Antje Aubert - Noch ein Leben

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Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes fällt Hanna in ein tiefes Loch. Ihre zehnjährige Enkelin Lisa möchte sie da wieder herausholen und beschließt, in den nächsten Ferien eine Woche alleine zu ihr zu fahren, um sie aufzumuntern. Dann könnten ihre Eltern auch endlich mal wieder zu zweit wegfahren, anstatt sich immer nur zu streiten. Annabel – Lisas Mutter – gefällt der Plan. Doch dann kommt alles ganz anders. Und spätestens als Lisa auch noch ein altes Tagebuch ihrer Omi findet und unerlaubt liest, gerät Lisas, Annabels und Hannas «alte heile Welt» komplett aus den Fugen.

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Dass es ein Fehler gewesen war, Anke und Pierre miteinander bekannt zu machen, merkte ich im Grunde genommen schon, als sich die beiden das erste Mal gegenüber standen. Anke war wie zur Salzsäule erstarrt und Pierre auch. Es war nicht unbedingt das, was man Liebe auf den ersten Blick nannte, nein, mit Liebe hatte das Ganze wahrscheinlich noch am wenigsten zu tun, aber es war eine körperliche Reaktion, die zwischen den beiden stattfand und die mir sofort einen Stich ins Herz versetzte. Ich ließ mir nichts anmerken, versuchte so natürlich wie möglich zu bleiben und hoffte inständig, dass ich mir nur wieder einmal etwas einbildete.

Es blieb nicht bei dem einen Abend zu dritt, es wurde vielmehr zur Gewohnheit. Die Initiative dafür ergriffen beide, mal Pierre, mal Anke. Und ich erwiderte nichts. Wie sollte ich auch? Anke war meine Freundin und für Pierre waren meine Gefühle mittlerweile so stark, dass ich alles getan und akzeptiert hätte, nur um ihn weiterhin regelmäßig sehen zu können. Und was hätte ich auch sagen sollen: ‚Hallo, ich will mit Pierre alleine sein, auch wenn er es allem Anschein nach nicht will!’

Je öfter wir uns zu dritt trafen, desto mehr schrillten in mir die Alarmglocken, besser die Finger von allem zu lassen und desto mehr klammerte ich mich - entgegen aller Vernunft – an den dünnen Strohhalm des Vertrauens, der mich glauben ließ, dass Anke nicht nur ihr fester Freund sondern auch unsere Freundschaft wichtiger waren als irgendeine vorübergehende körperliche Anziehungskraft zu Pierre. Und ich redete mir auch weiterhin ein, dass zwischen mir und Pierre etwas ganz Besonderes lag und dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch er das erkannte. Seine allzu offensichtliche körperliche Reaktion auf Anke übersah ich dabei einfach geflissentlich!

Wir unternahmen also regelmäßig etwas zu dritt. Natürlich bekam ich mit, wie die beiden sich oft vielsagende Blicke zuwarfen. Doch das Problem war, dass Pierre auch mir solche Blicke zuteil werden ließ, und jedes Mal, wenn er das tat, machte mein Herz wieder einen entzückten Hüpfer und mein Verstand schaltete sich aus. Ich wollte mir einfach nicht eingestehen, dass Anke, die größer und schlanker als ich war, körperlich gesehen, das Rennen bei Pierre mit großem Vorsprung für sich gewinnen würde.

Wenn ich hin und wieder den Mut fand und Anke auf ihre zweideutige Verhaltensweise gegenüber Pierre und ihre Beziehung zu ihrem Freund ansprach, reagierte sie immer nur sehr ausweichend: „Natürlich liebe ich meinen Freund... irgendwie, das heißt, ich will ihn auf keinen Fall verlieren. Das mit Pierre hat gar nichts zu bedeuten. Und außerdem willst du doch was von ihm. Ich würde doch nie...“ Sie brachte den Satz nie zu Ende und sie strafte mit jeder Geste, jedem Wort, jedem Blick gegenüber Pierre ihre Worte lügen, wenn wir uns zu dritt trafen. Und Pierre schien sehr anfällig für Ankes unterschwellige Art, ihn anzumachen.

Ich litt immer mehr, wenn wir uns zu dritt trafen. Die Situation wurde immer unerträglicher und ich klammerte mich immer mehr an etwas, das so offensichtlich zum Scheitern verurteilt war. Ich hatte Angst vor dem Tag, an dem es wohl oder übel zu einer Entscheidung kommen würde. Ich spürte, dass dieser Tag immer näher rückte. Zwar unternahmen weder Pierre noch Anke etwas, um die Situation zu ändern. Aber ich wusste, dass eine Entscheidung gefällt werden musste, weil ich es einfach nicht mehr länger aushielt. Schweren Herzens schrieb ich also einen Brief an Pierre. Ich offenbarte ihm all meine Gefühle und bat ihn, mir genauso offen zu sagen, was er für mich empfand. Ich schob den Brief freitags nachmittags unter seiner Tür durch, direkt bevor ich zum Bahnhof ging, um übers Wochenende zu meinen Eltern nach Hause zu fahren. Ich hatte ihn in dem Brief gebeten, am Sonntag Abend bei mir vorbeizukommen, wenn ich wieder zurück war, um gemeinsam über alles zu reden. Anke hatte mir gesagt, dass sie an diesem Wochenende in der Stadt bleiben würde, weil ihr Freund sie besuchen kam. Zumindest konnte ich also davon ausgehen, dass Pierre und sie das Wochenende nicht gemeinsam verbringen würden.

