Werner Siegert - Der Tote im Schilf

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Der Tote im Schilf: краткое содержание, описание и аннотация

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Bei der Installation von Rauchmeldern in einem vornehmen Privat-Hotel wurden von einem jungen Mann heimlich Videokameras eingebaut, mit denen illustre Gäste bei Liebesspielen gefilmt wurden. Mit diesen Filmen, die jeweils bei Wartungsarbeiten entnommen werden konnten, wird die Hoteleigentümerin erpresst. Gleichzeitig verschwindet eine Kassette mit erotischen Liebespfändern. Der Hotelchefin Gisela Krämer gelingt es, bei betroffenen Gästen aus höchsten Kreisen die geforderten 400.000 € zusammenzubringen. Für die Übergabe macht der Erpresser genaue Vorschriften. Die Tasche mit dem Geld soll unweit von Ambach am Starnberger See diskret in ein ferngesteuertes Boot gelegt werden. Frau Krämer versichert sich der Hilfe ihres langjährigen Freundes, eines sehr versierten pensionierten Kriminalhauptkommissars. Er leitet alles in die Wege, um den Erpresser dingfest zu machen. Jedoch kommt alles ganz anders. Der Erpresser entreißt Frau Krämer die Tasche mit Geld, indem er mit seinem Bike dicht an ihr vorbei rast. Zusammen mit seiner Freundin bringt er das Geld nachts in einem Schlauchboot ans andere Ufer. Dort wird er jedoch am anderen Morgen tot neben dem zerfetzten Boot aufgefunden. Vom Mädchen und dem Geld fehlt jede Spur. Unweit vom Tatort steht der PKW des Hauptkommissars – verlassen! Am Ufer finden sich Hinweise, die auf eine Entführung oder ein Tötungsdelikt deuten könnten.
Die Hauptkommissare Lothar Velmond und Maurice Elsterhorst, einander nicht sehr zugeneigt, übernehmen die Ermittlungen, die für Velmond unerfreulich enden, obwohl er es ist, der den Fall schließlich löst.

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„Verzeihung, Frau Krämer, hier spricht Hauptkommissar Velmond. Ich bin neben meinem Kollegen Elsterhorst mit der Suche nach Paul Krüner betraut worden. Darf ich Sie in dieser Angelegenheit vielleicht in einer halben bis dreiviertel Stunde aufsuchen?“

Eine Stunde später - auf dem Mittleren Ring war mal wieder Stau - saßen Frau Gisela Krämer, Lothar Velmond und Uta Möbius im altehrwürdigen Parkhotel Krämer, einem dreistöckigen Altbau mit Erkern, dahinter ein Park mit hohen, knorrigen Eichen, eingebunden in ein Ensemble von mehrstöckigen Villen, die wohl alle um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in einer bürgerlichen Blütezeit entstanden waren. Das Büro von Frau Krämer, einer äußerst gepflegten, aparten Mitfünfzigerin, mit einem langen, über die linke Schulter nach vorn gelegten Haarzopf, hatte wenig büromäßiges. Es war eher ein großes Empfangszimmer mit antiken Möbeln, Ölgemälden, Teppichen, Beistelltischchen und einem alten Biedermeier-Schreibtisch.

Die Ruhe, die dieser Raum ausstrahlte, stand in extremen Kontrast zur Aufgeregtheit und geradezu panischen Stimmung der Gisela Krämer. Sie beantwortete Fragen, noch ehe sie überhaupt gestellt waren.

