E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Ja, singend widerstehen. Wer vorn geht, muss singen können, und wer immer vorn ist, wird bald bekannt: Anton wird in die Bezirksleitung des Jugendverbandes gewählt.

Arbeitererhebung, Mitteldeutschland zusammengeschossen, Hamburger Aufstand niedergeschlagen. Düstere Zeit der Illegalität. Partei verboten, Jugendverband verboten, Zentralorgan verboten. Die "Rote Fahne" erscheint trotzdem. Der auf Herz und Nieren Geprüfte ist einer von denen, die es möglich machen. Vor der Parteidruckerei stehen die Sipos. Nachts transportiert Anton mit andern Draufgängern die Zeitungspacken über die Dächer. Die Sipo besetzt die Maschinenräume. Druck in einer befreundeten Druckerei. Wie die Stereos aus der Parteidruckerei dort hinbringen? Alle aus- und einfahrenden Gefährte werden kontrolliert. Die Verwegenen binden sich die Platten über den Leib, verlassen das Haus als harmlose Besucher. Auch diese List wird eines Tages entdeckt. In kleinerem Format erscheint das Zentralorgan dennoch. Diesmal hilft der verbotenen Partei ein sympathisierender Druckereibesitzer. Er "weiß von nichts", falls die Sache platzt, überlässt er den Eingeweihten einen zweiten Schlüssel seiner kleinen "Quetsche" auf dem Hinterhof in der Gitschiner Straße. Spätabends huschen dort Schatten durch die Toreinfahrt, die illegale Schicht beginnt. Die kleine Presse spuckt Bogen auf Bogen aus mit einem Inhalt, der sich verteufelt anders liest als der, den sie brav des Tages von sich gibt. Der an Eisen Gewöhnte ist schnell heimisch im Reich der Bleibuchstaben. Sein Wissen um diese Dinge wird ihm noch öfter zustattenkommen. Sechsundzwanzig Zeichen, harmlos und winzig, bergen revolutionäre Sprengkraft - wenn man sie zu den richtigen Sätzen zusammenfügt. Er hilft, wo flinke Hände gebraucht werden: beim Bogenfangen, Abzählen, Abpacken. Vor Morgengrauen erscheinen neue Schatten, lautlos, auf die Sekunde. Kuriere der einzelnen Unterbezirke holen die fertigen Packen. Die "Rote Fahne" erscheint, die Partei lebt!

Eines Nachts ist die Polizei da. "Hände hoch!" Bullen umringen die kleine Schar. Handschellen klicken. "Abführen!" Der Trupp wird über den Hof gejagt, auf den vorfahrenden Flitzer gestoßen. Einer fehlt. Anton ist ein paar Minuten später gekommen und entgeht der Verhaftung. Er alarmiert die Partei, der illegale Apparat kann gesichert werden.

Das ZK des Jugendverbandes weiß, dass Anton gefährdet ist. Er muss weg vom heißen Berliner Pflaster, wird als Kurier nach Bayern geschickt, um gerissene Fäden zu knüpfen. Nach einigen Tagen haben ihn die Häscher. Zufall, Verrat? In Nürnberg bekommt er drei Monate aufgebrummt wegen "Weiterführung einer verbotenen Organisation". Mit zwanzig Jahren ist er Strafgefangener, Verurteilter jenes Klassenstaates, der sich Weimarer Republik nennt. Nach der Entlassung erfragt Anton beim Jugendverband die Berliner Situation. Besser noch fortbleiben, lautet die Antwort, und so geht er mit einem Jugendgenossen auf die Walze durch Bayern und Württemberg.

Endlich kehrt er zurück in die Heimatstadt. Die Gruppe empfängt ihn mit Liedern, Blumen, Musik; die Familie strahlt. Partei und Jugendverband sind noch immer verboten, doch es gibt legale und halblegale Möglichkeiten. Da ist das proletarische Jugendkartell mit seinen Wander- und Sportorganisationen. Ein weites Feld, ein gutes Feld, wenn recht geackert wird. Die Besten sind nicht nur bereit, den Marxismus zu studieren, sie lernen auch begierig das Abc des bewaffneten Aufstands. Es wird wieder eine revolutionäre Situation geben, man muss vorbereitet sein.

Am 21. Januar 1924 stirbt Lenin. Tiefe Trauer in allen Arbeiterherzen. Schmerz wird Ansporn und Tat. Wenn der Größte fällt, müssen tausend andere in die Bresche springen.

Die Sowjetmacht ist in sicheren Händen, das Vaterland aller Werktätigen festigt sich. Noch im Jahre einundzwanzig hat Anton mitgeholfen bei Solidaritätsaktionen für das vom Interventions- und Bürgerkrieg geschüttelte Land. Jene überfüllte Kundgebung im Sportpalast: "Hände weg von Sowjetrussland! - Helft den Sowjetmenschen!", war auch sein Werk. Jetzt wird er eingeladen, ist einer der Delegierten des Jugendverbandes zum V. Weltkongress in Moskau. Voll unvergesslicher Erlebnisse kehrt der junge Delegierte zurück. Er wurde Ehrensoldat eines Schützenregiments. Von nun an betrachtet er sich für immer als Soldat der Roten Armee.

Bald darauf heiratet Anton. Er war ein Arbeiter, und sie hatte auch nichts, umreißt proletarischer Galgenhumor solche Ehestandsgründungen. Aber was tut' s? Gemeinsam kämpft es sich besser. Er wird in die Partei aufgenommen, und an die Stelle des Wirkens unter der Jugend tritt jetzt Gewerkschaftsarbeit und füllt das Leben des Berufsrevolutionärs aus.

