Friedrich Gerstäcker - Reisen Band 2

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Im März des Jahres 1849 trat Friedrich Gerstäcker erneut eine abenteuerliche Reise an. Südamerika, Kalifornien, die Südsee, Australien und Java waren seine Ziele. Dabei erlebte er den Goldrausch in Kalifornien und in Australien, suchte selbst Gold und fuhr zusammen mit Eingeborenen auf eine Südseeinsel. An Bord eines Walfängers ging es weiter, schließlich von Java aus zurück in die Heimat. Zahlreiche Romane und Erzählungen folgten den Eindrücken dieser Reise. Hier ist sein in zwei Bänden aufgelegter Reisebericht.

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Dabei sind sie auch, wenn sie erst die eine Ladung verkauft haben, nie zu bewegen, eine zweite zu bringen - ihre Tagesarbeit ist getan, sie haben gerade so viel, wie sie für /35/heute brauchen, und sich auf m o r g e n zu quälen? - fällt ihnen gar nicht ein. So wollte ich gern so rasch als möglich eine größere Quantität Cocosnüsse haben, als eben einkam, und bot zweien der jungen Burschen, denen ich ihren Stock voll abgekauft hatte, das Doppelte, um mir noch eine solche Quantität zu bringen. - ,,Morgen!" lautete die lakonische Antwort, und wenn sie Taschen gehabt, hätten sie jedenfalls die Hände hineingesteckt.

Die Cocosnüsse, die sie zu Markt bringen, sind gewöhnlich schon von ihren Hülsen befreit; da sich aber die mit den Hülsen noch daran besser zu einer Seereise eignen, indem sie sich länger halten - denn die ersteren verderben schon nach vier, fünf Tagen -, so ließ ich mir auf dem Markt selbst von einer dort stehenden Cocospalme eine Partie herunternehmen.

Die Art, wie die Indianer auf die Cocospalmen hinaufklettern, ist eigentümlich. Sie machen sich von Bast einen „Schuh", wie sie es nennen, das heißt, sie nehmen ein vielleicht drei Fuß langes Stück starken Bast, binden dies an den Enden zusammen und schlagen es, daß es sich in der Mitte kreuzt, um beide Füße; auf solche Art bildet es eine Art Steigbügel, und mit Hülfe desselben, die Beine immer zu gleicher Zeit nach sich ziehend, laufen die jungen Bursche manchmal wie Katzen an den hohen, schlanken, selten aber mehr als ein bis anderthalb Fuß im Durchmesser haltenden Palmen empor, brechen die Nüsse von den dünnen Stielen los, stellen sie, die Spitze nach unten, zwischen die zusammengespitzten Finger und drehen sie scharf, damit sie, herunterfallend, in der Luft sich Herumwirbeln, ihre Stellung behalten und mit der Spitze wieder in die weiche Erde fahren. Schlagen sie seitwärts auf, so platzen sie und das Wasser geht verloren.

Morgens um elf Uhr etwa, nachdem mich der Supercargo schon hatte um Sechs an Bord sprengen wollen, wurde zuerst die Ankerwinde der Emma Prescott bemannt, bald darauf liefen die Leute nach oben, um das Vormarssegel zu lösen, und es war jetzt Zeit zu gehen, wenn ich nicht zurückgelassen werden wollte. Mein Canoe, mit einem kleinen indianischen Burschen darin, lag übrigens bereit; rasch schossen wir, von /36/ zwei Rudern stark getrieben, über die spiegelglatte Bai. - Up with your helm! rief der Lotse in demselben Augenblick fast als ich an Bord kletterte, der Bug der Brig kam herum, und nicht zwei Minuten später flatterten die Segel, die Schrotkörner flogen, von den Geitauen gezogen, an die Spitzen der Raaen, diese wurden fast Vierkant gebraßt, denn der Wind war zum Auslaufen vortrefflich, und als das Wasser unter dem Bug zu kräuseln begann, ließen wir die Fahrzeuge, zwischen denen wir gelegen, zurück, und näherten uns mehr und mehr den Riffen, zwischen denen hinaus die Natur hier eine breite herrliche Fahrstraße gelassen, und hatten vor uns schon die weite, freie See. Noch zwischen den Riffen ging der Lotse — ein Amerikaner, und nicht mehr der alte wackere Jim, dessen sich frühere Seefahrer noch mit so viel Vergnügen erinnern - wieder an Bord; sein Walfischboot hatte er hinten anhängen gehabt. - Rechts und links vor uns schäumte die Brandung - die Riffbank flog vorüber - die Häuser von Papetee schmolzen mehr und mehr zusammen, kaum ließen sich noch die einzelnen Menschen am Rand mit bloßen Augen erkennen. Joranna, Joranna! ihr freundlichen Inseln - eure Palmen sinken in die See, eure Berge schwinden am Horizont zusammen, Joranna! - und gen Westen liegt wieder meine Bahn, der sinkenden Sonne nach.

