Mario Worm - Der Junge aus der Vorstadt

Здесь есть возможность читать онлайн «Mario Worm - Der Junge aus der Vorstadt» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Junge aus der Vorstadt: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Junge aus der Vorstadt»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Er war der Beste seines Studienjahrgangs. Doch gleich bei seinem ersten Fall muss der junge Anwalt aus der Strausberger Vorstadt feststellen, dass Uni und anwaltliche Praxis weit auseinanderliegen können. Bei der Verteidigung seiner ehemaligen Lebenspartnerin, die des Mordes an einem Flüchtling aus Syrien beschuldigt wird, stößt er recht schnell an seine Grenzen. Und an die des deutschen Rechtssystems.
Ein Buch gegen Vorurteile – schonungslos, provokant, spannend.

Der Junge aus der Vorstadt — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Junge aus der Vorstadt», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Yücksel unterbricht seine Gedanken, als er mit Schwung und einem: „Guten Appetit! Im Halse soll es dir steckenbleiben …“ den Teller auf den Tisch stellte, sich einen Stuhl heranzieht und zu ihm setzt. Gerade in diesem Moment öffnet sich die Eingangstür und Alisha, völlig durchnässt, mit zwei prall gefüllten Einkaufstüten erscheint: „Man, ist das ein scheiß Wetter!“ „Hättest du ein paar Kinder in die Welt gesetzt und einen passenden Mann dazu, dann wäre der höchst wahrscheinlich Einkaufen gegangen und du wärst nicht mit weißem Pulverschnee überzogen!“ Alisha war der eigenartige Humor ihres Vaters nur zu gut bekannt, aber doch bitte nicht, wenn Er anwesend war! „Baba!“, protestierte sie lautstark. Und er ? Er grinste. Peinlich! Schnellstens schickt sie sich an, mit ihren Tüten im Küchentrakt zu verschwinden, hört aber noch im Gehen, wie sich der Vater lachend an seinen einzigen Gast wendet: „Und was ist mit dir? Willst du sie nicht heiraten? Sie ist doch ohnehin schon den ganzen Vormittag bei dir. Du weißt, ich bin Traditionalist. Ich gebe dir ein Kamel, wenn du sie nimmst!“ „Baba!“, schallt es von der Küche und diesmal sehr energisch. Falk lacht: „Ich gebe ja zu, dein Angebot klingt verlockend. Ich muss dennoch ablehnen.“ Yücksel erwidert verwundert: „Erzähle mir nicht, dass sie dir nicht gefällt.“ „Doch. Aber…“ „Und kochen kann sie auch!“ „Alles gut, Yasar. Tolles Angebot. Bleibt nur die Frage, wie ich das Kamel ohne Flaschenzug in meine Zweiraumwohnung bekomme.“ Gerade will der Türke eine Lösung für dieses Problem präsentieren, als ein neuer Gast das Terrain betritt. Mit einem: „Guten Tag, Efendi Bruno. Ein Bier, wie immer?“, springt Yasar auf, eilt zum Kühlschrank, um das Gewünschte an den Tisch zu bringen. „Jetzt hat er ein anderes Opfer gefunden“, denkt sich Koch grinsend und macht sich daran, endlich seine Dönerplatte zu verspeisen. Ob sich Alisha in nächster Zeit zeigen würde, war fraglich.

2. Kapitel

§ 140

(1) Die Mitwirkung eines Verteidigers ist notwendig, wenn…

2. dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird.

§ 139

Der als Verteidiger gewählte Rechtsanwalt kann mit Zustimmung dessen, der ihn gewählt hat, die Verteidigung einem Rechtskundigen, der die erste Prüfung für den Justizdienst bestanden hat und darin seit mindestens einem Jahr und drei Monaten beschäftigt ist, übertragen.