Am 1. März 1924 war das Verbot der Partei aufgehoben worden. Die Bourgeoisie fühlt sich stark. Die Beendigung der Inflation ist der Auftakt zur "Epoche der relativen Stabilisierung", wie die Partei es einschätzt. Mit dem Dawesplan fließt amerikanisches Kapital nach Deutschland. Die Betriebe werden rationalisiert, die Ausbeutung wird verschärft. Aber die Reformisten faseln vom "Silberstreifen am Horizont", wollen "Arzt am Krankenbett des Kapitalismus" sein. Anton, einer der jüngsten Kollegen im Deutschen Metallarbeiterverband, enthüllt unermüdlich den Verrat der Bonzen, zerstört die Illusionen vom "friedlichen Hineinwachsen in den Sozialismus". Das Vertrauen der Kollegen entsendet ihn als Delegierten zum Verbandstag. In Bremen, der Stadt stählerner Schiffsleiber, ragender Kräne und rußiger Werftschmieden, hämmert er seine Sätze in den Saal, spricht die Sprache der Männer vom Eisen. Jetzt schlagen die Gewerkschaftsbürokraten zu. Statuten, Mehrheitsbeschluss, parlamentarische Spielregeln? Naives Geschwätz. Demokratie ist, was uns nützt. Diese Demokratie ist für uns und für unsere Partner, die Herren des Stahls. Anton wird gleich vielen Aufrüttlern aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Keine leichte Situation für die Partei. Was soll mit den Ausgeschlossenen geschehen? Man muss sie zusammenfassen für einen neuen Kampfabschnitt, so entsteht die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO). Anton wird im Ruhrgebiet einer ihrer leitenden Funktionäre. Der Talmiglanz des "Silberstreifens" verblasst. Geschürftes Eisenerz rostet, gehobene Kohle türmt sich zum Albdruck eines miserablen Systems. Die all den Überfluss schaffen, der ihr Elend gebiert, murren. Sie murren in den Schächten, vor den Hochöfen, auf den Stempelstellen. Das Murren wird deutlicher, wird Sprache. Wo sie gesprochen wird, spricht die Partei, bekommt sie die Gewalt schlagender Wetter. Diese Sprache heißt passive Resistenz, Massenstreik, Hungermarsch, Verbrüderung mit belgischen und französischen Kumpeln. Ernst Thälmann sagt: Der Schwarze Freitag an der New Yorker Börse, der die Weltwirtschaftskrise einleitet, ist das Menetekel der kapitalistischen Welt. Die Stimme der Partei ist nicht mehr zu überhören.

Sie hören gut, die Herren von Kohle und Erz. Ihr Gehör ist so empfindlich, wie ihr Gewissen robust ist. Vom Elend der Millionen ungerührt, rührt sie das Elend ihrer Krise ungeheuer. Diesem Elend zu steuern, opfern sie gern fünf Pfennig pro verkaufte Tonne Kohle dem, der raffinierter schwätzt als die alten Quacksalber. Ein Dutzend Jahre auf sein Stichwort wartend, hat Hitler aus allen Zauberkästen der Welt das Schillernde stibitzt, braut benebelnden Weihrauch der Phrasen. Wer aber kommt und ihm nicht glaubt, für den hält er harte Tatsachen bereit: die Stahlrute über den Schädel!

Deutschlands Arbeiterklasse wehrt sich gegen den Würgegriff der unheiligen Dreieinigkeit, gegen die Fürsten der Monopole, ihren braunen Reklame- und Prätorianerchef und dessen abservierte Vorgänger beim Volksbetrug, die, unbelehrbar, noch immer nur eines hassen: die Arbeitereinheit. Anton, der junge Gewerkschaftsfunktionär, einer der zähesten Gegner der Braunen, schenkt sich keine Ruhe, und die Braunen schenken ihm ihren Hass. An manchen Tagen spricht er auf zwei Naziversammlungen als Diskussionsredner. Ihr Geschwafel zu widerlegen, ist nicht schwer, aber sie stellen Bedingungen, befristen die Redezeit, und immer liegt der Totschläger bereit. Dagegen helfen nur antifaschistische Solidarität und Kaltblütigkeit. Die bewahren Anton vor mancher Wunde, verderben ihnen manche Versammlung. So auch im Saalbau Essen. Wie üblich, haben die Braunen für das eingeladene Volk nur die Saalmitte freigegeben, die Seiten sind von SA besetzt, die noch auf Verstärkung wartet. Diesmal misslingt diese Taktik. Der Saalbau ist von der Antifa abgeriegelt worden. Anrückender SA-Nachschub verzettelt sich beim Kleinkrieg in den Arbeiterstraßen. Die Saalmitte erzwingt eine halbe Stunde Redezeit für ihren Diskussionsredner. Überlegen zertrümmert Anton die Demagogie des Referenten, des Herrn Nazigauleiters Kaufmann. Eine halbe Stunde ist wenig Zeit, grundsätzlich abzurechnen. Trotzdem zwingt sich Anton, ruhig und klar zu sprechen. Langsam sickern SA-Verstärkungen in den Saal, die Ersten, die sich durchschlagen konnten. Der junge Kommunist sieht auf die Uhr. Er schenkt ihnen zwei Minuten und stiehlt ihnen den Triumph. Seine Schlussworte lassen nichts anderes zu, als dass alle in der Saalmitte aufstehen und die Internationale anstimmen. Singend verlassen sie den Saal, decken sich gegen die andringende SA durch Stühle und Tische.

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