre Stadt nennen.
Bei seinen Recherchen trifft er auf übellaunige Polizisten, einen kurzsichtigen Pathologen und eine Mauer des Schweigens.
Plötzlich befindet er sich selbst in größter Gefahr und will nur noch eins: zurück. Doch dafür ist es längst zu spät …

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Erstaunlicherweise überstand ich den Flug von Seattle nach Vancouver ohne Peinlichkeiten. Das Wetter war gut und die Zeit verging schneller als erwartet

In Vancouver blieb mir eine Stunde Zeit, bevor mein Anschlussflug ging. Mein Magen grummelte vor Hunger, aber ich gönnte mir nur einen weiteren Kaffee. Ich hatte noch einmal zwei Stunden Flug vor mir und fastete weiterhin in weiser Voraussicht.

Während ich am Terminal auf den Anschlussflieger nach Winnipeg wartete, beobachtete ich zwei Sicherheitspolizisten der Royal Mounted Canadian Police bei ihrem Rundgang und musste unwillkürlich an den tödliche Zwischenfall denken, der sich letzten November auf diesem Flughafen ereignet hatte. Ein polnischer Immigrant, der englischen Sprache nicht mächtig, wurde stundenlang von RCMP Sicherheitsbeamten festgehalten, weil er sich ihnen nicht verständlich machen konnte. Seine Mutter, die ihn abholen wollte, hatte mit ihm als Treffpunkt die Gepäckausgabe vereinbart, in Unwissenheit darüber, dass die im Sicherheitsbereich des Flughafens lag und sie dort gar nicht hin durfte.

Als der Mann nach zehn Stunden, in denen kein Dolmetscher aufgetrieben werden konnte, die Nerven verlor, herumschrie und in seiner Panik einen Stuhl durch die Gegend schleuderte, wurde er von einem der Polizeibeamten mit einer Taser-Pistole beschossen. Der Pole brach zusammen und wurde überwältigt. Nur Minuten später war er tot.

Beim Einsatz dieser als vollkommen ungefährlich gerühmten Taser-Pistolen, werden zwei an hauchdünnen Drähten hängende Miniharpunen abgeschossen, die sich in der Haut des Opfers oder in seiner Kleidung festhaken. Eine elektrische Impulsfolge von fünf Sekunden Dauer bei 50.000 Volt, die bis zu sechs Zentimeter dicke Kleidung durchschlägt, legt den Getroffenen zuverlässig um und setzt ihn für eine Weile außer Gefecht.

Wenige Tage nach dem tragischen Tod des Polen erzählte mir Susan voller Entrüstung, dass Sicherheitsbeamte einen ihrer Studenten mit einer Taser-Pistole aus der Universitätsbibliothek vertrieben hatten, weil er keinen Studentenausweis vorweisen konnte. Später berichtete er ihr von den extremen, folterartigen Schmerzen, die er empfand, als sich unter den Stromstößen seine gesamte Körpermuskulatur verkrampfte. Da der junge Mann sportlich und kerngesund war, blieben bei ihm keine körperlichen Schäden zurück. Der Pole hingegen hatte Pech. Die Tragik seiner Geschichte hatte mich noch lange verfolgt.

Ich zwang mich, an etwas anderes zu denken, bis ich ein zweites Mal an Bord gehen konnte. Zu allem Unglück hatte ich auf diesem Flug einen Fensterplatz zugeteilt bekommen, was die Sache nicht einfacher machte. Gleich als ich saß, schnallte ich mich an – nur zur Sicherheit. Der Platz neben mir blieb zunächst leer und ich hegte die Hoffnung, noch wechseln zu können, doch schließlich setzte sich eine junge Frau neben mich.

Das war zuviel, mir blieb die Luft weg. Wie, zum Teufel, sollte ich diesen Flug überstehen? Eingeklemmt zwischen dem Grauen der Tiefe da draußen und einer kühlen Schönheit, die Ähnlichkeit mit einem unirdischen Wesen hatte. Solche eisblauen Augen hatte ich bisher nur bei einem Huskie gesehen.

Blonde Kringel umrauschten das blasse, feingeschnittene Gesicht meiner Sitznachbarin, als sie mir ein distanziertes „Hallo“ zuraunte.

Ich rang mir ein Lächeln ab, sagte: „Hi“, und sah aus dem Fenster. Den Gedanken, sie um einen Platzwechsel zu bitten, verwarf ich. Manchmal ist es hart, ein Mann zu sein.

Die Kabinentür wurde geschlossen und mein Panikprogramm lief ab. Beim Start wurde ich in den Sitz gedrückt und schloss die Augen. Es war diesmal nur eine kleine Maschine, die mächtig holperte und wackelte, als sie nach oben ging. Später, als die Stewardess einen kleinen Snack und ein Getränk brachte, sackte der Flieger plötzlich in ein Luftloch und ich klammerte mich an den Armlehnen fest. Der Kaffee verließ meinen Magen und wanderte die Kehle hinauf. Nur mit größter Mühe schaffte ich es, den Beutel rechtzeitig zu öffnen, der für derartige Notfälle vorgesehen war. Viel kam nicht, nur ätzende Flüssigkeit, aber das Ganze war mir entsetzlich unangenehm.

