E.R. Greulich - Keiner wird als Held geboren

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Warum fällt es Dagmar, der «Tochter aus besserem Hause», schwerer, zur illegalen KPD zu kommen, als Nitte, dem umhergestoßenen Arbeiterjungen? Was unterscheidet die Führer des proletarischen Widerstands von denen des bürgerlichen? Weshalb musste die Revolte des 20. Juli scheitern? Werden jene, die wir als Helden bezeichnen, mit übermenschlichen Eigenschaften geboren?
Mit solchen und ähnlichen Fragen setzt sich der Autor in diesem Buch auseinander. Auf dem Hintergrund der furchtbaren Zeit des zweiten Weltkriegs spielen sich Schicksale von Menschen ab, die täglich vor Entscheidungen gestellt sind. Wir erleben Kämpfer von unbeugsamer Entschlossenheit, aber auch vor der ständigen Todesgefahr Schwachgewordene. Episoden gelungener Aktionen wechseln mit solchen der unüberwindbaren Schwierigkeiten des Untergrundkampfes. Dass er nicht losgelöst gezeigt wird, sondern im Zusammenhang mit dem damaligen Alltag des deutschen Volkes, verleiht dem Buch seine besondere Note. Es ist ein literarisches Denkmal für Anton Saefkow und seine Mitkämpfer. Nachrichten von ihrem Leben ergaben den Stoff für eine erregende Gestaltung.

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Goebbels kauft sich Herrn Kaufmann, kanzelt ihn ab. Ein fünfzehn Jahre jüngerer Kommunist hat ihm eine Niederlage bereitet! Der Herr Gauleiter vergisst es nie. Zwei Jahre später wird er persönlich Rache nehmen.

Solche Erfolge sind bestes Bindemittel der Einheitsfront, die sich von unten anbahnt. Die SPD-Arbeiter hegen manchen Vorbehalt gegen die Kommunisten. Trotzdem, es muss gelingen, Arbeitereinheit heißt Arbeitersieg. Nicht jeder Antifaschist vermag seine Gefühle zu meistern. Die Partei weiß um terroristische und sektiererische Strömungen. Sie verstärkt die ideologische Offensive. Anton liest, studiert, wann er kann, wo er kann. Er ist kein Wunderkind, dem alles zufliegt, er leidet unter dem Zeitmangel und kann nicht ahnen, dass ihm der Gegner bald viel Zeit zudiktieren wird, theoretische Lehrstunden nachzuholen. Zeit ist so knapp, weil die Zeit so viel fordert. Individualisten sagen: die Partei. Verlangt eine gute Mutter nicht das Meiste von ihren besten Söhnen?

Selbstloser Einsatz bringt höhere Verantwortung. Anton wird Organisationsleiter des Bezirks Wasserkante der KPD, arbeitet nun in Hamburg, der Heimatstadt Thälmanns, mit bewährten Genossen wie Edgar Andre, Fiete Schulze, Franz Jacob und Bernhard Bästlein zusammen. Das Meerwasser ist bitter an der Pforte zum Ozean. Verrostende Schiffe, stillliegende Werften, unbewegliche Kräne: Weltkrise des Kapitalismus!

Auch die nicht hören wollen, können die Mahnung der Partei an Bretterwänden und Häusermauern lesen: "Hitler heißt Krieg!" Anton setzt sich ein bis an die Grenzen seiner Kraft, und mit ihm Tausende Genossen. Dennoch, die stickigen Bodennebel der braunen Nacht wälzen sich bereits über Deutschland. Brüning-Notverordnungen sind durch Papen-Notverordnungen übertrumpft; der forsche Herrenreiter wird vom Kanzler-General Schleicher aus dem Sattel gehoben. Dessen Traum, militärischer Ständestaat mit den Gewerkschaften, zaubert die Tatsache nicht hinweg: Nazis bei den Novemberwahlen 1932 an die 500000 Stimmen verloren, Kommunisten etwa die gleiche Anzahl gewonnen! Jetzt hilft den Herren kein sozial mümmelnder General mehr, jetzt hilft nur noch Hitler. Schacher hinter den Kulissen. Auf den Straßen die Stimme der Partei: Generalstreik - Einheitsfront! Da gibt Hindenburg, der Kommisskopf auf dem Präsidentenstuhl, dem schwärzesten Tag der neuen deutschen Geschichte seinen Segen.

Der braune Terror rast in den Arbeitervierteln. Die Partei winselt nicht. Verschleppen, schlagen, foltern. Die Partei widersteht. Regierungslügen, Zeitungslügen, Radiolügen. Die Partei ruft, mahnt, sammelt. Reichstagsbrand. Die Partei entlarvt. Terrorwahlen im März. Die Partei ringt um jede Stimme. Der Braunauer erreicht nicht die parlamentarische Mehrheit. Er kassiert die kommunistischen Mandate. Die bürgerlichen Parteien "ermächtigen" ihn, die Gewerkschaften werden gleichgeschaltet. Die KPD kapituliert nicht.

Anton arbeitet illegal weiter. Ein Soldat der Revolution hebt nicht die Hände. Am Geburtstag Thälmanns, des kurz zuvor Verhafteten, teilt er dessen Geschick. An diesem 16. April übermittelt Anton fünfzig Mark Solidaritätsspende für Rosa Thälmann. Wenige Stunden später ist er von Gestapo-Bullen umringt. Die Hölle beginnt.

