Klaus Melcher - Die Frau des Scharfrichters

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Die Frau des Scharfrichters: краткое содержание, описание и аннотация

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1347 in Sülsheim, einer kleinen Stadt in Franken.
Der Scharfrichter Wolfram hat wegen fehlender Hinrichtungen und der wenigen Körperstrafen kaum genug Geld, um zu überleben. Deshalb hat er das Amt des Heymlichkeitenfegers (Kloakenreinigers) übernommen und verkauft zudem selbst gemischte Heilkräuteressenzen und Salben aus Menschenfett.
Eine Änderung seines Lebens bringt erst die Verhaftung Mathildes. Sie hat ihren gewalttätigen Mann vergiftet und erwartet im Kerker ihren Prozess.
Wolfram versorgt sie bis zu ihrem Gerichtsprozess und behandelt aus Mitleid die Wunden der geschundenen Frau und verliebt sich in die junge Frau.
Erwartungsgemäß wird Mathilde zum Tode verurteilt.
Wie es die Vorschrift verlang, bereitet Wolfram gewissenhaft den Scheiterhaufen vor.
Das Volk fiebert dem Fest entgegen.
Da geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat.

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Die ehrbaren Bürger legten in dieser Nacht die stärksten Riegel vor die Türen und Tore, verrammelten die Fensteröffnungen und zogen sich in die Küche zurück, den einzigen heimeligen Raum.

Auf die Straßen wagten sich so spät nur noch wenige, die Stadtwachen, die die ganze Nacht über durch die engen Gassen patrouillierten, die, deren Geschäft eine frühere Heimkehr verhindert hatte, und die wenigen Besucher der Wirtshäuser, die sich durch den Nebel nicht schrecken ließen. Sie dehnten ihren Besuch in der Schankstube aus, in der vergeblichen Hoffnung, der Nebel würde sich auflösen, bis sie ihren Heimweg antreten müssten.

Zufrieden oder sogar glücklich mit dem Nebel waren nur die Huren und ihre Besucher.

Wenn sie mit ihrer schwach leuchtenden Laterne oder Fackel für einen winzigen Augenblick aus dem Nebel auftauchten, konnte niemand sie erkennen, und ihr Geheimnis blieb gewahrt.

Gefährlich war nur das Überqueren der Straßen und Gassen, denn schätzten sie die Strecke vom Bürgersteig zu den Trittsteinen in der Mitte der Straße nicht richtig ein, so landeten sie unweigerlich im Rinnstein. Hier stank er noch übler als weiter oben in der Stadt. Hier gesellten sich zu der Kloake der Oberstadt, die langsam bergab rann, die Schlachtabfälle der Tiere, die auf den engen Hinterhöfen gehalten wurden. Und zwischen den Trittsteinen huschten unzählige Ratten.

Nur wer geübt war, gelangte bei diesem Nebel trockenen Fußes an sein Ziel.

Hatten sie endlich die Mauergasse erreicht, eine der engsten und berüchtigtsten Gassen der Stadt, und gingen auf dem schmalen Bürgersteig, dicht an die schäbigen Hütten und armseligen Häuser gepresst, dann drohte die zweite Gefahr.

Wer sich bei Nebel hierher wagte, war sehr mutig – oder lebensmüde.

Überall lauerte die Gefahr. Hier herrschte nicht das Gesetz, hier herrschte bitterste Armut und das Recht, sich bei jedermann zu bedienen.

Trotzdem mieden manche Männer nicht die Mauergasse, war das Wetter auch noch so grauenhaft. Sie wussten, niemand würde sie sehen, und wenn es doch geschähe, er würde es nicht sagen.

Den Weg zu ihrem verheißungsvollen Ziel wies ihnen endlich die einsame blakende Laterne neben der Eingangstür eines für diese Gegend bemerkenswert reich aussehenden Hauses, die einzige, die sie auf ihrem langen Weg gesehen hatten.

Erreichten sie sie, so wurde ihnen auf ihr leises Klopfen geöffnet, und schon standen sie in einem von Kerzen erleuchteten Raum, der von dem Feuer zweier Kamine wohlig gewärmt wurde, wurden empfangen von der blonden Gertraude oder der feurigen Roswitha und ihren Gespielinnen und vergaßen für einige Stunden den Nebel, den Gestank der Gassen, die Dunkelheit und die Beschwerden des Tages.

Fast jeder, der den Weg in dieses sündige Haus fand, schämte sich ein klein wenig dafür, und doch genoss er die Stunden. Die Mädchen, durchaus nicht mehr jung an Jahren, doch man liebte es, in ihnen Mädchen zu sehen, so geschmeidig waren sie, so voller Hingabe, wie die eigene Frau es in all den Ehejahren nicht gewesen war. Sie liebkosten ihre Liebsten, denn ihre Besucher waren ihre Liebsten, auch wenn sie später für ihren Liebesdienst zahlten, schienen jeden ihrer Wünsche zu ahnen und erfüllten ihn, aus Freude, aus eigenem Verlangen, nicht widerwillig wie die ständig griesgrämige Ehefrau.

Sie waren nicht müde von den Strapazen des Tages, von dem Wasserschleppen vom Marktbrunnen oder dem Holzholen aus dem nahen Wald, vom Wäschewaschen im Fluss und dem Auslegen der Wäschestücke auf der Bleiche.

