Friedrich Gerstäcker - Reisen Band 2

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Im März des Jahres 1849 trat Friedrich Gerstäcker erneut eine abenteuerliche Reise an. Südamerika, Kalifornien, die Südsee, Australien und Java waren seine Ziele. Dabei erlebte er den Goldrausch in Kalifornien und in Australien, suchte selbst Gold und fuhr zusammen mit Eingeborenen auf eine Südseeinsel. An Bord eines Walfängers ging es weiter, schließlich von Java aus zurück in die Heimat. Zahlreiche Romane und Erzählungen folgten den Eindrücken dieser Reise. Hier ist sein in zwei Bänden aufgelegter Reisebericht.

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Ich blieb nicht lange auf der Insel, der Platz bot nichts Freundliches, was mich dort lange hätte halten können. Vorher aber zeigte mir der Straßburger noch eine Partie Hölzer, die wie starke Kanonen geformt, aber höchstens fünf Fuß lang und ohne Mündung waren. Ein englisches Schiff hatte vor mehreren Jahren hier einlaufen wollen, scheiterte aber aus den Rissen, und die Franzosen fischten unter den an's Land treibenden Hölzern auch diese Kanonen auf, von denen der Engländer, glaub' ich, siebenundzwanzig an Bord gehabt, und die wahrscheinlich hatten dazu dienen sollen, die Franzosen einzuschüchtern — ein sehr verfehlter Zweck, denn diese nachgemachten Kanonen liegen jetzt hier wie ein von Kindern entlarvter und verlachter Popanz.

Von der Insel ab trieb ich langsam und ohne zu rudern, von einer leichten Brise fortbewegt, über die Korallenriffe, und sah unter mir nieder, gerade wie bei Imeo, die kleinen Fische spielen, und die wunderlichen Stämme und Pflanzen /23/ zu mir heraufragen. Seesterne und Igel lagen tief versteckt zwischen den zackigen Ästen und Zweigen, und wie ein Wald krystallisirter Bäume zog es sich in breiten Gebirgsstreifen und tiefen, mit blauem Nebel gefüllten Tälern unter mir hin. So muß dem Aeronauten zu Mute sein, wenn er in luftiger Höhe hoch, hoch über den Bergen und Seen des festen Landes schifft, und unter ihm Wälder und Täler, belebte Städte und Flecken wie flüchtige Nebelbilder dahinschwinden.

Ein englischer Arzt in Papetee erzählte mir besonders viel von der Vegetation der höchsten Berge, und wie da oben unter anderen eine Blume blühe, die auf keinem andern Teil der Erde vorkomme, und den lieblichsten Duft verbreite, den man sich denken könne. Er selbst hatte den Versuch gemacht, sie unten im flachen Lande fortzubringen, aber sie wollte nicht gedeihen. Der Doktor hatte in seinem eigenen Garten eine recht hübsche Sammlung tropischer Pflanzen - die Vanille von Brasilien, die Norfolktanne von Australien, die Lotosblume und den Kapasbaum von Indien und manche andere mehr, die hier alle in dem wundervollen Klima Tahitis trefflich gedeihen.

In diesen Tagen lief auch ein deutscher Walfischfänger ein: die Otaheite, und ich sah mit inniger Freude die Bremer Flagge, eine alte liebe Bekannte, von dessen Gaffel wehen. Natürlich fuhr ich gleich an Bord hinüber, und wurde von Capitain Wieding auf das Freundlichste empfangen. Die Otaheite war ein reizendes, noch ganz neues Schiff, sehr geschmackvoll, ja elegant eingerichtet und machte Furore in Tahiti.

