Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser

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Friedrich Gerstäcker lernte auf zahlreichen Reisen, was ein Seemann an Bord eines Segelschiffes tat. Seemännische Ausdrücke, Segelmanöver, die Beschreibung des Alltages – das alles wurde auf vielen Fahrten für ihn harter Alltag, denn sehr häufig half er den Matrosen bei ihrer Arbeit. Viele seiner spannenden Erzählungen spielen deshalb an Bord von Segelschiffen. In diesem Band findet sich eine Sammlung der besten Erzählungen, angefangen von Walfängern über das Schicksal fortgelaufener Seeleute, die in der Südsee leben, bis hin zu Geschichten vom Klabautermann und untergegangenen Städten. Spannend und abenteuerlich ist es bei ihm allemal.

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Bill sah sich deshalb rasch wieder nach einem Schiff um, auf dem er ein „birth" bekommen könne, fand aber zu seinem Schrecken, daß kein einziges passend für ihn im Hafen lag. Vier oder fünf waren allerdings nach England bestimmt, aber schon vollauf mit Mannschaft versehen, andere, von dort erst angekommen, blieben vielleicht vier bis sechs Wochen liegen, ehe sie ihre Fracht gelöscht und neue eingenommen hatten, und so lange konnte er doch unmöglich ohne Geld und in Hemdsärmeln in New-York herumlaufen.

Ein einziges Schiff brauchte Leute und war nach England bestimmt, aber - über Rio Janeiro. Das verzögerte allerdings seine Rückkunft, doch blieb ihm in der That keine große Wahl; der Capitain, der schon segelfertig im Hafen lag, bot ihm Handgeld und Bill - ging an Bord.

Daß er aber so gewissermaßen von zu Hause fortschiffte, wo er doch eine Frau sitzen hatte, war ihm ein unbehagliches Gefühl, und er wollte wenigstens nicht gekannt sein. Der Name Jack, den ihm das Fliegende Eichhorn aufgezwungen, paßte ihm jetzt insofern, als er incognito reisen konnte, und er ließ sich als Jack Brown in die Schiffsbücher eintragen. Gern hätte er auch nach Hause geschrieben und die Seinigen wissen lassen wie es ihm ginge, aber - er konnte nicht schreiben, und einem Fremden mochte er die Geschichte auch nicht /110/ erzählen. Ueberdies drehte sich ja die Sache nur um sechs oder acht Wochen länger, und dann war er ja selber wieder zu Haus.

Das Schiff, eine englische Brig, der Yorkshireman, ging schon am nächsten Morgen in See und kreuzte gegen ziemlich widrigen Wind nach Südost hinab. Es dauerte auch wirklich anderthalb Monate, bis sie nur die Passate erreichten, dann aber liefen sie mit Leesegeln und vor dem Wind den Hafen von Rio in vierzehn Tagen an, ankerten in der wundervollen Bai und löschten ihre für Rio mitgebrachte Fracht in kleine, zu dem Zweck langseit legende „Lichter".

Der Capitain des Yorkshireman hatte nun allerdings darauf gerechnet, in Rio augenblicklich und gute Fracht nach England zu finden. Es lagen aber wenigstens sechs Schiffe im Hafen, die sämmtlich keine Ladung zu anständigem Preis bekommen konnten, und Einige hatten sich schon entschlossen lieber in Ballast nach Haus zurückzukehren, oder vielleicht Bahia oder Buenos-Ayres anzulaufen, als ein frisch einkommendes amerikanisches Schiff der ganzen Sache eine andere Wendung gab.

Gerade war nämlich die erste Nachricht von der californischen Goldentdeckung in Amerika angelangt, und dies das erste Schiff, das dorthin mit Auswanderern um Cap Horn nach dem neuen El Dorado ging. Die Gerüchte, die von den Passagieren dieses Fahrzeugs in der Stadt verbreitet wurden, waren dabei so fabelhafter Art, daß besonders die Kaufleute ein wahrer Schwindel erfaßte, und jeder jetzt Güter so rasch als möglich nach Californien verschiffen wollte, um reine, solide Goldklumpen dafür einzutauschen. Die Capitaine, die von ihren Rhedern Vollmacht hatten, über ihre Schiffe zu verfügen, wie sie es für das Beste hielten, standen sich jetzt vortrefflich, und accordirten augenblicklich Fracht nach San Francisco. Unter diesen befand sich der Yorkshireman, und unserem Bill Drygarn oder Jack Brown, wie er sich genannt hatte, machte der Capitain das Anerbieten, ihn, statt einer directen Reise nach England, erst einmal nach San Francisco zu begleiten und dort, wenn er wolle, Gold zu graben. Er, der Capitain, hätte selber Lust, einmal in die Minen zu /111/ gehen, wenn das Gold denn gar so dick dort oben herumliegen sollte.

