G. J. Wolff - Zerstörung

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Eine ethnische Minderheit lebt zwar weit weg vom Heimatstaat in einem fremden Land, fühlt sich jedoch wie im Paradies, da es diesem Volk erlaubt ist, in seiner eigenen Welt zu leben. Das ändert sich, als eine neue Regierung keine ethnischen Minderheiten mehr duldet und alles unter Kontrolle bringen will. Die Menschen erfahren nun den zunehmenden Terror des Staates, der schließlich in einer ethnischen Säuberung endet. Und von nirgendwo war Hilfe zu erwarten.

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„Ach, mit ihren eigenen Leuten ist doch nichts anzufangen. Ungebildet, faul und unzuverlässig. Wir erleben sie doch jeden Tag so.“

„Das werden sie zu ändern versuchen. Und vielleicht gelingt es, wenn sie ihre Leute bilden.“

„Du musst verrückt sein! Mit diesen Faulenzern und Dummköpfen ist doch nichts anzufangen!“, rief der Großvater empört aus.

„Dann werden sie es sicher an uns auslassen, wenn es nicht gelingt.“

„Dann werden wir uns wehren!“, wiederholte Martin.

„Mit Mistgabeln?“ Der Vater schüttelte den Kopf. „Die haben Polizei und Soldaten. Unser Vaterland ist weit weg, hat keine direkte Grenze zu uns und kann uns nicht helfen. Niemand kann uns helfen. Wir werden nur hoffen können, dass es ihnen genügt, dass wir friedlich neben ihnen leben wollen. Gnade uns Gott, wenn ihnen das nicht genügen wird!“

Die Anwesenden sahen den Vater erschrocken an.

„Dann sollten wir vielleicht den Herrgott darum bitten, dass er uns beschützt!“, warf da die Großmutter ein und begann wie stets, wenn sie nicht mehr weiter wusste, zu beten.

6

„Was ist denn da los?“, fragte sich Michael mehr selbst, als seinen Bruder Martin, dem er am Samstag bei den Arbeiten auf dem Feld half.

Die beiden Brüder fuhren Jauche mit einem Wagen, auf dem sich ein Holzfass befand, hatten den Hof verlassen und kamen gerade an einem der beschlagnahmten Häuser vorbei, das sich direkt neben dem Gemeindehaus lag, in dem sich auch der Amtssitz des deotischen Bürgermeisters befand.

Vor dem Haus lauschte eine Menschenmenge einem Mann, der ihnen lautstark auf Agisisch etwas ansagte und dies mit wilden Gesten unterstützte. Immer wieder riss er die geballte Faust in die Höhe, worauf die Menge in Jubel ausbrach.

Martin hielt den Wagen, der von zwei Pferden gezogen wurde, an und nickte mit verbitterter Miene. „Da bezieht gerade der neue agisische Bürgermeister seinen Amtssitz. Und die agisischen Dienstboten jubeln ihm und seinen Beamten zu!“

Die beiden Brüder schwiegen verbittert und betrachteten die Vorgänge.

„Dann macht also der Staat ernst!“, kommentierte Michael schließlich. „In allen unseren Dörfern wird es von nun an auch eine agisische Verwaltung geben. Da braucht man sich nicht fragen, wer da von nun an das Sagen hat, sicher nicht mehr unser Bürgermeister!“

„Die Schweine!“, knurrte Martin und ballte die Fäuste. „800 Jahre lang haben sie uns in Ruhe und uns unsere Freiheit gelassen und dabei ja auch gut Steuern kassiert, weil wir gut gearbeitet haben, nicht so, wie das Gesindel da. Und jetzt setzen sie uns diese Kerle vor die Nase und wollen über uns bestimmen. Warum machen sie denn das auf einmal?“ Er blickte mit zusammengekniffenen Augen zur Menge hinüber.

„Das ist doch ganz einfach. Es ist so, wie Vater vermutete: Der neue Staat und seine Vertreter wollen zeigen, dass sie in ihrem Land die Herren sind. Sie wollen ihren Machtanspruch in ihrem ganzen Land, in jeder Stadt und in jedem Dorf und somit auch in den deotischen Dörfern durchsetzen. Das ist doch verständlich. Nur leider ist es für uns nicht schön!“

„Das lassen wir uns nicht gefallen!“, brauste Martin erneut auf.

Michael sah ihn traurig an. „Das ist alles nicht gut, da hast du Recht. Aber wir können gar nichts tun. Wir sind nur eine Minderheit und können uns doch nicht gegen diese Übermacht wehren. Wir müssen es einfach geschehen lassen!“

„Geschehen lassen, bist du verrückt?“, brauste Martin auf und stand von der Bank des Wagens auf. „Wir werden uns wehren und es ihnen zeigen!“

„Wir werden froh sein können, wenn sie uns möglichst wenig überwachen und uns in Frieden leben lassen, so sieht es aus!“, erklärte Michael.

