M.P. Anderfeldt - Das Messias Casting

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Eine rätselhafte Serie von Selbstmorden erschüttert die Welt. Plötzlich und anscheinend ohne Grund bringen junge Menschen sich einfach um.
Fieberhaft sucht die rasch gegründete, internationale Taskforce nach einer Lösung für das Problem. Da kommt ein Lösungsvorschlag aus einer ganz unwahrscheinlichen Ecke: Wir brauchen wieder einen Messias – es muss ja kein echter sein.
Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten führt die Gruppe um die ganze Welt. Sie bemerken nicht, dass sie längst selbst zu Gejagten geworden sind. Denn mit ihrer Idee haben sie sich mächtige Feinde gemacht …

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»Wir haben die Mittel, glauben Sie mir.« Dr. Anderson lächelte immer noch und von da an konnte ich ihn nicht mehr leiden. Zum Glück ist es mir als Freelancer scheißegal, ob mein Auftraggeber sympathisch ist oder nicht. Ein echter Vorteil, wenn man frei ist. Ein paar Tage halte ich es auch mit einem Idioten aus, aber für eine Festanstellung würde ich mir einen anderen Chef wünschen.

»Doch nun zu unserem Thema«, fuhr er fort. Wie durch Zauberhand erschien das Gesicht des Mädchens auf der Wand hinter ihm. Sasoko, nein: Setsuko , erinnerte ich mich. »Natürlich kennen Sie das Gesicht und Sie haben von der Selbstmordserie gehört, die auf diesen ersten Gruppenselbstmord folgte.« Viele Zuhörer nickten. »In letzter Zeit haben sie vermutlich kaum noch etwas darüber in den Medien gefunden. Vielleicht denken Sie, dass das nun zu Ende ist oder zumindest nachgelassen hat.«

Wieder blickte er in die Runde. Wieder nickten einige, andere zuckten gleichgültig die Schultern. Ich dachte: Das Thema ist durch, Mann, komm zur Sache.

»Ich versichere Ihnen: Das trifft nicht zu. Es geht weiter, dramatischer denn je.« Auf der Leinwand wurde eine nach oben zeigende Kurve sichtbar. »Wir unterdrücken nur jegliche Information zu diesem Thema, weil wir eine Panik befürchten.« Ein Raunen ging durch den Saal. Damit hatte wohl niemand gerechnet. Naja, ich zumindest nicht.

»Überrascht? Das freut mich, denn das bedeutet, dass wir einen guten Job gemacht haben. Das ist aber eine unserer leichtesten Übungen«, sprach er weiter. »Denken Sie also genau nach, bevor Sie jemandem von diesem Treffen erzählen.« Der Beamer verlosch und Anderson schien allein im dunklen Raum zu stehen, von einem einzelnen Scheinwerfer angeleuchtet. Durchaus effektvoll.

»Jetzt fragen Sie sich, was Sie damit zu tun haben.« Er stieg elegant von der Bühne und spazierte zwischen den Tischen herum. Der Spot folgte ihm wie angenagelt. »Sie, Ladies und Gentlemen,« er nickte einigen seiner im Halbdunkel verborgenen Zuhörer zu, »wurden ausgewählt, weil irgendjemand glaubt, Sie könnten eine Antwort finden. Eine Lösung für dieses womöglich größte Problem der Menschheit. Vielleicht hat einer von Ihnen eine Idee, wie wir das Töten stoppen können. Bevor es zu spät ist … und wir eine ganze Generation verlieren.« Na, das war jetzt aber starker Tobak. Das war übertrieben, oder? Jetzt hatte er mich verunsichert. Der letzte Satz hatte gesessen.

Schweigend ging er weiter. Obwohl die Menge im Dunkel lag, erkannte ich Kopfschütteln, Schulterzucken und andere Gesten der Verwirrung. Deswegen waren wir hier? Das war doch völliger Unsinn. Ich bin Werbetexter, von mir aus auch Konzeptioner oder Creative Director. Und ich soll die Welt retten? Dann doch eher der Forscher neben mir. Vielleicht konnte der eine Pille erfinden, die alle Menschen glücklich machte. Aber bestimmt fiel das auch nicht in sein Metier.

Anderson wartete nicht, bis sich die Verwunderung seiner Zuhörer gelegt hatte, und sprach weiter: »Auf Ihren Zimmern finden Sie jede Menge Material zu den Vorfällen. Material, von dem Sie sich keine Vorstellung machen. Außerdem eine Liste der übrigen Teilnehmer. Treffen Sie sich, sprechen Sie miteinander. Finden Sie Antworten. Wenn Sie Hilfe brauchen, werden wir Ihnen jede erdenkliche Unterstützung geben. Jede . Meine Damen und Herren, es geht um das Überleben der Menschheit. Wir zählen auf Sie.« Das Licht verlosch und für ein paar Sekunden war der ganze Saal dunkel.

Das Licht ging an und ich sah mich unauffällig um. Ich wusste nicht recht, wie ich reagieren sollte und so beschloss ich, zu beobachten, was die anderen machten. Pathos ist mir zuwider. Wir zählen auf Sie – dass ich nicht lache. Wenn der Typ so eine Rede in einer Werbeagentur abgelassen hätte, hätte bestimmt jemand unauffällig ein paar Takte einer dramatischen Musik aus seinem Smartphone hervorgezaubert. Independence Day oder so etwas. Ja, Werbeagenturen und Pathos, das verträgt sich nicht.