Sie waren frisch, unverbraucht, schienen ihre Besucher sehnsüchtig zu erwarten und gaben sich ihnen hin, voller Verlangen.

Sie waren Lehrmeisterinnen der Liebe, die auch dem zweiten oder gar dritten Besucher den gleichen Unterricht erteilten wie dem ersten, die jedem das Gefühl, die Sicherheit eher, gaben, der gelehrigste Schüler zu sein.

Öffentlich verachtet, galten sie heimlich manchem mehr als jede ehrbare Handwerker- oder gar Kaufmannsfrau.

Beinahe wäre der letzte Besucher für diesen Tag kurz vor seinem Ziel noch gestolpert, hätte den Trittstein in der Mitte der engen Straße verfehlt und wäre in die Kloake getreten. Nur eine Ratte, die er aufgeschreckt hatte, bewahrte ihn vor der stinkenden Brühe, die in dem Rinnstein stand.

Gertraude schien ihn schon erwartet zu haben und öffnete die Tür, noch bevor er klopfen konnte. Vor vier Jahren hatte sie das Bordell von ihrer Mutter übernommen.

Damals war es ein übler Schuppen gewesen, aus wenigen irgendwo herausgebrochenen Steinen und Brettern zusammengezimmert und an die Stadtmauer geklatscht, mit Betten, die sich die Huren und ihre Besucher mit Ratten und Mäusen teilten. Wer hier seinen Körper verkaufte, dem war nichts mehr geblieben. Und wer sie aufsuchte, der suchte nicht Liebe oder das Gefühl, geliebt zu werden, der wollte nur diesen winzigen Augenblick der Befriedigung.

Erst nachdem ihre Mutter an Lungensucht gestorben war, konnte Gertraude das alte Haus abreißen und mit dem Neubau beginnen. Gerne hätte sie einen anderen Platz gewählt, irgendwo in der Unterstadt, vielleicht einem Wirtshaus gegenüber, aber man verweigerte ihr die Genehmigung, und so musste sie an der alten Stelle bleiben. Wenigstens in einem konnte sie sich durchsetzen, das ganze Haus wurde in Stein gebaut, prachtvoller als alle Häuser in der Unterstadt, nur eben angelehnt an die Stadtmauer.

Natürlich gab es genügend Neider, doch es gab auch genügend Gönner, und die waren einflussreicher, wischten jede Beschwerde vom Tisch. Und sie wurden für ihre Hilfe reich belohnt.

Bald florierte ihr Bordell so, dass Gertraude eine erste Liebesdienerin, die feurige Roswitha, als gleichberechtigte Partnerin einstellte und schließlich noch eine Handvoll junger Mädchen bereithielt. Obgleich noch Lehrmädchen, galten sie manchem Freier mehr als Gertraude und Roswitha, und das nicht nur weil sie billiger waren.

Als Oskar in den wohlig warmen Raum trat, war es wie immer.

Er entledigte sich seines Umhangs und seiner Schuhe und wandte sich einem der weichen Lager an den Wänden zu, auf denen sich die Paare näher kamen, bevor sie sich in die Nischen oder in den Baderaum zurückzogen.

Er hatte Zeit. Auf ihn wartete keine zeternde Ehefrau, die ihn einen Hurenbock schimpfte, die noch am nächsten Morgen ein Gesicht zog, dass man froh war, das Haus wieder verlassen zu können.

Gertraude war ihm die liebste von allen Huren, die er auf den vielen Stationen seiner Reisen von Linz nach Würzburg und manchmal weiter in den Norden besuchte.

Wenn er kam, warf sie den Kunden, den sie gerade verwöhnte, ohne Gnade von ihrem Lager, berechnete ihm nicht einmal den ihr gebührenden Lohn und war nur noch für IHN da.

Und er genoss es, seinen Kopf zwischen ihre Brüste zu betten, herrlich pralle, weiche, warme Brüsten, die ihm fast den Atem raubten, wenn Gertraude seinen Kopf ganz fest an sich drückte. Tief sog er ihren herrlichen Duft ein, diesen Duft nach Frau und nach Schweiß, nach einem geheimnisvollen Öl, mit dem sie ihren prallen Körper einrieb, dass er sanft im Kerzenschein glänzte.

Ihn störte nicht, dass gerade zuvor ein anderer Mann ihr Lager geteilt hatte, sie erkundet, sie sorgfältig vermessen hatte, ihr alles geopfert hatte, dessen ein Mann in einer Liebesnacht zu opfern fähig war.

Jetzt gehörte sie ihm, ihm allein, und niemand wurde so verwöhnt wie er.

Wenn er neben ihr lag, ihre Rundungen mit seinen Händen liebkoste, die vom täglichen Halten der Zügel, vom Reparieren der Wagen rau geworden waren, und sie betrachtete, es genoss, wie sie sich unter seinen Händen wand, sich an ihn schmiegte, dann fühlte er sich wie in einer anderen Welt. Er war trunken vor Lust, noch bevor er genossen hatte, wovon er auf seiner langen Reise geträumt hatte.

Es war ein Spiel, dieses mühsam beherrschte Warten, das immer wiederkehrte, und das sich doch immer wieder unterschied, nur ein wenig, kaum merklich. Und doch spürte der Kaufmann den Unterschied, eine Handbewegung, den etwas verschobenen Winkel ihres linken Beines.

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