(Strafprozessordnung der Bundesrepublik Deutschland, Stand 08.05.2015)

Koch war ein Kaffeejunkie. Er war in der Lage, täglich literweise den schwarzen Muntermacher in sich hinein zu kippen. Es war nicht sein Ziel, sich damit aufzuputschen. Nein, das Heißgetränk schmeckt ihm einfach, am besten einen Pott zu jedem Tagesabschnitt. Wahrscheinlich hatte sein Körper sich bereits derart daran gewöhnt, dass ihm der Kaffeegenuss keine Minute Schlaf rauben konnte. Am liebsten trank er ihn schwarz, also ohne „Zusätze“ und so stark als möglich. Jeder andere hätte wohl bei seiner Dosierung der schwarzen Brühe Gift und Galle gespien, aber nicht er! Und eines stand für ihn außer Frage, den besten Kaffee kochte Alisha. Regelmäßig schleppte sie unaufgefordert Tasse für Tasse aus dem Vorzimmer in sein Büro, um sie dann mit einem kopfschüttelnden Lächeln und einem wohl gemeinten „Eines Tages bekommst du von dem Zeug einen Herzinfarkt“ auf seinen Schreibtisch zu stellen. Mit einem: „Glaub ich nicht ...“, lächelte er dann gewöhnlich zurück. Dieses Prozedere wiederholte sich so oft, dass es schon langsam eine Art Kultstatus annahm. Es klopft an der Tür und Alisha steckt ihre schwarze Wuschelmähne zur Tür herein. „Jetzt übertreibst du es aber! Alle zehn Minuten, das schaffe noch nicht mal ich!“, quittiert er. „Du hast Besuch.“ Koch verzieht leicht das Gesicht: „Hättest du nicht einen Termin machen können? Du weißt doch, dass ich diese blöde Bilanz hier fertigkriegen muss! Morgen kommt der Müller. Der will den Scheiß hier abholen und ich habe gerade mal die Hälfte fertig.“ „Glaube mir, dieser Besuch wird dich interessieren …“, flüstert sie leise und fügt hinzu: „Herr und Frau Hohmann!“ Er sieht sie mit starrem Blick an. „Siehst du, sage ich doch, dass dich das interessieren wird. Soll ich sie reinbitten?“, erwidert sie, mit einem leicht bitteren Unterton. Alisha kannte die Wartenden, zwar nur aus Erzählungen und das auch nur wenig, aber immerhin wusste sie, dass es sich um die Eltern seiner großen Liebe handelte. Koch nickt stumm. So stark wie die Neugier auf diesen Besuch auch sein mag, die Gedanken an die Vergangenheit schießen in diesem Moment wie Blitze durch den Kopf. Plötzlich ist seine Erinnerung wieder da, diese Sehnsucht, die er doch so quälend langsam aber mit wachsendem Erfolg bekämpft hatte. Sonja. Seine Sonja. Im inneren Zeitraffer laufen die Erinnerungen in Sekundenbruchteilen ab, das erste Aufeinandertreffen, die wunderschönen anderthalb Jahre und das jähe Ende. „Ja, schick sie rein!“ Betont schnippisch verlässt sie das Büro. Was hatte sie erwartet? Dass er sagen würde: „Nein, ich will sie nicht sehen?“ Unrealistisch! Sie verwirft ihren Wunschgedanken im Handumdrehen. Sekunden später erhebt er sich und geht auf das Ehepaar Hohmann zu, nimmt Sandra Hohmann zur Begrüßung in die Arme und reicht Lutz, ihrem Ehemann, freundschaftlich die Hand: „Was für ein seltener Besuch. Wir haben uns Jahre nicht mehr gesehen …“ „Ziemlich genau sechs“, bestätigt Hohmann. Koch deutet auf die beiden Stühle vor seinem Schreibtisch: „Nehmt Platz! Möchtet ihr was trinken, ein Wasser, einen Kaffee vielleicht?“ Sandra schüttelt lächelnd den Kopf: „Nein danke. Deine Art von Kaffee kenne ich noch zu genüge.“ „Kann dir ja einen Besucherkaffee machen lassen.“ „Nein. Lieb gemeint.“ Ihr Lächeln schwindet. „Also gut, was führt euch her, was kann ich für euch tun?“ Sie wirft einen flüchtigen Blick auf ihren Mann, der zustimmend nickt. „Sonja…“ Sie stockt, dann fährt sie fort: „Sonja steht unter Mordanklage.“ Koch schluckt, ist irritiert: „Sonja? Was ist passiert?“ Wieder zögert sie: „Darum geht es ja gerade. Wir wissen es nicht.“ „Nun mal schön langsam! Beruhige dich und erzähle mir alles in Ruhe.“ „Sonja soll ihren Lebensgefährten getötet haben. Die Beweise sind anscheinend erdrückend. Was allerdings fehlt, ist der Grund, ein Motiv. Man hat festgestellt, dass sie zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss einer Droge stand.“ „Sonja war ein Feind jeglicher Drogen und hatte auch kein Verständnis für Leute, die diese konsumierten.“ Lutz stimmt ohne Zögern ein: „Das ist es ja. Wir vermuten, dass ihr jemand das Zeug untergejubelt hat. An diesem Abend hatte sie eine Diskothek besucht. Vielleicht dort.“ „Wann war das?“ „Vor einem guten halben Jahr.“ Sandra fällt ihrem Mann ins Wort: „In zwei Wochen beginnt der Prozess.“ „In zwei Wochen? Da kommt ihr jetzt erst?“ „Das Gericht hat einen Pflichtverteidiger berufen.“ „Was soll denn der Mist? Warum seid ihr nicht gleich zu mir gekommen?“ Sandra zuckt mit den Schultern: „Ich weiß es nicht. Wie du schon sagtest, es ist Jahre her, und auf das Nächstliegende kommt man vielleicht nicht so schnell.“ „Zwei Wochen …“