Als ich zum zweiten oder dritten Mal auf dem Schiff war und über Deck ging, um mir das nette Fahrzeug von allen Seiten zu besehen, trat, als ich nach vorn kam, einer der Matrosen mit einem echt deutschen Gesicht auf mich zu, und redete mich etwas verlegen an: er hätte gehört, ich wäre ein Sachse. - Ich versicherte ihm, daß ich wenigstens in Sachsen jetzt zu Hause sei, und sein breites -: Ne, da währen Se wohl gar ä Laipziger? versetzte mich im Nu an die Ufer der Pleiße und Elster zurück. /24/ Unsere Begrüßung war herzlich, und als ich ihn frug, wie er, ein richtiges Kind des innern Landes, nur um Gottes willen hier beinahe zu den Antipoden gekommen wäre, auf Walfische zu jagen - ein Leipziger und Walfische! - erzählte er mir mit freudestrahlendem Gesicht, daß er eigentlich der „Scharfrichters^“-Knecht aus Leipzig wäre und, „wie man nun so manchmal in der Welt herum käme,“ auch an Bord eines Walfischfängers geraten sei und jetzt „ganze Stücken mit einem Mal" von der Welt zu sehen bekäme. „Ach heren Se, mei gutes Herrechen,“ setzte er dann einschmeichelnd hinzu - „haben Se denn gar kene Nachrichten kerzlich von Laipzig?“

Ich versicherte ihm, daß ich die letzten sieben oder acht Monate keinen Brief von dorther, keine Zeitung gesehen habe, die mir die geringste Auskunft erteilt hätte, und in seiner gemütlichen Weise fuhr er dann fort mir zu erzählen, was „für ein paar scheene Mordtaten" da erst ganz kürzlich wieder vorgefallen wären; - eine „sehre scheene“, wo ein Sohn seine Mutter um ein paar Taler erschlagen hatte, eine andere, minder scheußlich, aber doch auch angenehm, und er bedauerte jetzt, daß er nicht doch lieber dort geblieben wäre - aber „wer hätte denn das wissen können!“

Der Mann war wirklich ein Original, und jetzt, da er einen Landsmann vor sich zu sehen glaubte, waren all' seine Sympathien auf alle nur erdenklichen Mordtaten und Schreckensgeschichten des alten Landes in einer so harmlosen als rührenden Weise gerichtet. - Wie sich der Ackerbauer, wenn lange Zeit in See, nach seinem Pflug, der Jäger nach seinem Wald sehnt, so weckte der Name der Heimat in seinem Herzen eben so liebgewonnene Klänge, die das Blut eines Andern erstarren gemacht.

E i n s c h ö n e r M o r d ! - was für eine furchtbare Poesie liegt in den wenigen Worten - ich glaube der Mann würde einem ihm zur Exekution Übergebenen in voller Seelenfreude um den Hals gefallen sein, und sich auf so herzliche wie aufrichtige Weise bei ihm bedankt haben, daß er ihm das Vergnügen mache, sich von ihm hängen zu lassen. Und trotzdem lag wieder eine unendliche Gutmütigkeit in seinen Zügen; /25/ der Mann selber, das bin ich überzeugt, hätte nicht so leicht ein Verbrechen begehen können, ausgenommen vielleicht in Aufopferung für die Kunst, dann aber auch mit Wonne. - Der Bursche soll übrigens später, trotz seiner anscheinenden Harmlosigkeit, wenigstens gezeigt haben, daß er Mutterwitz habe. Als das Schiff Monate nachher auf den Sandwichsinseln noch mit vielen anderen Walfischfängern zusammenkam, wußte er sich dort einige Medizinen zu verschaffen, und trat nun plötzlich, in seiner Eigenschaft als Scharfrichter, dem die stets abergläubischen Matrosen nur zu gern geheime Wissenschaften und Kräfte zuschreiben, als eine Art Doktor auf, der „für Alles gut war", und bekam bedeutenden Zuspruch. Ich weiß freilich nicht, ob er sich später noch gut aus der Affaire gezogen.