Australien.

1.

Sidney.

Wieder einmal habe ich festen Grund und Boden betreten, und wie mit einem Zauberschlag hat sich Land, Klima, Boden, Szenerie, Bewohner - kurz alles, was die eigentliche Welt bildet, um mich her verändert. Nicht mehr die rauschenden Palmen sind es, die über mir wehen, nicht mehr das Brausen und Donnern der Riffe, und das Rascheln und Flüstern der im Winde schwankenden breiten Bananenblätter, nicht das fröhliche Lachen und Singen der immer frohen, sorglosen Tahitier dringt an mein Ohr; - wie eine beschnittene Taxushecke umgibt mich das flache, mit den wunderlich regelmäßigen Bäumen besetzte Land, mit ihren gleichmäßigen, trefflich aufgeführten Häusermassen die Stadt, und die breite irische Brogue und der englische Dialekt ist das Einzige, was dem Ohr für den romantischen Zauber, den es verloren, Ersatz bieten soll.

Es war überhaupt ein wunderliches Gefühl, mit dem ich in Australien an Land sprang. - Australien — Alles was verkehrt und sonderbar ist, gewöhnt man sich den vielen Beschreibungen nach, die uns darüber von Kindheit an vorgekommen, gerade unter dem Namen Australien zu denken, und man möchte gleich beim ersten Ansprung schon über die Häuser, die ja ebenso aussehen wie in jeder andern civili-/40/sierten Stadt, hinwegschauen können, nur um die jedenfalls dahinter liegenden Sonderbarkeiten zu entdecken.

K ä n g u r u - schon der Name hat einen gewissen Zauber, besonders für einen Jäger - Schnabeltier - Kirschen mit den Kernen auswärts, Bäume, die die Rinde abwerfen; für den gerade von Europa Kommenden auch noch die verkehrten Jahreszeiten, das Alles sind Sachen, an die man gerade nicht bestimmt denkt in dem Augenblicke, deren Bild uns aber doch in einer verworrenen Masse - Köpfe nach unten natürlich - vorschwebt, und die Farben wie in einem Kaleidoskop rasch wechseln und in einander fließen läßt. Es hat dabei einen ganz eigenen Reiz, nur allein einen fremden Erdteil betreten zu haben. So sehr der Mensch mit seines Herzens innersten Fasern an dem eigenen Vaterland hängt, so sehr wünscht er doch auch ein anderes zu sehen, um sich eben wieder zurücksehnen zu können - wie viel mehr denn, wenn dieser Erdteil auch noch gewissermaßen zu unseren Antipoden gehört und die Leute dort eigentlich dem Rechte nach auf dem Kopf stehen müßten.

Australien wurde außerdem eine Art Land der Verheißung - ich betrat es hungrig, und ich wurde g e s p e i s t (für 1 Schill. 6 D.), ich betrat es wenn auch nicht gerade nackt, doch in sehr dünnem Anzug, und wurde g e k l e i d e t (für 3 Pfd. Sterl. 10 Schill.), und das ganze an Land Steigen machte gleich von allem Anfang einen solch' eigentümlichen Eindruck auf mich, daß ich denselben wirklich nicht besser zu charakterisieren weiß, als wenn ich dem Leser aufrichtig gestehe, es hätte gar nicht viel gefehlt, so brach ich mir gleich in der ersten Stunde ein Stückchen Stein irgendwo los, um ein Andenken an diesen Platz zu haben - es war, als ob er mir wieder unter den Füßen fort verschwinden müsse. Mein wirklich rasender Hunger denn an Bord gab es ja nichts, wenn ich auch wirklich das „Frühstück" hätte abwarten wollen, machte mich aber zuerst wieder darauf aufmerksam, daß die Sache hier reine Wirklichkeit, und ein Gasthaus gerade der Punkt sei, nach dem ich vor allen Dingen einmal umschauen müsse; damit war der Romantik allerdings schon ein bedeutender Stoß gegeben. Mit der /41/ Romantik hat übrigens Sidney auch nur ungemein wenig zu tun, denn wenn an irgend einem Ort der Welt (selbst die Yankee-Staaten nicht ausgenommen, was gewiß viel sagen will) ein reines, unverfälschtes Geschäftsleben herrscht, so ist es hier. Pfunde und Schillinge sind die einzigen Worte, die, wie eine magische Formel, die Züge der den Fremden überall umgebenden gleichgültigen Gesichter beleben können, und während bei den geschäftigen, speculirenden Kaufleuten die Schillinge zu Pfunden werden, zeigt sich bei dem fremden, unter ihnen herumwandernden Reisenden ein gerade entgegengesetztes Phänomen, was ihn, außerdem daß er sich bei den ewigen Gesprächen von Wolle und Verschiffungen langweilt, auch noch ganz unnötiger Weise praktisch belehrt, wie er ganz und gar kein Kaufmann sei.

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