Erich Puedo - Vier Tage

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Er auf der Suche nach dem großen Glück. Sie auf der Flucht davor. Sie treffen sich und reden. Sie reden für «4 Tage». Sie reden über Freiheit, Sommer, Sonne, Wind und Surfen, über das Hier und Jetzt, ihre Leben zu Hause, über die Aussteiger um sie herum, sie reden über das Leben per se und am Ende reden sie über sich. Zwei Menschen und eine Geschichte auf der Suche nach dem ganz Großen.
Lesermeinungen:
"Ein wunderschöner Liebesroman in einer Atmosphäre irgendwo zwischen «Gut gegen Nordwind» und «Before sunrise»."
"Fesselnd, einzigartig, originell, überraschend, frech. Dieser Newcomer setzt Bestmarken in Sachen Unterhaltung, Form und Wiedererkennungswert."
"Es ist wie ein Tagebuch lesen und mitfiebern, dass es so ausgeht wie es ausgeht. Es ist eine wunderbare Liebesgeschichte!"

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»Die kurze, oberflächliche oder die tiefgründige, ausführliche Version?«

»Ich nehme die kurze, tiefgründige Version.«

»Unter Zeitdruck?«

»Ne, aber wir kennen uns ja noch nicht so gut. Nachher bist du so ein Geschichtenerzähler, der nicht mehr fertig wird, und ich falle tot um vor Langeweile.«

Da spricht sie wohl aus Erfahrung. Bei der Fähigkeit zum inhaltlosen Gelaber hat sie wahrscheinlich schon so Einige auf dem Gewissen. Aber mir hat es ja gefallen, also will ich mal nicht so sein:

»Und das wäre ja schade drum.«

»Wenn ich tot umfalle? Auf jeden Fall wäre das schade. Also warum bist du hier?«

»Also, ich bin hier weil... das ist nicht so einfach... weil... ich wollte endlich mal ein guter Kitesurfer werden.«

»Junge, Junge. Das ist tiefgründig. Das geht richtig unter die Haut.«

»Gut, tiefgründig war die Antwort nicht.«

»Nein.«

»Ich glaube, ich wollte nicht mehr. Ich hab’ den Alltag zu Hause nicht mehr ertragen. Mir war das alles zu anstrengend. Und irgendwie habe ich keinen Sinn mehr darin gesehen. Nicht, dass ich depressiv oder selbstmordgefährdet gewesen wäre. Aber ich konnte einfach nicht mehr. Ich konnte einfach nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gehen. Vollgas geben und mich am Wochenende von dem Stress erholen. Und das jede und jede Woche wieder. Irgendwann ist dann wieder ein Jahr um und noch eins und noch eins und plötzlich bin ich alt.«

»Was machst du denn?«

»Ich bin Arzt.«

»Oh, ich auch.«

»Na, dann kennst du das ja.«

»Na ja... Nein, so kenne ich das eigentlich nicht.«

»Hast du nie das Gefühl, dass das alles ein bisschen sinnlos ist, was wir da machen?«

»Na, wir helfen doch. Das ist doch schon mal was.«

»Manchmal helfen wir.«

»Meistens.«

»Okay. Lassen wir den Punkt mit dem Helfen mal außen vor.«

»Wie du willst. Das scheint hier deine Geschichte zu werden.«

»Also wir beide sind jetzt gerade im Urlaub.«

»Wir zwei... Mmmh, richtig.«

»Und während wir hier zum Strand schlendern, geht das Leben zu Hause ganz normal weiter und bei der Arbeit läuft der Laden trotzdem.«

»Ich könnte jetzt sagen, dass das ja auch schlimm wäre, wenn der Laden nicht laufen würde, weil sonst niemanden geholfen werden würde, aber das darf ich ja scheinbar nicht sagen.«

»Ja, ja. Das wäre schon schlimm, wenn der Laden ohne uns zusammenbrechen würde. Aber mein Punkt ist: Es geht auch ohne uns.«

»Willst du denn unersetzlich sein. Hat der Herr Hobby-Macho da ein kleines Egoproblem. Deine Patienten sollen nur von dir geheilt werden?«

»Nein, Blödsinn. Ich will nur sagen: Es braucht nicht wirklich uns, es braucht nur irgendjemanden.«

»Genau. So funktioniert das System.«

»Aber wenn ich komplett ersetzlich bin, wenn ich im Urlaub bin, warum dann nicht gleich immer? Warum muss ich mich jeden Tag kaputt arbeiten, wenn das auch jemand anderes genauso gut machen könnte?«

»Na, weil sonst das ganze System nicht mehr funktionieren würde, wenn jeder nur noch Urlaub macht.«