Mein Tischnachbar hatte seine Brille abgenommen und strich sich mit der Hand übers Gesicht. Meine weiteren … soll ich sie Kollegen nennen? Mitgefangenen? Auserwählten? Sie verhielten sich jedenfalls ruhig. Ich sah jede Menge betroffene Gesichter und nur wenige ungläubige Mienen. Einen Tisch weiter sah ich auch eine ausgesprochen attraktive junge Dame. Schlank, dunkler Teint, fein geschnittenes Gesicht, blond gefärbte, schulterlange Haare. Schwer einzuschätzende Ethnie, aber das sind ja oft die hübschesten. Vielleicht Mittelmeerraum oder Südamerika, sie könnte aber auch einen asiatischen Einschlag haben. Ihre schlichte, weiße Bluse war aufregend weit aufgeknöpft. Sorry, dass ich mich von einer schönen Frau ablenken ließ, wo ich mich doch auf die Rettung der Welt konzentrieren sollte, aber ich bin eben auch nur ein Mann.

Alle Männer sind übrigens so, die meisten sind nur zu verlogen, um es zuzugeben. Ich wette, sogar der edle Offizier auf der Titanic, der einer Dame ins letzte Rettungsboot geholfen hat, hat dabei in ihren Ausschnitt geschielt, bevor er wieder auf selbstloser Held umgeschaltet hat und auf dem sinkenden Schiff zurückgeblieben ist. Wir Männer sind so programmiert. Ich beschloss jedenfalls, dass ich es irgendwie einfädeln musste, die Blonde näher kennenzulernen. Und das möglichst noch vor dem Ende der Welt. Was auch immer ihr Metier war, ich war sicher, es würde sich hervorragend mit meinem ergänzen. Und wenn alle Stricke rissen und wir »eine Generation verlieren«, würden wir die Welt eben wieder mit unseren hübschen Babys füllen.

Die Veranstaltung war zu Ende. Uns wurde gesagt, dass wir uns ausruhen sollten, die meisten hätten eine lange und anstrengende Anreise gehabt. Am nächsten Tag werde dann die Arbeit losgehen. Wer es aber nicht erwarten könne, der dürfe sich selbstredend jederzeit in das Thema einarbeiten, das Material stehe selbstverständlich schon bereit.

Ich wollte mir lieber noch an der Hotelbar einen kleinen Absacker genehmigen, aber zu meiner Enttäuschung war die Bar geschlossen. Ich hoffte inständig, dass das kein Dauerzustand war.

Mein Zimmer spiegelte leider nichts vom gediegen-antiquierten Charme der Lobby wider, sondern war so funktional und fantasielos eingerichtet wie jedes andere, x-beliebige Hotelzimmer der westlichen Welt.

Zunächst interessierte mich der Inhalt der Minibar. Ich trinke nicht gern allein, aber ich hatte das Gefühl, dass ich mir jetzt ein Schlückchen verdient hatte. Schließlich sollte ich die Welt retten. Leider fand ich in der Minibar nur Säfte, Mineralwasser und Cola. Super, wie bei einem Pfadfinderausflug. Wie sollte ich mich da entspannen? Auf dem Schreibtisch stand ein gut ausgestatteter PC (leider kein Mac) mit einem prächtigen Flachbildschirm, einer etwas seltsamen, ergonomischen Tastatur, aber natürlich ohne Internetanschluss. Ich schaltete die Kiste ein und klickte lustlos herum. Vielleicht könnte ich ja eine Partie Reversi spielen, oder welche Spiele auch immer heutzutage bei Windows vorinstalliert waren.

Der Server, auf den ich Zugriff hatte, war vollgepackt mit Dokumenten, Statistiken, Videos und Analysen zu den Selbstmorden. Vielleicht nicht ganz das Richtige, um danach gut zu schlafen, aber meine Neugier war geweckt. Ich überflog einige Dokumente und sah, dass das Phänomen wirklich ein globales Problem war, wobei es aus manchen Ländern natürlich kaum zuverlässige Zahlen gab. Alles konnten diese Typen also auch nicht organisieren.

Ich fand unzählige wissenschaftliche Artikel, die versuchten, die Ursache der Selbstmorde aufzudecken. Zum Glück stand bei jedem der Artikel eine auch für Laien verständliche Synopsis. Die meisten stellten fest, was die Selbstmord-Epidemie nicht war. Es war kein Virus, keine Epidemie. Eine Verbreitung durch Krankheitserreger irgendeiner Art schien ausgeschlossen. Aber auch der Nachahmer-Effekt spielte nur eine geringe Rolle, es kam auch zu Selbstmorden von Jugendlichen, die kaum etwas über das Phänomen gehört haben dürften, etwa im Iran und auf einer entlegenen Insel in der Südsee. Ich fand Alterspyramiden, danach waren die meisten Opfer zwischen 14 und 21, mit der Spitze bei 17 bis 18 Jahren. Etwas mehr junge Frauen als Männer töteten sich, aber, auch das wurde erklärt, das dürfte daran liegen, dass Selbstmorde junger Männer mitunter aus der Statistik fielen, weil sie häufiger wie Unfälle aussahen, z.B. wie eine Motorradkarambolage oder ein Sturz beim Klettern. Bis jetzt wenig Überraschendes. Ich hatte mich bisher zwar nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt, aber all diese Fakten hatte ich schon mal irgendwo gehört. Ich fragte mich, wo nun das Exklusivmaterial war.

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