Friedrich Gerstäcker - Reisen Band 2
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Vier Tage hatten sie so in unendlicher Eintracht zusammen gelebt, so lange brauchte Dulcinea nämlich, einen neuen Rock, den ihr ihr Anbeter gekauft hatte, für sich zu nähen, den alten gab sie dann in die Wäsche. Hiernach hatte sie einige Auftritte mit dem kleinen Schneider, von dem sie Geld zu einigen /31/ Einkäufen verlangte und der mit nichts herausrücken wollte, und verließ dann eines schönen Tages nach dem Mittagsessen die „stille, friedliche Wohnung“, wo jetzt Merz nach zehn vergeblichen Versuchen, sie wieder zu finden, mit der Welt zürnte und über die „Undankbarkeit des weiblichen Geschlechts“ raisonnierte.
Frauen auf solche Art zu unterhalten, ist hier eine ziemlich allgemeine Sitte, und selbst Die, welche sich einer gewissen heiratsartigen Zeremonie unterziehen, können, sobald sie es wünschen, ungemein leicht wieder von ihr geschieden werden. Die Weißen scheinen die Indianerinnen mehr als Sclavinnen zu betrachten, und meistens werden solche Contracte mit dem beiderseitigen Bewußtsein geschlossen, daß sie nicht lange dauern werden. - Manchmal freilich, und öfter vielleicht wie sich in dem wilden, zügellosen Wesen dieser gesellschaftlichen Verhältnisse ausspricht, hängt das Herz dieser Mädchen mit viel innigerer und wirklich treuer Liebe an dem Mann, dem es sich zuerst ergeben, und der Fremde sieht nicht oder will nicht sehen, wie die Blume welkt und verdirbt, die er geknickt und dann - zur Seite geworfen.
Viele der Europäer geben sich aber auch mit vollem Bewußtsein einer solchen Leidenschaft hin, und zwar nicht mit dem Gedanken eines flüchtigen Rausches, nein, ein Band zu knüpfen, das für ihr Leben dauern und ihr irdisches Glück gründen soll. Es sind dies meist junge, sehr oft selbst gebildete Leute, die, von dem Liebreiz bestochen, der über dem ganzen Wesen dieser wilden, anspruchslosen Kinder liegt, zu dem Klima und Scenerie das Ihrige ebenfalls noch beitragen, eine aufbrausende, flüchtige Leidenschaft für wirkliche Liebe halten, oder wenn es selbst wirkliche Liebe gewesen, diese stark genug glaubten, sie für alles das entschädigen zu können, was sie in der alten Welt verließen und zu dem sie einst zurückzukehren hofften. Mit solcher Heirat aber haben sie sich die Rückkehr abgeschnitten, und schon mit dem ersten Bewußtsein dieser Tatsache, die sie ableugnen mögen so viel sie wollen so lange sie im ersten Rausche leben, die sie aber mit wenigen Ausnahmen nicht mehr bekämpfen können, wenn sie zu reiferem Bewußtsein gelangen, fängt meist diese Leidenschaft /32/ an wieder zu erlöschen. Halten sie dann den Schwur, den sie geleistet - und oh, in wie seltenen Fällen! - so sind sie unglücklich für ihr ganzes Leben, und der Verstand wirft dem Herzen jetzt in quälender Reue den Leichtsinn feiner Jugend vor. - Und halten sie ihn nicht - lieber Leser, unter dem buntfarbigen Kattun schlägt manches gebrochene Herz, und der stille Wald entweder, aus dem sie der Verführer gezogen und in den sie zurückfliehen, oder das offene Laster sind die gewöhnlichen natürlichen und unnatürlichen Heilmittel, die das arme Mädchenherz sucht, um seinen Schmerz zu verträumen - oder zu betäuben.
Bei ehelicher Liebe fällt mir übrigens eine Frau ein, die in Papetee gewöhnlich mit einem weißen allerliebsten kleinen Kind auf dem Arm herumging, und deren Anblick stets einen entsetzlichen Eindruck auf mich machte. Sie soll in früherer Zeit ihren Mann umgebracht haben, und zur Strafe ist ihr jetzt das englische Wort „Mord“ mit großen Buchstaben (die Buchstaben auf dem Kopf stehend und mit schätzenswerter Beachtung der richtigen Abtheilung des Wortes, aber gänzlicher Mißachtung jeder Symmetrie: Murder die vier ersten Buchstaben auf die linke, die beiden anderen auf die rechte Backe, in unvertilgbaren Zügen quer durch das Gesicht tätowiert. Eine entsetzliche Art, ein Brandmal aufzudrücken.