DIE ENTLASSUNG

Zuchthausdirektor Larsch hob den Kopf. Einen winzigen Augenblick war Unwillen in seinem glatten Gesicht. Oberkommissar Taege trat ein und sagte aufgeräumt: "Mahlzeit!"

Larsch erhob sich und grüßte vorschriftsmäßig: "Heil Hitler!"

Taege überhörte die Zurechtweisung und warf sich in den Sessel vor dem Schreibtisch.

Umständlich nahm auch Larsch wieder Platz und dachte: Eigentlich hättest du genauso wiedergrüßen sollen. Zum Teufel mit der Korrektheit. Ohne die wärst du längst pensioniert.

Aus den beinahe an Staatsgefährlichkeit grenzenden Gedanken riss ihn die selbstbewusste Stimme Taeges. "Was macht der Vogel?"

"Sie meinen Born? - Der rennt wie ein gefangener Wolf durch die Zelle. Grübelt, ob er entlassen wird oder nicht."

"Großartig. Wenn es nach mir ginge, könnte er noch Tage und Wochen grübeln."

"Immerhin hat er eine rechtskräftige Strafe abgebüßt, und wenn das Reichssicherheitshauptamt die Entlassung verfügt ... "

"Immerhin, lieber Parteigenosse Larsch, immerhin", Taege wiederholte ironisch dieses von Larsch sachlich-beiläufig gedachte Wort, "immerhin ist das eine Verfügung der höchsten zuständigen Stelle."

"Ich halte sie für klug und gerecht."

"So?" höhnte Taege.

"Ja", sagte Larsch unbetont, voll inneren Ärgers. Dieser Mann hielt Zynismus für Witz. Dabei war er so witzlos, dass er jeden seine Macht fühlen ließ.

"Falls Sie meine Auffassung interessiert, Larsch: Diesen Akt unbegreiflicher Milde wird der Bursche schlecht lohnen."

Larsch schob einen Hefter vom Rand des Schreibtischs in die Mitte. "Ich habe seine Akten durchgesehen."

"Na und?"

Vorsichtig! warnte es in Larsch, doch sein Widerwille war stärker. "Soweit ersichtlich, hat er sich während der letzten Strafhaft gut geführt."

"Weiter ist Ihnen nichts aufgefallen?" Taege betrachtete den Direktor lauernd.

"Zum Beispiel?"

"Dieser Born ist ein fanatischer Kommunist."

"Das hebt seine gute Führung nicht auf."

"Beweist aber seine Gerissenheit." Taege grinste schlau.

"Oder hat er eingesehen, dass es unsinnig ist, sich gegen den Nationalsozialismus zu stemmen?"

"Schön geglaubt, aber nicht originell."

"Bei über sechs Jahren Haft?"

"Reichlich milde für einen, der unter anderm im Zuchthaus Sammlungen für die mit lebenslänglich bestraften Herren Genossen organisiert hat."

"Ich hielte es für nützlich, solch einen Fanatismus umzuschmelzen für unsere Bewegung."

Taege lachte amüsiert. "Umschmelzen? - Der hasst uns wie die Pest. Bei der erstbesten Gelegenheit steht er gegen uns."

Larsch zog zweifelnd den Kopf zwischen die Schultern.

"Möglich, dass er uns noch hasst. Aber nach einem Selbstmörder sieht er mir nicht aus. Der bildet sich nicht ein, mit dem Leben davonzukommen, falls er noch ein einziges Mal bei hochverräterischer Tätigkeit gefasst wird."

"Die Sorte hält sich für klüger; die denken, sie werden nicht gefasst."

"Seine bisherigen Erlebnisse müssten eigentlich dagegen sprechen." Er kann dir nichts, trotzte es in Larsch, da ist die Verfügung. Dennoch fragte er beherrscht: "Und warum dann diese ?fast unbegreifliche Milde' des Reichssicherheitshauptamtes, wenn bei Born Hopfen und Malz verloren ist?"

Taege lächelte verletzend nachsichtig. "Die alte Gefühlsduselei aus der Gymnasiastenzeit steckt Ihnen noch immer in den Knochen. Denen im RSHA glücklicherweise nicht. Umerziehung? Humanistischer Kohl."

"Dann wüsste ich wirklich nicht ... " Der vorsichtige Beamte Larsch konnte nun doch eine leichte Erregung nicht verbergen und hielt ein wenig erschrocken im Satz inne.

Ungeniert freute sich Taege seiner Überlegenheit. "Versuchsballon. Unter diesem Gesichtswinkel sind solche probeweisen Entlassungen zu betrachten."

Larsch legte sich nachdenklich in seinen Sessel zurück. "Gewissermaßen ein Katze-und-Maus-Spiel?"

"Gut kombiniert", spottete Taege.

"Dabei ist manchmal schon eine Maus entschlüpft."

"Wenn schon", Taege entfernte liebevoll die Bauchbinde von seiner teuren Zigarre, "der Effekt ist immer für uns."

Larsch unterdrückte den aufsteigenden Ekel und erwiderte höflich: "Welche Gründe das RSHA auch haben mag, ich glaube nicht, dass der Born so unbesonnen sein wird, noch einmal gegen uns zu arbeiten."

"Glaub's der Deibel!" polterte Taege, und sein Ärger war nicht gespielt. "Leider kann ich ihm sein unverdientes Glück erst versalzen, wenn wir ihn wieder geschnappt haben."

Das Telefon läutete. Larsch lauschte in den Hörer und fragte den Oberkommissar. "Kann er kommen?"

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