„Der agisische Staat will seinen Menschen ein besseres Leben ermöglichen und dazu gehört eben auch eine bessere Wohnung. In den Bergen wohnten die Menschen doch oft nur in Erdlöchern oder Baumhütten. Nun bekommen sie wenigstens diese Häuschen. Das ist doch gut für sie“, meinte die Mutter.
„Aber warum gerade in unserem Dorf?“, wollte Maria wissen.
„Das ist ganz einfach!“, wusste Anna wieder. „Es geht ihnen nicht nur darum, ihren Menschen ein besseres Leben zu schenken. Es geht ihnen vor allem darum, überall ihre Macht durchzusetzen. Und das tun sie, indem sie ihre Leute in unserem Dorf ansiedeln.“ Sie zeigte auf den Treck, der sich vor ihren Augen vorbeischob. „Zählt nur einmal die Menschen!“ Sie sah die anderen Frauen auffordernd an.
Das taten diese auch sofort.
„Mit diesen vielen Menschen bekommen die Agisen in unserem Dorf die Oberhand. Zusammen mit unseren Dienstboten sind sie zahlenmäßig mehr als wir und erhalten damit die Mehrheit.“ Sie nickte. „Es ist so, wie Vater sagte: Sie wollen alles in ihrem Land beherrschen.“ Nun blickte sie plötzlich traurig zu Boden.
„Was, was ist denn?“, fragte die Mutter, die es bemerkte.
„Ach, nichts!“, meinte Anna da und lächelte gezwungen. Sie sah von ihrer Mutter zur Großmutter und dann zu ihren Schwestern. Dann streifte ihr Blick über ihren Hof. Sie konnte ihrer Familie nicht sagen, was der Vater noch meinte. Dass die Agisen alles übernehmen würden. Und dass er hoffte, dass sie sie wenigstens in Frieden leben ließen.
Dann fiel ihr Blick auf die Großmutter, die in der Ecke auf einem Sessel saß und wie so oft für sie betete.
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