Ole R. Börgdahl - Fälschung

Здесь есть возможность читать онлайн «Ole R. Börgdahl - Fälschung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Fälschung: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Fälschung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wer ist das kleine Mädchen mit dem Sonnenhut, woher stammt das geheimnisvolle Gemälde, wurde es wirklich von einem Jahrhundertgenie erschaffen? Das Kunst- und Auktionshaus Blammer in München übernimmt den Auftrag zur Versteigerung, doch es ist schwerer als gedacht. Alle Indizien sprechen für die Echtheit des Gemäldes, aber es gibt einfach keinen Herkunftsnachweis, es gibt keine Spur von dem Bild hin zu dem großen Meister. Der Rechtsanwalt Georg Staffa macht sich auf die Suche. Seine Recherche führt ihn bald aus Europa in eine Welt, die er vorher nicht kannte, führt ihn fort von dem Gemälde, hin zu Menschen, deren Geschichte und Schicksal der Schlüssel zu dem Geheimnis ist.

Fälschung — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Fälschung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Simons brennendste Frage galt der Herkunft des Gemäldes. Er hatte gewartet, bis Claudius Brahm das Bild fast eine halbe Stunde lang intensiv betrachtet und untersucht hatte. Heinz Kühler musste ihm eine Stehlampe besorgen, mit der er den Lichteinfall verändern konnte. Simon stand neben den beiden, sagte aber zunächst kein Wort. Claudius Brahm machte sich zwischendurch immer wieder Notizen. Schließlich klappte er seine Mappe zu und schaltete auch das Licht der Stehlampe aus. Simon nahm es als Zeichen und trat an ihn heran.

»Und, was meinen Sie?«, fragte er erwartungsvoll.

»Gab es das schon einmal bei Ihnen?«, begann Claudius Brahm mit einer Gegenfrage. »Ich habe so etwas zumindest noch nie bei einem Haus Ihrer Größe gesehen. Gut, jeder weiß, dass die Stars in Ihrer Branche, die Sotheby`s oder die Christie`s ein solches Potential angeboten bekommen, aber Firma Blammer aus München, entschuldigen Sie, dass ich so direkt bin.«

»Ist schon in Ordnung«, sagte Simon. »Ich gebe ja selbst zu, dass so ein Künstler sonst in einer anderen Liga gehandelt wird, aber es ist dafür ja auch keines seiner berühmten Werke.«

»Ja, Mensch, das ist doch egal«, sagte Claudius Brahm euphorisch. »Sie haben hier wahrscheinlich einen Gauguin, Eugène Henri Paul Gauguin, französischer Expressionist und Symbolist, ein Kind des Impressionismus, ein Begründer der Moderne, Motor einer ganzen Generation von hervorragenden Malern, ein Genie für diejenigen, die es erkennen konnten und noch heute erkennen können.«

Simon sah ihn schweigend an. Er wusste, dass Claudius Brahm immer sehr direkt war. Eine Art, mit der nicht jeder zurecht kam, zumal im Auktionsgeschäft und gegenüber den Kunden immer eine gewisse Würde gewahrt werden musste. Er selbst betrachtete die Sache nüchtern. Es ging ihm nur um die fachliche Arbeit. Ihm war schon bewusst, dass das Gemälde etwas Besonderes war, aber diese Reaktion hatte er nicht erwartet, diese Euphorie überraschte ihn schon ein wenig. Natürlich, ein Werk des Malers Paul Gauguin, das gab es bisher nicht in der Geschichte des Hauses Blammer, aber es gab andere namhafte Künstler, die hier bereits erfolgreich in Auktionen gehandelt wurden. Es gab den Liebermann, Drucke von Klee und Macke, einige alte Niederländer, einen Schüler Rembrandts und noch mehr.

Heinz Kühler unterbrach die Gedanken seines Chefs. »Sie sagten eben wahrscheinlich, wahrscheinlich ist es ein Gauguin, wie meinten Sie das, Herr Brahm?«

»Ich bin Gutachter«, antwortete Claudius Brahm sofort. »Ich habe mich ja erst einige Minuten mit diesem Gemälde beschäftigt. Ich habe zwar nichts gefunden, was dieses Bild als Fälschung entlarven würde, aber noch habe ich meine Expertise nicht geschrieben.«

»Ich denke, das ist uns allen klar«, sagte Simon. »Mich interessiert nur, ob Sie gerade dieses Werk, diesen Gauguin vorher schon einmal gesehen haben, vielleicht sogar wissen, wo er ausgestellt war oder die Vorbesitzer kennen.«

Claudius Brahm schüttelte den Kopf. »Nein, überhaupt nicht.« Er zögerte kurz. »Überrascht Sie das, überrascht es Sie, dass ich dabei noch ganz ruhig bleibe und nicht auch noch euphorisch nach einem Wunder schreie und Ihnen um den Hals falle, weil ich mir einen noch unbekannten Gauguin ansehen durfte, ihn anfassen durfte. Ich hoffe, dass Sie das nicht von mir erwarten?«

»Wie sicher sind Sie sich denn, dass das Bild ein echter Gauguin ist?«, warf Heinz Kühler ein.