„Ich, ich werde mir nichts gefallen lassen, da kannst du Gift drauf nehmen!“, schimpfte Martin wild.

Michael bemerkte, wie der agisische Bürgermeister und die Menge auf sie aufmerksam geworden waren und sich mit bösen Blicken zu ihnen umgedreht hatten.

„Gar nichts wirst du!“, fuhr Michael Martin an. „Hinsetzen wirst du dich und Ruhe geben!“ Er deutete auf die Menge. „Du kannst froh sein, wenn sie uns nicht zu sehr gängeln. Ich mache mich auf das Schlimmste gefasst!“

Martin stand noch kurz sprachlos, angesichts der Worte seines Bruders, da, dann setzte er sich tatsächlich.

Michael gab den Pferden die Peitsche und sie fuhren unter den bitterbösen Blicken der Agisen weiter.

Die Brüder schwiegen beide eine ganze Weile.

„Das heißt, es wird nicht mehr so sein, wie bisher!“, murmelte Martin verbittert vor sich hin. „Allein schon durch die Einsetzung eines agisischen Bürgermeisters hat sich alles verändert.“

„Es ändert sich immer alles!“, wusste Michael. „Und glaube mir, wenn genügend Menschen es wollen, dann ändert sich viel. Und es gibt hier viele Menschen, die etwas wollen, viel mehr Menschen als wir es sind!“

7

„Was ist denn das für ein komisches Trampeln?“, fragte sich der Vater, der zusammen mit Martin beim Ausmisten der Kühe war. Sie schoben abwechselnd ihre mit Mist beladenen Schubkarren vom Kuhstall zum Misthaufen und kehrten mit den entleerten zu den Tieren zurück. Jetzt aber hielt der Vater inne und lauschte hinaus auf die Straße.

Martin hielt gleich darauf neben ihm und so sahen sie durch das geöffnete Hoftor hinaus, wo das Geräusch lauter und lauter wurde.

Im nächsten Moment klappte ihnen die Kinnlade nach unten und sie beobachteten sprachlos, wie ein Trupp agisischer Polizisten an ihrem Hof vorbeimarschierte.

Sie blickten sich kurz betreten an, dann stürzten sie zum Hoftor hinaus und sahen den Männern nach, die gleich darauf in das Haus neben dem Gemeindehaus, in der eine agisische Kommandantur eingerichtet worden war, abbogen.

„Das ist die angekündigte Polizei!“, erklärte der Vater seinem Sohn, was dieser eh schon verstanden hatte.

„Sie machen also ihre Absichten wahr“, ergänzte dieser verärgert.

„Wie es zu erwarten war. Es war ja wohl klar, dass sie nichts ankündigen würden, was sie dann nicht auch durchführen würden.“

„Ja, aber trotzdem habe ich es nicht so richtig geglaubt!“

„Weil wir es uns einfach nicht vorstellen konnten!“, erklärte der Vater.

„Dann haben wir jetzt also auch eine agisische Polizei im Dorf. Na ja, gut, dass wir unseren eigenen Polizisten haben und die uns nichts zu sagen haben!“, rief Martin laut aus.

Der Vater sah seinen Sohn skeptisch an. „Das wird sicher nicht so sein, Martin! Wenn der Staat alles kontrollieren will, dann wird seine Polizei auch über uns wachen.“

Martin sah ihn wütend an. „Aber sie haben uns unsere Eigenständigkeit versprochen!“

Der Vater nickte traurig mit dem Kopf. „Ja, aber das war unter der alten Regierung. Die neue hat neue Pläne. Und du weißt ja, neue Besen kehren gut.“ Er holte tief Luft. „Die Dinge ändern sich, die Dinge ändern sich dauernd.“ Er atmete nochmals tief durch. „Hoffen wir, dass es nicht so schlimm wird.“

Damit machte er sich wieder an seine Arbeit und sein Sohn folgte ihm.

8

Gleichzeitig machte auch der Großvater seine erste Begegnung mit der agisischen Polizei. „Was ist denn da los?“, fragte der er mehr sich selbst, als die Männer, die um ihn herum standen. Er hatte in aller Frühe gleich nach dem Melken wie jeden Tag die Milch in die Bezirksstadt Goldstritz gefahren und war nun schon wieder auf dem Nachhauseweg. Als er an dem vom Staat beschlagnahmten Gebäude vorbei kam, das die Agisen in den letzten Monaten unter den kritischen und wütenden Augen der Dorfbewohner renoviert hatten, war ihm natürlich sofort die Menge von Menschen aufgefallen, die vor dem Gebäude herumstand. Er hielt seinen Wagen an, stieg ab und ging zu den anderen Dorfbewohnern hinüber.

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