E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Taege nickte. Larsch sagte "Ja" und legte den Hörer auf. Um einen versöhnlichen Abschluss zu finden, wiederholte er: "Ich denke, die sechs Jahre werden ihm eine Lehre sein."

Gerade das reizte Taege, und er sagte mit drohendem Unterton: "Ihr Optimismus grenzt an Defätismus."

"Ich bin Strafvollzugsbeamter. Schließlich hat unser Strafvollzug einen Sinn."

"Jawohl", triumphierte Taege, "kuschen müssen sie lernen."

Larsch flüchtete hinter den schützenden Schild der Verfügung. "Ich verstehe unter der Anordnung, dem Bestraften eine letzte Gelegenheit zu geben, in der Freiheit seine Loyalität zu beweisen."

Taege hielt dem Direktor die Hand hin. "Wetten, dass wir dem noch den Kopf vor die Füße legen?"

Von Taeges plötzlicher Geste erschrocken, zuckte Larsch unwillkürlich zurück. Er hatte viel erlebt; im Dritten Reich viel zu viel. Aber irgendwie war es ihm stets gelungen, alles Unangenehme hinter einem Nebel zu halten. In diesem Augenblick trat ihm das Schreckliche nackt entgegen. Der da wettete um Menschenleben wie spielende Knaben um Murmeln. Larsch lachte hüstelnd. "Sie haben - äh - wirklich - Humor."

Im Genuss echter Vorfreude rieb sich Taege die fleischigen Hände. "Und nun werden wir mal den Burschen ein bisschen zwiebeln. Die goldene Freiheit wird ihm nach 'nem Abschiedsfeuerwerk um so wertvoller sein." Er stand auf, reckte sich und zog die kneifende Hose nach unten.

Larsch schaute von seinem Stuhl aus scheinbar gleichmütig aus dem Fenster. Hast du zu viel gesagt? grübelte er. Wenn es zur Pensionierung reichte, wäre es gut. Kommt es dicker, werde ich mich ducken müssen.

Unfassbar, kaum vorstellbar wäre das. Wieder durch die Straßen gehen. Das Leben sehen, hören, riechen und fühlen. Die Welt, jetzt streng umgrenzte acht Quadratmeter, würde plötzlich weit, so weit sein.

Der Gefangene von Zelle 4 im Block A stand unter dem Fenster und starrte in den Morgenhimmel. Durch das fünfzig Zentimeter hohe, etwa einen Meter breite Fenster sah er das Blau des Himmels. Fünf schwarze, senkrechte Eisenstäbe zerschnitten es in sechs gleichmäßige Felder.

Tag der Entlassung. Nach sechs Jahren Marter, Hunger, Hohn. Würden sie ihn entlassen?

"Haben Sie uns etwas zu sagen?" Nicht nur einmal war ihm die Frage gestellt worden, drohend gebrüllt, erpresserisch gezischt oder säuberlich zu Papier gebracht.

Die Versuchung schlief nie, und Verrat war eine der Säulen dieses Staates. Schon deswegen musste die Antwort jedes Mal lauten: "Nein." Und dafür Marter, Hunger, Hohn. Und deswegen würden sie ihn nicht entlassen.

Er weiß genau, wie es kommen wird. An diesem Vormittag werden sie ihn nach vorn befehlen. Ordnungsgemäße Aushändigung seiner Habseligkeiten, ordnungsgemäßer Umtausch der Gefängniskluft gegen die eigene Kleidung, ordnungsgemäßes Unterschreiben der Entlassungspapiere, und dann - zwei Herren in Zivil werden auf ihn zutreten und sagen: "Kommen Sie mit, Herr Born!" Und alles wird wieder von vorn beginnen: Vernehmungen, Schläge, Brüllen, Foltern, Bunker, Einzelhaft, strenge Isolierung, neue Versuchung und, falls die wieder abgewehrt ist, das Ende: an einem Fleischerhaken aufgehängt, "auf der Flucht erschossen" oder einfach zu Tode geprügelt.

Anton Born atmete mehrmals tief ein und aus. Diesmal nützte es nichts. Sein Körper kam ihm vor wie aus Glas mit zu hoher Spannung. Er begann seinen wohl zehntausendsten Rundgang. Sieben kleine Schritte hin, sieben kleine Schritte zurück. Es war ihm jetzt nicht möglich, Vokabeln zu pauken oder Stenografie zu üben.

Wenn sie ihn nun doch freiließen? Rechtlich durften sie ihn nicht festhalten. Lächerlich, was bedeutete denen Recht und Gesetz. Sie pfiffen darauf, wenn es ihnen hinderlich war, sie machten es zum Fetisch, wenn es ihnen passte, das Volk damit zu blenden.