Erneut schaut sie zu ihrem Mann, als wolle sie von ihm eine Art Bestätigung erhalten: „Es geht auch nicht darum, dass du sie vertrittst. Wie schon gesagt, das Gericht hat einen Anwalt gestellt. Falk, wir brauchen deine Hilfe. Der Anwalt hat bei dieser Beweislast kaum Möglichkeiten auf mildernde Umstände zu plädieren, solange nicht der tatsächliche Tathergang und ein Motiv erkennbar sind. Und nur Sonja ist in der Lage darüber Auskunft zu geben. Das Problem besteht darin, dass sie seit ihrer Festnahme mit niemandem ein Wort gewechselt hat. Weder mit ihrem Anwalt, nicht mit der Gerichtspsychologin und auch nicht mit uns.“ „Verstanden. Und was kann ich tun? Habt ihr einen Plan?“ „Ich weiß, dass sie dich auch noch nach eurer Trennung geliebt hat…“ Und, weil man jemanden so richtig liebt, möchte man ihn loswerden. Und macht von einer Sekunde zur anderen Schluss – das und vieles andere geht Koch durch den Kopf. „Wir dachten, dass du sie mal besuchst. Vielleicht vertraut sie sich dir an.“ „Wie stellt ihr euch das vor? Eine Untersuchungshaftanstalt ist doch kein Sanatorium, in dem durchgängig Besuche möglich sind. Der Zugang ist nur der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft vorbehalten. In diesem Fall bin ich weder das eine noch das andere.“ „Wir haben Sonjas Verteidiger unseren Vorschlag unterbreitet und er hat gesagt, er würde dafür sorgen, dass du mit ihr sprechen kannst. Vorausgesetzt, du machst es. Hier ist seine Karte. Wenn du uns helfen willst, dann solltest du ihn anrufen.“ Mit zittriger Hand schiebt sie die Visitenkarte über den Schreibtisch. Nein, das war keine Bitte, es war ein Flehen. In ihren Augen spiegelte sich die Angst einer besorgten Mutter. „Natürlich werde ich alles Mögliche versuchen. Ich werde diesen Anwalt gleich mal anrufen. Gebe euch dann sofort Bescheid, wenn ich was Neues weiß.“ „Danke.“ „Nicht dafür. Ist doch selbstverständlich.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Junge aus der Vorstadt»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Junge aus der Vorstadt» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Junge aus der Vorstadt»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Junge aus der Vorstadt» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x