„Paul war ja am letzten Freitag noch hier. Ja, wir kennen uns gut, allerdings nicht, was Sie eventuell denken. Paul ist ein Preuße, durch und durch. Er könnte von Adel sein in seiner vornehmen Zurückhaltung. Aber das ist auch sein Gefängnis, sein selbst um sich gezogener Käfig. Im Inneren sehnt er sich nach Geborgenheit, nach Frieden, nach ... ja, nach Liebe und Nähe. Aber er steht sich dabei selbst im Wege. Er kann nicht loslassen, jedenfalls braucht es lange, bis das Eis schmilzt. Das hat er hier geschätzt. Obwohl er in München wohnt, hat er sich oft über das Wochenende ein Zimmer hier gebucht, sein Zimmer, immer das ihm vertraute. Und er musste erst auftauen, abspannen, in Ruhe gelassen werden. Kein Telefon! Kein Fernseher! Höchstens Musik, klassische Musik, Klassik Radio oder Bayern Klassik, das waren seine Sender.“

Eine sehr gepflegte dunkelhäutige, fast schwarze junge Frau mit blitzenden Augen, insbesondere auf Uta Möbius gerichtet, kam nach kurzem Klopfen herein und stellte eine Kanne mit Tee auf ein Stövchen, deckte zierliche Tassen, Kandiszucker und stellte eine Schale mit Konfekt und Keksen auf einen Rollwagen und schob ihn zu den Besuchern hin.

„Vielen Dank, Aurelia! Du bist die Beste!“

Ob Aurelia errötete ob dieses Lobes war nicht erkennbar, wohl ihr etwas flackernder Blick, ehe sie rückwärts gehend das Zimmer verließ.

„War Herr Krüner anders als sonst? Hat er darüber gesprochen, was er am Wochenende vor hat? Wollte er kommen? Mit wem hat er Kontakt? Könnte es sein, dass er woanders auch noch ein Refugium hat, in das er sich ohne Telefon und Handy zurückziehen kann? Irgendwo am Starnberger See?“

„Nein, er wirkte auf mich wie immer. Über das Wochenende haben wir nicht gesprochen. Er hatte ja auch nicht gebucht. Oft fand er wohl seinen Frieden auch auf Wanderwegen im Gebirge oder an unseren schönen Seen. Könnte natürlich sein, dass er in die Berge gegangen ist und dort in einer Hütte übernachtet. Das versuche ich mir zumindest einzureden, wobei mich natürlich beunruhigt, dass sein Auto offen aufgefunden wurde, am Cafe Seeseiten ja wohl oder unweit davon. Vielleicht hat er einen Bekannten getroffen, der ihn zu einer Bergtour eingeladen hat? Aber sein Auto nicht abzuschließen .... das kann ich mir bei Paul überhaupt nicht vorstellen!“

Velmond und Möbius nippten am duftenden Earl-Grey-Tee, nahmen noch einen Keks auf die Hand und verabschiedeten sich von Frau Krämer mit dem Versprechen, in Verbindung zu bleiben.

Uta Möbius war die erste, die nach Verlassen des Hotels ihre Eindrücke zum Besten gab: „Irgendwas stimmt nicht. Zuerst diese fast panische Aufgeregtheit, dann die besonnenen Antworten. Am meisten haben mich die funkelnden Augen der Aurelia verstört. Als Frau sage ich rundheraus: Die beiden haben was miteinander. Und nicht nur das: Sie haben auch ein Geheimnis miteinander!“

„Woher kannte sie den Standort des verlassenen Autos? Wir haben ihn jedenfalls nicht erwähnt“, ergänzte Velmond.

„Und was den Krüner betrifft, schätze ich ihn so ein: 14 Punkte Blau, 14 Punkte Grün, und 8 Punkte Rot!“ Uta Möbius überraschte ihren Chef mal wieder mit ihren methodischen Kenntnissen. „Diese Werte beziehen sich auf die Methodik der Biostruktur-Analyse. Die hast du natürlich bei deiner Ausbildung noch nicht kennengelernt. Hier mal im Schnelldurchgang. Von insgesamt 36 Punkten, mit denen das Verhalten eines Menschen eingegrenzt wird, entfallen bei Krüner schätzungsweise 14 oder sogar 15 auf Blau, die Farbe der kühlen Logik, Ordnung, Präzision, Korrektheit und des Abstandes von anderen Menschen. Blau ist auch die Farbe der Planung. Grün hingegen ist die Farbe der Empathie, der Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit, der Liebe zu alten Dingen und Natur. Die scheint bei Krüner fast ebenso ausgeprägt zu sein wie sein Blau. Bleiben noch sechs bis acht Punkte Rot. Rot steht für Drive, Machertum, Aktivität, Herrschen wollen, Durchsetzungsvermögen, Imponieren, aber auch für Chaos.“

