Cristina Zehrfeld - Mimi Superstar

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"Mimi Superstar" berichtet humorvoll über die Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Bereits als sich die Ich-Erzählerin im Tierheim eine Katze aussucht, wird klar, wer künftig der Chef im Hause sein wird. Trotzdem steht nicht Katzenvergötterung im Mittelpunkt, sondern der lockere Umgang mit Marotten, die sich außer der Katze keiner leisten darf.
Der Leser erfährt, dass Singvögel mit Leberwurstbroten vergleichbar sind. Es gibt schelmische Ratschläge, was zu tun ist, wenn die Katze klatschnass und mit fischigem Mundgeruch nach Hause kommt. Es wird enthüllt, was es mit der Bewegung «Occupy Dining Table» auf sich hat, warum Katzen ausgerechnet zu Weihnachten eine Hungerkur einlegen, wer zu Silvester der wahre Hasenfuß ist und warum ausgerechnet Mimi die Päpstin unter den Katzen ist.
Schließlich wird auch noch handfest bewiesen, dass ein fehlender Schwanz bei einer Katze kein Handicap ist, sondern eine publicityträchtige Sensation.

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Aber das Wetter war prächtig. Auch wenn an Freigang noch nicht zu denken war: Ich wollte Mimi wenigstens zeigen, dass sie einen Garten ihr eigen nennen durfte, dass es ein Revier außerhalb der Wohnung gab und dass es sich lohnte mich zu lieben, weil eine Katze es nach der vorgeschriebenen Eingewöhnungszeit einfach wunderbar bei mir hat. Also nahm ich Mimi fest in den Arm und ging mit ihr zur Hintertür hinaus in den Garten.

Hui!!! Ich brauchte beide Hände und alle mir zur Verfügung stehenden Kräfte. Ich setzte mich mit Mimi auf die Sommerbank. Meine Probekatze setzte alles daran, die Probezeit ein für allemal zu beenden. Es gelang ihr NICHT. Nach einer Viertelstunde schloss ich die Hintertür wieder hinter uns. Von meinem kühnen Experiment war ich nicht mehr gänzlich überzeugt: Die Katze ließ sich durch nichts und niemanden von der Hintertür abdrängen. VOR dem Gartenausflug nahm Mimi mir nur übel, dass ich sie entführt habe. Nach dem Gartenausflug wusste sie, dass ich sie darüber hinaus auch noch widerrechtlich einsperre.

Am nächsten Tag hatte sie sich wieder beruhigt. Das Wetter war noch immer prächtig. Ich war in Siegerlaune, also ging ich mit einer ungesund üppigen Portion Übermut zur Hintertür hinaus und ließ die Tür wie zufällig für Mimi offen. Sie kam, schlich noch einmal um meine Beine und verschwand schnurstracks durch eine Hecke zum Nachbarn. Von dort eilte sie durch Zypressen zum übernächsten Nachbarn und entschwand endgültig meinen Blicken. Noch war ich optimistisch und siegesgewiss. Ich dachte mir, Mimi würde eine Erkundungsrunde gehen und treu und brav zu mir zurückkommen. Spätestens wenn ich „Mimi“ rufe . Ich setzte mich also seelenruhig in einen Gartenstuhl und nutzte die Zeit, um meinen „Probevertrag über die Vermittlung einer Katze“ zu studieren. Bei Absatz drei schwand meine Seelenruhe. Ich stand auf, um Mimi zu suchen. Selbstredend war das Tier nirgends zu sehen. Ich rief „Mimi“, aber Mimi hatte sich doch noch nicht an ihren Namen gewöhnt. Mir wurde etwas schwindlig und flau im Magen. Ich setzte mich wieder und nahm den Vertrag nochmals zur Hand. Mit zittriger Stimme las ich mir Absatz drei des Vertrages selbst vor. Ich las ihn langsam und schnell, leise und laut, vorwärts und rückwärts. Aber es wurde nicht anders. Ich hatte unterschrieben, dass ich mich verpflichte, die Katze während der Probezeit ausschließlich in der Wohnung zu halten. Im Falle der vorsätzlichen Zuwiderhandlung wurde mir mit dem sofortigen Entzug des Tieres gedroht.

