M.P. Anderfeldt - Das Messias Casting

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Eine rätselhafte Serie von Selbstmorden erschüttert die Welt. Plötzlich und anscheinend ohne Grund bringen junge Menschen sich einfach um.
Fieberhaft sucht die rasch gegründete, internationale Taskforce nach einer Lösung für das Problem. Da kommt ein Lösungsvorschlag aus einer ganz unwahrscheinlichen Ecke: Wir brauchen wieder einen Messias – es muss ja kein echter sein.
Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten führt die Gruppe um die ganze Welt. Sie bemerken nicht, dass sie längst selbst zu Gejagten geworden sind. Denn mit ihrer Idee haben sie sich mächtige Feinde gemacht …

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Island

Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem steifen Nacken und beschloss, erst einmal eine kräftige Dusche zu nehmen. Das Wasser war heiß und der Druck war wunderbar kräftig, aber eigentlich hätte ich eine Massage gebraucht. Ein paar Wochen vorher war ich zum ersten Mal in einem Thai-Massagesalon gewesen und die zierliche Masseurin hatte mich derart durchgewalkt, dass ich danach das Gefühl hatte, mein Rücken wäre aus Gummi. Ich hatte das noch tagelang gespürt, es war aber trotzdem ein gutes Gefühl gewesen. Ob es hier auch Masseure gab? Gute Hotels hatten so etwas ja manchmal – und wenn hier sowieso alles inklusive war … wer weiß? Ich nahm mir vor, das herauszufinden.

Dann ging ich aufs Klo und hatte eine Idee.

Wenn ich mal meine Memoiren schreibe – vielleicht auch: schreiben lasse, mal sehen – werde ich natürlich nicht sagen, dass mir die Idee auf dem Klo kam. Dann werde ich erzählen, dass ich stundenlang am Strand spazieren gegangen bin, mit fotogen-sorgenvoller Miene in die aufgepeitschte See geblickt habe und sich dann, ganz langsam, ein Gedanke herauskristallisiert hat. Ich werde das auf mindestens zehn Seiten auswälzen. Vielleicht wird das ja mal verfilmt und ein gutaussehender Hollywoodstar verkörpert mich und starrt voll innerer Zerrissenheit aus dem Filmplakat. Obwohl, fürs Filmplakat nehmen sie bestimmt eine andere Szene. Ich weiß auch, welche. Mit etwas Glück nehmen sie die Meer-Szene für die Rückseite der DVD-Hülle. Oder für die Arthaus-Version der Geschichte.

Was Ideen anlangt, kenne ich mich aus. Bei aller Bescheidenheit – das ist sozusagen mein Geschäft. Manche Leute denken, als Werbetexter müsste man wahnsinnig viel schreiben, aber das ist eigentlich nur selten der Fall, im Allgemeinen zählt die Idee. Okay, es gibt auch Aufgaben, die ohne Ideen auskommen, wenn man z.B. eine Broschüre für Düngemittel durchtexten muss, aber das ist eher die Ausnahme. Das Schreiben an sich nimmt gar keinen so großen Raum ein. Böse Zungen behaupten ja, dass Arbeit ganz allgemein keinen großen Raum in Werbeagenturen einnehme. Aber das sind Leute, die noch nie in einer gearbeitet haben und die sich vom Tischfußball in der Kaffeeküche, den endlos dröhnenden Musikstreams bei den Grafikern und der demonstrativ zur Schau gestellten Lockerheit der Mitarbeiter blenden lassen. Lasst euch von mir gesagt sein: das täuscht.

Wenn man Werbung macht, ist man ohne Unterlass auf der Suche nach einer Idee. Man krebst verzweifelt herum, starrt allein oder im Team Löcher in die Decke, brainstormt stundenlang mit den anderen und vertut sinnlos Zeit bei einer Internetrecherche, die doch irgendwann in ein Surfen abgleitet. Nach einiger Zeit hat man dann meistens jede Menge Einfälle, von denen man zunächst nicht weiß, ob sie etwas taugen. Für gewöhnlich tun sie das leider auch nicht, denn wenn man sie freudestrahlend dem Kollegen oder Chef erzählt, runzelt der häufig nur ratlos die Stirn. Manche Ideen muss man natürlich erst noch ganz stark verändern, abwandeln, oder, wie viele sagen: »rundlutschen«, bis sie passen und mitunter haben sie dann mit dem eigentlich zugrunde liegenden Gedanken nicht mehr viel zu tun. Das heißt nicht, dass die Idee dann nicht mehr so gut ist. Obwohl, doch. Eigentlich ist die rundgelutschte immer schlechter als die ursprüngliche.

