Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser

Здесь есть возможность читать онлайн «Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Blau Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Blau Wasser»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Friedrich Gerstäcker lernte auf zahlreichen Reisen, was ein Seemann an Bord eines Segelschiffes tat. Seemännische Ausdrücke, Segelmanöver, die Beschreibung des Alltages – das alles wurde auf vielen Fahrten für ihn harter Alltag, denn sehr häufig half er den Matrosen bei ihrer Arbeit. Viele seiner spannenden Erzählungen spielen deshalb an Bord von Segelschiffen. In diesem Band findet sich eine Sammlung der besten Erzählungen, angefangen von Walfängern über das Schicksal fortgelaufener Seeleute, die in der Südsee leben, bis hin zu Geschichten vom Klabautermann und untergegangenen Städten. Spannend und abenteuerlich ist es bei ihm allemal.

Blau Wasser — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Blau Wasser», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ehe der Capitain aber nun seine gewöhnliche Anzahl Flüche los werden konnte, ging schon wieder der Schrei „Mann über Bord" durch das ganze Schiff; dieses Mal ersparte ich ihnen aber das Bootaussetzen; denn wenn auch das Fahrzeug im ersten Ansatz noch etwa seine eigene Länge von mir fortgelaufen war, hielten es die zurückgeschlagenen Segel jetzt desto fester, und ich bekam Zeit, aufzuschwimmen.

„Werft nur ein Tau herunter!“ schrie ich jetzt, als ich nahe genug war. „Hallo da oben, laßt einen Kameraden nicht sitzen - ein Tau her!“

„Zehn sprangen gleich zu, und der Koch warf mir das Ende eines Bramseils gerade über den Kopf, das ich erwischte, um den linken Ellbogen schlug und mich an Deck ziehen sieß. Aber, Jungens, die verblüfften Gesichter hättet Ihr sehen sollen, wie sie mich erkannten! Rhody, wo kommst Du her? - Rhody nannten mich die Mounsiers, Menschenkind, wo hast Du gesteckt?

Hätt' ich es nur allein mit den Kameraden durchzufechten /134/ gehabt, wäre die Sache nicht so schwer gewesen; so aber mischte sich auch der Capitain in's Mittel und verlangte Aufschluß über das Geschehene, von dessen wahrem Bestand er keine Ahnung zu haben schien. Da hielt ich es denn für besser, erst noch einmal ohnmächtig zu werden, wodurch die Sache einmal natürlicher wurde und ich auch etwas länger Zeit bekam, mich zu sammeln, und ein paar der Leute schleppten mich jetzt nach vorn unter die Stevenpumpe und fingen an mich zu begießen. Ich kam jetzt allerdings wieder zu mir, war aber noch so schwach, daß ich kein Wort herausbringen konnte, und so ließen sie mich denn die Nacht liegen, damit ich mich erst wieder ordentlich erholen möge.

„Am nächsten Morgen half übrigens nichts, ich mußte mit meiner Geschichte heraus. Nun wußten wir aber Alle miteinander, daß der alte Kasten dicht am Wind erbärmlich schlecht segle und reichlich sieben Strich brauche, um halbwegs vorwärts zu kommen; darauf hin log ich ihnen geradezu vor, daß ich am Mittag über Bord gefallen wäre und mir nachher fast den Arm ausgerenkt und die Lunge wund geschrieen hätte, um gesehen und gehört zu werden. Das Boot habe aber in ganz anderer Richtung gesucht, und als es bald darauf wieder an Bord zurückgekehrt und das Schiff in seinem Cours fortgesegelt sei, da wäre ich schon einmal in Verzweiflung entschlossen gewesen, mein Leben aufzugeben und mich wegsinken zu lassen. Die Lebenslust sei aber doch zuletzt stärker gewesen, und ich wäre nun, in der Hoffnung, daß das Schiff bald über Stag gehen müsse, gerade in den Wind hineingeschwommen, dessen genauen Cours mir das leichte Kräuseln des Wassers gezeigt. So habe ich meiner Rechnung nach wohl eine gute Seemeile zurückgelegt, als das Schiff wirklich wieder in Sicht kam und fast gerade auf mich zuhielt. Mehr aber wüßte ich nicht; die letzten Minuten erschienen mir selbst jetzt noch wie ein wirrer Traum, und ich glaube, ich sei ohnmächtig geworden, selbst ehe ich das Deck erreicht habe."

„Was für andere Beweise wollt Ihr, wie eines Mannes Wort?" lachte einer seiner Kameraden. „Und ließ sich der Alte wirklich leimen?" fragte ein Anderer. /135/

„Was wollt' er machen?" lachte Rhode Island; „an die Luke hinten dachte Niemand, da sie der Steward selber Abends spät zugemacht und von innen verriegelt hatte, und fort war ich gewesen und jetzt wieder da - das ließ sich nicht ableugnen. Außerdem kannten sie mich schon als einen guten Schwimmer; denn wie sie mich auffischten, hatt' ich ihnen schon früher einmal aufgebunden, daß ich drei Tage und drei Nächte geschwommen wäre."

„Auf Mannes Wort?"

