Klaus Hoffmann - Reicker - Der Tigeraffe

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Den ersten deutschen Krimi und die Ode an die Freude schrieb nicht zufällig Schiller in Dresden.
Die bis heute bedeutendste deutsche Geschichte stammt von E. Vehse. Die 48 Bände enthielten soviel Sprengstoff, daß kaum eine Bibliothek mehrere Bände besitzt. Google kopiert seine E – Buch – Reihe in amerikanischen Universitäten. Dresdens größter Romancier wurde vergessen, weil er ein polnisches Pseudonym wählte.

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Als Ästhet im Militärstaat Preußen

Johann Joachim Winckelmann wurde 1717 als Sohn eines Flickschusters zu Stendal in dürftigste Verhältnisse geboren. Da der Soldatenkönig in eben jenem Jahr die allgemeine Schulpflicht für sein Land einführte, konnte Winckelmann wenigstens die Volksschule besuchen. Dort fiel seine Sprachbegabung auf; er wurde an der Stendaler Lateinschule untergebracht. Da er dem erblindeten Rektor Jesajas Wilhelm Tappert zur Hand ging und den anderen Teil des Schulgeldes als fahrender Kurrendesänger einbrachte, dufte er bleiben. Rektor Tappert förderte ihn besonders in Latein und Griechisch. Er brachte ihn schließlich am Cöllnischen Gymnasium in Berlin unter. Sein Berliner Lehrer Christian Tobias Damm legte schließlich die Grundlagen für seine gesamte spätere Entwicklung. Bei ihm hat er die Leitthese für seine späteren Werke aufgesogen: „ Die Griechen müssen noch Heute nachgeahmt werden, wenn etwas Beifallwürdiges zum Erscheinen kommen soll.“

Als einziger Studienweg, der für ihn möglich war, bliebt das Theologiestudium, da Friedrich Wilhelm I. Militärseelsorger brauchte. Winckelmann fand aber nur höchst selten den Weg zu Vorlesung oder Seminar, er studierte statt dessen in allen erreichbaren Bibliotheken griechische Literatur. Als ihm 1743 eine Stelle als Konrektor an der Lateinschule in Seehausen südlich von Wittenberg angeboten wurde, brach er die fruchtlosen Studien ab. Er schreibt darüber: Wenn ich zuweilen an den Schulstand zurückdenke so wundert mich, daß ich meinen Nacken unter der Last und dem Stolz eines vermaledeiten Pfaffen so lange habe beugen können. Von den Kindern weiß er nur noch, daß er Schüler mit grindigen Köpfen das ABC lesen ließ, während dessen er sich nichts sehnlicher wünschte zur Kenntnis des Schönen zu gelangen und Gleichnisse aus dem Homer zu beten. Nebenbei betrieb er weiterhin kulturhistorische Studien. Die Konspekte und Exzerpte, die dabei entstanden, bewahrt heute die Bibliotheque Nationale Paris auf.

Vaterlandsgefühle für Sachsen

JJ Winckelmann A Kaufmann Winckelmann war homosexuell es wird - фото 7 J.J. Winckelmann ( A. Kaufmann)

Winckelmann war homosexuell, es wird angenommen, daß sein phänomenaler Aufstieg dieser Neigung geschuldet war. 1748 wurde er in eine Stelle als Bibliothekar beim Grafen Heinrich von Bünau ( 1697 –1762 ) auf Schloß Nöthnitz vermittelt. Bünau verfügte über eine exzellente Büchersammlung von 42 000 Bänden. Dort lernte er auch den Nuntius des Papstes Monsignore Albergo Archinto kennen und schätzen, der ihm eine Stelle in den vatikanischen Bibliotheken Rom anbot, um an Ort und Stelle seinen Sinn für die Geschichte der Bildenden Kunst zu vervollkommnen. Winckelmann trat zum katholischen Glauben über. 1754 kündigte er deshalb seinen Dienst beim Grafen von Bünau und zog nach Dresden zu seinem Freund Adam Friedrich Oeser in die Königstraße 10. Der Hofmaler gab ihm Zeichenunterricht wie vor ihm Goethe und schulte Winckelmanns Auge für Kunst. Oeser öffnete ihm die Dresdner Kunstsammlungen und Königliche Bibliotheken und regte ihn auch zu seiner ersten Veröffentlichung an.

Bei einem dieser Studiengänge war Winckelmann zu den Herkulanerinnen gelangt. Ihr Eindruck auf ihn war derart überwaltigend, dass er seine Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst doch zu Papier brachte. Gedruckt 1755 in Dresden – Friedrichstadt. Diese kleine Schrift machte Winckelmann in kurzer Zeit in ganz Europa bekannt: da war ein Aufklärer, der mit dem verspielten, überladenen Barock und Rokoko abrechnete und dieser Kunstepoche seine These entgegenstellte – edle Einfalt, stille Größe . Mit diesem Satz hat Winckelmann den Geist des deutschen Klassizismus und den der Weimarer Klassik entscheidend beeinflußt und geformt. Goethe bereiste Italien 1786 und 1788 unter diesem Aspekt.