Mit dem Arzt der Otaheite, ebenfalls einem Deutschen, machte ich am 12. Februar einen kurzen Ausflug in das gleich oberhalb Papetee liegende Thal, das insofern historische Bedeutung hat, als sich die Eingeborenen hier in dem letzten französischen Kriege, von anderen Fremden, besonders von Engländern und Amerikanern, heimlich mit Waffen und Munition versehen, durch das Terrain unterstützt, tapfer und unüberwunden hielten, bis Einer ihres eigenen Stammes verräterischer Weise den Feinden des Vaterlandes einen Engpaß zeigte. Und dieser Mann - eine kleine untersetzte tätowierte Gestalt mit schmalen unsteten Augen, geht jetzt gar fromm und ehrbar in schwarzem Frack und rotem Lendentuch einher, gehört zu den innigsten Anhängern der Kirche und ist eins der geachtetstcn Glieder der christlichen tahitischen Gemeinde.

Dem kleinen Fluß aufwärts folgend, in dessen unterem Tal noch einzelne kleine Wohnhäuser und Gärten von einer Fenz umschlossen waren, konnten wir im Anfang wirklich kaum durch den fast undurchdringlichen Guiavenwald pressen, der hier Alles mit einer wildverwachsenen Masse von Sträuchern und Bäumen überzogen hatte.

Die Missionäre haben die Guiaven mit anderen Früchten hier herüber gebracht, und wenngleich im Anfang gut gemeint, ist es doch fast zum Fluch der schönen Täler dieser Inseln /26/ geworden. So ungern der Indianer selbst früher daran ging, wo das Land ihm noch nicht die mindesten Schwierigkeiten bot, seinen Acker zu bebauen und süße Kartoffeln zu ^stanzen oder einen Bananengarten anzulegen, so viel schwerer wird es ihm jetzt gemacht, wo er selbst anfangen muß hartnäckiges Buschwerk und junge zähe Baumwurzeln auszuroden, um nur erst einmal zu dein Boden zu kommen, den er bepflanzen will. Die Guiaven zogen sich bis hoch in das Thal hinauf, und erst wo wirklich steilere Hügel begannen, blieben sie zurück, oder kamen hier wenigstens nur einzeln vor, anderen Fruchtbäumen den Vorrang lastend.- Einzelne Cocospalmen standen hier eben so zerstreut als Orangen und Citronen, mit der tahitischen Kastanie, sogenannten mapé und dem stattlichen Wibaum wie der indischen manga (spondias) - und bald fanden wir uns in einer engen, aber höchst romantischen Schlucht, an deren beiden Seiten hohe schroffe, aber nichtsdestoweniger dichtbewaldete und bewachsene Felshänge emporstiegen, den zwischen ihnen durchbrausenden Strom oft fast überragend. Je weiter wir auswärts kamen, desto seltener wurden die Palmen, und als wir die Guiaven auch hinter uns ließen, traten wir in einen fast europäisch, wenigstens nordisch aussehenden Wald, in dem die mapés mit ihren großen lorbeerähnlichen Blättern, und wie gefalteten Stämmen, mit den stattlichen Wibäumen, die in Wuchs und Aussehen viel Ähnlichkeit mit unseren Buchen haben, entschieden vorherrschend waren. Der tui tui- oder Lichtnußbaum (aleurites triloba) mit seinen ahorngleichen Blättern stand hier ebenfalls in großen Massen. Hoch darüber hinaus ragten die grünen jähen Felswände, an denen hinauf zu schauen man schon schwindlig wurde, während hier und da an kleinen Hängen, selbst hoch oben, vielleicht tausend Fuß über der Meeresfläche, kleine Gruppen von Palmen, etwa fünf oder sechs, zusammenstanden, und wie schüchtern an dem Hang niederschauten, wo doch dicht bei ihnen hin ein kleiner Quell rasch und sprudelnd vorüberbrauste, und mit keckem Satz, gerade an der schroffsten, gefährlichst aussehenden Stelle, in die Tiefe sprang.

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