E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Die Kaffeebrühe und ein Stück Klitschbrot waren verteilt, die Zellen wieder verschlossen worden. Anton Born zwang sich zu essen. Ging es auf Transport, würde er lange ohne Nahrung sein.

Ähnlich mochte Paul denken. Er hatte Oberwachtmeister Burkert Nachkost für Born abgehandelt, eine Morgenportion Brot, die angeblich zu viel geliefert, in Wirklichkeit von dem Genossen Küchenkalfaktor organisiert worden war. Burkert schloss die Tür auf und tat, als habe er einige Zellen weiter etwas zu regeln. Paul drückte Anton das Brot in die Hand und raunte: "Beim Hausvater machen sie deine Sachen zurecht. Bis jetzt nichts Auffälliges."

"Die Bullen haben auch noch mindestens eine halbe Stunde Zeit."

"Nun spiel man nicht den Schwarzseher", knurrte Paul.

"Hast recht", Anton knuffte Paul freundschaftlich, "wenn sie mir die Flossen in Eisen packen, ist immer noch Zeit, die Zähne zusammenzubeißen."

Paul gab den Puff zurück. "Na also, Anton. Warst doch nie ein Kind von Traurigkeit."

Burkert kam zurück. Paul hob verstohlen die geballte Faust, wandte sich rasch um und drückte die Tür hinter sich zu. "Alles in Ordnung, Oberwachtmeister!"

Anton Born lauschte den Schritten nach und spürte, wie ihm die Unruhe wieder ins Blut stieg. Wie jedem zur Entlassung kommenden Politischen würde man auch ihm den Revers zur Unterschrift vorlegen, dass er sich an keinerlei Aktion gegen das Dritte Reich beteiligen und jede ihm bekannt werdende antifaschistische Tätigkeit sofort der Gestapo melden werde. Die Unterschrift zu verweigern, hätte ein über sich selbst verhängtes Todesurteil bedeutet. Der unterschriebene Revers dagegen blieb die ständig geöffnete Schlinge über der Freiheit. Sollte man nicht lieber gleich untertauchen, völlig illegal leben?

Anton trabte wieder, trabte und überlegte. Der Illegale ist ein Soldat mit Fesseln. Sein Dasein bindet die legal lebenden Genossen, besonders in ihren Kampfhandlungen. Es gab viel zu durchdenken, und endlich entschied er sich, ein scheinbar harmloses legales Leben mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Und wenn sie dann kamen und auf ihren Revers pochten? Sollte man nicht doch lieber die Unterschrift verweigern? Aber ich bin doch ein Mensch im besten Mannesalter, schrie es in ihm, ich muss wieder einmal in einem richtigen Federbett schlafen, über Felder gehen, Menschen lachen und Pferde wiehern hören. Ich muss wieder einmal Benzingestank schnuppern und Tannenduft atmen. Und ich muss noch viel mehr, dachte er und lächelte. Seine Disziplin, die ständigen Geistes- und Körperübungen, die Solidarität der Leidensgefährten hatten ihn die Hölle lebend überstehen lassen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Elsbeth war wohl ein ebenso starker Halt gewesen. Er war nicht ganz schuldlos, dass sie nach seiner Scheidung nicht zusammengefunden hatten. Unter dieser Schuld hatte er genug gelitten und sich fest vorgenommen, Elsbeth zu suchen, falls er entlassen würde. Ein ferneres Leben ohne sie konnte er sich nicht vorstellen, und er hatte kaum je daran gezweifelt, dass sie genauso dachte. Seine Vorstellung von ihr verschmolz in ihm mit dem Symbol der Partei. Wenn er Elsbeth fand, hatte er die Partei gefunden.

Wie immer spürte er, dass der Gedanke an sie ihn zuversichtlich stimmte. Bis dann die dunkle Drohung wieder da war: Aber sie werden dich nicht entlassen! Die ewig gleiche Gedankenkette der letzten Tage begann ihn abermals zu quälen. Da hörte er den Ruf des Verantwortlichen für die Abteilung A. Der Hauptwachtmeister, genannt der Stichling, rief: "Born, mit allen Sachen raus!"

Jetzt kam die Entscheidung. Antons Körper war plötzlich schweißnass. Als die Tür aufging, war er dabei, das kärgliche Zelleninventar übersichtlich hinzustellen.

Paul kam in die Zelle, um es zu übernehmen. Burkert blieb an der Tür stehen. "Na, Kleiner, alles ganz, nichts entzwei?" fragte Paul so laut, dass es Burkert hören sollte.

Brav antwortete der Gefangene ebenso laut: "Alles in Ordnung, wie es sich gehört!"