„Oh, geht zum Teufel und mutzt Einem nicht jede Silbe auf! - Aber das war noch nicht Alles; denn verdammt will ich sein, wenn sich der Alte nicht eine von den nämlichen Flaschen heraufholen ließ, die ich schon einmal beigesteckt gehabt, und mir einen steifen Grog machte, daß ich mich erholen sollte, und dann die ganze Geschichte sauber und eigenhändig in sein Tagebuch eintrug. Dort steht sie noch unter meinem eigenen Namen und Ihr könnt sie bis auf den heutigen Tag lesen."

„Hahahaha, Rhode Island - Du bist eine prächtige Hand zum Aufbinden!" lachte ein Kamerad - „unserem Alten dürftest Du aber damit nicht vor den Bug kommen; der holte 'was Anderes als Cognac."

„Klar zum Halsen!" ging der Ruf über Deck, die Wache sprang auf und das Schiff wurde, da die See zu schwer von vorn kam, um ordentlich wenden oder über Stag gehen zu können, vor den Wind über den andern Bug gebracht oder „gehalst", immer bei so hoher und stürmischer See ein nicht ganz gefahrloses Manöver. Der Capitain verstand aber sein Geschäft aus dem Grunde, die Leute, die recht gut wußten wie viel dabei von ihrer Schnelligkeit abhing, führten die Befehle, kaum gegeben, rasch und vortrefflich aus, und wenige Minuten später peitschte die See den andern Bug, jetzt wieder nach Süden hinunterhaltend, damit sie über Nacht dem zu Starbord befindlichen Lande nicht zu nahe kämen.

Der kurze Tag, der in diesen Breiten zur Winterszeit in der That nur wenige Stunden dauert, neigte sich seinem Ende. Die Wache, in der Rhode Island war, ging bald zu Koje, und als sie wieder an Deck kamen, hielt sie eine gesprengte /136/ Pardune beschäftigt. Im Dunkeln ließ sich aber nicht gut etwas Weiteres damit thun, als sie vorläufig mit Hülfe eines vierscheibigen Flaschenzuges wieder zusammenzubringen und mit umgeschlagenen Tauen nothdürftig zu befestigen, bis sie am nächsten Morgen ordentlich gespließt werden konnte.

Es war in der Morgenwache, und der Sturm hatte wohl etwas nachgelassen, wehte aber doch noch immer scharf genug, und die See ging hoch und hohl.

Der alte Tom war eben vom Ruder abgelöst worden und kam nach vorn, seinen gewöhnlichen Sitz wieder in Lee von der großen, mitten auf Deck stehenden Barkasse nehmend; Rhode Island hatte indeß versucht, auf dem Leegangwege auf und ab zu gehen; die Bewegung des Schiffes war aber zu stark und besonders durch die hohe See zu unregelmäßig. Sich also neben den Alten niedersetzend, wie er ihn kommen sah, sagte er:

„Hallo, Tommy, ich wollte Euch eigentlich um 'was fragen."

„Und das wäre?"

„Ihr spracht gestern, wie Ihr uns die Geschichte von dem Wrack der Buckeye belle erzähltet, von Jemand, den Ihr nicht wieder zu sehen hofftet. Wer ist denn das?"

Der Alte hatte beide Ellbogen auf seine Kniee gestützt und schaute eine ganze Weile still und kopfnickend vor sich wieder; endlich sagte er leise:

„Ihr junges Volk seid jetzt anders wie wir zu unserer Zeit - wenn man mit Euch ein ernstes Wort sprechen und Euch an 'was Anderes mahnen will, als das tägliche Leben, das Ihr eben fassen und begreifen könnt, dann lacht und spottet Ihr und haltet Euch für so entsetzlich klug - 's ist da besser, man schweigt."

„Den Henker auch, Tommy!" lachte Rhode Island, „nun Ihr mich erst recht neugierig gemacht? - Mir könnt Ihr's sagen - Ihr meint doch nicht etwa den deutschen Klabautermann ?"

Der Alte schüttelte mit dem Kopf und sagte:

„Jede Küste hat ihre besonderen Wächter; der hat mit uns nichts zu thun; ich meine den schwarzen Mann." /137/

„Den schwarzen Mann?" rief Rhode Island erstaunt aus, und mußte sich Mühe geben sein Lachen zurückzuhalten, denn dann wäre es mit dem Erzählen des Alten vorbei gewesen. Dieser schien überdies heute nicht sehr gesprächig oder auf das Thema nicht gern eingehen zu wollen. - „Der fliegende Holländer kreuzt doch nicht an Cap Horn, so viel ich weiß?"

„Nein," sagte Tom, „von dem haben wir hier nichts zu fürchten; aber - glaubt Ihr, daß ein Boot in dieser See leben könnte?"

„Ein Boot?" rief Rhode Island, einen Blick nach vorn werfend, wo gerade wieder eine riesige Woge gegen den Bug donnerte und das wackere Fahrzeug bis in den Kiel hinab erzittern machte - „ein Boot in der See? - nicht von einer Welle zur andern, und wenn es von Kork wäre; es müßte füllen und zusammenbrechen in dem furchtbaren Druck."

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Blau Wasser»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Blau Wasser» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Blau Wasser»

Обсуждение, отзывы о книге «Blau Wasser» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x