Jochen Schmitt - Euskal Herria

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Das Buch erzählt die Geschichte von Lauro, einem jungen Basken, der bei einem brutalen Überfall auf sein Elternhaus aus seiner friedlichen Welt entrissen wird und die Leiden der Sklaverei erleben muss. Als ein Kriegssklave lernt er schnell, sich anzupassen, vergisst aber nie dabei sein Ziel. Die Rachepläne und die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner Familie stärken ihn und helfen durch die Qualen. Aus einem kleinen Jungen wird ein Mann geformt, der seinen Clan gegen die Feinde zu schützen weiß.
Das Buch behandelt die geschichtlichen Ereignisse zwischen Basken und Mauren und schildert den Beginn des Prozesses zur Bildung der baskischen Nation, auch wenn es zu einer Staatsbildung nie kam.
Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Romanserie, die die spanische Geschichte um 800 n.Chr. behandelt. Das zweite Buch «Rolands Lied» geht auf die Geschehnisse am Hof von Karl den Großen und bei der Schlacht von Roncesvalles ein.

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Lautlos glitt seine Frau neben ihm auf die Bank. Jahre der harten Arbeit hatten sie nicht beschädigt. Mit fast 30 Sommern, für damalige Verhältnisse schon in der zweiten Lebenshälfte. Weder das, noch ihre beiden Geburten hatten ihrer Attraktivität etwas anhaben können. Abgesehen davon, dass sie ihrem Manne das Schönste auf Erden schien, hätte sie auch sonst sich jeder Konkurrenz stellen können. Eine schwarzhaarige Baskenschönheit, die sich ihres Selbstwertes sicher war.

Stumm folgte sie seinem Blick. Worte waren nicht nötig. Beide genossen in gleichem Einklang die erhabene Abendstimmung ihrer einsamen Abgeschiedenheit. Draußen vor dem Tal, fernab schlugen sich die Völker. Mochten sich die Mauren, Goten und Franken gegenseitig abschlachten – hier im Tal, da wohnte der Frieden. Philemon und Baucis wähnten sich in einem baskischen Arkadien.

Munter ging es zu bei der Abendsuppe. Wie immer spielten die beiden Geschwister Hund und Katze. Eine liebevolle Beziehung verband die beiden, aber dauerhaft geprägt durch ständiges maulendes Rangeln. Es ging um die Rollenordnung. Ernst nahm das keiner. Die arglosen Reibereien gehörten einfach zum ganz normalen Positionskampf im Familienleben.

„Lauro“, hob sein Vater an, „morgen ist es an der Zeit. Der Acker muss umgepflügt werden. Wir müssen die Saat für das Korn vorbereiten. Brennholz muss auch noch einschlagen werden, solange das Wetter noch gut dafür ist. Ich werde morgen ins Holz gehen. Du Seline nimmst morgen wieder die Schafe auf den Stoppelacker und hältst sie in den nächsten Tagen aus dem Pflugbereich. Und du Lauro, du spannst die beiden Esel vor den neuen Pflug mit der eisernen Schar und pflügst die Stoppeln unter. In drei Tagen müsstest du die Fläche umgebrochen haben.“

Staunen und Schweigen. Seline fing sich als erste: „Aita! Du wirst doch diesen halbstarken Brutalo nicht den teuren neuen Pflug ruinieren lassen! Du hast mal eben einen Esel für das Schareisen eingetauscht! So viele Esel hast du doch nicht, um diesem Brutalo ein neues kaufen zu können! Es sei denn, du tauschst diesen Esel neben mir für das nächste Eisen ein!“

Lauro neigte sich zu seinem Schwesterchen. Den entblößten rechte Arm beugend, den Bizeps schwellen lassend: „Riech mal dran! Ein Schlag, und du stehst im Hemd da!“

„Pff, pff“ war die geringschätzige und einzige Antwort.

„Und schau dir die an! Ein Schlag damit, und das Hemd steht allein da!“ Er hielt ihr die linke Faust vor die Nase. Der Bizeps hoch geschwollen. Beide von harter Arbeit voll ausgeformt. Beide flößten Seline nicht den geringsten Respekt ein.

„Pff, pff, halbstarker Angeber!“ war ihre Reaktion.

Die Ama machte dem altbekannten Spiel ein Ende. „Da ist die Seife. Raus mit euch in den Teich. In 10 Minuten will ich zwei saubere Ableger wieder sehen!“

In Sekundenschnelle sausten beide nackt aus der Hütte, stoben zum Teich und bombten nacheinander mit Riesengeplätscher ins Wasser des Baches. Der hatte zwei Becken, von jeweils einer Steinmauer 10 Schritte hintereinander aufgestaut. Das ober war der Trinkwasserspeicher für Mensch und Tier; der untere die Badewanne, nur für Menschen. Toben, Spritzen, Geschrei. Danach schrubbten sie einander den Rücken, tauchten unter, sprangen hinaus und jagten sich fünf Minuten um die Obstbäume. Trockenlaufen. Und ab ins Bett.

