Roland Enders - Der Schwarze Abt

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In den vier Ländern des zerfallenen Alten Königreichs ist Magie eine allgegenwärtige, wenn auch verborgene Kraft. Nur Personen mit besonderem Talent können sie spüren und anwenden. Vor langer Zeit achtete man die Magier hoch. Heute misstraut man ihnen und verfolgt sie, und sie sind gezwungen, ihre Begabung zu verbergen. Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Magiers Traigar und seines Gegenspielers, des mächtigen und zwielichtigen Lordmagiers Semanius. Der zettelte vor langer Zeit einen Bürgerkrieg an, der Tausende von Menschen das Leben kostete, und stand kurz davor, die Macht im Alten Königreich an sich zu reißen. Am Ende besiegte ihn eine Allianz aus Magiern, und er beging Selbstmord. Etwa dreihundert Jahre später kommt Traigars Dienstherr, Lord Gadennyn, der begründete Verdacht, Semanius sei als Reinkarnation in Gestalt des Schwarzen Abts – des Vorstehers eines obskuren Ordens – von den Toten auferstanden und plane Übles. Der Lord beauftragt Traigar, den Schwarzen Abt zu töten, um schlimmes Unheil von der Welt abzuwenden. Der junge Magier macht sich mit einigen Begleitern auf. Doch der Plan läuft völlig aus dem Ruder, und die Geschichte entwickelt sich ganz anders als gedacht. Am Ende weiß Traigar nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist. Der Schwarze Abt ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie und wird mit den Bänden Die neue Macht und Die Dämonen fortgesetzt.

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Sie durchschritten den Höhleneingang und folgten einem engen Tunnel, der sich bald erweiterte. Traigars Herz klopfte. Er ahnte, er würde seinen neuen Herrn hier treffen. Sie betraten eine riesige Kammer, weit wie eine Halle und hoch wie ein Tempel. Die weißen Wände schienen aus Kalkstein zu bestehen. Sie warfen das Licht zahlreicher Öllampen zurück, die rings herum in von Menschenhand hineingeschlagenen Nischen standen. In der Mitte der Felsenhalle befand sich ein mit heißem, dampfendem Wasser gefülltes, fast kreisrundes, flaches Becken, etwa zehn Schritte im Durchmesser. Darin sprudelte eine Springquelle. Ein Bach schlängelte sich aus dem Becken durch die Höhle und verschwand in einer der zahlreichen Spalten und Löcher, die in der kalkweißen Wand wie tiefschwarze, offene Münder gähnten. Ein paar Schritte rechts neben dem Becken stand ein großer Tisch, umgeben von zwölf Stühlen mit hohen Lehnen. Auf einem davon saß ein Mann. Er hatte den Stuhl so herumgedreht, dass er zum Höhleneingang blicken konnte. Traigar wollte unwillkürlich vor dem vermeintlichen Lord niederknien, doch Dremion zog ihn wieder auf die Füße. Jetzt erst erkannte er die Person, Hauptmann Gother, der ihm aufmunternd zulächelte. Dremion führte Traigar links um das Wasserbecken herum. Hinter der heißen Quelle stieg der Boden an und endete in einer höher gelegenen Plattform. Auf dem Podest stand ein gepolsterter Stuhl mit Armlehnen, schlichter als der in Traigars Zimmer, dennoch sah er in seiner erhöhten Position wie ein Thron aus. Der Mann, der darauf saß, wirkte allerdings kaum wie ein Lord. Er war in einfache, graue Wolle gekleidet. Lediglich eine silberne Halskette mit einem Anhänger in Gestalt eines Tigerkopfes – das Wappentier von Shoala – wies auf seine hohe Geburt hin. Das offene Maul des Tigers fasste einen schwarzen Edelstein ein. Lord Gadennyn – um ihn musste es sich handeln – war etwa vierzig Jahre alt, sein kurz geschnittenes Haar ergraute bereits und wich an der Stirn zurück. Seine Augen leuchteten wasserhell. Das glatt rasierte, kantige Gesicht wies scharfe Züge auf.

„Euer Gnaden: Traigar, der Magier“, stellte ihn Dremion vor. Traigar kniete nieder und senkte die Augen, bis ihm einfiel, was Gother ihm eingeschärft hatte. So blickte er seinem neuen Dienstherrn direkt ins Gesicht. Dieser musterte ihn mit scharfem Blick, dem der Junge nur mit Unbehagen standhielt. Doch dann lächelte der Lord.

