Jay Bates - Der Schnüffel-Chip

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Computer umgeben dich überall. Du trägst sogar einen Chip bei dir. Er enthält Daten über dich. Sie können sie lesen, per Funk, ohne dass du es merkst. Sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du gekauft hast. Wenn sie dich manipulieren wollen, können sie die Daten sogar ändern. Auch das merkst du nicht. Damit haben sie dich in der Hand. Du bist die Fliege im Spinnennetz der Informationen. Dein Datenschatten verlässt dich nie. Sie können dir sogar einen Mord in die Schuhe schieben. Und sie sind überall. Sie haben die Technologie. Glaubst du im Ernst, sie würden sie nicht benutzen?!
Der RFID-Chip ist ein Beispiel dafür – er steckt in unseren Pässen. Er kann automatisch, berührungsfrei und unbemerkt ausgelesen werden. Vielleicht sogar gestohlen werden. «Identitätsdiebstahl». Wer damit einen Mord begeht, ist fein heraus. Doch je genauer man plant, desto härter trifft einen der Zufall. Deswegen kommt Kommissar Lander dem Mörder auf die Spur. Ob der aber oder ein Unbeteiligter im Netz des Überwachungsstaates hängen bleibt, ist längere Zeit nicht klar. Die Nebenwirkungen, die der volle Einsatz der elektronischen Schnüffelmethoden bei allen Beteiligten auslöst, sind auch nicht unbeträchtlich. So bleiben am Ende ganz andere Opfer auf der Strecke – wir alle.

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Verwirrt und suchend blickte er sich um. Niemand war zu sehen. Was war das? , fragte er sich. Er konnte sich den leichten Ruck am Ärmel des Mantels ebenso wenig erklären wie die rote Spur, die den Stoff verunstaltete.

Der zweite Schuss war als gedämpfter Knall zu hören, und er spürte den Aufprall des Geschosses irgendwo seitlich am Saum des Mantels. Immer noch überrascht und unklar über das Geschehen bückte er sich, um die Stelle an seinem Mantel zu suchen, als sich hinter ihm eine Gestalt aus dem Gestrüpp des Grundstücks löste, die Waffe hob, zielte und schoss.

Dieser Schuss saß. Er traf Okambo Ozamba dicht oberhalb des Mantelkragens seitlich am Hals.

4.

Der junge Mann, der Sergej Czazclik gegenüber saß, war zwar progressiv-adrett gekleidet, hatte aber ein diamantbesetztes Piercing in der Augenbraue und eine flotte Reihe von Ringen an seiner rechten Ohrmuschel. Er sah aus, als hätte er gerade auf einer Gamer-Messe mit 3000 Leuten drei Tage und Nächte lang World Of War­craft gespielt und sich dabei nur von Pizza ernährt. Entsprechend roch er auch. Mit langsamer, in seinen Augen wohl cooler Bewegung langte er in die Brusttasche seines pinkfarbenen Hemdes, zog einen kleinen Zettel hervor und wedelte damit vor Sergej Czazcliks Nase, ohne zu merken, dass diesem das nicht sonderlich gefiel: „Der Code! Kann ich nun mein Geld haben?!”

Nicht der Ton störte Sergej so sehr, nicht das Gehabe, nicht das fehlende ”bitte” in der Forderung, das er trotz seiner niederen Herkunft aus einer ungarischen Bauernfamilie in diesem Satz für angebracht hielt, sondern dieser kleine schäbige Papierfetzen.

„Der Code?”, echote er. Und mit erhöhter Stimme noch einmal: „Der Code?”

Noch gab sich Ümid Özal zuversichtlich und wedelte weiter mit seinem Papierschnipsel: „Ja, der Code zum Lesen der RFID-Chips. Den wollten Sie doch haben, oder?”

Sergej vergewisserte sich noch einmal: „Der Code? Von heute?”

Ümid nickte zufrieden. Jetzt hatte der schmierige Typ mit dem harten Ostblock-Akzent offensichtlich verstanden. Saß da in seinem protzigen Palisander-Büro mit dem künstlichen Duftkerzen-Geruch und machte den dicken Max!

Nun nahm Sergej Czazclik richtig Anlauf: „Der Code von heute ! Der Code eines Tages! Was soll ich denn damit ? Willst du morgen wiederkommen und mir den neuen Code auf deinem Klopapier bringen? Weißt du Pfeife nicht, dass der Code täglich wechselt, dass alle Daten auf dem Chip mit dem letzten Änderungsdatum verschlüsselt sind? Der aktuelle Code steht im Internet, das weiß sogar ich. Und das Passwort dazu kann mein Sechsjähriger knacken...”

Ümids Sicherheit war wie weggeblasen. Schwach versuchte er, sich zu verteidigen: „Na ja, so einfach ist das auch nicht, ich habe schließlich drei Tage dazu gebraucht.”

„Na, toll, pfffhh, so what !? Du meine Güte! Was glaubst du wohl, wofür wir dir so viel Geld zahlen?!”

Sergej Czazclik griff sich an den Kragen und lockerte ihn, um den Druck auf seinen zornig angeschwollenen Hals zu verringern. „Wozu habe ich denn die European Hackers United um ihren besten Mann gebeten? Was, glaubst du, wollen wir haben, du Bitschnüffler?!”

„Äh, etwa den Algorithmus?”

