Friedrich Gerstäcker - Blau Wasser

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Friedrich Gerstäcker lernte auf zahlreichen Reisen, was ein Seemann an Bord eines Segelschiffes tat. Seemännische Ausdrücke, Segelmanöver, die Beschreibung des Alltages – das alles wurde auf vielen Fahrten für ihn harter Alltag, denn sehr häufig half er den Matrosen bei ihrer Arbeit. Viele seiner spannenden Erzählungen spielen deshalb an Bord von Segelschiffen. In diesem Band findet sich eine Sammlung der besten Erzählungen, angefangen von Walfängern über das Schicksal fortgelaufener Seeleute, die in der Südsee leben, bis hin zu Geschichten vom Klabautermann und untergegangenen Städten. Spannend und abenteuerlich ist es bei ihm allemal.

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„Wird sich ungemein freuen, denk' ich," erwiderte der Mann ganz ernsthaft. „Geht nur voran, ich komme gleich nach, habe hier unten nur noch eine Kleinigkeit zu thun."

Bill ging, ohne weiter etwas zu erwidern, hinaus und die Treppe hinauf, und achtete nicht darauf, daß die Gesellen hinter ihm mitsammen lachten. Er ließ diesmal auch den Klopfer herzhaft auffallen, und als ihm ein Mädchen geöffnet und ihn, auf seine Frage nach der alten Dame, hinaufgewiesen hatte, stieg er langsam die Treppe hinan. Jetzt aber kam es ihm wirklich so vor, als ob er unter jedem Fuß eine zolldicke Bleisohle habe, so schwer wurden ihm die Füße, und auf der letzten Stufe mußte er stehen bleiben und frisch Athem schöpfen. Endlich klopfte er an.

Die alte Dame, die schon auf der Treppe jemand Fremdes gehört, öffnete die Stubenthür, sah ihn an, stieß einen Schrei aus - und schlug sie ihm wieder vor der Nase zu. Daß sie ihn erkannt hatte, war außer allem Zweifel. Bill wußte jetzt auch wirklich nicht, ob er da stehen bleiben und warten solle, bis sie wiederkäme, oder ruhig und unbekümmert eintreten. Darüber wurde er aber nicht lange in Zweifel gelassen, denn kaum zwei Minuten später ging die Thür wieder auf, und Polly, seine eigene, allerdings höchst ungerecht verlassene Frau, stand auf der Schwelle und winkte ihm, einzutreten. Sie sah todtenbleich aus - jedenfalls vor Schreck und streckte ihm zitternd die Hand entgegen. Hinter ihr stand die doppelte Schwiegermutter und schaute ihn durch die Brille an.

„Aber, Jack," sagte sie, „wo habt Ihr die Zeit über gesteckt, seit das Unglück passirt?"

„Das Unglück?" sagte Bill ganz verstört und achtete gar nicht auf den Namen Jack. Er hielt seine Frau wieder an der Hand, und wagte nicht einmal, ihr um den Hals zu fallen.

„Ach, Jack! ach, Jack!" jammerte die alte Dame, „was /118/ habt Ihr damals durch Euer Fortgehen für Jammer und Elend angerichtet - und der arme, arme Bill - das gute, ehrliche Herz -"

„Bill?" rief dieser aber erstaunt, ja erschreckt aus, - „nun bei Gott, ich bin doch nicht Jack, und wenn Jack wirklich nach Amerika -"

„Ihr seid nicht Jack?" rief Mrs. Bellhope, „und wer denn sonst?"

„Kennt denn Polly nicht einmal ihren eigenen Mann mehr?" sagte der arme Teufel traurig, - „und sind doch erst kaum drei Jahre darüber hingegangen."

„Bill?" rief Polly erschreckt und riß ihre Hand aus der des Gatten, - „Ihr seid doch nicht Bill - der ist ja über Bord gestürzt und ertrunken."

„Ist ihm nicht eingefallen," sagte Bill kopfschüttelnd, - „in die Luke ist er gestolpert und hat sich den Schädel geborsten, das war Alles, und jetzt - wie er zurückkommt -"

„Na, nun wird's aber Tag!" schrie da plötzlich Mrs. Bellhope und stemmte die Arme in die Seite. „Erst geht der liederliche Strick mit dem Gelde durch und nach Amerika, und nun, da er das verthan und verjubelt hat und sein armer Bruder darüber verunglückt ist, kommt er mit einem Schnupftuch voll alten Gelumpes wieder an und will sich für den Andern ausgeben."

„Aber, Schwiegermutter -"

„Der Teufel ist Seine Schwiegermutter!" rief die alte Dame in vollem Zorn aus, und Polly rang indeß die Hände, setzte sich auf einen Stuhl und barg das Gesicht in die Schürze.

„Hallo, was ist nun los?" sagte da plötzlich die tiefe, aber vollkommen ruhige Stimme des neuen Segelmachers, der in diesem Augenblick in der Thür erschien und die Drei verwundert ansah.