Was den tahitischen Handel betrifft, so beschränkte der sich in früheren Jahren meist nur auf Walfischfänger verschiedener Nationen, die hier nicht allein anlegten, um Erfrischungen einzunehmen, sondern auch meist noch einen kleinen Vorrat von Kattunen und Spielereien, wie den leidigen Branntwein mitführten. - Hierzu kamen noch einzelne Schiffe, die teils von Sidney, teils von Valparaiso direct nach Tahiti des Handels wegen gingen, da auch hierher die meisten auf den benachbarten Inseln gezogenen Producte zum Verschiffen gebracht wurden. Californien hat dies ziemlich unregelmäßige Verkehrssystem aber, da die Walfischfänger nur zu gewissen Zeiten hier anlegten, beinahe über den Haufen geworfen, denn sehr viele Schiffe, die teils von Australien nach Californien gingen, teils von dort zurückkehrten, liefen diese Inseln an, um ihre noch vorrätigen Waren abzusetzen und dafür einzu-/33/tauschen, was sie eben bekommen konnten. Der Markt für solche Sachen, die überhaupt in Papetce verkauft werden können, ist aber sehr bald überfüllt; ein paar Schiffe, die zu gleicher Zeit einlaufen, drücken schon die Preise herunter, und drei, vier kommen nicht auf ihre Kosten. Auch der Export ist noch gar nicht so bedeutend, eine größere Anzahl von Fahrzeugen zu beschäftigen, denn der Indianer dort läßt sich nicht, wie der Indier zum Beispiel, zur Arbeit für seine Eroberer zwingen, und seine Brodfrucht wächst ihm von selber zu. - Es wird deshalb auch noch langer Jahre bedürfen, ehe ein lebendigerer Verkehr hier hergestellt werden könnte. Die Franzosen sollen jetzt bemüht sein, europäische Colonisten hinüber zu ziehen; diese müßten sich dann aber auch freilich ihre eigenen Arbeiter mitbringen, denn sie werden die Eingeborenen nie gutwillig dazu bewegen, Hand anzulegen und mehr zu bauen, als sie zu ihrem eigenen Unterhalt brauchen.
Eines Sonntags, als ich eben wieder in der Veranda des nordamerikanischen Hotels saß und die wundervolle Bai, die reizende kleine mit Palmen bewachsene Insel und im Hintergrund die kühnen Contouren Imeos überschaute, lief eine Brig unter englischer Flagge ein, und eine halbe Stunde später hörte ich, das Fahrzeug sei nach Sidney bestimmt. So fuhr ich an Bord des neu angekommenen Schiffes Emma Prescott hinüber und bedung auch ohne weiteres Zögern meine Passage nach Sidney - an Ort und Stelle angekommen zu zahlen. Die Brig sollte nun allerdings schon am nächsten Abend unter Segel gehen, ich war aber in der Art zu oft angeführt, um mich groß zu beeilen, schaffte also nur ruhig meine Sachen an Bord und beschloß dann, den letzten Augenblick, das Lösen des Vormarsscgels, abzuwarten.
Eine Hauptsache hatte ich indes noch zu besorgen: einen Vorrat an Früchten nämlich für die Reise anzuschaffen, und hierin war mir besonders ein junger Straßburger, Herr Rollenberger, den ich dort kennen lernte, behilflich. Aus dessen Garten pflückte ich mir noch nicht vollreife Orangen selber, da die zum Markt gebrachten gewöhnlich heruntergeschüttelt werden und sich nicht die Hälfte der Zeit halten. Außerdem ver-/34/ sah ich mich noch mit Bananen, Cocosnüssen zum Trinken, Citronen für das Wasser, rotem Pfeffer für Salzfleisch und Speck - eine schöne Abwechselung gegen die herrliche vegetabilische Kost auf den Inseln - und durfte so einer Fahrt in dem ziemlich warmen Wetter mit Ruhe entgegensehen. Außerdem hatte mir der Supercargo des Schiffes auch noch eine Reihe von Sachen genannt, die er einkaufen wollte, und mit günstigem Wind konnten wir Australien leicht in drei bis vier Wochen erreichen.
Den ganzen letzten Tag in Papetee verbrachte ich übrigens auf dem Markt, um die nötigen Sachen zu bekommen, denn dieser ist auf gar wunderlich unbequeme Art eingerichtet, und so ärmlich und traurig bestellt, wie es nur immer die Faulheit der Indianer zuläßt. Die Marktgebäude bestehen aus zwei auf hölzernen Pfosten ruhenden, etwa fünfundzwanzig Schritt langen und zehn Schritt breiten Strohdächern, unter denen, was gerade eingebracht ist, feilgeboten wird. Man kann aber zehnmal des Tages hinkommen, und findet vielleicht nur an dem einen Pfosten einen Mann mit zwei Körben Orangen oder Bananen und an einem andern ein Mädchen mit vier oder fünf Stengeln Zuckerrohr. Das einzige Gute bei dem Einkauf ist, daß kein Handel stattfindet. Die Eingeborenen fordern ihren Preis, den, wenn ich nicht irre, die Regierung auf die Sachen setzt, und davon gehen sie nicht ab; wer ihnen das nicht gibt, läßt die Sache eben ungekauft. Das Schlimme aber dabei, sie binden sich an gar keine Zeit, mit ihren Waren zu Markt zu kommen, denn sie wissen recht gut, sie verkaufen Alles, was nicht eben das Alltäglichste, wie Orangen, Bananen und Kürbisse, ist, so rasch wie sie nur den Marktplatz erreichen. So sieht man sie denn bald von dieser, bald von der Seite mit ihren Stöcken auf der Schulter, von denen nach chinesischer Sitte die Waren hinten und vorn herunterhängen, langsam angeschlendert kommen, und mit derselben Ruhe stecken sie ihr Geld ein und schlendern wieder ab.
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