Hier war auf einmal eine plötzliche Aussicht, reich - steinreich zu werden, und weiter nichts dazu nöthig, als eine etwas längere Seefahrt. Und kam es denn, wo er nun doch einmal so lange von zu Haus entfernt war, jetzt auf die paar Monate an? - Paar Monate, ja der Teufel; mit ein paar Monaten mochte es, wie sich Bill heimlich selber gestand, wohl kaum abgethan sein, und eine Reise nach San Francisco und von da zurück nach England konnte immer acht bis zehn Monate fortnehmen. Vierzehn Tage mußte er außerdem noch wenigstens daraus rechnen, eine Quantität Gold in den Minen zusammenzusuchen. - Wenn er nur wenigstens hätte einen Brief nach Haus schicken können! Aber auch das schadete nichts; die Ueberraschung, wenn er, noch dazu mit einem tüchtigen Klumpen Gold, ganz plötzlich angerückt käme, wurde nachher um so größer, und sein Bruder und seine Frau sollten nicht wenig staunen.

Bill besann sich auch wirklich nicht lange; die Verlockung war zu groß, und ein Abend, den er mit einem Theil der Mannschaft des kalifornischen Schiffes verbrachte, festigte seinen Entschluß dermaßen, daß er jetzt die Zeit kaum erwarten konnte, wo sie nach dem Lande seiner heißen Sehnsucht aufbrechen sollten.

Außerordentlich lieb war es ihm jetzt übrigens, daß er den Namen Jack Brown angenommen hatte. Er schämte sich doch etwas, so weit von der Heimath fortzuziehen, und seine Frau - aber zum Henker, gerade für die ging er ja nach Californien, um etwas Ordentliches zu verdienen und als reicher, angesehener Mann zurückzukommen. Lieber wäre es ihm freilich gewesen, wenn er Jack bei sich gehabt hätte.

Der Yorkshireman machte eine verhältnißmäßig rasche Reise um Cap Horn und erreichte das Goldland noch mitten in der ersten Gährung und Aufregung. Nicht allein die sämmtliche Mannschaft brach denn auch, sowie der Anker niedergerasselt war, nach den Minen auf, das Schiff sich selbst und seinem Capitain überlassend, sondern dieser hatte kaum seine Fracht und Ladung zu ziemlich guten Preisen unter-/112/gebracht, als er mit seinen beiden Steuerleuten seine Kajüte zuschloß, die Luken vernagelte und ebenfalls in der kleinen Schiffsjolle durch die Bai und den Sacramento hinaufruderte.

Ich habe hier keinen Raum, das Alles, was Bill im El Dorado erlebte, zu beschreiben. Leider hatte er aber mit seinem Goldsuchen eben so wenig Glück wie mit seiner Passage, und hielt das Wenige, das er fand, immer nicht des „Aufhebens" werth. Einmal mußte er ja doch an einen tüchtigen Klumpen kommen. Fünf Monate suchte er danach, bis er es endlich in Verzweiflung aufgab, und mit vielleicht sechzig Dollar in der Tasche und ärgerlich über sich und die ganze Welt, vorzüglich aber über das verwünschte Californien, wieder nach San Francisco zurückkehrte. Eine Möglichkeit bot sich ihm allerdings noch dort, seinen Gewinn in kurzer Zeit zu verzehn-, ja vielleicht zu verhundertfachen, wenn er nämlich sein Glück in einem der San Francisco-Spielsäle versuchte. Das that er denn auch, verlor in etwa einer halben Stunde Alles, was er sich in den fünf Monaten mühsam erarbeitet, und vermiethete sich dann aus reiner Desperation noch an demselben Abend auf ein Schiff, das am nächsten Morgen den Hafen verließ und - nach Sidney bestimmt war.

Wieder ganz in das Matrosenleben hineingekommen, und doch einmal viele tausend Meilen von zu Haus entfernt, wo es „auf ein paar Monate mehr oder weniger" nicht ankommen konnte, gab er sich dem alten Beruf mit all' der Gleichgültigkeit dieser Menschenklasse hin, schiffte sich in Sidney auf ein anderes, nach Manila bestimmtes Fahrzeug ein, ging von da nach China, von China nach Bombay, und fand erst dort wieder eine directe Gelegenheit nach England, und zwar nach Liverpool, mit der er nun endlich in die Heimath zurückkehren konnte.

Darüber waren etwas über drei Jahre vergangen und Bill den heimischen Verhältnissen so entfremdet worden, daß ihm seine bis dahin erlebten Schicksale, und was davor lag, oft wie irgend ein toller, wunderlicher Traum vorkamen, von dem er sich nicht einmal recht deutlich mehr besinnen konnte, was eigentlich ächt und was nur Einbildung davon sei. Manchmal zweifelte er sogar daran, ob er denn auch wirklich /113/ verheirathet und durch eine wunderbare Kette von Umständen seiner Frau entführt worden sei, wonach es seiner Schwiegermutter, vor der er allen möglichen Respect hatte, denn auch gar nichts anging, ob er jetzt wiederkam, oder gleich noch einmal nach irgend einer andern Himmelsrichtung unter Segel ging.

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