Die Stewardess nahm mir die Tüte mit einem pflichtbewussten Lächeln ab und reichte mir ein feuchtes Tuch, damit ich meinen Mund abwischen konnte. Verstohlen warf ich einen Blick auf meine Sitznachbarin mit den arktischen Augen, vor der ich mich so elend blamiert hatte. Mein Unglück schien sie kalt zu lassen. Vollkommen ungerührt blätterte sie in einem bunten Werbeprospekt.

Die nächsten anderthalb Stunden überstand ich in einer Art Wachkoma. Als die Maschine beim Landeanflug über dem Winnipeg International Airport Schräglage annahm, machte ich den unverzeihlichen Fehler, einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Über der Stadt tobe ein schwerer Schneesturm, ließ uns der Pilot in diesem Moment wissen, es könne zu Turbulenzen kommen.

Mein Herz raste und meine Zunge klebte am Gaumen. Die Maschine schaukelte wie ein Boot auf Hochseewellen, sie holperte hin und her und als sie erneut absackte, rechnete ich mit dem Schlimmsten.

Ging es schnell, bis der Flieger auf dem Boden aufprallen und ein gewaltiger Rums allem ein Ende setzen würde? Reichte die Zeit, um hinter geschlossenen Augenlidern mein ganzes Leben zu sehen, abgespult wie ein Film? Würde ich mich wimmernd an die Schneekönigin mit den Eisaugen klammern?

Schweiß perlte von meiner Stirn, während Hände und Füße eiskalt waren. Mein Unterkiefer vibrierte und meine Hände krampften sich um die Armstützen, dass die Fingerknöchel weiß hervortraten. Meine Knie zitterten wie bei einem Junkie, der auf Entzug war.

Du wolltest noch eine Menge tun in deinem Leben, Adam. Zum Beispiel herausfinden, ob Daniel Blueboy dein Cousin oder Bruder ist. Ich biss die Zähne zusammen. Wer meine richtige Mutter war und warum sie mich weggeben hatte, würde ich vielleicht nie erfahren. Susan fand gewiss schnell wieder jemanden, klug und schön wie sie war. Meine Kinder würden ohne ihren Vater aufwachsen müssen, ein Gedanke, der mir beinahe das Herz zerriss. Nur ich konnte Amina zum Sprechen bringen, wenn sie mal wieder aus irgendeinem Grund schwieg. Und Mike ... mein Sohn hielt mich für einen unsterblichen Helden. Ein gequälter Seufzer entwich meiner Kehle und plötzlich spürte ich eine warme Hand auf meinem schlotternden Knie.

„Nur keine Angst“, sagte meine Sitznachbarin mit sanfter Stimme. „Der Pilot hat Erfahrung mit solchem Wetter.“

„Woher wollen Sie das wissen?“, stieß ich hervor, ohne meine Augen zu öffnen.

„Er ist mein Mann“, antwortete sie in einem amüsierten Tonfall.

Nun schlug ich doch die Augen auf und sah sie lächeln. Ich schöpfte wieder Hoffnung. Tatsächlich landete der Pilot die Maschine sicher, obwohl er meiner Ansicht nach nicht einmal die Landebahn erkennen konnte, so dicht wie das Schneetreiben da draußen war.

„Sagen Sie Ihrem Mann schöne Grüße von mir, er hat das wirklich hervorragend gemacht“, sagte ich mit unendlicher Erleichterung zu ihr, als wir den Flieger verließen.

Die Frau mit den Huskyaugen drehte sich lächelnd zu mir um. „Tut mir leid, ich bin gar nicht verheiratet. Aber Sie sehen schon viel besser aus, junger Mann.“

Verblüfft blieb ich stehen und blickte ihr nach, bis ich von hinten weitergedrängt wurde.

In der Halle sah ich mich nach Robert Blueboy um, konnte allerdings niemanden entdecken, auf den meine Vorstellung passte. Als ein Mann im blauen Anorak auf mich zukam, dachte ich zuerst an einen Irrtum. Er hatte hellbraunes, gelocktes Haar, das ihm bis auf die Schultern fiel. Als der Mann direkt vor mir stand, sah ich, dass seine Augen grau waren und die Augenlider gerötet. Sein kantiges Kinn war frisch rasiert.

„Adam Cameron?“, fragte er.

Ich nickte stirnrunzelnd.

Er streckte mir die Hand hin: „Robert Blueboy. Ich bin froh, dass Sie gekommen sind.“ Robert hatte einen kräftigen Händedruck und war einen halben Kopf kleiner als ich, vielleicht einsfünfundsiebzig. Ich schätzte ihn auf Anfang dreißig. „Wie war Ihr Flug, Mr Cameron?“

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