Der sächsische Kurprinz Friedrich Christian erkannte Winckelmanns Bedeutung. Er war 1738 auf seiner Italienreise sowohl in Pompeji als auch in Herculaneum gewesen und wünschte von einem Fachmann auf dem laufenden gehalten zu werden. Der Prinz erwirkte bei seinem Vater König August III. ein Stipendium in Höhe von 200 Talern jährlich für Winckelmanns Kunststudien. Schließlich hatte der Kunstwissenschaftler bereits in Dresden geäußert: Ich werde aber den Schluß nicht machen können, ehe ich nicht Neapel gesehen; denn die Zeit, in welcher diese Statuen gearbeitet sind, muß durch Vergleichung der Herculaneischen wo möglich bestimmt werden.

So ist es gekommen, daß die Wettiner auch einen wesentlichen Beitrag für die Herausbildung der deutschen Literatur der Klassik leisteten.

Der Aufseher über die Altertümer des Vatikan

Doch zu der Zeit war der Autor bereits in Rom. Er wohnte zunächst bei Kardinalstaatsekretär Archinto und nach dessen Tod bei Kardinal Albani in enger Nachbarschaft zu dem Maler G. B. Casanova und dem Antikenrestaurator Piranesi Cavaceppi. Sein Freund war der Maler Anton Raphael Mengs, der ihn auf Grabungsstätten, Gemälde und Plastiken in den vatikanischen Sammlungen aufmerksam machte.

Durch den Katalog zur Gemmensammlung (1760 ) des Barons Stosch wird er in mehrere wissenschaftliche Akademien aufgenommen.

1762 besuchte er in Begleitung des Grafen Brühl mehrmals Neapel und seine Ausgrabungsstätten und erläuterte dem sächsisch – polnischen Staatsminister schwierige Punkte der Altertümer und deren Mythologie.

Papst Benedikt XIV. empfängt ihn danach in einer Privataudienz bereits als angesehenen Gelehrten von europäischen Rang. 1763 ernennt ihn Papst Clemens XIII. zum Oberaufseher aller vatikanischen Altertümer. Das war genau die Stellung, die Winckelmann brauchte, um seine Geschichte der Kunst des Altertums ( 2 Bände, Dresden 1764) zu beenden. Er hatte zwei gebildete Mönche als Assistenten und brauchte keine 10 Stunden im ganzen Jahr arbeiten.

1768 auf der Rückreise von Augsburg nach Rom wurde er in Triest von dem vorbestraften Francesco Arcangeli ermordet. Allerdings die Hintergründe dieser Tat sind bis heute ungeklärt. Man vermutet einen Auftragsmord.

Als Seume 1802 zu Fuß nach Syracus wanderte und in Triest im gleichen Hotel Station machte, kannte man nicht einmal Winckelmanns Grab mehr.

Der Schöpfer unserer modernen Kunstwissenschaft

Angefangen hat alles wie bereits gesagt in Dresden mit dem Anblick der beiden Herkulanerinnen. Winckelmanns unbestrittenes Verdienst ist es bis heute, die geistige Aneignung der griechischen Antike aus dem Raum der antiquarischen Buchstabengelehrtheit zur sinnlich – erotischen Wahrnehmung geführt zu haben.

Auf ihn geht letztlich unsere Bevorzugung des hellenistischen Erbes gegenüber der römischen Antike zurück, was genau genommen wieder mit Sachsen zu tun hat. Der Aufklärer Winckelmann stellt dem römischen Cäsarendespotisnus bewußt die griechische Demokratie gegenüber, schließlich hatte er in Dresden so etwas wie funktionierende demokratische Strukturen erlebt. Goethe überwand Winckelmanns Forderung nach Kopie des Griechengeistes trotzdem. Für ihn war das eine nicht zu vertretende Einengung seines Schöpfertums. Das Nachahmungsprinzip erstickt schließlich die lebendige Kraft der Entwicklung. Die Formel Antike – Schönheit – Lebenssteigerung haben auch wir noch immer in einer versteckten Ecke unseres Gehirn gespeichert. Das geht auf Winckelmann zurück.

Zu dem herausragenden Ereignis Klassik haben dies erst die Germanisten und Kunstwissenschaftler gemacht. Es war Hofrat Karl August Böttiger der u.a. 1805 forderte die antiken Kostbarkeiten wie die Herkulanerinnen durch Abgüsse in Ton oder Porzellan, durch Nachbildungen der verschiedensten Art zu verbreiten, um so geschmacksbildend auf weite Kreise der Bevölkerung Einflusse zu nehmen. Seine und anderer Worte wurden gehört, damit war Geld zu verdienen. Die Herkulanerinnen fanden ihren Platz in Galerien, in Parks, Schlössern. 1788 ließ Detlev Graf von Einsiedel ( 1737 – 1810) die Große Herkulanerin als Eisenguß in Lauchhammer herstellen und vor seinem Schloß Mückenberg aufstellen. Die Kleine Herkulanerin bekam einen viel exklusiveren Platz. Sie wurde 1791 in Eisen gegossen und auf dem Ofen in der Bibliothek des Berliner Stadtschlosses durch König Wilhelm II. aufgestellt.

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