Friedrich Gerstäcker - Reisen Band 2

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Im März des Jahres 1849 trat Friedrich Gerstäcker erneut eine abenteuerliche Reise an. Südamerika, Kalifornien, die Südsee, Australien und Java waren seine Ziele. Dabei erlebte er den Goldrausch in Kalifornien und in Australien, suchte selbst Gold und fuhr zusammen mit Eingeborenen auf eine Südseeinsel. An Bord eines Walfängers ging es weiter, schließlich von Java aus zurück in die Heimat. Zahlreiche Romane und Erzählungen folgten den Eindrücken dieser Reise. Hier ist sein in zwei Bänden aufgelegter Reisebericht.

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Hier muß ich die Königin Pomare gegen all' die vielen übertriebenen und lügenhaften Beschreibungen in Schutz nehmen, nach denen sie, bei einer ungeheuren Dicke, sich nach Tisch, um besser zu verdauen, von ihren Hofdamen walken lasse usw. Erstens leben alle diese Indianer sehr mäßig und essen wenig, also auch die Königin, und dann ist Pomare nicht allein nicht übertrieben, sondern gar nicht was man dick nennen kann. Sie hat eine nicht gerade schlanke, aber doch wohlproportionierte Gestalt, ist von mittler Größe, mit einem weit ernsteren und auch wohl etwas stolzeren Wesens, als es die Kanakafrauen sonst haben, was ihr aber ganz gut steht. Sie ist aus dem jugendlichen Alter heraus, hat aber doch noch immer viel Frische bewahrt, und ihr Anstand ist edel und frei - ihre Tracht dabei aber auch so einfach, wie die /19/ aller übrigen Kanakafrauen, von denen man sie, dem Äußern nach, nicht unterscheideu könnte. Sie trug an diesem Tag ein rotmusselinenes Kleid, das ihr, nach dem Schnitt der übrigen, von den Schultern bis aus die Knöchel herunterfiel, ein kleines Tuch um den Hals und einen Männerstrohhut - eine ziemlich allgemeine Sitte unter den Frauen; auch ging sie wie alle anderen Indianerinnen barfuß.

Während wir alle mitsammen vor der Tür saßen, kam auch ihr Gemahl herbei. Er war augenscheinlich jünger als Pomare und ein schlanker, hübscher Indianer mit ausdrucksvollen, aber etwas weichlichen Zügen. Er lehnte sich, neben der Königin, mit dem Ellbogen an den Türsims und blieb so stehen. Wir müssen, wie wir so dasaßen, ein ziemlich eigenthümliches Bild gegeben haben. Die Gruppe, die um mich her lagerte, war wirklich malerisch, und mag es sein, daß die Gegenwart der Fürstin die Zungen im Zaume hielt - kein Wort wurde gesprochen während ich spielte, und nur das Rauschen der Wipfel über uns und das ferne Donnern der Brandung begleitete die weichen Töne des Instruments.

Ich spielte ihnen teils deutsche, teils irische und schottische Melodien, die einfachsten schienen ihnen aber immer die liebsten, und wunderbarer Weise machte ein und dasselbe Lied, welchem Stamme, welcher Nation von Naturmenschen ich es auch vorspielte, stets denselben, und zwar den günstigsten Eindruck auf sie - unser einfaches Schweizerliedchen: „Steh nur auf, steh nur auf!" - Was sie auch dazwischen hörten, das mußte ich immer wiederholen, und sie hatten augenblicklich Worte dafür, die sie aus den Klängen des Instrumentes heraushorchten und nachsangen. Ja, aus Maiao summten sie schon am nächsten Tag die Melodie, wohin ich kam; überhaupt ist das Ohr dieser Stämme leicht empfänglich für Musik.

Dämmerung brach aber jetzt ein, und ich hielt es für Zeit mich zu empfehlen, stand also, zum Ärger der Kinder, die noch mehr zu hören wünschten, auf, gab Pomare und ihrem Gemahl die Hand und empfahl mich, freundlich von ihnen entlassen. – /20/ Lange schon war es mein Wunsch gewesen, die in der Bai unfern der Einfahrt des Hafens liegende und von weiten Korallenbänken umgebene kleine reizende Insel Motuuta einmal zu besuchen. Um das aber ganz ungestört tun zu können, borgte ich mir eins der gewöhnlichen indianischen Canoes und ruderte langsam hinüber. Ich war schon früher in dieser Art von Canoes mit einem „outrigger" oder ausstehenden Wuchtholz (sogenannten Luvbaum) gefahren, und wenn das Canoe Segel führt oder auch vielleicht der Wind schwerer weht als gewöhnlich, gebe ich zu, daß sie weit sicherer gehen als ohne dieselben. Dem Umschlagen sind sie fast gar nicht ausgesetzt, aber dadurch auch weit unbehülflicher zu lenken und schwerer zu steuern, indem die Wirkung des im Wasser liegenden Luvbaums dem schmalen Ruder fast immer entgegenarbeitet. Es läßt sich auch denken, wie viel schwerer eine rasche Wendung damit sein muß, da ich nach innen zu das Gewicht des Holzes erst durch das Wasser zurückzupressen habe, während ich nach außen dasselbe mit herumbringen muß. Nichtsdestoweniger kommt hier das federleichte Holz verschiedener Baumarten diesem indianischen Schiffsbau sehr zu statten, und wenn auch alle die Canoes, die ich hier sah, an Zierlichkeit und Zweckmäßigkeit des Baues lange denen der nordamerikanischen Indianer nicht gleichkommen, lagen sie doch verhältnißmäßig sehr leicht auf dem Wasser. Einzelne der Südsee-Inseln sind übrigens ihrer Canoes wegen berühmt, so die Neuseeländer des scharfen Baues und der wunderlichen Schnitzereien wegen, besonders aber die der navigators group, die ihre Canoes aus zwei Teilen, lang gespalten, zusammenfügten, den einen Teil verschieden geformt vom andern, wodurch sie einen außerordentlichen Grad von Schnelligkeit erreichen sollen.