8. Katzen sind intelligente Tiere

Ich brauchte eine Viertelstunde, um über den Schreck hinwegzukommen. Als das allerdings geschafft war, sagte ich mir eisern: Katzen sind intelligente Tiere.

Ich beschloss, die Rückkehr der Probekatze in aller Ruhe abzuwarten und vertrieb mir die Zeit mit hochphilosophischen Gedanken. Ich stellte mir die rhetorische Frage, warum bitte die Tierheimmitarbeiter annahmen, dass eine Katze mir davonlaufen sollte, wenn ich ihr doch größtmögliche Freiheiten zubillige, und ich ergänzte diese erste rhetorische Frage durch eine sich ganz logisch anschließende zweite rhetorische Frage, die da lautete: Welchen Grund zu freiwilliger Rückkehr sollte bitteschön eine Freiheit liebende Katze haben, wenn ich sie vorher sechs Wochen lang in meiner Wohnung eingesperrt habe? Ich sagte mir nochmals, dass Katzen intelligente Tiere sind. Um genau zu sein: Ich redete mir mit Engelszungen ein, dass Katzen hochintelligente Tiere sind. Ein solch hochintelligentes Tier würde also gewiss die ihm zugebilligte Freiheit zu schätzen wissen, ohne sie unnötig zur Flucht zu missbrauchen. Eine hochintelligente Katze musste wissen, dass ein Mensch, der sie sofort hinauslässt, sofort, also ohne sechs Wochen Wohnungsinhaftierung, dass so ein Mensch sie immer wieder hinauslassen würde, dass also so ein Mensch ein guter Mensch ist.

Die Wirkung der mir gestellten rhetorischen Fragen hat nach einer weiteren Viertelstunde merklich nachgelassen. Womöglich, so dachte ich mir, wird die Intelligenz von Katzen einfach überschätzt. Vielleicht werden schwanzlose Katzen auch schnell kopflos. Vielleicht haben schwanzlose Katzen auch überhaupt keinen Orientierungssinn. Siedend heiß fiel mir ein, dass die Tiervermittlerin mir gesagt hatte, dass ich jederzeit mit unangekündigten Kontrollbesuchen zu rechnen hätte. Jederzeit! Oh Schreck, dachte ich, es ist schönes Wetter, geradewegs ideales Wetter für einen Kontrollbesuch. Ich spähte auf die Straße und fuhr erschrocken zusammen, weil ein Auto hielt. Mein Herz fing an zu rasen, als eine Frau ausstieg und zu mir herüber grüßte. Dann erkannte ich die Tochter meines Nachbarn Heribert Blumenfeld. Ich grüßte zurück, allerdings lagen inzwischen meine Nerven blank. Ich versuchte, mich zu beruhigen und legte mir schon mal gute Ausreden fürs Tierheim zurecht. Zuerst wollte mir überhaupt nichts Brauchbares einfallen. Schließlich schwankte ich zwischen: Die Katze hat sich durchs gekippte Fenster gezwängt. Und: Ich musste die Türen öffnen, weil sich beim Mittagessenkochen eine Giftwolke gebildet hatte. Vermutlich kannten die Tierheimmitarbeiter bereits beide Ausreden zur Genüge. Gewiss würden sie mich umgehend der Flunkerei bezichtigen, die Probekatze Mimi mit einer Polizeistaffel suchen lassen, mir die dafür entstehenden Kosten aufs Auge drücken und mich über ein internes System bundesweit als „zur Haltung einer Katze ungeeignet“ brandmarken.