„Und was schließen wir jetzt daraus, liebe Uta?“

„Wir müssen noch mehr wissen über seine grüne Komponente. Er ist ein zweigeteilter Mensch. Seine vielen Reisen .... sind vielleicht Ausbrüche aus dem selbst errichteten blauen Käfig. Hoffen wir, dass er auch gegenwärtig nur ausgebrochen ist!“

Lieber Kollege Elsterhorst,

gern möchte ich Sie sofort über folgende Tatbestände informieren:

Der Tote heißt Fabian Hellrich. Ist 22 Jahre alt. Er studierte an der TU München Informatik und Elektrotechnik. Um sich etwas Geld hinzu zu verdienen, arbeitete er als freier Mitarbeiter bei der Firma SpyTronix GmbH & Co KG., die Überwachungsanlagen, Videoüberwachungen sowie Sicherheitseinrichtungen herstellt und installiert. Das Motorrad ist unter dem Namen dieser Firma zugelassen. Der Firmenchef hat die Service-Mitarbeiter mit Mopeds, also Leicht-Motorrädern ausgestattet, weil sie damit schneller durch das Verkehrsgewühl in München zu den Kunden kommen. Hellrich hatte sich allerdings am vergangenen Freitag auch einen Firmen-Lieferwagen ausgeliehen, um „etwas zu transportieren“; vermutlich das Schlauchboot. Der Firmenchef war mehr beunruhigt über das fehlende Motorrad als über Fabian Hellrich. Er habe geglaubt, Hellrich müsse sich wieder auf Prüfungen vorbereiten.

Das deckt sich mit den Aussagen der Leute am Strand, die wir noch einmal telefonisch befragt haben.

Nicht eindeutig sind die Beschreibungen der jungen Frau. Sie soll gebrochen Deutsch gesprochen haben. Die einen sagen, sie sei sehr sexy gewesen. Andere können sich eher an eine ausgesprochen schlanke Erscheinung erinnern mit leicht orientalischem Aussehen. Mandelaugen waren einer Zeugin aufgefallen. Alter ca. 25. Lange dunkle Haare.

Vorab müssen wir wohl davon ausgehen, dass der Tod des jungen Mannes und das Verschwinden von Paul Krüner nichts miteinander zu tun haben. Vermutlich ist es zwischen dem Mädchen und dem jungen Mann auch infolge übermäßigen Alkohol- und Drogengenusses zu Streit gekommen ist, in dessen Verlauf einer von beiden die Seitenwände des Bootes mit einer zerbrochenen Flasche aufgeschlitzt hat. Der junge Mann ist irgendwie über Bord gefallen und war nicht mehr fähig zu schwimmen. Das Mädchen ist entweder geflohen (es wird bisher nicht als vermisst gemeldet) oder treibt noch irgendwo im See.

Wenn Krüner bis Ende der Woche nicht auftaucht, beantrage ich einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung. Vielleicht finden wir dort irgendwelche Hinweise. Krüner war häufiger Gast, und zwar auch Übernachtungsgast (!) im Parkhotel Krämer und war gut mit der Hotel-Eigentümerin Gisela Krämer bekannt. Personen, die mit Krüner privat Kontakt hatten (Hausmeister), berichteten, Krüner sei sehr häufig auf Reisen gewesen. An den Wochenenden selten zuhause. Frau Krämer vermutet, Krüner habe sich am Hotel Seeseiten mit jemandem verabredet, mit dem er in die Berge gefahren ist. Dass er sein Auto nicht abgeschlossen habe, konnte sie sich überhaupt nicht vorstellen. Dass er per Handy nicht zu erreichen sei, sei normal.

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