Das Canoe, das ich hatte, war einfach aus einem Brodfruchtstamm ausgehauen und nichts weniger als künstlich; trotzdem entsprach es meinem Zweck vollkommen, und die Entfernung betrug auch kaum mehr als eine oder anderthalb englische Meilen. Diese kleine Insel ist berühmt in der taktischen Geschichte - früher war es der Lieblingsaufenthalt der tahitischen Fürsten, hieß auch die Königsinsel, und selbst der /21/ letzte König hatte dort noch seinen Schießstand, und seine Bogen und Pfeile - mehr eine Vergnügungs- als Kriegswaffe - in einem besondern Haus, von welcher Sammlung er so viel hielt, daß Fremden besonders der Zutritt nur sehr selten gestattet wurde. Die Königin selber hat hier mehrere ihrer Kinder geboren, und die freundliche Insel muß für die Leute damals ein kleines Paradies gewesen sein. Und jetzt? - haben die Franzosen Besitz von derselben genommen; nach dem Eingang des Hafens zu steht eine Batterie von vier Zweiunddreißigpfündern. Die Gebäude enthalten Warenraume für alle möglichen Schiffsbedürfnisse: Taue, Blöcke, Ketten usw., ebenso für Munition; zerbrochenes und gebrauchtes Geräte liegt überall umher, das Gras ist niedergetreten, aus den Spielplätzen der Kinder wächst Gebüsch, und die einzelnen Cocospalmen senken trauernd ihre Häupter über das verödete Familienheiligtum.

Ein einziger Indianer wohnt hier als Aufseher über die Schiffsgüter, und die Königin selber ist seit langen Jahren nicht mehr herübergekommen; aber die Palmen schaukeln noch so still und friedlich als damals ihre breiten herrlichen Wipfel, und das durchsichtige krystallreine Wasser spiegelt noch wie irüher die lauschigen Schatten der Büsche wieder. - Nur die freundlichen Gesichter sind verschwunden, die sich sonst darin neckten und haschten, die schlanken Gestalten gleiten nicht mehr aus dem schützenden Dickicht in das weite Korallenbassin, das die Natur hier für ihr Bad gebildet und mit scharfen, zackigen Pflanzen gegen die gefräßigen Ungeheuer der Tiefe gesichert hat. - Ihre fröhlichen Weisen schwellen nicht mehr - horch - was war das? - Trommelschlag - ein Wirbel rasselt, und die Möve, die eben dicht an dem dunkeln Buschwerk vorüberstrich, schießt in jähem Schreck ab von den feindlichen Tönen und sucht sich einen stilleren, friedlicheren Platz für ihren Flug.

Ich hatte einige Mühe, einen Weg mit meinem selbst nur wenige Zoll im Wasser gehenden Canoe zu der Insel zu finden, obgleich mehrere ziemlich tiefe Kanäle dorthin führen - so hoch ragten die Korallen, gerade wo ich die Anfahrt versuchte, an die Oberfläche empor. Endlich erreichte ich eine /22/ etwas vorragende Landspitze und sprang an's Ufer - Niemand hinderte mich - während Hermann Melville damals auf so entschieden hartnäckige Weise von der einen Schildwache rund um die Insel herum vom Landen abgehalten worden war und unverrichteter Sache hatte wieder zurückkehren müssen - ein einziger alter Indianer hütet den Platz, sieht danach, daß Niemand die dort aufgespeicherten Vorräte berührt, und verträumt seine Zeit als Generalgouverneur und Schildwache des Platzes. Um so mehr war ich erstaunt, hier die kriegerischen Töne der Trommel zu hören, und als ich mir durch ein wirres Dickicht von wild aufgewachsenen Büschen Bahn zu der Stelle brach, fand ich - niemand Andern als meinen Straßburger mit den drei Prinzen des königlichen Hauses, denen er, auf dem Erbsitz, von dem sie die Fremden gestoßen - Trommelstunde gab. - Die drei Knaben, die übrigens in Hosen und Jacken gekleidet waren, und jeder einen goldenen Ring am Finger hatte, kamen freundlich auf mich zu - sie kannten mich noch, und gewissermaßen als eine Art Revanche, da ich ihnen doch auch früher „Musik gemacht", trommelten sie mir jetzt der Reihe nach etwas auf ihrem Lieblingsinstrument vor.

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