"Mann, Anton, ich gratuliere!" flüsterte Paul. "Bis jetzt noch keine Bullen da." Er grinste so freudig, dass an der Echtheit seiner Nachricht kaum zu zweifeln war. "Du weißt, wen du alles grüßen wirst", zischelte Paul mehr als Erinnerung denn als Frage.

"Ist doch Sache, Paul", beruhigte ihn Anton.

"Nun mal ein bisschen dalli", polterte Burkert.

"Jawoll, Oberwachtmeister!" besänftigte Paul und trat hinter Born aus der Zelle. Burkert schloss sie ab und ließ den Gefangenen vor sich hergehen. Im "Turm", dem zentral gelegenen Glaskasten des Hauptwachtmeisters, lieferte er Born ab. Als er an ihm vorbei wieder hinausging, räsonierte er: "Und draußen keine neuen Zicken - verstanden?"

Born erwiderte nichts.

"Ich will Sie hier nicht mehr sehen", sagte Burkert lauter, "ob Sie verstanden haben?"

"Jawoll, Herr Oberwachtmeister!" brüllte Anton.

Der Stichling lehnte sich im Stuhl zurück, schob die Halbbrille auf die Stirn und war bemüht, seinem flachen Gesicht den Ausdruck eines strengen Untersuchungsrichters zu geben.

"Herkommen, Born!"

Anton trat einige Schritte näher und blieb in vorschriftsmäßiger Haltung stehen.

"Wie viel Kassiber haben Sie bei sich?"

"Keine, Herr Hauptwachtmeister."

Der Stichling hob die Augenbrauen. Das sollte listig aussehen, unterstrich aber nur komisch die Dummheit seiner Züge. "Ich filze Sie doch, Born. Auch von Ihnen lasse ich mir in letzter Minute keinen Ärger machen. Also ehrlich, legen Sie die Kassiber hierhin. Bestrafung würde ausnahmsweise - wegen Entlassung - ausfallen."

"Ich habe weder Kassiber noch andere unerlaubte Dinge bei mir, Herr Hauptwachtmeister."

Der Stichling kratzte sich hinter dem Ohr und fixierte den Gefangenen mehrere Sekunden. Man sah ihm an, wie diese ihn dramatisch dünkende Zuspitzung seinem Selbstgefühl wohltat. Dann wurde er jovial. "Ihr Glück, Born." Auf seine Kenntnisse über die Taktik der Politischen stolz, setzte er hinzu: "Viel zu gerieben zum Kassibern, im Kopf ist alles sicherer, was, Born?"

Wenn ich nur erst wüsste, wie es weitergeht, dachte Anton, und ich diesen Quatschkopf hinter mir hätte. Fast automatisch schnarrte er: "Jawoll, Herr Hauptwachtmeister!"

Das empfand der Stichling als so außergewöhnliche Frechheit, dass er gnädig blieb. "Na, wenigstens ehrlich. Abhauen!"

Vor dem Hilfswachtmeister Borke marschierte Born hinunter in die Kleiderkammer zum Hausvater, vorbei an Kalfaktoren, die alle plötzlich draußen zu tun hatten. Es war erstaunlich, wie viel Arbeit von wie viel Kalfaktoren jetzt und augenblicklich auf den Gängen zu erledigen war. Geflüsterte Grüße und verstohlene Zeichen begleiteten Anton.

Beim Hausvater lief alles so, wie es Born schon mehrmals erlebt hatte. Sein Zivilanzug war noch warm vom Bügeln, die wenigen Habseligkeiten, im Amtsdeutsch "Effekten" benannt, lagen säuberlich parat. Der Hauptkalfaktor schnorrte Born heimlich um den Rest krümelnder Zigaretten im zerknitterten Päckchen an und bekam sie. Als sich der Lederriemen der Armbanduhr um Antons Handgelenk straffte, überkam ihn das Hochgefühl eines zivilisierten Menschen, der vermittels eigener Uhr, wann immer es ihm beliebt, die genaue Tageszeit abzulesen vermag.

Kurz darauf lieferte Borke ihn bei Larsch ab. In straffer Haltung blieb Anton Born neben der Tür des beinah zivil anmutenden großen Zimmers stehen. Die Augen hinter der randlosen Brille in dem Asketengesicht des Direktors musterten den Gefangenen, und dann kam aus dem dünnlippigen Mund die lakonische Feststellung: "Das ist er."

Taege wandte sich um und rückte bedächtig seinen Stuhl zurecht.

Pauls Nachricht stimmt nur halb, dachte Anton Born sarkastisch, statt der üblichen zwei Bullen ist nur einer erschienen, dafür aber ein ganz schwerer. Das war bildlich und wörtlich richtig. Selbst unter dem vorzüglich geschneiderten Maßanzug ahnte man die Fettpolster des Gewaltigen. Taege verschränkte die Finger und hob sie an das fleischige Kinn. "Sie sind Born, Anton, Emil?"

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