Wenn es ihnen passte? Konnte dieser Glücksumstand nicht eintreten? Sie schienen auf der Höhe ihrer Macht zu sein, auf schwindelnder Höhe. Jedwede Arbeiterorganisation aufgelöst, zerschlagen, ihre Besten gefangen, umgebracht oder außer Landes. Das Volk draußen schien restlos befriedigt und befriedet. Jeder hatte seine Arbeit, war satt. Und noch mit fünfzig Pfennig Stundenlohn durfte er sich als Angehöriger einer siegreichen Nation fühlen, hatte es doch die englische Diplomatie dem Herrn Kanzler in München ausdrücklich bescheinigt. Österreich, Tschechoslowakei, jeder außenpolitische Coup war ihm bisher geglückt. Schließlich entscheidet der Erfolg, und der war bei den Fahnen des Führers. Wer wollte nicht auf der Seite des Erfolgs sein? Da sollten "kleinliche Kritikaster" lieber schweigen.

Schwiegen alle? Das Weltgewissen schwieg nicht. Die Unbeirrbaren rüttelten es immer wieder wach. Das waren Wermutstropfen im Freudenbecher des Führers. Das kratzte ihm unentwegter in der Kehle als seine Heiserkeit vom Radiogebrüll. Um es nicht mehr zu spüren, war er bereit, dafür zu zahlen. Da ließ man reiche Juden über neutrale Konsulate sich vom KZ-Tod freikaufen, da gestattete man dem Internationalen Roten Kreuz Besuche von Zuchthäusern, ausländischen Journalisten Studienfahrten durch Konzentrationslager. Alles wurde akkurat vorbereitet, und es sah manchmal so aus, als ließe sich das Weltgewissen Sympathien abkaufen - bis dann wieder irgendeine "Gräuelgeschichte" die bieder gekochte Suppe verdarb. Trotzdem gab es der Hitler nicht auf. Seine Ausbaldowerer mussten andere Manöverchen ersinnen, mussten immer aufs neue versuchen, jenen Sand in die Augen zu streuen, die nicht blind zu machen waren, die sehr klar wussten: Ein grundsätzlich schlechtes System ist keiner grundsätzlich guten Tat fähig.

Anton Born blieb stehen. Wenn sie nun auch an ihm ihr Betrugsmanöver ausprobierten? Wenn sie auch ihm gegenüber "Gnade walten" ließen? Durch die Kerkermauern waren Nachrichten gesickert, dass man langjährige Gefangene plötzlich entlassen hatte, einige ehemalige kommunistische und sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete und bekannte Gewerkschafter. So wurde das Ausland geblufft und der deutschen Bevölkerung "Großmut" bewiesen.

Wenn er nun einer jener "Begnadigten" wäre? Noch einmal dem Vater die Hand drücken können, die Familie wiedersehen? Dieses fast Unvorstellbare erzeugte eine taumlige Leere im Kopf.

Er ließ leise das Gestell herab und setzte sich kopfschüttelnd auf den Rand des harten Bettes. Gefangen sein ist furchtbar, und wer fragt nach den Motiven, wenn einem der Todfeind freiwillig die Fesseln abnimmt? Frei sein, auch in einem Zuchthausstaat, heißt kämpfen können.

Anton Born ertappte sich bei abermaligem Rundlauf, der beinah ein Dauerlauf war. Wenn sie doch schon kämen, wenn sie endlich kämen! Einmal noch den Vater wiedersehen, der ihn durch sein stilles, selbstloses Beispiel erzogen hatte. Nicht, dass Vater fehlerlos gewesen wäre, aber sein Leben war sauber. Und Tausende waren wie er. In tausend Jahren dieses Höllenreiches würden sie sich keinen i-Punkt ihrer Redlichkeit, ihrer sozialistischen Gesinnung abkaufen lassen.

Anton Born warf einen Blick hinauf zu dem zerschnittenen Stück Himmel. Gleich musste die Morgengeschäftigkeit des Zuchthauses beginnen.

Wie zur Bestätigung des hoch entwickelten Zeitgefühls eines Gefangenen liefen bald darauf Wachtmeister die Gänge entlang und schlossen die Türen auf. Leise stellten die Häftlinge die Kübel hinaus, zogen ihre Tür wieder bis an den Anschlag. Eilig trugen Kalfaktoren die grauen Gefäße in den Spülraum, ihre Lederpantoffeln klatschten auf den blanken Steinen. Eilig wie geholt, wurden die Kübel wieder neben die Zellentüren gesetzt. Lautlos nahmen die Häftlinge sie hinein. Als der Kalfaktor den Krug holen kam, zischte Anton durch den Türspalt: "Wisst ihr etwas?"

Paul, ein Genosse, wusste, worauf sich die Frage bezog. Er sah sich sichernd um und erwiderte mit unbewegten Lippen wie ein geübter Bauchredner: "Nischt, Anton. Aber es wird schon klappen. Lange genug bist du hier. Kann doch nicht ewig gehn."

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