Arthur hörte dem Priester so aufmerksam zu, dass er darüber die Hitze in dem engen Raum und seine Seekrankheit völlig vergaß. Nachdem Robertson geendet hatte löste sich seine innere Spannung. Die tiefliegenden, graublauen Augen begannen lebhaft, geradezu vergnügt, zu glitzern. Der Offizier legte seine Hand auf Jacks Arm. “ Sie haben sehr viel für unser Land getan. Ob irgendjemand aus der Regierung Ihnen jemals dafür danken wird, dass Sie Ihren Kopf für uns riskiert haben? Ich weiß es nicht! Aber ich danke Ihnen aus ganzem Herzen und ich verspreche Ihnen, nie zu vergessen, was Sie getan haben.”
“Sir Arthur, Ihre Worte sind mir wichtiger, als alles Lob irgendeiner Regierung in London. Ich weiß, dass Sie eines Tages meinen Glaubensbrüdern zurückzahlen werden, was Sie im Augenblick mit Hilfe unserer Kirche erhalten. Wenn dieser Krieg zu Ende ist...”
“Robertson, wenn ich diesen Krieg aus Versehen überlebe, dann wird es in unserem Land die politische Gleichberechtigung für Ihre katholischen Glaubensbrüder geben. Ich schwöre es Ihnen, so wie ich es dem Bischof von Dublin geschworen habe. Und Sie können sich darauf verlassen, dass ich diesen Schwur eines Tages einlösen werde. Egal, wie teuer es mich politisch und gesellschaftlich zu stehen kommt!” Robertson stand auf und streckte die Hand aus. “Ich werde Sie jetzt verlassen, General. Sie sollten ein wenig schlafen.”
Am 27.Juni 1808 erreichte Arthur Portugal. Der Bischof von Oporto als Vorsitzender der höchsten Junta des unbesetzten Teiles des Landes und Vorsitzender des inoffiziellen portugiesischen Kronrates, stellte ihm sofort Zugtiere und Pferde zur Verfügung. Damit war das größte Problem gelöst. Das Expeditionskorps war ausreichend beweglich, um Junot schon bald zum Kampf stellen zu können. Da alle portugiesischen Festungen am Meer immer noch von französischen Truppen besetzt gehalten wurden und außerdem acht russische Kriegsschiffe unter Admiral Siniavin zu Junots Unterstützung die Tejo-Mündung blockierten, war es unmöglich, die englischen Truppen in der Nähe von Lissabon an Land zu bringen. Der General konnte eine Ausschiffung unter feindlichem Kanonenfeuer nicht riskieren. Darum beschloss er sein Expeditionskorps etwa auf halber Strecke zwischen der Hauptstadt und Oporto, in der Mündung des Flusses Mondego anzulanden, obwohl der schwere Seegang des Atlantiks eine solche Operation sehr gefährlich machen würde. Doch Arthur war überzeugt, dass die Kanonen der Franzosen und ihrer russischen Verbündeten mehr Soldaten das Leben kosten würden, als das Meer. Viele seiner Männer konnten nicht schwimmen, die meisten waren auch noch seekrank. Trotzdem akzeptierte er das Risiko bereitwillig. Auch die Mondego-Mündung wurde von einer alten Festung bewacht, doch im Gegensatz zu allen anderen Küstenfortifikationen, war Figuera de la Foz in der Hand portugiesischer Rebellen. Die Studenten der Universität von Coimbra hatten erst vor wenigen Tagen die französische Garnison in der Nacht überrascht, entwaffnet und vertrieben. Nach der Landung würden die Briten sofort ihre eigenen Soldaten als Unterstützung zu diesen mutigen, jungen Männern schicken.
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