Hin und wieder passiert es aber, dass eine Idee am Gehirnkasten anklopft, bei der man sofort erkennt, dass es die richtige ist. Die Idee, die alles löst, die so genau zum Problem passt, wie ein Schlüssel zu einem komplizierten Schloss – und das ganz ohne rundlutschen. So war es bei mir in diesem Augenblick. Ich hatte eine Idee und es war eine richtig gute und es war kein Zufall, dass ausgerechnet ich sie gehabt hatte. Ich atmete tief durch. Natürlich nicht zu tief, weil ich ja noch auf dem Klo saß.

Ich dachte die Idee noch einmal durch. Ja, das könnte klappen. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass so etwas funktionierte, zumindest mehr oder weniger. Natürlich gab es noch jede Menge Hindernisse auf dem Weg, aber die würden schon zu lösen sein. Verdammt, es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht ginge. Sozusagen.

Ich stellte mich ans Fenster und sah hinaus. Die See war wirklich sturmgepeitscht und alles war grau und dramatisch. Genau, wie ich das irgendwann in meinen Memoiren schreibe. Daran dachte ich damals natürlich noch nicht, aber ich muss zugeben, ich war enthusiastisch. Das kommt bei mir nicht so oft vor. Ich schaltete den Computer ein. Nach der Begrüßungsmelodie poppte ein Fenster auf, wünschte mir einen guten Morgen und wies mich in einem halben Dutzend Sprachen darauf hin, dass es von 6:00 - 10:30 Uhr im Speisesaal Frühstück gäbe. Himmel, wer steht denn freiwillig vor 9 Uhr auf, um zu frühstücken, dachte ich. Ich klickte auf ein Icon mit dem Titel »Internal Messenger«. Daraufhin wurde das interne Nachrichten-System erklärt, das den Austausch zwischen den Teilnehmern erleichtern sollte. Man konnte Gruppen einrichten und sogar bestimmte Konferenzräume buchen und Teilnehmer zu Veranstaltungen einladen. Ich hatte noch nie viel Lust gehabt, Bedienungsanleitungen zu lesen und so drückte ich ungeduldig auf »Next«, »Next«, »Next«, bis ich durch die Anleitung durch war. »Haben Sie alles verstanden und sind Sie mit den Nutzungsbedingungen einverstanden?« Klar, war ich das. Und zwar sowas von. Ich erstellte eine neue Nachricht und schrieb auf Englisch einfach drauf los. »@Anderson: Hallo, Dr. Anderson. Ich habe die Lösung für unser Problem und möchte mit Ihnen darüber sprechen. Kommen Sie doch mal vorbei und bringen Sie gleich eine Flasche Champagner mit. Und natürlich ein paar Nutten.« Dann schnell auf »Send« geklickt. Das mit den Nutten war natürlich nur so ein Werber-Witz, ich hoffte, dass er das nicht missverstehen würde. Ich weiß nicht, warum ich das überhaupt geschrieben habe, ich war eben übermütig.

Keine zwei Minuten später klopfte es an meiner Tür. Es war aber nicht Anderson, sondern irgend so ein anderer Typ – dunkler Anzug, Scheitel links, keine besonderen Kennzeichen. Wie dieser Agent Smith aus der »Matrix«-Filmreihe. Nur dass mein Besucher bestimmt keinen Elben in ›Der Herr der Ringe‹ spielen könnte. Er erklärte mir, dass ich die Nachricht »an alle« geschickt hätte und dass ich das in Zukunft doch unterlassen soll, sonst würden mir meine Kommunikations-Privilegien entzogen. Hoppla, das war mir aber peinlich. Ich entschuldigte mich natürlich sofort. Ich wollte die Entschuldigung auch gleich an alle schicken, aber der Mann hielt mich davon ab. Dann wollte er wissen, was ich mir überlegt hatte. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, meine Idee nur Anderson persönlich zu vorzustellen, weil ich schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, wenn Ideen weitererzählt werden; sie werden dann oft bis zur Unkenntlichkeit verwässert und verändert.

Aber jetzt war ich so eingeschüchtert, dass ich sie ihm erzählte. Hatte ich wirklich etwas von Nutten geschrieben und an alle geschickt? Allein der Gedanke ließ mich erröten.

Als ich fertig war, runzelte er die Stirn. Dann sah er mich an, schweigend. Ich runzelte ebenfalls die Stirn und hob meine linke Augenbraue. Mein Spock-Gesicht, das kann nicht jeder. Ich kann es sogar wahlweise mit der linken oder der rechten.

»Meinen Sie das ernst?«, fragte er dann.

»Ich habe in meinen ganzen Leben noch nie etwas so ernst gemeint.« Er sah mich etwas verunsichert an.

Ich schluckte und nickte langsam. »Ich meine es ernst. Wirklich.« Es ist schwierig, für voll genommen zu werden, wenn man als oberflächlicher, flattriger Werber verschrien ist.

Und wenn man gerade in alle Welt hinausposaunt hat, dass der Chef der ganzen Chose mit Schampus und Nutten vorbeikommen soll, trägt das auch nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit bei.

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