„Du sagst es, den Algo... äh... rhythmus. Die Formel, die den Code aus dem Änderungsdatum errechnet. Das Programm , du Erpel! Komm mir das nächste Mal mit einem Stick oder sonst einem Speicher, auf dem das Verschlüsselungsprogramm ist, das den Tagescode errechnet. Für die neuen Pässe! Die alten, einfach codierten Chips können wir schon lange lesen. Das ist das, was wir wollen, capito ?! Ich gebe dir eine Woche.”

Ümid glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Das Codeprogramm!? Das vermutlich bestgehütete Stück Software in der gesamten Republik!? Wie sollte denn das gehen!?

„Äh... das ist doch unmöglich! Wie soll ich denn an die Quelle kommen?“

Czazcliks Blick wurde eisig: „Ich will mich nicht wiederholen... Wozu bezahlen wir dir einen Batzen Geld!?“

„Das Programm gibt es nur auf einem Rechner, in einem Regierungsgebäude. Angeblich hat der zuständige Beamte eine Kopie zuhause... aber viele halten das auch für ein Gerücht... Jetzt sagen Sie mir, wie...“ Ümid brach ab. Sein Gegenüber hatte seine wasserhellen kalten Augen auf ihn gerichtet und starrte ihn an. Seine Lider bewegten sich nicht. Er schien in sein Hirn einzudringen wie eine Diamantfräse. Ümid konnte dem nicht standhalten und senkte den Blick. Die unbeweglichen fischigen Glasaugen schienen weiter in ihn hineinzuschneiden. Allmählich begann er zu begreifen.

Sergej Czazclik machte eine wegweisende Handbewegung. Ümid verstand. Er erhob sich und schlich sich mit einem kleinlauten Gruß davon.

Der Ungar hörte ihn schon nicht mehr. Er saß da und dachte über den Fehlschuss nach. Es war nicht leicht gewesen, die EHU zu einer nicht näher spezifizierten Aktion zu bewegen. Hacker-Organisationen waren im Allgemeinen absolut integer, das Greenpeace des Internet. Sie nahmen ihre Mission, Sicherheitslücken und Verletzungen der Datenschutzgrundsätze aufzudecken, absolut ernst. Sergej hatte ihnen weisgemacht, für einen Privatsender die Verwundbarkeit des RFID-Systems entlarven zu wollen und zu diesem Zweck die interne TV-Produktions­firma der Organisation vorgeschoben – nachdem er sichergestellt hatte, dass deren sonstige Tätigkeit, die Herstellung von Pornofilmen, zuverlässig maskiert war.

Dann griff er zum Handy, wählte eine Nummer und sprach, ohne sich zu melden: „Da ist dieser Hackertyp, der hat seinen Job noch nicht begriffen. Hilf ihm doch mal’n bisschen nach!”

5.

Instinktiv langte sich Okambo Ozamba mit der Hand an den Hals, wo er getroffen worden war. Er fühlte eine klebrige Flüssigkeit. War sie warm, war es sein Blut? Er spürte es nicht. Aber als er die Hand zurückzog und sie betrachtete, starrte er entgeistert auf die Farbe. Es war blau.

Hinter ihm brüllte eine helle Stimme: „ Gotcha !”, gefolgt von einem mehrstimmigen Chor von „ Yeah !”-Rufen. Er wirbelte herum und sah eine Gruppe von dicken Knirpsen, nicht älter als zehn oder zwölf Jahre, alle bewaffnet mit Plastikpistolen, die wie Wasserkanonen aussahen.

Impulsiv machte er einen Schritt auf das nächststehende Kind zu.

„Ey, Alter, tu das nicht! Denk’ nicht mal daran!”, forderte ruhig und cool ein etwas größerer Junge, nicht ganz so dick wie die anderen, eher muskulös, offensichtlich der letzte Schütze und ihr Anführer, in einem Ton, wie er es wohl in einem Streetfighter Movie gelernt hatte.

Zwei weitere ”Plop” und das Gefühl des Auftreffens von Farbkugeln verrieten ihm, dass nun auch Schützen auf der anderen Seite aufgetaucht sein mussten. Gleich­zeitig sah er den Bus in der Ferne kommen und wusste, dass er ihn nun nicht mehr erreichen würde. Eine dumpfe Wut stieg in ihm auf. Der Mantel war verdorben. Den Bus würde er verpassen und eine halbe Stunde in der feuchten Kälte stehen. Und Eddie würde ihn anblaffen, weil sein Auto im Weg stand.

So vergaß er seine Zurückhaltung, die er sich in einem Land, das nicht seine Heimat war, angewöhnt hatte. „Ihr Arschlöcher, Ihr habt mir meinen Mantel ruiniert”, brüllte er, wirbelte herum und ergriff den nächstbesten Knirps, der neben ihm stand. Der kleine Dicke wehrte sich nicht.

„Ey, Alter, lass ihn los!”, befahl der erste Schütze ruhig. Die Gruppe hatte sich inzwischen wie ein Belagerungsring um eine mittelalterliche Burg um ihn geschart, nur der Anführer stand etwas außerhalb. „Ich sagte, lass ihn los!”, sagte der Anführer noch einmal, gütig aber bestimmt wie ein Vater zu seinem Sohn und ein wenig ungehalten und von oben herab, als wäre er es nicht gewohnt, etwas zweimal zu sagen.

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