„Du hast ihn wie einen Pfau herausputzen lassen, Gother“, meinte er zu seinem Hauptmann, der inzwischen herbeigeschlendert war. „Doch trotz Samt und Seide sieht er immer noch wild aus. Gut, dass du ihm nicht auch noch die Haare hast schneiden lassen. Wild gefällt er mir besser als dressiert.“

An Traigar gewandt, fuhr er fort:

„Bist du stumm, mein Junge?“

„Nein, Mylord, nur überwältigt. Überwältigt von dieser prachtvollen Burg, von der Gastfreundschaft, die Ihr mir gewährt, von einem neuen Leben und von der Freude, Euch dienen zu dürfen.“

Diesen Satz hatte er sich fast eine Stunde lang zurechtgelegt, und er hoffte, er klänge angemessen.

„Gut gesprochen“, lobte ihn der Lord. „Doch nun erzähle mir ein wenig von dir. Woher stammst du?“

„Aus Stonewall, Mylord, einem kleinen Dorf in den Bergen.“

„Stonewall? Das ist ein Name aus der alten Sprache. Seltsam. Ein Dorf dieses Namens gibt es in unseren Bergen nicht, sonst müsste ich es kennen.“

„Nicht hier, Mylord. Es liegt in der Nähe der Stadt Soth.“

„Ach, in diesen Bergen! Dagegen sind unsere allerdings Maulswurfshügel. Ich erinnere mich. Soth ist eine kleine Stadt weit im Osten, am Fuße des Vas-Thet-Gebirges. Du hast einen weiten Weg hinter dir.

Ein Magier bist du also, einer der leider so selten gewordenen Menschen, die über diese von Wathan, dem Herrn, gegebene Kraft verfügen. Du kannst stolz darauf sein. Gother hat mir von deiner Tat berichtet. Du hast ihm das Leben gerettet.“

„Euer Gnaden, es war nur ein bedauerliches Missgeschick. Ich wollte niemanden töten.“

„Das wird Gother aber gar nicht gerne hören. Hättest du den Mann nicht getötet, wäre er jetzt an seiner Stelle tot. Ich weiß, es ist schwer, ein Leben zu nehmen. Auch ich musste das schon einmal tun, und danach haben mich Alpträume gequält. Aber du hast richtig gehandelt. Es musste sein.“ Er schwieg einen Moment. Seine eben noch harten Züge wirkten nun weicher, und er sah den Jungen mitfühlend an. Dann stellte er eine Frage, die Traigars Leben verändern sollte:

„Nun, Traigar, möchtest du in meinen Dienst treten?“

„Sehr gerne, Euer Gnaden, nur –“ Der Junge zögerte. „ich habe geschworen, das, was ich tat, niemals zu tun. Ich möchte nicht wieder gezwungen werden, diesen Schwur zu brechen. Wenn Ihr also von mir verlangt…“

„…deine Magie als Waffe einzusetzen? Keine Angst, das werde ich nicht tun. Ich habe andere Aufgaben für dich. Du hast offenbar einen klugen Kopf, in den man viel hineinstopfen kann. Dein Dienst für mich wird sein zu lernen. Man wird dich unterrichten: in Sprachen, Geschichte, Künsten, im Reiten, Fechten und in der Magie. Du bist wie ein ungeschliffener Edelstein. Menschen mit magischen Fähigkeiten besitzen meist noch andere Talente. Wir werden feststellen, wo deine liegen und sie fördern. Wenn deine Ausbildung abgeschlossen ist, werde ich wissen, wofür ich dich einsetzen kann. Lernen ist ein Privileg, Traigar. Allein die Möglichkeit, Wissen zu erlangen, ist Goldes Wert. Du erhältst darüber hinaus nur einen kleinen Lohn. Dennoch erwarte ich von dir, dass du dich anstrengst und hart arbeitest.“

Harold

Er hatte lange und gut geschlafen in seinem großen, weichen Bett. Nun saß er am Tisch und frühstückte. Es gab Haferbrei mit Salz, Brot, Butter, Honig und warme Milch, mehr als genug für zwei. Deshalb ermunterte er Eric, der ihm die Mahlzeit aufgetragen hatte, ihm beim Frühstück Gesellschaft zu leisten.