Handtücher gab es noch nicht. Seife aber sehr wohl. Ein Vorläufer des heutigen Pflegemittels nahm schon die Neandertalerin in Gebrauch. Eine Mischung aus feiner Holzasche, und je zur Hälfte Schweineschmalz plus Schafstalg. Gut durchgeknetet, bis die Masse sich wie Plastielin anfühlte. In eine hölzerne Form gedrückt, 4 Wochen in der Sonne getrocknet, und die Wäsche konnte in Angriff genommen werden. Zur Körperpflege wurde noch allerfeinster Gletscherabrieb untergeknetet, so fein, dass er nicht kratzte und schrammte, aber immer noch Schmirgelwirkung in die Seife einbrachte. Das war übrigens bis zum vorläufig letzten Weltkrieg die noch immer übliche Seife in diesem unserem Lande. Sie säuberte genau so zuverlässig, und genau so gut wie alles, was die Moderne uns heute zu bieten hat. Allerdings roch sie nicht so gut. Charlotte hätte sie angewidert weggeworfen, darf man nach einschlägiger Lektüre vermuten. Schnuppern sie mal an einem Stück Kernseife. Sie bekommen eine entfernte Ahnung davon, wie eine Baskenbraut im Hochzeitsbett duftete. Und dennoch vermehrten sie sich. Sie sind nicht ausgestorben!

***

2. Kapitel: Überfall

Brutal kam das Erwachen in dieser bukolischen Idylle. Auch der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt! Im ersten Morgengrauen wurden die vier brutal aus dem Schlaf gerissen. Krachend barst die Haustür ins Innere. Brüllend ergoss sich die Horde des Islam in die noch dunkle Hütte. Sieben Kerle warfen sich auf die Basken, packten halbblind nach allem, was sich bewegte. Die schlaftrunkene Familie erlitt ein schockartiges Erwachen. Gegenwehr oder irgendeine Reaktion war allen vier verwehrt. Wenig später lag sie fluchtsicher verschnürt am Boden. Jubel und Gelächter, triumphales Gejohle; die Sieger feierten den Augenblickserfolg ihrer Razzia.

Sie zerrten die zierliche, fast nackte 12-jährige an den Herd, lösten ihre Handfesseln, und legten ihr eine würgende Seilschlinge um den Hals. Das andere Ende war am Gürtel eines baumlangen Riesen befestigt. Jan war ein Wende von der Elbe, wie die anderen fünf ein Saqalibah. So nannten die Mauren ihre slawischen Kriegersklaven, ein Abfallprodukt der fränkischen Ostexpansion. Sie wurden zu Tausenden jährlich als Kriegersklaven nach Spanien exportiert. Zur Zeit dieser Erzählung lebten in Al-Andalus ca. 50.000 Mauren und 4 Mio. Einheimische (geschätzt): Iberer, Basken, Germanen, Römer. Sie waren Heiden, Christen, Juden, und viele davon auch zum Islam konvertiert. Die Mauren stellten selbst in ihrer Blütezeit, in Spanien immer nur eine dünne Herrschaftsschicht. Sie stellten die Chassa, die berittenen Krieger. Das war die Kavallerie für schnelle Raubzüge nach Beduinenart, die anschließend beutebeladen in eiliger Rückflucht zur Ausgangsbasis jagten. Gekaufte Slawenkrieger marschierten als Fußsoldaten der niederen Ränge ihrer Armeen. Die bodenständige christliche Bevölkerung stellte die niedere Offiziersschicht, vormals romanisierte „Spanier“ und Westgoten. Jetzt Musta´ribun, von den Einheimischen zu „Mozaraber“ verballhornt. Sie hatten ihrem Christenglauben die islamische Kultur übergestülpt und sprachen fließend Arabisch. Wer von ihnen in die höheren militärischen oder Verwaltungsränge aufsteigen wollte, bekannte sich auch noch zum Islam.

Daneben gab es Dutzende rein christliche Regionen, Grafschaften, die ein westgotischer Adliger beherrschte, der sich den islamischen Oberherren unterworfen hatte. Im Kriegsfall, einem Dauerzustand jener Zeit, führte er ein eigenes Kontingent im Dschund, dem Heerbann des Islam.

Außerdem mussten die Gotengrafen ihrem jeweiligen Emir hohe Tribute zahlen, die sie zuvor ihren Untertanen abpressten. Die unter westgotischer Herrschaft lebenden Iberer blieben rechtlose Leibeigene. Eine ohnmächtige Stellung, die unterste in der Rang- und Hackordnung jener Zeit. Zu der hatten die Römer sie degradiert. Vermutlich sogar schon ihre Vorgänger, die Punier. Diese Leibeigenen hatten den Preis zu zahlen, um Christ bleiben zu dürfen, und Kirche und Pfarrer im Dorfe zu behalten.

So kam es dazu, dass Jan an diesem Tage zum Aufseher des Mädchens werden konnte. Mit seinen 1,80 m wirkte er so riesig, weil die anderen fast einen Kopf kleiner waren. Vor allem aber, weil er in den Schultern doppelt so breit war. Auf den ersten Blick machte er einen grobschlächtigen Eindruck. Diese Fehlinformation nutzte er gern zu seinem Vorteil. Dahinter verbarg sich unerwartet wendige Geschicklichkeit. Aus dem Stand konnte er explodieren und mit nicht erwarteter Geschwindigkeit reagieren. Er war der Rammbock gewesen. Ein gewaltiger Tritt seines säulendicken Beines hatte den Riegel gesprengt und die Tür aufgebrochen, ehe die Baskenfamilie auch nur eine Ahnung bekam, was nun folgen sollte.

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