»Kein Kommentar, zu diesem Zeitpunkt«, antwortete Claudius Brahm mit einem Zwinkern. »Echt oder nicht echt, das ist immer eine Frage, die nur von vielen verschiedenen Fakultäten gemeinsam beantwortet werden kann. Ich bin hier gewissermaßen nur der Stilexperte.«

»Wir wollen Sie hier nicht jubeln sehen und Ihnen auch keine voreiligen Schlüsse abringen«, sagte Simon. »Es ist nur so, je nachdem, was Sie uns über dieses Bild sagen, müssen wir noch nach einem Herkunftsnachweis recherchieren. Da wäre es mir natürlich lieber, wenn Sie uns gleich mitteilen könnten, wo wir da zu suchen haben.«

»Sie sind ziemlich nackt, was diesen Gauguin angeht?«, sagte Claudius Brahm mit einem spöttischen Unterton. »Eines ist Ihnen doch wohl klar. Wenn ich jetzt bestätige, dass es ein Original ist, so braucht das keinen Wert zu haben. Sobald im Labor festgestellt wird, dass der Künstler seine Farben bei Aldi gekauft hat und die Leinwand eine nylonverstärkte Bespannung hat, erübrigt sich mein Gutachten. Ich würde allerdings bei dem, was ich bisher gesehen habe, den Hut vor unserem Künstler ziehen, wenn es wirklich eine Fälschung sein sollte. Aber um Ihre Frage zu beantworten, ich kenne das Werk nicht. Ich habe auch noch nie über exakt dieses Motiv gelesen oder etwas Ähnliches gesehen.«

»Aber das will nichts heißen, wollen Sie mir sagen«, meinte Simon.

»Wissen Sie, wie viele Bilder Gauguin gemalt hat oder van Gogh«, erklärte Claudius Brahm. »Ich glaube, das weiß keiner so genau. Es gibt zwar Künstler, die noch zu ihren Lebzeiten anerkannt waren und auch gut verkauft haben und bei denen man ziemlich genau weiß, was sie alles produziert haben. Für Gauguin trifft das sicherlich nicht zu. Unser Bild hier stammt von 1902. Da hat er nicht gerade in paradiesischen Verhältnissen im sogenannten Paradies auf einer kleinen Insel im Pazifik gelebt oder besser gesagt dahinvegetiert. Wer weiß, wem er dieses Bild geschenkt hat oder wenn er Glück hatte, verkaufen konnte. Für uns ist Gauguin heute ein bekannter Künstler, aber noch in den zwanziger Jahren war er das bei Weitem nicht. Welchen Weg hat dieses Bild hinter sich? Vor dem Ersten Weltkrieg hing es vielleicht in irgendeinem Wohnzimmer. Danach hat es nicht mehr gefallen oder das Format passte nicht zur Breite der Sitzgruppe, man wollte ein größeres Bild, vielleicht mit einem Hirsch darauf.« Claudius Brahm lachte kurz über seine eigene Bemerkung. »Es kann natürlich auch bei einem Umzug verloren gegangen sein«, fuhr er fort. »Mit viel Fantasie lässt sich noch mehr zu diesem Thema finden. Wenn es dann später einmal wiederentdeckt wurde, hat bestimmt zunächst niemand ernsthaft damit gerechnet, dass das Bild ein echter Gauguin sein könnte. Vielleicht eine schöne Reproduktion, die man behält oder verschenkt oder, um Gottes willen, auf dem Flohmarkt verkauft. Ich glaube kaum, dass ein Privatmann gleich einen Sachverständigen beauftragt und in einem Labor Analysen durchführen lässt. Sie sehen also, es kann durchaus passieren, dass nicht jeder Gauguin zwangsläufig in einem Museum oder in einer bekannten Privatsammlung landen muss. Wie gesagt, mein Urteil steht noch nicht abschließend fest, aber so ein Schicksal kann unserem Bild hier natürlich auch widerfahren sein, denkbar ist es.«

Simon nickte. »Also das Jahr, mit dem das Bild datiert ist, kann demnach authentisch sein?«

»Wenn Gauguin im Jahre 1902 das Pariser Nachtleben gemalt hätte, dann wäre das schon sehr ungewöhnlich, ich sage nicht unmöglich«, erklärte Claudius Brahm. »Das Motiv und die Jahreszahl scheinen authentisch. Die Strandszene passt zu der Pazifikinsel, von der ich gesprochen habe.«

»Welche Insel?«, fragte Heinz Kühler. »Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge, ich weiß nur, dass er nicht auf Tahiti gestorben ist.«

»Marquesas, Hiva Oa«, sagte Claudius Brahm trocken. »Gauguin wurde auf Hiva Oa, auf dem katholischen Friedhof des Ortes Atuona beerdigt.« Er senkte kurz den Kopf. »Asche über mein Haupt, ich bin allerdings noch nie dort gewesen, das kann ich mir bei meinem Gehalt nicht leisten.«

Claudius Brahm sah Heinz Kühler an, der ihm zustimmte. Simon dachte kurz an Florence Uzar. Die Freundin von Colette kam von den Marquesas und vielleicht würde Simon mit Colette und Marc das nächste Weihnachtsfest dort verbringen. Er hatte hinter diese Planungen zwar bisher noch immer ein großes Fragezeichen gesetzt, doch jetzt schien es ihm wieder sehr interessant zu sein.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Fälschung»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Fälschung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Ole R. Börgdahl - Die Schlangentrommel
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Leiche an Bord
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Morgentod
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Kowalskis Mörder
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Faro
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Pyjamamord
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Blut und Scherben
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Zwischen meinen Inseln
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Ströme meines Ozeans
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Unter Musketenfeuer
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Tod und Schatten
Ole R. Börgdahl
Ole R. Börgdahl - Der Kaiser von Elba
Ole R. Börgdahl
Отзывы о книге «Fälschung»

Обсуждение, отзывы о книге «Fälschung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x