»Ja, ich weiß. Aber bedeutet mirdenn das ganze System soooo viel, dass ich da unbedingt mitmachen muss? Jeden Tag 100% Einsatz zeigen. Völlig fertig jeden Abend ins Bett fallen. Und wenn es gut läuft, sagt einmal pro Monat irgendjemand ‚Danke’. Und wenn der Monat noch besser läuft, dann habe ich vielleicht auch einmal eine kleine Eingebung, die einem Patienten auch wirklich weiter hilft. Eine Idee, auf die kein anderer so schnell gekommen wäre. Aber so etwas passiert nur in guten Monaten. Wenn überhaupt. Der Rest der Tage und Wochen und Monate ist einfach nur Routine. Und brauche ich das? Will ich das? Macht das Sinn?«

»Ich finde, eigentlich schon. Und du bekommst auch noch Geld dafür und kannst dir etwas zu essen kaufen.«

»Aber deswegen macht man den Job ja nicht. Geld kann man auch anders verdienen. Und woanders wahrscheinlich sogar deutlich mehr.«

»Also, wie gesagt. Ich finde, grundsätzlich macht unser Job doch eigentlich schon Sinn. Stell dir mal vor, du wärst irgendein Banker und würdest den ganzen Tag Aktien kaufen und wieder verkaufen, um am Ende des Tages irgendeinen aus dem Nichts gegriffenen Gewinn gemacht zu haben. Und so ein Gewinn aus dem Nichts macht nun wirklich keinen Sinn. Mit dem kann man sich wahrscheinlich auch etwas zu essen kaufen. Wahrscheinlich sogar eine Villa und eine Yacht. Aber das macht keinen Sinn.«

»Ja, da hast du wohl recht.«

»Und jetzt hast du gekündigt? Weil du nicht mehr ein Rädchen im großen Krankenhaus-System sein wolltest?«

Ich glaube, sie versteht mich nicht. Ich verstehe mich ja selber nicht so ganz...

»Ich habe erstmal unbezahlten Urlaub für drei Monate genommen und seit fünf Wochen bin ich hier.«

»Und gehst du zurück?«

»Ich weiß noch nicht so recht. Wahrscheinlich schon.«

»Was passiert denn, wenn du nicht zurückgehst?«

»Keine Ahnung. Ich hab’ einen Vertrag. Aber mehr als kündigen können sie mir ja wohl nicht, wenn ich nicht zurückkomme.«

»Ja, wahrscheinlich. Ins Gefängnis kommst du wegen nicht erfüllten Arbeitsvertrags wahrscheinlich nicht. Aber wovon willst du leben?”

»Da hast du das größte Problem schon ganz gut erkannt. Lange reicht mein Geld nicht mehr, um hier jeden Abend einen Mojito nach dem anderen zu bestellen.«

»Also doch zurück.«

»Ich will nicht. Aber wahrscheinlich schon. Zweifelst du nie, ob du da das Richtige machst?«

»Das Richtige? Den richtigen Job?«

»Ja.«

»Ich mag meinen Job. Klar ist er anstrengend. Aber ich lerne auch so viel. Und ich finde den Job auf jeden Fall sinnvoll. Er macht mir sogar Spaß meistens... na oder manchmal. Ich mache jetzt erstmal meine Facharztausbildung und dann schaue ich mal, wie es weiter geht.«

»Ja, genau. Erstmal die Facharztausbildung. Das ist noch so ein Punkt, der mich nervt. Denn so läuft es, seit ich denken kann. Jetzt mache ich erstmal Abitur und dann wird alles gut. Dann kommen die ersten Klausuren im Studium und wenn die erstmal vorbei sind, dann wird alles entspannt. Da muss man jetzt einfach mal durch, durch den Stress. Und nach dem Staatsexamen, da wird dann erstmal richtig gefeiert. Dann geht das wirkliche Leben los. Jetzt einfach mal Augen zu und lernen. Dann kommen aber direkt nach dem Staatsexamen die ersten Monate im Job und die wollen auch erstmal überlebt werden. Aber wenn ich erstmal ein bisschen Routine im Job habe, dann wird es schon weniger stressig. Aber schon fallen dem Chef sicher noch ein paar Extraaufgaben ein, denn jetzt, da man ja so richtig eingearbeitet ist, muss man ja auch mal ein bisschen Verantwortung für das ganze übernehmen. Und außerdem kommt da ja schon bald die Facharztprüfung. Aber wenn ich die im Sack habe, dann kann ich mich wirklich mal zurücklehnen. Aber dann! Und dann, und dann, und dann... Man hat sein ganzes Leben irgendwelche Ziele und wenn man sie erreicht, dann freut man sich vielleicht kurz und schon steht das neue Ziel oder die nächste Hürde vor der Tür.«

»Ein bisschen frustriert hört sich das aber schon an. Ein bisschen depressiv vielleicht sogar?«

»Gebe ich zu. Hört sich alles nicht besonders lebensbejahend an. Aber habe ich nicht auch ein bisschen recht?«

»Ja, wahrscheinlich schon, aber braucht man nicht auch ein paar Ziele im Leben?«

»Sicher. Aber kann man nicht auch mal mit dem, was man hat, einfach zufrieden sein?«

»Bist du nicht zufrieden mit dem, was du hast?«

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