Ich war in Bezug auf die bessere Ausrede noch unentschieden und grübelte hin und her, als eine schwanzlose Katze neben mir auf die Sommerbank sprang. Mimi! - Ich hatte es ja von vornherein gewusst: Katzen sind intelligente Tiere.

9. Von sichtbaren Katzen und unsichtbaren Schwänzen

Mit ihrer ersten Rückkehr von einem Freigang hatte sich meine Probekatze Mimi das unwiderrufliche Recht erworben, wann immer sie wollte durch die Gärten zu streichen. Mochte nun auch im „Probevertrag über die Vermittlung einer Katze“ stehen, dass ich noch keine Befugnis hatte, Mimi Freigang zu gewähren: Ein einmal erworbenes Recht lässt eine Katze sich nicht streitig machen. Niemals! Mimi war da keine Ausnahme. Außerdem hatte ich nicht die mindeste Lust, Mimi einzusperren. Während nun aber Mimi ihre ersten Erkundungstouren unternahm, musste ich immer deutlicher erkennen: Diese Katze ist nicht unsichtbar!

Das verblüffte mich außerordentlich, denn meine vorherige Katze mit Namen Herta war sehr wohl unsichtbar gewesen. Zumindest ein bisschen. Höchstens zwei oder drei Nachbarn wussten dereinst, dass die schwarze Katze Herta bei mir wohnte. Alle anderen wussten es nicht, und alle anderen interessierte das auch nicht. Zum einen lag das sicher daran, dass alle Katzen nachts grau sind. Schwarze Katzen sind aber nicht nur nachts grauer als andere Katzen, sondern auch bei Tage fast nicht zu sehen. Außerdem treiben sich in unserer Siedlung so viele wohlgenährte Katzen herum, dass niemand eine Katze außer der eigenen wahrnimmt. Auch ich kannte nie alle Katzen in unserer Siedlung. Früher waren mir freilich die Hausfreunde und Intimfeinde Hertas bekannt. Alle anderen Katzen sah ich, und sah sie doch auch nicht. Es waren ihrer einfach zu viele, um ihnen allen die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Mimi allerdings wurde überall die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Sie wurde von niemandem, aber auch überhaupt gar niemandem übersehen, und sie wurde überall sofort Gesprächsthema. Zwei Tage nach Mimis erstem Freigang konnte ich keine zwei Schritte mehr vors Haus gehen, ohne dass irgendein Nachbar mir schon von weitem zurief: „Sag mal, deine Katze hat ja gar keinen Schwanz.“ Zuerst tat ich überrascht und rief zurück: „Ach nee?“ oder „Willst Du mich veräppeln?“ Bald darauf verlegte ich mich auf: „Doch schon, aber der ist unsichtbar.“ Es nützte aber nichts. Ich hatte das Potential von Mimis nicht vorhandenem Schwanz eklatant unterschätzt. Die ganze Siedlung sprach bald von nichts anderem mehr, als nur immerzu von Mimis nicht vorhandenem Schwanz. Das fehlende Körperteil hielt sich hartnäckig als beliebtes Gesprächsthema. Es hielt sich hartnäckiger als eine Diebstahlserie, die zu jener Zeit die Gemüter der Siedler erregte, hartnäckiger sogar als die überraschende Scheidung der Kunzmeiers, obwohl doch Herr Kunzmeier seine Frau sogar mit dem Messer bedroht hatte. Ich hatte also Gelegenheit meine Katzenschwanz-Antwort zu variieren. Ich verlegte mich auf Erwiderungen wie: „Seit wann haben Katzen Schwänze?“, „Schwänze sind aus der Mode.“ und „Den musste ich als Pfand noch im Tierheim lassen. Nächste Woche darf ich ihn abholen.“ Ganz allmählich hat das Interesse an dem fehlenden Schwanz dann doch nachgelassen. Dennoch kann ich nur wirklich nervenstarken Katzenfreunden zur Anschaffung einer unbeschwänzten Katze raten.

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