Der rothaarige Junge hatte schon gegessen, doch das war ein paar Stunden her, denn sein Tag hatte wie immer bei Sonnenaufgang begonnen. Deshalb langte er mit Appetit zu.

Eric arbeitete als Küchenjunge und sollte jetzt eigentlich Bachforellen schuppen. Doch Lord Gadennyn hatte ihn vorübergehend von seinen Pflichten entbunden, damit er sich um Traigar kümmern konnte, bis der sich eingelebt hätte. Er sollte für sein leibliches Wohl und seine Kleidung sorgen und ihm morgens und abends warmes Wasser zum Waschen bringen. Traigar war die übertriebene Aufmerksamkeit etwas peinlich, aber er genoss Erics Gesellschaft und erkundigte sich bei seinen neuen Freund nach dem Leben in der Burg. Er erfuhr, dass ungefähr fünfhundert Menschen in der Festung lebten, darunter etwa dreihundert Soldaten, die meisten anderen waren Bedienstete. Als Küchenjunge berichtete Eric natürlich zuerst von den drei Großküchen. Da gab es zum einen die Turmküche, die Traigar schon gestern Abend besichtigt hatte. Dort bereitete man das Essen für den Lord und seine hochrangigen Vertrauten zu. Zu ihnen gehörten Hauptmann Gother, der Oberkommandierende der Burgwache, seine beiden Stellvertreter, dann Aturo Pratt, Lord Gadennyns persönlicher Sekretär, Denis Ryche, der Burgverwalter und Steuerkommissar, Kardenus Sigis, der Priester der Burg, Elga Masuris, die Herrin über alle Bediensteten, und natürlich Harold, der greise Magier. Diese acht speisten gewöhnlich einmal pro Woche zusammen an der Tafel in der Felsenhalle.

Dann, so berichtete Eric, gab es noch die Küche in der Kaserne, wo die Soldaten wohnten. Nur ein kleiner Teil von ihnen tat aber Wachdienst auf der Burg, andere patrouillierten durch das Umland, um den Landfrieden zu sichern, doch die meisten hatten wenig zu tun. Sie exerzierten dreimal täglich auf dem Übungsplatz, pflegten ihre Waffen und Ausrüstung, machten nachts die Burgschenke unsicher, schwängerten so manche Magd und übten sich ansonsten in Müßiggang, was bei den anderen, schwer arbeitenden Burgbediensteten gelegentlich auf Missfallen stieß, wie Eric deutlich zum Ausdruck brachte. Andererseits blickte der Junge neidisch auf die Soldaten der Burgwache, auf ihr schönes Leben, ihre blinkenden Rüstungen und Schwerter. Sie durften im Namen des Rechts Verbrecher jagen und Abenteuer erleben, sie kamen auf ihren Patrouillen weit herum und entdeckten viel, sie konnten mit ihren Erlebnissen angeben und kamen mit wahren Geschichten und Aufschneiderei gut bei den Mädchen an. Eric wusste, mit seinem Klumpfuß würde er niemals Soldat werden können und weder Abenteuer erleben noch etwas von der Welt sehen. Umso begieriger war er, von Traigar über fremde Länder, exotische Menschen, dessen Kampf als Magier gegen die bösen Mächte von Kha, Geschichten über Untiere, Dämonen und Drachen zu erfahren. Traigar lächelte. Er würde Eric enttäuschen müssen. Die Welt da draußen, jedenfalls die, die er bis jetzt kennengelernt hatte, sah kaum anders aus als die unmittelbare Umgebung der Burg; die Menschen waren überall ähnlich, hatten überall die gleichen Sorgen und Freuden, die gleichen Nöte und Ängste. Auf Dämonen und Untiere konnte er gern verzichten, und seine magischen Taten bestanden in dem Herumjonglieren von ein paar Glaskugeln. Dennoch waren seine Wanderjahre nicht langweilig gewesen, und er würde seinem neuen Freund ein paar unterhaltsame Geschichten zu erzählen haben, doch vorher wollte er noch mehr über sein neues Zuhause, die Burg und die Menschen, die in ihr lebten, erfahren. Eric erfüllte seinen Wunsch und berichtete von seinem Arbeits- und Lebensumfeld:

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