Das war allerdings nur ein kleiner Trost. Das ganze Wochenende über war ich total nervös, konnte keinen klaren Gedanken fassen, und vertraute mich schließlich meiner Mutter an, weil ich mir keinen Rat mehr wusste. Nachdem ich ihr alles erzählt hatte, sprach sie etwas aus, das ich immer versucht hatte, von mir zu weisen, das ich einfach nicht wahr haben wollte: „Meinst Du wirklich, dass Anke eine echte Freundin ist, wenn sie dir so offensichtlich in den Rücken fällt?“ Sie hatte recht. Natürlich hatte sie recht, auch wenn dazu natürlich immer zwei gehörten. Pierre trug an dem ganzen genauso viel Schuld wie Anke. Aber irgendwie hatten wir beide diesen Punkt erst einmal zur Seite geschoben. Ich entgegnete ihr, dass Anke die einzige „Freundin“ sei, die ich im Moment hatte und dass ich Angst hatte, sie zu verlieren. Angst hatte, in der für mich immer noch fremden Stadt plötzlich wieder ganz alleine zu sein und von vorne anfangen zu müssen. Ich weinte. Sie legte tröstend den Arm um mich und meinte: „Vielleicht ist es das Beste, wenn ihr beide einfach noch mal in Ruhe über alles redet. Warte, wie Pierre am Sonntag auf deinen Brief reagiert, und dann rede noch mal mit Anke über alles.“ Es tat so gut, mit jemanden darüber sprechen zu können. Bisher hatte ich immer nur Anke, um mich auszuheulen, aber die war natürlich keine große Hilfe gewesen in letzter Zeit.

Als ich am Sonntag wieder in mein Zimmer im Wohnheim zurückkehrte, war ich total nervös. Ich hatte Pierre geschrieben, mit welchem Zug ich zurückkam, und ihn gebeten, noch am Sonntagabend vorbeizukommen. Doch als es immer später wurde, verlor ich langsam aber sicher die Hoffnung. Schließlich musste ich mich damit abfinden, dass er nicht mehr vorbeikommen würde. Aber auch wenn ich total enttäuscht war, so hatte ich zumindest meinen Stolz bewahrt und war ihm nicht hinterhergelaufen.

Als ich am nächsten Tag von der Uni zurückkam, hatte ich immer noch keine Reaktion von ihm. Kein Zettel unter der Tür, mit dem er mir sonst immer Bescheid gab, wenn es um ein Treffen oder eine Information ging. Ich hatte einen Französischtest für den nächsten Tag vorzubereiten und hoffte, dass mich diese Arbeit genauso ablenken würde wie der Unterricht an der Uni. Aber ich schaffte es nicht, mich auf das zu konzentrieren, was vor mir lag. Ich konnte immer nur an Pierre denken und an das, was Anke mir heute morgen an der Uni gesagt hatte. Pierre war nämlich am Samstag bei ihr aufgetaucht, um mit ihr zu reden. Da ihr Freund bei ihr war, kam es zu keinem persönlichen Gespräch. Trotzdem hatten sie den Nachmittag zu dritt verbracht. Er war also zu ihr gegangen. Im Gegensatz zu mir hatte er nicht gewusst, dass ihr Freund da war. Er war also mit der Absicht zu ihr gegangen, mit ihr unter vier Augen zu reden, vielleicht sogar mehr. Allein der Gedanke daran versetzte mir einen schmerzhaften Stich ins Herz. Mein ungutes Gefühl hatte mich also nicht getäuscht: er interessiert sich für sie, nicht für mich! Ich hätte am liebsten losgeheult. Aber ich war wie versteinert. Und ich brachte keinen anderen Gedanken zustande, als den, dass ich unbedingt mit ihm sprechen musste. Auch wenn ich die Wahrheit nun kannte, ich wollte sie von ihm hören. Ich musste sie von ihm hören, sonst würde ich niemals Ruhe finden.

Den ganzen Nachmittag über ging ich in regelmäßigen Abständen an seinem Zimmer vorbei und klopfte an seine Tür. Er war nicht da. Ich erinnerte mich schließlich, dass er montags nach der Uni immer Fußball spielte. Ich kam also gegen sieben Uhr wieder, und dieses Mal hatte ich Glück. Er öffnete mir die Tür.

Ich wusste nicht wirklich, was ich erwarten sollte. Ich rechnete damit, dass er mir sagen würde, dass er sich in Anke verliebt hatte. Dass es ihm leid täte, weil dadurch unsere Freundschaft fürs erste unmöglich wurde. Eine ganz kleine, dünne Stimme in mir sagte: ,Sei froh, es ist besser so.’ Aber gleichzeitig hatte ich wahnsinnige Angst davor, wieder allein zu sein. Allein mit meiner enttäuschten Liebe für ihn, die in so kurzer Zeit so unglaublich tief geworden war, dass mein Herz sich schmerzhaft zusammenkrampfte, als ich ihm nun gegenüber stand. „Komm ‘rein.“ flüsterte er. Ich kam mir so bescheuert vor. Was für eine Demütigung! Woher nahm ich nur die Kraft, nicht einfach loszuheulen?

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