„Was los ist?" rief Mrs. Bellhope in, wie sie glaubte, sehr gerechter Entrüstung, „da kommt Jack Drygarn zurück von seiner Vagabondenfahrt, und will sich für Polly's Mann, für seinen Bruder ausgeben - weiter nichts."

„S - o?" sagte der Segelmacher, indem er die Hände in die Taschen schob und den angeblichen Delinquenten neugierig betrachtete. „Das ist also Jack Drygarn, der -"

„Jack, und immer nur Jack - zum Teufel noch einmal mit dem Namen!" rief aber jetzt auch Bill ärgerlich, „Ihr werdet mich noch zuletzt so verrückt machen, daß ich am Ende selber nicht mehr weiß, wer ich bin."

„Der Fall scheint mir schon jetzt eingetreten, mein Junge," sagte Polly's neuer Mann gutmüthig.

„Aber Polly wird doch wenigstens wissen, wer ich bin?" rief der arme Teufel, zur Verzweiflung getrieben. „Polly, mein Schatz - kennst Du denn Deinen Bill nicht mehr?"

„Ach, Jack," sagte aber schluchzend die junge Frau - „wie dürft Ihr nur Eures armen seligen Bruders Namen so mißbrauchen und Jammer und Elend hier in seine Familie bringen wollen. - Ja, wenn es Bill wäre, das arme Herz, aber das schläft schon lange in seinem nassen kalten Grabe."

„Ich werde wahrhaftig verrückt!" sagte Bill, sich mit beiden Händen den Kopf haltend.

„Nun," meinte der Segelmacher, „so lange Ihr noch immer nur erst die Aussicht habt es zu werden, mag es angehen. Jetzt aber, so lang' es noch Zeit ist, seid so gut und kommt erst einmal mit in meine Stube, daß wir über die ganze Sache ein vernünftiges Wort sprechen. Auch selbst, wenn Ihr nur Jack Drygarn seid, wie es mir doch scheinen will, haben wir eine Abrechnung mit einander, und wenn die in Frieden und Freundschaft abgemacht werden kann, ist es immer besser, als den Nachbarn nachher Futter für Skandal zu geben."

Bill warf noch einen zögernden Blick auf Polly, als er aber in deren bleiches, verweintes und halb von ihm abgewandtes Gesicht schaute, drehte er sich langsam ab und folgte, ohne ein Wort weiter zu sagen, dem ihm vorangehenden Stellvertreter.

Auf der Stube angekommen, schloß Burton ohne Weiteres die Thür hinter ihm ab, rückte zwei Stühle zum Tisch, holte eine Flasche mit Brandy und Wasser aus dem Schrank, aus der er sich selber vor allen Dingen ein tüchtiges Glas ein-/120/schenkte, und begann dann mit seinem wunderlichen Gast eine lange und, wie es schien, sehr ausführliche Besprechung, die aber so leise geführt wurde, daß selbst Madame Bellhope's dicht an die Thür gelegtes Ohr nur einzelne, unzusammenhängende Sätze, und nicht den geringsten Sinn daraus entnehmen konnte. Zwei volle Stunden dauerte die Unterredung, dann wurden drinnen die Stühle gerückt. Mrs. Bellhope glitt in ihre Stube, und aus der geöffneten Thür schritten Burton und Bill Drygarn, anscheinend als die besten Freunde. Burton's Gesicht drückte dabei volle Zufriedenheit aus, während Bill mehr ernst und sogar niedergeschlagen schien.

Unten an der Thür von Polly's Stube blieb er stehen und sah sich nach seinem ihm folgenden Gefährten um.

„Geht nur hinein, Jack," sagte dieser, „ich will so lange hier draußen auf Euch warten."

Bill drückte die Klinke auf und trat hinein. Polly saß in der Sophaecke und sprang erschreckt auf, als sie ihn allein auf sich zukommen sah. Ohne indessen eine Miene zu verziehen, trat er zu ihr, reichte ihr die Hand und sagte:

„Es hat mich gefreut, Polly, Euch Alle so wohl und munter hier zu sehen - die Mutter sieht noch recht gut aus, und - ich will wünschen, daß es Euch immer unter der alten Firma wohl gehen mag."

„Ihr wollt fort?" stammelte Polly, und wagte nicht zu ihm aufzusehen.

„Ja - ich gehe wieder an Bord - wird wohl lange dauern, ehe ich einmal wieder nach Prembroke komme; Gott behüte Euch, Polly!"

Er drückte ihr die Hand, die er noch immer in der seinen hielt, und wollte sie loslassen, aber sie hielt ihn fest.

„Polly!" sagte er mit weicher, fast herzlicher Stimme. Die Frau ließ seine Hand los, sah ihm ein paar Momente starr in die Augen, warf plötzlich ihre Arme um seinen Nacken und drückte ihm einen heißen Kuß auf die Lippen. Dann, als ob sie ein Unrecht gethan, schrak sie zurück und bedeckte ihre Augen mit den Händen. Sie hörte Schritte - die Thür wurde auf- und wieder zugemacht, und als sie empor/121/blickte, war das Zimmer leer.

„Nun, Jack, das war rasch abgemacht," sagte Burton, als Bill wieder aus dem Zimmer trat.

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